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Thema: Richard Stallman über die GPLv3

85 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Olli am Mi, 22. März 2006 um 21:31 #
ich muss sagen das ich ihm manchmal nicht folgen kann und gemischte gefuehle bei seinen aussagen hat aber irgendwie hat er oft recht finde ich.
wie auch immer mir gefaellt bsd sowie gpl - jede fuer die richtige situation :)
  • Score: 3 Von Stephan am Mi, 22. März 2006 um 22:34 #
    Freiheit bedeutet dass jeder selbst entscheiden kann was er macht so lange er nicht die Rechte eines anderen verletzt. Dazu gehört es auch selbst zu entscheiden, was mit dem Code, den man geschrieben hat passiert. Jemand der sich für die Freiheit von Software und Wissen einsetzt sollte sich erst mal klar machen, dass eine wichtige Grundvoraussetzung von Freiheit, die Tolleranz und der Respekt anderer ist, die ihre Freiheit anders nutzen. Wer Freiheit haben will muss diese auch anderen zugestehen.

    Daher sind Aussagen wie Befreiung von Closed Source absuluter Schwachsinn und ein Zeichen von intolleranz.

    Im normalen Leben haben wir schon mehr als genug Diskriminierung (Religion, z. B. alle Muslime sind Teroristen usw.). So ein Sch*** (nach dem Motto Closed Source ist ein Verbrechen) ist wohl das letzte was wir im OpenSource Bereich brauchen.

    Der Vergleich mit der Befreiung von Sklaven ist auch unpassend. Es geht hier immer noch um ein paar aneinander gefügte Buchstaben und Ziffern und nicht um Menschen.

    Manchmal könnte man meinen, dass es bei Hard- und Software um was wichtiges geht. Computer sind nichts weiter als ein paar Halbleiter, die aus Silizium hergestellt werden. Und wegen so was belanglosem ein solches Theater zu machen finde ich ziemlich übertrieben.

    Und das sagt gerade ein Informatik Student.

    • Score: 3 Von pinky am Mi, 22. März 2006 um 23:05 #
      Man sollte nicht Freiheit mit Macht verwechseln, auch wenn der Grad manchmal sehr schmal ist: http://www.gnu.org/philosophy/freedom-or-power.html
      Score: 3 Von Plauderton am Do, 23. März 2006 um 00:04 #
      "Freiheit bedeutet dass jeder selbst entscheiden kann was er macht so lange er nicht die Rechte eines anderen verletzt."
      Genau das ist ja das Problem: die Urheber- und Patentrechte werden immer restriktiver und gestatten dem Käufer von Software gerade noch, zu bezahlen und den Mund zu halten. Ansonsten darfst Du bald gar nichts mehr damit machen, es sein denn, die Lizenz ist GPL o. ä.; FSF sei dank. :-)

      "Manchmal könnte man meinen, dass es bei Hard- und Software um was wichtiges geht. "
      Ja, die sind wichtig. Keine Volkswirtschaft kann heute mehr existieren ohne Einsatz von Hard- und Software. In den Industriestaaten hat sicherlich über 50% der Arbeitsplätze irgendwie damit zu tun. Warum sollte ein Staat die Kontrolle darüber an ein paar profit- und machtgeile Firmen abgeben? Alle Macht dem Volk.

      "Der Vergleich mit der Befreiung von Sklaven ist auch unpassend."
      Und ob wir Sklaven von MS sind. Wer kann schon ein PC kaufen ohne dass nicht ein Betriebssystem von MS installiert ist. Sehr wohl werden wir von vielen EULAs versklavt, der einfache Bürger (und Informatikstudent) klickt natürlich alles weg ohne wirklich zu überblicken was er da genau tut bzw. ist zu bequem sich darüber gedanken zu machen und konsequenzen zu ziehen.

      "Und das sagt gerade ein Informatik Student."
      Das bestätigt nur, dass nicht jeder der Informatik studiert, Ahnung von Politik hat. Muss ja auch nicht, jeder sollte seine Vorlieben ausleben dürfen, allerdings auch wissen, bei welchen Themen er sich lieber zurückhält. Nur so ein Tip.

      Das sagt ein Mensch mit gesundem Verstand.

      • Score: 3 Von TBO am Sa, 25. März 2006 um 07:37 #
        >"Der Vergleich mit der Befreiung von Sklaven ist auch unpassend."
        >Und ob wir Sklaven von MS sind.

        Klar. MS lässt dich tagtäglich ohne Bezahlung für sich schuften, hält dich bei Wasser und Brot, sperrt dich ein und legt dich mal eben um wenn es Lust dazu hat.

