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Mi, 22. März 2006, 10:05

Gwangju wird koreanische »Linux-City«

Gwangju im Südwesten Südkoreas soll in Kürze von der Regierung zur ersten Linux-City ernannt werden.

Wie die Zeitung »The Korea Times« erfahren hat, war Gwangju die einzige Stadt, die ihre Bewerbung rechtzeitig zum Ablauf der Bewerbungsfrist am 10. März eingereicht hat. Mit dem Wettbewerb zur Linux-City will das Ministerum für Information und Kommunikation den Einsatz von Linux allgemein fördern. Der Veranstalter hat die Bewerbungsunterlagen der Stadt untersucht und nach einigen durch die Stadt nachgereichten Ergänzungen akzeptiert.

Es ist eine Überraschung, dass die zentral gelegene Stadt Daejeon es nicht schaffte, die Bewerbung rechtzeitig einzureichen. Die nach eigenen Angaben in Sachen Open Source führende Stadt Koreas hatte sich auf der Linux World Expo 2005 in Frankfurt mit einem eigenen Korea-Pavillon vorgestellt.

Im Fall der Ernennung zur Linux-City wäre Gwangju verpflichtet, ihre IT-Infrastruktur hauptsächlich mit freier Software zu betreiben. Dies würde vom Ministerium mit Geld und Technologie unterstützt. Auch die Desktop- und Notebook-Systeme müßten längerfristig auf freie Software umgestellt werden.

Neben der Linux-City soll auch eine Linux-University gekürt werden. Mehrere Universitäten haben sich um diesen Titel beworben. Bei beiden Projekten geht es darum, den breiten Einsatz freier Software anstelle von proprietärer Software wie Microsoft Windows zu erproben. Im globalen Vergleich ist Südkorea, was den Einsatz von Open-Source-Software (OSS) angeht, noch nicht sehr weit. Die südkoreanische IT Industry Promotion Agency, eine regierungsnahe Einrichtung, plant daher, bis 2010 die Einsatzrate von OSS zu steigern, denn sie hält den freien Zugang zum Quellcode für essentiell beim Aufbau einer eigenen IT-Struktur.

Als erstes hat man bereits bei der südkoreanischen Post die Initiative ergriffen und stellt schrittweise 4.748 PCs in 2.800 Postämtern auf Linux um. Offenbar erfasst die Ankündigung innerhalb der südkoreanischen Ministerien immer mehr Ämter. So verkündete auch das Ministerium für Planung und Finanzen, noch einmal 80 Mrd. Won für 37 neue Projekte in diesem Jahr ausgeben zu wollen.

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