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Mo, 13. Februar 2006, 19:31

EMA-Studie sieht Kostenvorteile für Linux

Die Open Source Development Labs (OSDL) und Levanta, ein OSDL-Mitglied, haben eine Studie anfertigen lassen, die Linux in günstigem Licht sieht.

Die gemeinsam von den OSDL und Levanta angekündigte Studie wurde von Enterprise Management Associates (EMA) durchgeführt. Das Dokument mit dem Titel »Get the Truth on Linux Management« steht zum kostenlosen Download als PDF-Datei bei Levanta bereit. Eine Kurzfassung ist bei den OSDL verfügbar.

Die 17-seitige Studie greift direkt die Punkte auf, die Microsoft in seiner »Get the Facts«-Kampagne als Nachteile und Kostenfaktoren für Linux beschrieben hatte. So hatte Microsoft Linux eine höhere Total Cost of Ownership (TCO) als Windows bescheinigt, da es an hochwertigen Systemverwaltungswerkzeugen fehle. Dies ist der neuen Studie zufolge »nicht mehr« zutreffend.

Die Studie ist herstellerneutral und befragte tausende von zufällig ausgewählten Unternehmen telefonisch. Ferner wurde eine Online-Umfrage ausgewertet und einige IT-Verantwortliche gründlicher befragt. Die Ergebnisse enthalten die Auswertung der Daten von über 200 Unternehmen. Die überwiegende Zahl der Unternehmen ist in den USA zuhause. Die meisten waren kleinere Firmen mit bis zu 5 Mio. US-Dollar Jahresumsatz, einige größere mit über 100 Mio US-Dollar Umsatz sind ebenfalls erfaßt. Während bei den meisten Firmen weniger als 20 Linux-Server im Einsatz sind, sind es bei einigen über 1000.

Die Studie ergab unter anderem, daß Linux-Systeme oft in weniger als einer Stunde aufgesetzt werden können, mit ausgefeilten Werkzeugen auch noch schneller. Die Verwaltung kostet in der Regel weniger als fünf Minuten pro Server wöchentlich. Meist erfolgt sie zentral und auch hier können ausgefeilte Werkzeuge zum Einsatz kommen. Die Zuverlässigkeit der Linux-Systeme wurde als extrem hoch eingeschätzt. Anpassung und Unterstützung von mehreren Versionen macht die Verwaltung nicht aufwendiger. Die Verwaltungswerkzeuge werden oft plattformübergreifend eingesetzt.

Über 90% der Befragten halten die Verwaltung von Linux für weniger oder gleich aufwendig wie eine Windows-Umgebung. Die Kosten von Linux sind deutlich niedriger: Die Administratoren sind nicht wesentlich teurer als für Windows, aber sehr erfahren. Die Kosten für Consulting und Schulungen sind vergleichweise niedrig. Linux-Systeme können meist mehr Benutzer bedienen und benötigen weniger Administratoren als Windows. Auch die anfänglichen Kosten für Server sind niedriger, manchmal kann der Unterschied bis zu 60.000 USD betragen. Ein solcher Preisunterschied kommt aus der Summe der Kosten von Hardware, Betriebssystem, Datenbank, Webserver und Entwicklungsumgebung zustande.

Die Auftraggeber der Studie kommen zu dem Schluß, daß die Microsoft-finanzierten Studien veraltet und einseitig seien. Allerdings sei es nicht Ziel der Studie gewesen, einen direkten Vergleich mit Windows zu ziehen, sondern den Aufwand für Systemverwaltung unter Linux zu messen und zu analysieren.

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