        > [...] allerdings auch wissen, bei welchen
        > Themen er sich lieber zurückhält. Nur so > ein Tip.

        Ah, wenn der Herr nicht die Doktrin nachplappert ist er natürlich ein ahnungsloser Nerd. Zugegeben, das mit "Computer sind unwichtig" ist schon etwas sehr naiv, aber in diesem Zusammenhang hier ging es um den Vergleich von eingesperrtem Code mit eingesperrten Menschen, wo er dann wieder recht hat.
        Ein Closed-Source-Programm ist noch lange keine Menschenrechtsverletzung.

        Was die politische Dimension des ganzen angeht: Ich habe Probleme mit CS dort wo der Markt nicht funktioniert und (Quasi-)Monopolisten zuviel Macht bekommen. Auch grundlegende Infrastruktur sollte frei sein (Datenformate etc. sowieso).

        Ich habe allerdings Probleme damit, der Welt aufs Auge zu drücken, dass es moralisch verwerflich und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sein soll, ein CAD- oder ERP-System nicht als freie Software anzubieaten. Der Hersteller macht dem Kunden ein Angebot mit einer bestimmten Lizenz. Wie wichtig ihm der Aspekt "frei" ist muss der Kunde schon selbst entscheiden.

        RMS mit seiner radikalen Position verallgemeinert das ganze zu einer "sittlich-moralischen" Grundsatzfrage. Ohne jede Differenzierung (jedenfalls kommt keine beim Leser an) setzt er "Closed Source==böse", "frei==gut" und erklärt CSS für "unethisch". Statt jedem kleinen Software-Hersteller der CSS entwickelt zu sagen wie böse und gemein er doch ist, sollte er sich meiner Meinung nach auf die großen Fische und justizpolitische Dinge wie DRM, Softwarepatente beschränken.

      Score: 3 Von G. W. am Do, 23. März 2006 um 00:06 #
      > Daher sind Aussagen wie Befreiung von Closed Source absuluter
      > Schwachsinn und ein Zeichen von intolleranz.

      Nicht nur das, sondern sie schwächen auch die eigene Position beim Versuch der Einflussnahme auf Gesetzgebungsverfahren wie z.B. Urheberrechtsreformen und Softwarepatente.

      Wer von sich behaupten kann, Vordenker einer im Softwarebereich durchaus nicht irrelevanten Bewegung zu sein, der wird von den gesetzgebenden Personen, also von den Abgeordneten in Fachausschüssen von Parlamenten, bestimmt zumindest angehört, vielleicht werden sogar Positionen übernommen.

      Wer dagegen einen allzu revolutionären Eindruck macht und durchblicken lässt, dass Gesetze eigentlich gar nicht so wichtig sind, der wird nicht nur nicht angehört, sondern riskiert sogar, dass die Abgeordneten in Fachausschüssen gegenüber der Lobbyarbeit anderer Unternehmen, die bestimmt sehr viel außer Softwarefreiheit im Schilde führen, vielleicht aufgeschlossener werden, als sie dies jetzt sind.

      Die Bemerkungen zur "Softwarebefreiung auch übers gesetzlich vorgesehene hinaus" sind nicht nur größenwahnsinnig - es kann einfach nicht funktionieren, weil die Kraft des Gesetzgebers in stabilen Staaten gar nicht so leicht zu umgehen ist - sondern lassen auch anderweitig Dinge befürchten, für die die freie Software-Community dem Herrn irgendwann mal nicht mehr dankbar sein wird.

      Aber es würde nicht wundern, wenn es einfach trotzdem so weit käme. Einfach immer schön kämpfen, kämpfen, kämpfen und keinesfalls die Konsequenzen abschätzen.

      • Score: 3 Von Mow am Do, 23. März 2006 um 10:06 #
        Da muß ich Dir widersprechen. Mir ist meine Ethik tausendmal mehr wert als irgendwelche Gesetze. Und ich schätze Leute, die ihre Werte verteidigen (und überhaupt welche haben) und nicht einfach irgendwelchen mehr oder minder unsinnigen Gesetzen nachrennen.

        Solche obrigkeitshörigen Menschen sehen die Regierungen natürlich gerne. Das ist billiges, manipulierbares Wahlvieh. Und es ist in der Vergangenheit schon mehrmals vorgekommen, daß mit der Mehrheit des Wahlviehs eine Katastrophe heraufbeschworen wurde. Jüngstes Beispiel sieht man zur Zeit auf der anderen Seite des Teiches, wo eine Menge Menschen ohne nachzudenken ihrem Führer (Deinem Nahmensfetter) hinterherrennen und somit verantwortlich sind für die vielen Toten, die dieser G.W. auf dem Gewissen hat.

