Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 20. März 2006, 18:23

Software::Distributionen::Fedora

Fedora Core 5 offiziell freigegeben

Mit einer kleinen Verzögerung hat der Distributor Red Hat die mittlerweile fünfte Version von Fedora Core freigegeben.

Hans-Joachim Baader

Mit einer Vielzahl von Neuerungen und Verbesserungen will die Community-Distribution Fedora die Nutzer von den Qualitäten des Produktes überzeugen. So kommt sie mit der aktuellen Version 2.14 von GNOME und mit KDE 3.5. Ferner beinhaltet Fedora Core 5 OpenOffice.org 2.0 sowie den Webbrowser Firefox 1.5. Betrieben wird die Distribution unter Kernel 2.6.15.

Wie bereits in der Vorgängerversion unterstützt das Projekt neben den i386- und x86_64-Architekturen auch die PPC-Architektur. Das Xen Virtualization-System erfuhr weit reichende Änderungen und kann nun mittels »gnome-applet-vm« überwacht werden. Auch der Installer »anaconda« wurde weiter verbessert und um neue Funktionen erweitert. Neben »remote logging« unterstützt das System nun auch Tracebacks. Als Paketmanager kommt bei der Installation Yum zum Einsatz. Damit soll es in der Zukunft möglich sein, bereits bei der Installation die Fedora-Extras-Pakete auszuwählen.

Zu den weiteren Änderungen gegenüber der letzten stabilen Version von Fedora gehört der Einsatz hardwarebeschleunigter Effekte des X-Servers. Die unter dem Namen »Accelerated Indirect GL X« (AIGLX) Anfang des Jahres vorgestellte Lösung nutzt bereits existierende Servertechnologien, gepaart mit Änderungen der Mesa-Bibliothek und des GNOME-Window-Managers Metacity und ermöglicht ähnlich Xgl diverse visuelle Effekte. Als X-Server kommt das modular aufgebaute X.Org 7.0 zum Einsatz.

Fedora Core 5 kommt in der aktuellen Version mit Kexec und Kdump und unterstützt somit Speicherdumps für weitere Debug-Untersuchungen. Der Verzicht auf Java zwang die Entwickler auch dieses Mal, diverse native Java-Applikationen mittels GCJ zu compilieren. Unter anderem setzen der Geronimo J2EE Server und Apache Jakarta auf den alternativen Java-Compiler.

Seit Fedora Core 5 Test 2, das sich Pro-Linux bereits etwas ausführlicher ansah, wurde die komplette Distribution auf gcc 4.1 umgestellt. Dies soll laut Aussagen der Entwickler die Geschwindigkeit und Sicherheit verbessern. Eine Liste aller Änderungen kann dem Changelog entnommen werden.

Der Download der aktuellen Version von Fedora Core 5 ist von zahlreichen Mirror-Servern möglich. Die Distribution benötigt fünf CDs oder eine DVD, die als ISO-Images für die Architekturen x86, x86_64 und PPC zur Verfügung stehen. Alternativ kann man ein kleines ISO-Image verwenden und das restliche System übers Netz installieren. Der Download über BitTorrent ist jedoch die empfohlene Methode. Für eine Installation sollte man minimal 620 MB Platz auf der Festplatte bereitstellen, eine typische Serverinstallation benötigt 1,1 GB und ein Desktop-System 2,3 bis 3 GB. Der gesamte Softwareumfang beträgt 6,9 GB. Für x86_64-Rechner sind diese Zahlen etwas höher anzusetzen.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 77 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Mit Fedora ... (Kai F. Lahmann, Fr, 31. März 2006)
Re: Abstinenz (Kai F. Lahmann, Mi, 22. März 2006)
Re[5]: Total veraltet? (Kai F. Lahmann, Mi, 22. März 2006)
Re[3]: DVD? (Kai F. Lahmann, Mi, 22. März 2006)
Re[4]: Total veraltet? (Markus, Di, 21. März 2006)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung