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Di, 21. Februar 2006, 13:04

Unternehmen

Red Hat stellt AIGLX vor

Nachdem der Konkurrent Novell vor rund zwei Wochen die OpenGL-basierte Xgl-Entwicklung vorstellte, zieht nun Red Hat nach und präsentiert die eigene Entwicklung »Accelerated Indirect GL X« (AIGLX).

Die neue AIGLX-Implementierung in Aktion

Mirko Lindner

Die neue AIGLX-Implementierung in Aktion

Das Interesse an einem beschleunigten 3D-Desktop unter Linux ist nicht nur bei Nutzern, sondern auch bei Distributoren groß. Beide großen Hersteller arbeiten an Erweiterungen des X-Servers und wollen den Desktop um neue Funktionalität erweitern.

Nachdem Novell bereits Anfang des vergangenen Jahres erste Arbeiten an einem Serveraufsatz angekündigt und damit für Schlagzeilen gesorgt hatte, kontert nun der Konkurrent Red Hat mit einer eigenen Entwicklung. Die unter dem Namen »Accelerated Indirect GL X« (AIGLX) vorgestellte Lösung setzt nicht wie Xgl auf einen veränderten X-Server auf, sondern nutzt bereits existierende Servertechnologien, gepaart mit Änderungen der Mesa-Bibliothek und des GNOME-Windows-Mangers Metacity. Ferner nutzt AIGLX die neuesten Erweiterungen des X-Servers, sodass ein Einsatz der Lösung im Moment nur in Verbindung mit einer CVS-Version von X.org möglich ist.

Bei einem möglichen Einsatz sollen beide Lösungen laut Aussagen der Entwickler vergleichbare Funktionen nutzen. Soeren Sandmann von Red Hat ist gar der Meinung, dass es keine Funktion im Xgl-Compositing-Manager »Compiz« gibt, die nicht auch in Metacity abgebildet werden kann. Der Metacity-Compositing-Manager verfügt dagegen nur über »sehr wenige« Funktionen, die Compiz nicht aufweist.

Laut Aussagen der beteiligten Entwickler stellt die neue Lösung keinesfalls ein Konkurrenzprodukt zu Novells Xgl dar. Vielmehr will Red Hat eine Architektur schaffen, die nicht auf proprietäre Treiber angewiesen ist. Christopher Blizzard, Angestellter bei Red Hat, macht auch keinen Hehl daraus, dass man bei der Implementierung nicht auf nVidia angewiesen sein wird. Wie Blizzard in seinem Blog allerdings schreibt, wird der Grafikchiphersteller schon in der nächsten Treiber-Version die neuen Erweiterungen des X-Servers unterstützen und somit auch mit AIGLX zusammenspielen. Bis es soweit ist, empfiehlt das Team, auf die Xgl-Erweiterung zurückzugreifen.

Die neueste Version der Erweiterung kann ab sofort vom Server des Projektes im Quellcode oder als bereits compilierte Pakete für Fedora Core 5 heruntergeladen werden. Nutzer, die eine Selbstcompilierung durchführen wollen, müssen neben einer CVS-Version von X.org auch die neueste Version von Mesa und libcm sowie Metacity installieren. Eine kurze Anleitung beschreibt die nötigen Schritte.

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