        Also DENKT nach, bevor ihr was macht bzw. nicht macht und folgt nicht einfach Befehlen und Anordnungen von oben; auch wenn es einfacher ist, das Gehirn abzuschalten und der Masse zu folgen.

        • Score: 3 Von vicbrother am Do, 23. März 2006 um 14:44 #
          Da muß ich Dir widersprechen. Mir ist meine Ethik tausendmal mehr wert als irgendwelche Gesetze. Und ich schätze Leute, die ihre Werte verteidigen (und überhaupt welche haben) und nicht einfach irgendwelchen mehr oder minder unsinnigen Gesetzen nachrennen.

          Ja, wozu die Gesetze der Masse beachten, wenn man der eigene Herr sein kann und Dr. mult. Helmut Kohl hat sich ja auch auf seinen Ehrencodex berufen...

          • Score: 3 Von nimlin am Mo, 27. März 2006 um 00:04 #
            >>Da muß ich Dir widersprechen. Mir ist meine Ethik tausendmal mehr wert als irgendwelche >>Gesetze. Und ich schätze Leute, die ihre Werte verteidigen (und überhaupt welche haben) >>und nicht einfach irgendwelchen mehr oder minder unsinnigen Gesetzen nachrennen.

            >Ja, wozu die Gesetze der Masse beachten, wenn man der eigene Herr sein kann und Dr. mult. >Helmut Kohl hat sich ja auch auf seinen Ehrencodex berufen...

            Was hier gemeint war ist wohl, dass "Recht" nicht etwas ist, was sich irgendwelche
            Politiker ausdenken, sondern dass "Recht" die Summe der Werte und Moralvorstellung
            der Gesellschaft ist oder besser sein muss. Wei dem, was heute sowohl in Deutschland
            als auch anderswo in der Welt als Recht "verbrochen" wird zeigt sich, das es dort
            eine Riesendiskrepanz gibt. Die Patentrolle, Abmahnanwälte und andere führen uns dies regelmässig vor. Unser Innenminister will unser heiligstes (das Grundgesetz) für ein
            Fussballspiel ändern. Das allein zeigt doch schon, was für "Leute" uns vertreten.

            Je mehr Patentrolle und Lobiysten hier aktiv

          Score: 3 Von benq am Do, 23. März 2006 um 17:50 #
          Aha, ich hoffe Deine Ethik hat dann auch eine fundierte Grundlage, denn der kathegorische Imperativ (handle stets so, daß die Maxime Deines Handelns Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein kann) läuft bei so einer Argumentation ja schonmal ziemlich ins Leere.

          Es gibt immer wieder Menschen, die sich selbst für so kompetent erachten, gewisse Regeln nicht beachten zu müssen, man kennt sie als Steuerhinterzieher und Raser oder als korrupte Amtsinhaber bis hin zum Verbrecher gegen die Menschlichkeit.

          Ich stimme zu, daß es eine stete Wachsamkeit ebenso geboten ist, wie ziviler Ungehorsam gegen "unsinnige" Gesetze, nur sollten wir vorsichtig sein, für uns selbst Urteile darüber zu fällen, ob ein Gesetz sinnvoll oder unsinnig ist.

        Score: 3 Von Johannes Hüsing am Do, 23. März 2006 um 10:10 #
        Die Bemerkungen zur "Softwarebefreiung auch übers gesetzlich vorgesehene hinaus" sind nicht nur größenwahnsinnig - es kann einfach nicht funktionieren, weil die Kraft des Gesetzgebers in stabilen Staaten gar nicht so leicht zu umgehen ist -

        Genau das schreibt er ja. Es kann nicht funktionieren, weil die Firma mit Hilfe des Gesetzgebers Handhabe hat, die Nutzung eines "befreiten" Programms zu unterbinden.

        Dass die persönliche Ethik manchmal anders gestrickt ist als die gesetzliche Lage, ist normal. Es ist das gute Recht eines jeden, Gesetze zwar zu beachten, aber nicht zu verinnerlichen, das ist Grundbestandteil einer liberalen Gesellschaft.

        Score: 3 Von FuckingBrain am Do, 23. März 2006 um 10:39 #
        Damit hast du sehr schön Opportunismus beschrieben *lol*
        Leute ohne Profil gehören in den Sondermüll, wie abgefahrene Reifen halt ;-)

        Ich hab euch alle lieb.

      Score: 3 Von zettberlin am Do, 23. März 2006 um 01:16 #
      >Es geht hier immer noch um ein paar aneinander gefügte Buchstaben und Ziffern ...

