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Mi, 15. März 2006, 13:02

Software::Security

PGP-Erfinder stellt Verschlüsselung für VoIP-Telefonie vor

Der PGP-Erfinder Philip Zimmermann stellte mit Zfone ein Programm vor, das verschlüsselte Internettelefonie ermöglichen soll.

Philip Zimmermann, Erfinder von PGP und Autor von Zfone

philzimmermann.com

Philip Zimmermann, Erfinder von PGP und Autor von Zfone

Die unter dem Namen Zfone vorgestellte Applikation braucht im Gegensatz zu PGP keine öffentlichen Schlüssel oder Zertifizierungsstellen. Die Schlüsselüberprüfung findet direkt zwischen den Clients statt und ist vom Server komplett unabhängig. Die Applikation stellt dabei keine eigenständige Telefonie-Software dar, sondern dient als Zusatz zu einer bestehenden Lösung. Daher funktioniert Zfone zwar mit jedem standardkonformen SIP-Telefon, um aber in den Genuss einer Verschlüsselung zu gelangen, bedarf es der Installation des Clients auf beiden Seiten.

Geht es nach Zimmermann, so soll die Lösung in der Zukunft nicht nur als ein Zusatz zu bestehenden Clients verfügbar sein, sondern direkt in die Produkte eingebaut werden. Dazu will der Entwickler das der Software zu Grunde liegende Protokoll ZRTP von der Internet Engineering Task Force (IETF) als öffentlichen Standard anerkennen lassen.

ZRTP nutzt einen Algorithmus für öffentliche Schlüssel nach dem Prinzip des Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschs, ohne von einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) abhängig zu sein. Das Diffie-Hellman-Verfahren dient nicht zum Austausch eines vorher erzeugten Schlüssels, sondern ermöglicht den Kommunikationspartnern, auf Basis der ausgetauschten Informationen denselben Schlüssel zu generieren. Nach der Beendigung der Verbindung werden alle Schlüssel zerstört, so dass keine gleichen Schlüssel verwendet werden können. Neben der Tatsache, dass ZRTP keine speziellen Zertifizierungsstellen benötigt, vermag das Protokoll auch »man-in-the-middle«-Attacken (MiTM) zu verhindern.

Wie der Programmierer bekannt gab, steht ab sofort allen Interessenten die erste Beta-Version von Zfone zum Test bereit. Neben Linux unterstützt die Applikation auch Mac OS X. Eine Windows-Version soll Mitte April kommen.

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