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Thema: Torvalds über GPLv3

1 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Denker am Mo, 13. März 2006 um 15:06 #
Dürfte bei der aktuellen Version der GPLv3...

...GPLv3-Userland-Software auf einem GPLv2-Linux-Kernel laufen?
...GPLv2-Userland-Software auf einem GPLv3-Linux-Kernel laufen?
...GPLv3-Kernel-Module in einem GPLv2-Linux-Kernel laufen?
...GPLv2-Kernel-Module in einem GPLv3-Linux-Kernel laufen?
...GPLv3-Userland-Software auf einem GPLv2-Linux-Kernel mit GPLv3-Kernel-Modulen laufen?
...GPLv2-Userland-Software auf einem GPLv2-Linux-Kernel mit GPLv3-Kernel-Modulen laufen?
...GPLv3-Userland-Software auf einem GPLv3-Linux-Kernel mit GPLv2-Kernel-Modulen laufen?
...GPLv2-Userland-Software auf einem GPLv3-Linux-Kernel mit GPLv2-Kernel-Modulen laufen?

...Apple's Closed-Source-iTunes mit DRM-AAC auf einem Linux-Kernel
und GLIBC laufen die jeweils unter GPL v2/2, 2/3, 3/2, 3/3 stehen?

...Apple einen Mac mit Linux ausliefern dessen TPM nur den von Apple
kompilierten Grub startet der nur den von Apple kompilierten
Linux-Kernel startet der nur die von Apple kompilierten Kernel-
Module lädt und nur von Apple kompilierte Binaries startet die
nur von Apple zertifizierte Dokumente laden und nur bezahlte Medien
(Audio, Video und PDFs) laden und abspielen und auf dem Netzwerk
zulassen und Email nur so verschlüsseln daß die NSA sie lesen kann?

...Microsoft das einzige Linux-Subsystem anbieten das auf Microsoft
Windows läuft welches als einziges Betriebssystem auf Hardware
mit dem TPM läuft der in allen Prozessoren integriert sein muß
die in den USA hergestellt werden ?

Ich bin mir noch nicht im Klaren darüber wie sich die GPLv2 und GPLv3
jeweils auf diese Szenarien auswirken.

Vielleicht können sie ja als Gedankenmodelle dienen für unser weiteres
Verständnis der GPLv3, und für eine fundierte Meinungsbildung.

Wäre ein DRM-verseuchtes Angebot eines Herstellers ein Problem ?
Wie viele würden so etwas kaufen ?
Gäbe es dann noch genügend gute und preiswerte freie produkte ?
Wenn zu wenige ihre Freiheit wahrnehmen, könnte das Gesetze provozieren
die unsere Rechte einschränken oder löschen ?

Wollen wir Binary-Treiber erlauben so daß Hardware-Hersteller damit
davonkommen nur solche anzubieten? Oder wollen wir die Hersteller
zwingen entweder Open-Source- oder gar keine Treiber anzubieten ?

Es ist nicht einfach abzuschätzen wie sich das eine oder andere entwickelt.
Aber ich denke es gibt so etwas wie ein Naturgesetz daß sich immer die
freieste Software durchsetzen wird gegenüber den weniger freien.
So wie immer die freieste Marktwirtschaft am stärksten wachsen wird,
mehr als eine soziale MW oder ein Sozialismus oder Kommunismus.

Ich glaube daß Linux mit seiner Entscheidung bezweckt daß Linux das
freieste Betriebssystem bleibt damit es sich weiter am besten entwickelt.
Er hat von Anfang an auf ein offenes, verteiltes Entwicklungsmodell
gesetzt und verschiedene Teillösungen gegeneinander konkurrieren lassen.
Deshalb gibt es in Linux jeweils mehrere Scheduler, Wireless-Stacks etc.

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