      Diese Aneinanderreihungen definieren, wie wir in den kommenden Jahrhunderten kommunizieren und unser Wissen und unsere Kultur weitertragen werden. Wer das kontrolliert, bekommt Machtbefugnisse, die an die rituelle Macht der Päbste im Mittelalter heranreichen - wenn der Fraunhofer-MP3-Codec urheberrechtlich geschützt ist, mag das akzeptabel sein - wenn aber die psychoakustische Kompression als Methode patentiert ist, sieht das anders aus.

      RMS ist der Meister der klaren Worte - alleine dafür, das er kein lügnerisches Toleranz/Harmoniegeseier absondert, hat er Respekt verdient.

      Score: 3 Von clm am Do, 23. März 2006 um 08:58 #
      >Freiheit bedeutet dass jeder selbst entscheiden kann was er macht so lange er nicht die Rechte eines anderen verletzt.

      Deine Einstellung kommt wohl daher, das du hier von einer falschen Annahme ausgehst. Denn: Freiheit bedeutet dass jeder selbst entscheiden kann was er macht so lange er nicht die Freiheit eines anderen einschränkt.

      Und bei closed source schränke ich die Freiheit des Benutzers erheblich ein!

      Und den Vergleich mit der Sklavenbefreiung finde ich durchaus passend, denn wir werden langsam aber sicher zu Sklaven der Contentindustrie. Durch freie Software befreien wir uns aus der Sklaverei dieser macht- und geldgeilen Unterdrücker.


      just my 2 cent
      clm

      • Score: 3 Von Mark am Do, 23. März 2006 um 09:44 #
        > Und den Vergleich mit der Sklavenbefreiung finde ich durchaus passend, denn wir werden langsam aber sicher zu Sklaven der Contentindustrie. Durch freie Software befreien wir uns aus der Sklaverei dieser macht- und geldgeilen Unterdrücker.

        Nein!!
        Du vergreifst Dich mit diesem Vergleich. Er ist eine Beleidigung aller Menschen die in Sklaverei lebten oder immer noch leben müssen.
        Ein scharfes Auslegen von Urheberrechten oder eine Beschränkung von Kopiererlaubnissen einer Software hat nun wirklich nichts mit Sklaverei zu tun.
        Es steht jedem frei eine Software zu nutzten oder auch NICHT!
        Wen Mikrosoft nicht passt, der muss kein Word benutzten.
        Es gibt OpenOffice, Word Perfect, Abiword, Kword, Word Pro, StarOffice, und viele andere.

        Wenn man Word nicht benutzt wird man keineswegs bestraft.

        In Diesem Sinne
        Schöne Grüße
        Mark

        • Score: 3 Von HAL9000 am Do, 23. März 2006 um 12:38 #
          > Es steht jedem frei eine Software zu nutzten oder auch NICHT!
          > Wen Mikrosoft nicht passt, der muss kein Word benutzten.
          > Es gibt OpenOffice, Word Perfect, Abiword, Kword, Word Pro, StarOffice, und viele andere.

          Genau diese Aussage ist falsch, es steht mir nach dem Willen der Content Industrie _nicht_ frei was ich wofür benutzte, dafür gibt es DRM (abspielen von Musik _nur_ mit dem Windows Media Player z.B.). Hinzu kommen geschlossene (mit Patenten belegte Formate) die ich nicht mit anderen Programmen nutzen darf. Dort ist genau das Problem, es wird nicht nur Kultur beschränkt sondern unter Umständen auch Wissen. Das ist für eine freie Welt schädlich.

          MfG =HAL9000=

          • Score: 3 Von Mark am Do, 23. März 2006 um 14:31 #
            > Genau diese Aussage ist falsch, es steht mir nach dem Willen der Content Industrie _nicht_ frei was ich wofür benutzte, dafür gibt es DRM (abspielen von Musik _nur_ mit dem Windows Media Player z.B.).

            Ja, aber die Inhalte werden unter diesen Bedingungen verkauft.
            Wer Musik kauft die nur mit einem bestimmten Gerät (MS Mediaplayer) abgespielt werden kann, kann sie halt nur mit diesem Gerät abspielen.
            Man muss sich fragen ob die Musik dann noch interessant für einen ist.
            Für mich nicht, deshalb werde ich mir so etwas nicht kaufen.

            Es sind eine menge "Schweinereien" rechtlich machbar. Dafür braucht man (meistens) nicht einmal DRM.
            Nur die Akzeptanz ist dafür nicht gegeben.
            Ich kann mir auch nur schlecht vorstellen das z.B. plötzlich CDs nicht mehr auf normalen (alten) Anlagen abspielbar sind. Das wird ein Großteil der Kunden nicht akzeptieren. Dann sinken die Umsätze und die Firmen werden sich die Sache gaaaaanz schnell anders überlegen.

            Microsoft bietet sogar Raubkopierern Updates an!!

            Gruß
            Mark

          Score: 3 Von gal am Do, 23. März 2006 um 16:01 #
          Get a life.
      Score: 3 Von Olli am Do, 23. März 2006 um 10:38 #
      nunja wenn man das so liest was du schreibst koennte man fragen warum du es als schwachsinn bezeichnest und danach von tolleranz redest. er mag seine gruende fuer diese ansicht haben. ich bin geteilter meinung ueber seine aussagen. wuenschen wuerde ich mir eine befreiung aller software weil es meist die qualitaet hebt und die die firmen zwingen wuerde keinen schrott zu produzieren.
      however - durch visionen ist viel veraendert wurden - rms ist ganz klar ein visionaer.
      was du bezueglich "blos computer" schreibst - in gewisser weise hast du recht aber wenn man sich ueberlegt in wie weit computer in unserem leben einen teil haben dann bekommen rms seine worte schon ziemlichen wert. diese siliziumrechenapparate sind ebend teil einer relativ kritischen infrastruktur gewurden und der andere teil ist die software.
      nungut - zumglueck hat man die wahl zw bsd und gpl und was weiss ich noch fuer lizensen :)
      Score: 3 Von FuckingBrain am Do, 23. März 2006 um 10:52 #
      Hey Erstsemester, was ist denn das für eine Definition von Freiheit?
      >> Freiheit bedeutet dass jeder selbst entscheiden kann was er macht so lange er nicht die Rechte eines anderen verletzt.

      Mal etwas weiter gedacht als von Tapette bis zur Wand, was passiert denn wenn die "Rechte" so restriktiv gestaltet sind, daß kein
      Freiraum für den anderen bleibt? Upppss!

      Belege mal ein vernünftiges Nebenfach ;-) , dann bekommen solche Begriffe wie Freiheit, Toleranz eine ganz andere Dimension.

      Dein Mentor

      Score: 3 Von nimlin am So, 26. März 2006 um 23:53 #
      DRM ist eine diktierte Einschränkung der Nutzer auf die Sie
      in der Regel wenig Einfluss haben. Es besteht nicht die Wahl,
      Inhalte mit und ohne DRM zu kaufen. DRM ist das absolute Gegenteil
      von Freiheit. Es wird diktiert von Konzerngremien die DRM global
      von Heute auf Morgen einführen. Die Nutzer haben keine Wahl.
      Die meisten User nutzen wohl deswegen WMx und co, weil Sie es nicht
      besser wissen und sich die Auswirkungen nicht vorstellen können.
      Die DRM-Anbieter agieren oft an der Grenze der Legalität.

      Ich frage mich immer, wie du.. man sein muss um dabei auch
      noch freiwillig mitzumachen. Man kann da sicherlich von Sklaven
      sprechen....


      golbalenMan wird auch als User die Freiheit haben, DRM unter
      Linux zu installieren, sofern man "dumm" genug dazu ist.

Score: 3 Von Jacob am Mi, 22. März 2006 um 22:15 #
DRM sollte gesetzlich verboten werden <-- gute Idee :-)

Wäre es denn theoretisch möglich, dieses zu verbieten? Microsoft kann man es ja nicht verbieten (zu riesig, mächtig...) ... und wenn die Musikindustrie so ziemlich abhängig von diesen Format ist, da sie denkt, man könnte es nicht umgehen...

Außerdem wird sich sowieso dann die Musikindustrie dagegen wehren, die und "ihre" Sänger...

Vielleicht wäre dazu mal eine Petition nicht schlecht... mal sehen, wie man das evtl. am besten machen könnte... (e-mail-adresse ist angegeben)

  • Score: 3 Von berndix am Mi, 22. März 2006 um 23:29 #
    So ein Dummfug!
    • Score: 3 Von Catonga am Do, 23. März 2006 um 02:04 #
      DRM ist Verbraucherfeindlich.

      Ein Verbot halte ich daher für sinnvoll.


      Wer jetzt behauptet, daß ein Hersteller die Freiheit haben sollte,
      frei zu wählen ob er DRM haben will oder nicht, dem sei zum besseren Verständnis der Vergleich gesagt,
      daß ein Autofahrer auch mit Geschwindigkeitsbegrenzungen leben muß
      und nicht einfach rasen kann wie es ihm spaß macht.
      Den Rasen ist feindlich gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern,
      also schränkt man die Freiheit des gerne rasenden Autofahrers ein und
      führt Geschwindigkeitsbegrenzungen ein.
      Daher ist es auch nicht falsch, daß gleiche mit DRM zu machen.

    Score: 3 Von pinky am Mi, 22. März 2006 um 23:48 #
    >Wäre es denn theoretisch möglich, dieses zu verbieten? Microsoft kann man es ja nicht verbieten (zu riesig, mächtig...) ... und wenn die Musikindustrie so ziemlich abhängig von diesen Format ist, da sie denkt, man könnte es nicht umgehen...

    MS ist da imho nicht das Problem, hier geht es um die Medienindustrie.

    Dazu fällt mir ein Zitat aus einem Interview[0] von Lawrence Lessig ein:

    "Man darf auch nicht vergessen, dass die Content-Industrie gar nicht so groß ist wie man manchmal vielleicht annimmt. Die Musikindustrie beispielsweise ist gemessen an den Umsätzen ebenso groß wie die Wellpappen-Industrie. Die Vorstellung, dass die Wellpappen-Industrie Einfluss darauf nimmt, wie man in den USA Kultur konsumiert, ist doch absurd, oder nicht? Aber diese kleine winzige Content-Industrie diktiert uns, wie wir mit unserer Kultur umzugehen haben."


    [0] http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0406/31857.html

    Score: 3 Von G. W. am Do, 23. März 2006 um 00:09 #
    > DRM sollte gesetzlich verboten werden <-- gute Idee:)

    Gesetzlich verbieten? Wie will bitte jemand, der durchblicken lässt, dass Gesetze ihm nicht so wichtig sind, sich ausgerechnet gerade der Gesetzgebung bedienen, um umgeliebtes DRM loszuwerden, ohne sich als Heuchler zu outen?

    Wenn ein Aktivist einer bestimmten Richtung sagen kann, dass Softwarefreiheit über dem Gesetz steht, dann kann ein Medienlobbyist genausogut sagen, dass Urheberrechtsschutz über dem Gesetz steht. Vielleicht sollten sich einige hier und anderswo mal entscheiden, ob sie über, unter, gegen oder mit dem Gesetz arbeiten wollen.

    • Score: 3 Von pinky am Do, 23. März 2006 um 00:19 #
      >Wenn ein Aktivist einer bestimmten Richtung sagen kann, dass Softwarefreiheit über dem Gesetz steht, dann...

      Die Aussage ist eher "Freiheit ist wichtiger als temporäre Gesetze in einzelnen Ländern" und Gesetze ändern sich oft zum positiven, oft aber auch zum negativen, daher eignen sie sich nicht besonders gut ethische Fragen zu beantworten.

      Ich würde es z.B. als gut und richtig bezeichnen wenn Menschen in Amerika schwarzen Sklaven geholfen haben, auch wenn es "recht" war sich Menschen als Sklaven zu halten.
      Ich würde es auch als gut und richtig bezeichnen wenn Menschen im 3. Reich sich für Juden und andere verfolgte eingesetzt haben, auch wenn das "Gesetz" in dieser Zeit eine andere Meinung dazu hatte.

      Wichtig! Ich will damit nichts (weder Sklaven noch das 3.Reich) mit Softwarelizenzen vergleichen. Ich will nur anhand ein paar Beispielen, denen mir wohl jeder nicht-Rassist zustimmen wird, zeigen, dass eben Gesetze nicht immer alles sind. Und vorallem auch wenn die guten Menschen damals in Amerika und im 3. Reich schon das richtige gemacht haben, ist es langfristig trotzdem besser die Gesetze wieder etwas "ethischer" zu gestalten. Das eine schließt das andere nicht aus.

      Score: 3 Von Catonga am Do, 23. März 2006 um 02:07 #
      > Wenn ein Aktivist einer bestimmten Richtung sagen kann, dass Softwarefreiheit über dem
      > Gesetz steht, dann kann ein Medienlobbyist genausogut sagen, dass Urheberrechtsschutz
      > über dem Gesetz steht. Vielleicht sollten sich einige hier und anderswo mal entscheiden,
      > ob sie über, unter, gegen oder mit dem Gesetz arbeiten wollen.

      Zum Urheberrechtschutz bedarf es keines DRM.
      Das Urheberrecht ist gut genug, um die Rechte des Urhebers zu wahren.

      Was jetzt kommt, ist auch mal an die Rechte des Verbrauchers zu denken und
      DRM steht da im Weg.


      • Score: 3 Von nimlin am Mo, 27. März 2006 um 00:17 #
        >Zum Urheberrechtschutz bedarf es keines DRM.
        >Das Urheberrecht ist gut genug, um die Rechte des Urhebers zu wahren.

        Das Urheberrecht ist mittlerweile eine ungerechte
        Bevorzugung der Verwertungsgesellschaften und eine
        Beleidigung der ehrlichen Kunden. In einer echten
        Demokratie würde man darüber abstimmen.

