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Mi, 8. März 2006, 10:11

Unternehmen

IBMs Open Client nimmt Gestalt an

Kein IBM-Mitarbeiter wird einen Update auf Windows Vista bekommen, da IBM alle Mitarbeiter-Rechner auf Linux umstellen wird.

Bereits im Jahr 2003 hatte IBM-Chef Palmisano die Umstellung aller Desktop- und Notebook-Rechner im Unternehmen auf Linux gefordert. Mindestens 15.000 Systeme sollten bereits im Jahr 2004 mit Linux laufen, bis Ende 2005 nahezu alle. Doch vor einem Jahr noch war nur festzustellen, dass es um das Projekt recht still geworden war und sich die Umstellung voraussichtlich verzögern würde.

Genaue Angaben zum aktuellen Stand der Migration blieben weiterhin aus. Doch einem Bericht über das LinuxForum 2006 in Kopenhagen in Dänemark zufolge hat der IBM-Vorstand für Open-Source- und Linux-Verkäufe von Nordosteuropa, Andreas Pleschek, einen Vortrag gehalten, an dessen Ende er den IBM-Linux-Desktop zeigte. Die Präsentation selbst erläuterte IBMs Open-Source-Strategie allgemein. Interessanter war für viele die abschließende Bemerkung Plescheks über den IBM-Linux-Desktop, den IBM »Open Client« nennt.

Der von Pleschek verwendete Laptop-Rechner war mit einer Vorab-Version des Open Client ausgestattet. Es handelt sich dabei um eine Red Hat Workstation mit dem neuen IBM Workplace Client, der als Java-Programm auf der Eclipse-Anwendungsplattform läuft. Es gibt also keinen Lotus Notes-Client mehr, der via Wine mühsam unter Linux zum Laufen gebracht wurde. Der Workplace Client wird nicht nur IBM-intern verwendet, sondern auch den Kunden angeboten. Er enthält Lotus Notes als Groupware-Client und Firefox als Webbrowser. Als Office-Suite ist OpenOffice.org auf dem Open Client installiert.

Laut Pleschek hat IBM den Vertrag mit Microsoft zum Oktober 2006 gekündigt. Keine neuen Desktop-Rechner werden daher mit Windows ausgerüstet und kein IBM-Mitarbeiter wird Windows Vista benutzen. Ab Juli soll der Open Client auf den Mitarbeiter-Rechnern zum Einsatz kommen. Da die Umstellung einige Zeit in Anspruch nehmen wird, werden allerdings einige Benutzer ihre derzeitige Windows-Version noch eine Zeitlang nutzen.

Update: IBM hat Plescheks Aussagen weitgehend dementiert. Eine Entscheidung über den Open Client sei noch nicht gefallen. Auch Windows Vista werde evaluiert. Über die Verträge mit Microsoft wollte das Unternehmen keine Aussage machen.

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