Na aber Konkurrenz kann ja nicht schaden! Und wen die GPL-Version von Xara LX das kann was die jetztige Version für Windows kann dann steht Inkscape ein äußerst harter Konkurrenzkampf ins Haus. Aber Konkurrenz ist immer gut!
Es hieß doch auch das Xara und Inkscape kooperieren wollen. Das ist doch was Open source ausmacht. Das Beste aus allen teilen. Die kleinen Firmen starten als erstes und haben so bereits einen Fuß in der Tür.
Von Kurt Pfeifle am Mo, 6. Februar 2006 um 16:42 #
Die fangen ja auch schon an zu kooperieren... Im Moment sind es allerdings noch getrennte Produkte.
Beide kannst Du mit klik am schnellsten testen (und ganz ohne "richtige" Installation... Soeben habe ich das "xara-latest"-Rezept upgedated auf "Version 0.1d, revision 380 vom 6. Februar"; das "inkscape-latest" ist ohnehin praktisch tagesfrisch aus den "nightly builds" erstellt:
Vor ein paar Wochen gab es ja schon mal eine Nachricht über Xara. Damals hatte ich mir die Linux Version runtergeladen. Leider konnte man nur die Demos öffnen, aber nichts daran ändern. Ist jetzt schon mehr möglich? HatŽs mal einer von euch ausprobiert?
Von Kurt Pfeifle am Mo, 6. Februar 2006 um 16:29 #
Probier's doch selbst mal (gefahrlos, auf die Schnelle) aus mit klik. Ich habe soeben das "xara-latest"-Rezept upgedated auf "Version 0.1d, revision 380 vom 6. Februar":
Das Konzept klingt gut, aber irgendwie gefaehrlich, dass man sich mit einem Klick alles (auch an boeser) Software reinholen kann. Natuerlich hat man das Problem bei einem apt-get upgrade auch, aber das fuehlt sich trotzdem sicherer an. Komisch?!
Von Kurt Pfeifle am Mo, 6. Februar 2006 um 19:25 #
"Du bist Klik-Fan, richtig?" ----- Outsch -- merkt man das??
"klingt gut, aber irgendwie gefaehrlich, dass man sich mit einem Klick alles (auch an boeser) Software reinholen kann. Natuerlich hat man das Problem bei einem apt-get upgrade auch, aber das fuehlt sich trotzdem sicherer an " ----- Es gibt mehrere erhebliche Unterschiede:
apt-get ist Teil eines systemweiten Paket-Managers;
klik ist kein Paket-Management-System, und will auch keines sein;
apt-get upgrade installiert meist mehrere, viele Programme auf einmal, ganz tief ins System rein;
klik bringt immer nur 1 neues Programm auf den Rechner;
apt-get kann immer nur eine einzige Version eines Programms auf dem System haben;
klik kann mehrere Versionen eines Programms auf dem System ertragen, und es bringt dabei den nativen Paket-Manager nicht durcheinander;
apt-get upgrade läuft als root, und installiert Software ins System (verstreut nach dem heiligen FHS) ;->>
klik läuft mit User-Rechten, und installiert Software eigentlich gar nicht im üblichen Sinne (sondern als eine einzige Datei, die auch leicht wieder loszuwerden ist, ohne den Paket-Manager zu behelligen);
wenn ein apt-get upgrade schiefläuft, ist eventuell das ganze System nicht mehr benutzbar;
wenn ein klik-Paket nicht funktioniert, ist das System nicht betroffen, sondern nur das Paket selbst (falls Du mit etwas wie klik://thunderbird16-tabbed experimentierst, solltest Du allerdings vorher ein Backup Deines "Mail"-Ordners machen);
apt ist für dauerhafte und systemweite Installationen genau richtig, und dafür will ich es auch weiter benutzen;
ich sehe klik's Stärke bei vorübergehenden, kurzfristigen Testinstallationen (andere benutzen es aber auch für viel weitergehendere Anwendungsbereiche.
Von Kurt Pfeifle am Mo, 6. Februar 2006 um 23:23 #
Sach' man nix gegen autopackage! ;-P
Autopackage hat seine Berechtigung. Insbesondere haben die autopackage-Entwickler einige hervorragende Tools entwickelt, die das Kompilieren von Binaries "sauberer" machen, und die Ergebnisse portabler. (Allerdings verlangen sie von manchem Programmierer erstmal Änderungen an seinem Source-Code bevor autopackage damit funktionieren kann.)
klik und autopackage machen verschiedenen Dinge. autopackage kompiliert aus Source-Code Binaries. klik konvertiert vorhandene Paket-Formate (.rpm, .deb, .tgz, .bz2, .package) in sein eigenes "compressed image" (.cmg) Format, das den Grundsatz "1 Programm == 1 Datei" verwirklicht.