        Das Urheberrecht braucht dringend eine Bereinigung und
        endlich Verhältnissmäßigkeit.

        Ich bin absolut gegen Tauschbörsen usw, aber mit dem
        Kauf einer CD oder DVD muss der Anspruch des
        Lieferanten abgegolten sein. Es kann nicht sein, das
        mich der Urheber in der Nutzung einschränkt. Natürlich
        darf man das Material nicht weitergeben. Aber der Käufer
        muss in seinem Haushalt damit machen können was er will.

      Score: 3 Von Top am Do, 23. März 2006 um 10:16 #
      Oft können Gesetze mühelos von einer starcken Lobby wie die Medienindustrie verfasst werden da genug Geld vorhanden um Macht auszuspielen. Dem Verbraucher wird der Finger in den A.... gesteckt. oder wo siehst du die Vorteile von DRM liebe G.W.?!?
    Score: 3 Von mir am Do, 23. März 2006 um 00:26 #
    DRM sollte gesetzlich verboten werden <-- gute Idee

    Knallharte Kennzeichnungspflicht für DRM- und TCPA-verseuchte Hardware!

    Score: 3 Von Alex am Do, 23. März 2006 um 08:57 #
    Was wir an dieser Stelle nicht brauchen, ist ein Gesetz, das DRM verbietet. Was wir brauchen, sind wesentlich mehr Verbraucher, die der Industrie durch ihr Kaufverhalten die klare Botschaft zukommen lassen: wir wollen kein DRM und werden euch dafür, dass ihr uns unserer Rechte beraubt, auch kein Geld geben.

    Leider ist Otto Normalverbraucher viel zu uninteressiert. Solange es einigermaßen bequem ist und ihn nicht stört, wird er es traurigerweise schlucken.

    Gruss, Alex

    Score: 3 Von rainer am Do, 23. März 2006 um 10:14 #
    Welches DRM sollte denn verboten werden? Da bin ich doch sehr verwundert einige scheinen recht große Scheuklappen aufgesetzt zu haben.

    Sie sehen nur die "Content Industrie" als Nutzer von DRM. Ein Verbot von DRM wäre auch ein Verbot von Rechte-Verwaltung auf digitalen Geräten im allgemeinen, also auch das User Konzept von Linux.

    Wenn man schon DRM einschränken möchte ( auch in der GPL ), dann doch bitte mit genauer Spezifikation für welche Dienste DRM nicht verwendet werden darf!

    Es sollte doch jedem Nutzer gestattet sein, seine Dokumente vor unberechtigtem Zugriff zu schützen geschweige denn, dass ein Verbot von DRM allgemein nur die Arbeit von "Geheimdiensten" und Überwachungsorganen erleichtert.

    • Score: 3 Von my2cent am Fr, 24. März 2006 um 20:10 #
      > ein Verbot von Rechte-Verwaltung auf digitalen Geräten im allgemeinen

      http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_rights_management#Introduction
      "As the name implies, it applies only to digital media"

      > geschweige denn, dass ein Verbot von DRM allgemein nur die Arbeit von "Geheimdiensten" und Überwachungsorganen erleichtert.

      Oh, ohne grenzenloser Sicherheit und Kontrolle sind wir dem Terror ausgeliefert. Das Rechtfertigt natürlich _alles_!

Score: 3 Von allo am Mi, 22. März 2006 um 22:25 #
tja, klar dass ihm egal ist was Linux tut.
Schließlich wäre Linux nichts ohne GNU.

Und demnächst kommt ja Hurd, den kann man dann ja mal unter die GPLv3 stellen.

  • Score: 3 Von Anon am Mi, 22. März 2006 um 22:42 #
    Hurd wird kommen, im nächsten Jahr!

    Ich muss Linus recht geben. Die Lizens ist nicht der Ort,
    wo man strategische Maßnahmen gegen DRM und dergeichen
    austragen sollte.

    Score: 3 Von chodo am Mi, 22. März 2006 um 22:57 #
    Sorry, aber GNU wäre ohne Linux auch nichts.
    • Score: 3 Von berndix am Mi, 22. März 2006 um 23:32 #
      So sehe ich das eher ;). Und wenn sich gewisse GNU Fanatiker in aller Öffentlichkeit zum Deppen machen, hat niemand was davon.
      Score: 3 Von Waldgeist am Mi, 22. März 2006 um 23:43 #
      Hi

      Falsch.. GNU ist ohne Linux.. problemlos... nur wären heute halt net nen Haufen Firmen die sich an der Arbeit von Freaks bereichern können. Jedoch würde das GNU System genauso florieren und genauso in der Scene benutzt werden wie heute auch.

