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Mi, 1. Februar 2006, 20:34

Software

Fraunhofer-Studie analysiert Open Source Software

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat eine Studie zu Einsatzmöglichkeiten von Open Source Software angefertigt.

Die Studie mit dem Titel »Open Source Software: Einsatzpotenziale und Wirtschaftlichkeit« steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung und kann auch in gedruckter Form für 50 EUR bei andrea.giemsch@iao.fraunhofer.de bestellt werden. Die ISBN-Nummer ist 3-8167-7008-8.

Die über 180 Seiten umfassende Studie definiert zunächst die Eigenheiten von Open-Source-Software (OSS), um dann eine Ist-Analyse anzugehen. In ihr kommen Einsatzbereiche sowie eine begrenzte Übersicht über eingesetzte Produkte und Erfahrungen mit der Software zur Sprache. Im nachfolgenden Kapitel »Anwendungsfelder« wird dies nochmals vertieft und es werden zu vielen Produkten Einsatzerfahrungen und Empfehlungen gegeben. Es folgt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die von einem in Zukunft häufig anzutreffenden Migrationsszenario ausgeht. Dieses geht von einem anstehenden Update auf Windows Vista aus, das fast zwangsläufig auch einen Update der ganzen Office-Software nach sich ziehen soll.

Aus alledem wird schließlich eine strategische Analyse mit Vor- und Nachteilen freier Software entwickelt. Die Vor- und Nachteile, die in der Studie gesehen werden, sind altbekannt. Bei der Produktqualität glauben die Autoren, daß es stark von der jeweiligen Software abhängt, ob diese von höherer oder niedrigerer Qualität als proprietäre Produkte ist. In einigen Fällen glauben sie nachgewiesen zu haben, daß freie Software tatsächlich höhere Qualität aufweist und empfehlen vorbehaltlos, diese einzusetzen. Genannt werden Office-Pakete, Datenbanken, Entwicklungswerkzeuge und Content Management Systeme.

Die Nachteile von OSS sind nach Meinung der Autoren fehlende Gewährleistung, die bei proprietären Programmen genauso fehlt, also kaum von Bedeutung ist, fehlender Support, was jedoch durch die Existenz von Supportunternehmen relativiert wird, höherer Schulungsaufwand (auch dieses Argument wird durch die weite Verbreitung verschiedener freier Software weitgehend entkräftet), ungewisse Weiterentwicklung (von den Autoren ebenfalls als nicht vorhandene Gefahr erkannt), Fehlen von Anwendungen und mangelnde Interoperabilität mit proprietärer Software. Da letzteres im Wesentlichen ein Nachteil proprietärer Software ist, bleibt als einziger echter Nachteil, daß Anwendungen für verschiedene Bereiche nicht oder nicht in einsatzreifen Versionen verfügbar sind.

Um eine Strategieempfehlung zu geben, entwickelt die Studie ein Diagramm, das OSS nach Relevanz und Reifegrad einteilt. Daraus ergeben sich grob vier Gebiete, die von »OSS einsetzen und vorantreiben« über »OSS einsetzen« und »OSS vorantreiben« bis zu »kein Handlungsbedarf (bei proprietärer Software bleiben)« reichen.

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