Am liebsten wäre uns klik-Maintainern allerdings, wenn alle Binaries nach autopackage-Standard kompiliert wären (nicht unbedingt mit dem autopackage ".package" Format gepackt!).
Und jetzt verrat' ich was: das klik://inkscape-latest -Paket verwendet als "Ingredient File" ein autopackage... :->>
Dieses wird vom klik-Client "on the fly" in ein *.cmg umgewandelt. Wenn Du genau aufpasst, kannst Du es sogar sehen...
(Von einem "Kurt Pfeifle" habe ich hier und anderswo schon öfter mal was Gescheites gelesen. Von Dir noch nicht. Warst Du schonmal in einem seiner FreeNX-Vorträge? Jedenfalls bin *ich* froh, dass er mich auf klik aufmerksam gemacht hat. Fühl *Du* Dich ruhig mal bedrängt...)
Hab gerade das Klik Paket getestet, funktioniert wunderbar!
Danke für den Hinweis, mit Klik ist Softwareinstallieren unter Linux nun sogar leichter als unter Windows. Und Deinstallieren erst recht (rm inkscape-latest.cmg)!
Von Kurt Pfeifle am Mo, 6. Februar 2006 um 19:02 #
Nein, es gibt kein .deb.
Ja, es gibt nur das blöde Install-Script.
Nein, es ist eigentlich unmöglich, mit dem blöden Install-Script "alles mögliche zu zerschiessen, das Du nicht wieder weg kriegst."
Ja, es gibt auch ein (experimentelles) Uninstall-Script. Bitte verwende es erst, nachdem Du es gelesen und verstanden hast (keine Angst -- es sind weniger als 30, ganz einfache Zeilen). Du kannst auch alle die darin gelisteten Dateien (weniger als 1 Dutzend) manuell wieder entfernen:
~> wget klik.atekon.de/client/uninstall -O uninstall-script.sh ~> vim uninstall-script.sh
Das blöde Install-Script installiert 2 Shell-Scripte namens ".klik" und ".zAppRun" in Dein Home-Verzeichnis. Ausserdem fügt es 7 Zeilen in der /etc/fstab ein. Und letztlich generiert es ca. ein halbes Dutzend *.desktop, *.protocol und .directory Dateien in $KDEHOME (was für die meisten Leute in $HOME/.kde/ liegt).
>Probier's doch selbst mal (gefahrlos, auf die Schnelle) aus mit klik. Ich habe soeben das "xara-latest"-Rezept upgedated auf "Version 0.1d, revision 380 vom 6. Februar":
Von Thorsten Schnebeck am Mo, 6. Februar 2006 um 16:58 #
Sind hier auch alte Archimedes-User, die mal Gorden Taylor (http://www.thermal.demon.co.uk/) auf einer Messe wie der CeBIT erlebt haben, wie er Artworks http://www.cconcepts.co.uk/products/artworks.htm, den Vorläufer von Xara, auf einem A5000 präsentierte und dabei alle High-End Win-PC/Mac-Vektorprogramme nass gemacht hat: "And now we activate the better than Corel drawing mode" War eine schöne Zeit damals als Acorn-User Anfang der 90er.
Habe Mr Taylor Ende Oktober 1993 auf der "Acorn World" in London (Wembley) zuschauen können. Ich war Acorn-Nutzer von 1990 an bis ungefähr 2000 (A3000, A5000, RiscPC 600, später mit SA-110). Mein RiscPC steht noch betriebsbereit im Schrank. Im Frühjahr 2000 ging's dann für mich mit Linux weiter (Red Hat 6.1 damals)...
Von Anonymer Feigling am Mo, 6. Februar 2006 um 20:30 #
Du hast eine Risc PC, hatte leider keinen. Und Wikipedia fehtl noch ein Bild eines Risc PCs, vielleicht kannst du ja eines beisteuern. Würde mich freuen und manch anderen wohl auch.
Von Thorsten Schnebeck am Di, 7. Februar 2006 um 00:21 #
Gordons Seite zeigt einen RiscPC: http://www.thermal.demon.co.uk/computa.htm Ich hatte auch "nur" einen A3000 aber immer mehr umgebaut, zu erst gabs ne Speichererweiterung, dann eine ARM3-Aufrüstung und zum Schluss noch 'ne Festplatte. Ich hatte den A3000 solange wie keinen weiteren rechner in Gebrauch von 1989 bis 1999 und hab noch meine Diplomarbeit mit TechWriter Pro geschrieben, ein unheimlich angenehme Textverarbeitung die nur feste Gestaltungsrichtlinien kennt, man also praktisch nur Dinge machen konnte, die gut aussahen.
Nach dem Archi kam dann Linux und erst später Windows, was mir eine recht interessante Perspektive in Bezug auf Benutzerschnittstellen gibt. Ich finde bis heute RiscOS eine sehr gelungene GUI - in vielem seiner Zeit voraus. Ach ja, der A3000 war auch der letzte Rechner, den ich abgeschaltet habe, bei Startzeiten von ein paar Sekunden für das System...
> Ich finde bis heute RiscOS eine sehr gelungene GUI - in vielem seiner Zeit voraus.
Da stimme ich zu (auch wenn ich es RISC OS nenne. ).
Einer der wenigen Nachteile, die ich RISC OS aus heutiger Sicht vorhalten würde, ist - abgesehen vom kooperativen Multitasking und mangelhaften Speicherschutz - die Tatsache, dass es ausschließlich für Mausbedienung ausgelegt war, also keine Alternativbedienung über die Tastatur vorgesehen war (zumindest in den mir bekannten Versionen <= 4.20). Man musste die mitgelieferte Maus (hatte eine Art Mini-DIN-Stecker, war aber keine PS/2-Maus wie für PCs) also pfleglich behandeln.
Von Anonymer Feigling am Di, 7. Februar 2006 um 20:22 #
Leider ist es in der Wikipedia nicht ganz einfach Bilder von irgendwelchen Webseiten zu verwenden. Wenn dein Risc PC in "vorzeigbarem" Zustand ist, und du die Möglichkeit hättest ein Foto davon zu machen könntest du besagten Wikipedia-Artikel damit bereichern. Du müsstes das Foto dann allerdings unter einer der auf folgender Seite gelisteten Lizenz veröffentlichen: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzvorlagen_f%C3%BCr_Bilder
PS: Würde mich freuen, wenn du der Wikipedia das aushelfen könntest.
TechnoSlave
Calle
Beide kannst Du mit klik am schnellsten testen (und ganz ohne "richtige" Installation... Soeben habe ich das "xara-latest"-Rezept upgedated auf "Version 0.1d, revision 380 vom 6. Februar"; das "inkscape-latest" ist ohnehin praktisch tagesfrisch aus den "nightly builds" erstellt:
Naheliegende Fragen zu klik sind in der FAQ beantwortet.
Damals hatte ich mir die Linux Version runtergeladen. Leider konnte man nur die Demos öffnen, aber nichts daran ändern. Ist jetzt schon mehr möglich? HatŽs mal einer von euch ausprobiert?
Naheliegende Fragen zu klik sind in der FAQ beantwortet.
Das Konzept klingt gut, aber irgendwie gefaehrlich, dass man sich mit einem Klick alles (auch an boeser) Software reinholen kann. Natuerlich hat man das Problem bei einem apt-get upgrade auch, aber das fuehlt sich trotzdem sicherer an. Komisch?!
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Outsch -- merkt man das??
"klingt gut, aber irgendwie gefaehrlich, dass man sich mit einem Klick alles (auch an boeser) Software reinholen kann. Natuerlich hat man das Problem bei einem apt-get upgrade auch, aber das fuehlt sich trotzdem sicherer an "
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Es gibt mehrere erhebliche Unterschiede:
Autopackage hat seine Berechtigung. Insbesondere haben die autopackage-Entwickler einige hervorragende Tools entwickelt, die das Kompilieren von Binaries "sauberer" machen, und die Ergebnisse portabler. (Allerdings verlangen sie von manchem Programmierer erstmal Änderungen an seinem Source-Code bevor autopackage damit funktionieren kann.)
klik und autopackage machen verschiedenen Dinge. autopackage kompiliert aus Source-Code Binaries. klik konvertiert vorhandene Paket-Formate (.rpm, .deb, .tgz, .bz2, .package) in sein eigenes "compressed image" (.cmg) Format, das den Grundsatz "1 Programm == 1 Datei" verwirklicht.
Am liebsten wäre uns klik-Maintainern allerdings, wenn alle Binaries nach autopackage-Standard kompiliert wären (nicht unbedingt mit dem autopackage ".package" Format gepackt!).
