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Di, 21. März 2006, 12:47

Software::Distributionen::BSD::OpenBSD

OpenBSD in den roten Zahlen

Bereits zum zweiten Mal in Folge erwirtschaftete das OpenBSD-Projekt einen operativen Verlust.

Mit freien Projekten ist es nicht anders als mit kommerziellen Unternehmen. Auch sie müssen, sofern sie eine bestimmte Größe erreicht haben, unter anderem mit recht hohen Geldsummen operieren und wirtschaftlich tragbar sein. Das Konzept des OpenBSD-Projektes sieht zum Beispiel vor, dass die Ausgaben durch Einnahmen aus CD-Verkäufen gedeckt werden, was bis vor zwei Jahren auch klappte.

Wie Marco Peereboom auf der Seite von undeadly.org schreibt, erwirtschaftete das Projekt nun zum zweiten Mal in Folge einen operativen Verlust. Die momentanen Außenstände belaufen sich laut Aussagen des Kernel-Hackers auf knapp 40.000 US-Dollar und betrugen dieses Jahr 20.000 US-Dollar. Sollte sich die finanzielle Lage des Projektes nicht ändern, sind bereits 2007 diverse Veranstaltungen wie der 2007 Hackathon in Gefahr.

Als Grund für den Einbruch der Einnahmen gibt Peereboom die veränderte Mentalität der User an. Während noch vor wenigen Jahren die Nutzer gewillt waren, für ein neues Release Geld in Form von CD-Käufen zu bezahlen, änderte sich das Verhalten in letzter Zeit. Die Benutzer beziehen die OpenBSD-Distribution nicht mehr im Versandhandel, sondern laden sie statt dessen von den Mirrors des Projektes herunter.

Doch auch andere Projekte zeigen sich knausrig gegenüber OpenBSD, schreibt Peereboom. Ohne Namen zu nennen, bemängelt er, dass viele andere Projekte und Firmen von den Entwicklungen von OpenBSD profitieren, wie dem freien SSH-Ersatz OpenSSH, OpenBSD aber nicht unterstützen. Laut Aussage von Peereboom »sitzen« sie auf ihrem Geld. »Es wäre wundervoll, wenn diese Personen etwas von ihrem Reichtum teilen würden«, so Peereboom. Bis dahin sucht das Projekt nach Sponsoren für seine Hacker-Veranstaltungen, um die finanzielle Lage zu entspannen.

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