Und jetzt verrat' ich was: das klik://inkscape-latest -Paket verwendet als "Ingredient File" ein autopackage... :->>
Dieses wird vom klik-Client "on the fly" in ein *.cmg umgewandelt. Wenn Du genau aufpasst, kannst Du es sogar sehen...
(Von einem "Kurt Pfeifle" habe ich hier und anderswo schon öfter mal was Gescheites gelesen. Von Dir noch nicht. Warst Du schonmal in einem seiner FreeNX-Vorträge? Jedenfalls bin *ich* froh, dass er mich auf klik aufmerksam gemacht hat. Fühl *Du* Dich ruhig mal bedrängt...)
Hab gerade das Klik Paket getestet, funktioniert wunderbar!
Danke für den Hinweis, mit Klik ist Softwareinstallieren unter Linux nun sogar leichter als unter Windows. Und Deinstallieren erst recht (rm inkscape-latest.cmg)!
will mir nicht mit dem blödem installscript alles mögliche zerschießen, was ich nicht wieder weg krieg.
Ja, es gibt nur das blöde Install-Script.
Nein, es ist eigentlich unmöglich, mit dem blöden Install-Script "alles mögliche zu zerschiessen, das Du nicht wieder weg kriegst."
Ja, es gibt auch ein (experimentelles) Uninstall-Script. Bitte verwende es erst, nachdem Du es gelesen und verstanden hast (keine Angst -- es sind weniger als 30, ganz einfache Zeilen). Du kannst auch alle die darin gelisteten Dateien (weniger als 1 Dutzend) manuell wieder entfernen:
~> wget klik.atekon.de/client/uninstall -O uninstall-script.sh
~> vim uninstall-script.sh
Das blöde Install-Script installiert 2 Shell-Scripte namens ".klik" und ".zAppRun" in Dein Home-Verzeichnis. Ausserdem fügt es 7 Zeilen in der /etc/fstab ein. Und letztlich generiert es ca. ein halbes Dutzend *.desktop, *.protocol und .directory Dateien in $KDEHOME (was für die meisten Leute in $HOME/.kde/ liegt).
Vielleicht hilft Dir die FAQ weiter?
Kurt
Danke für den Tipp.
War eine schöne Zeit damals als Acorn-User Anfang der 90er.
Bye
Thorsten
Habe Mr Taylor Ende Oktober 1993 auf der "Acorn World" in London (Wembley) zuschauen können. Ich war Acorn-Nutzer von 1990 an bis ungefähr 2000 (A3000, A5000, RiscPC 600, später mit SA-110). Mein RiscPC steht noch betriebsbereit im Schrank.
Im Frühjahr 2000 ging's dann für mich mit Linux weiter (Red Hat 6.1 damals)...
Ich hatte auch "nur" einen A3000 aber immer mehr umgebaut, zu erst gabs ne Speichererweiterung, dann eine ARM3-Aufrüstung und zum Schluss noch 'ne Festplatte. Ich hatte den A3000 solange wie keinen weiteren rechner in Gebrauch von 1989 bis 1999 und hab noch meine Diplomarbeit mit TechWriter Pro geschrieben, ein unheimlich angenehme Textverarbeitung die nur feste Gestaltungsrichtlinien kennt, man also praktisch nur Dinge machen konnte, die gut aussahen.
Nach dem Archi kam dann Linux und erst später Windows, was mir eine recht interessante Perspektive in Bezug auf Benutzerschnittstellen gibt. Ich finde bis heute RiscOS eine sehr gelungene GUI - in vielem seiner Zeit voraus. Ach ja, der A3000 war auch der letzte Rechner, den ich abgeschaltet habe, bei Startzeiten von ein paar Sekunden für das System...
Da stimme ich zu (auch wenn ich es RISC OS nenne.
).
Einer der wenigen Nachteile, die ich RISC OS aus heutiger Sicht vorhalten würde, ist - abgesehen vom kooperativen Multitasking und mangelhaften Speicherschutz - die Tatsache, dass es ausschließlich für Mausbedienung ausgelegt war, also keine Alternativbedienung über die Tastatur vorgesehen war (zumindest in den mir bekannten Versionen <= 4.20). Man musste die mitgelieferte Maus (hatte eine Art Mini-DIN-Stecker, war aber keine PS/2-Maus wie für PCs) also pfleglich behandeln.
PS: Würde mich freuen, wenn du der Wikipedia das aushelfen könntest.