      Linux ist tatsächlich nur "irgend ein Unix ähnlicher Kernel"... zur Not wäre BSD heute der Kern.. oder Hurd wäre schneller voran gekommen wenn Linux nicht gekommen wäre.

      Ich habe nichts gegen Linus, aber er ist schon extremst selbstverliebt....

      Gruß
      Waldgeist

      • Score: 3 Von mir am Do, 23. März 2006 um 00:28 #
        Ich habe nichts gegen Linus, aber er ist schon extremst selbstverliebt....

        Applaus!

        Score: 3 Von berndix am Do, 23. März 2006 um 01:44 #
        zur Not wäre BSD heute der Kern

        Ja, echt? Trotz der BSD-Lizenz? Ich stelle mir gerade gewisse Personen vor, wie sie aus spiritueller Überzeugung die BSD-Lizenz verGNUisieren! :)) Am besten mit einem Song, in dem man ganz schief singt, wenn man das noch so nennen kann :)))

        oder Hurd wäre schneller voran gekommen wenn Linux nicht gekommen wäre

        Ja, wie schnell Hurd kommt, das merkt man :))
        Außerdem halte ich die Aussage für Dummfug. Sorry.

        • Score: 3 Von BSD-Hater am Do, 23. März 2006 um 06:19 #
          BSD will man nicht - Punkt.
          BSD war und ist nur Handlanger für Microsoft und Apple die sich nur bereichern an Code und nichts zurückgeben. Aber bald ist von den BSD sowieso nichts mehr übrig.
          Score: 3 Von Erlaubte HTML-Tags: am Do, 23. März 2006 um 07:23 #
          >>zur Not wäre BSD heute der Kern
          > Ja, echt? Trotz der BSD-Lizenz? Ich stelle mir gerade gewisse Personen vor, wie sie aus spiritueller
          > Überzeugung die BSD-Lizenz verGNUisieren!:))

          Es gibt Debian GNU/kFreeBSD btw. Und da die BSD Lizenz praktisch alles erlaubt kann man auch einen GPL-Fork davon machen. Kein Problem.

          Score: 3 Von Waldgeist am Do, 23. März 2006 um 11:02 #
          Hi

          Ja sicher.. wie schnell Hurd voran kommt merkt man, stimmt.. rate mal warum kaum ein Entwickler sich daran beteiligt.. weil die meisten lieber am Linux Kernel schrauben... warum wohl? Das führt zu Ergebnissen und ist weniger "komplex" im Sinne von den Problemen die Hurd mit sich bringt und dessen Architektur.

          Wenn der Linux Kernel nicht gekommen wäre, dann würden heute halt SEHR viel mehr Freaks and Hurd arbeiten, bevor Linux Kernel kam war auch mehr Interesse an Hurd...

          Also denke ich doch, dass tatsächlich Hurd schon lange fertig wäre, wenn Linus mit seinem Kernel nicht viel schneller, bessere Ergebnisse geliefert hat.

          Gruß
          Waldgeist

        Score: 3 Von vicbrother am Do, 23. März 2006 um 14:56 #
        Hurd wäre schneller voran gekommen wenn Linux nicht gekommen wäre

        Konkurrenz belebt das Geschäft. Warum hat ein "Visionär" mit seinem Privatprojekt die vielen Entwickler begeistern können und Hurd nicht? Da scheint es ja doch Gründe für gegeben zu haben.

        War es nicht auch so, dass GNOME erst auf die Beine kam, nachdem die KDE zeigte, dass auch der Desktop unter Linux laufen kann? War GNOME nicht lange nur ein angedachtes Projekt der GNUs?

        • Score: 3 Von pinky am Do, 23. März 2006 um 15:14 #
          >War es nicht auch so, dass GNOME erst auf die Beine kam, nachdem die KDE zeigte, dass auch der Desktop unter Linux laufen kann? War GNOME nicht lange nur ein angedachtes Projekt der GNUs?

          nein! Vor KDE gab es kein GNOME. GNOME entstand (neben Harmony) nur, weil sich KDE in proprietäre Abhängigkeiten gegeben hat. Und das ist auch gut so, sonst hätten wir heute womöglich noch immer kein freies KDE und keinen so genialen Desktop wie GNOME.

Score: 3 Von chodo am Mi, 22. März 2006 um 22:56 #
Er hat irgendwo recht und es ist ja eine Tatsache, das Recht und Gesetz sich ändern, und zwar bedeutend schneller als Moral und Ethik. Trotzdem ist mit seinem Denken einfach kein Staat zu machen. Man kann sich nicht gegen alles stellen. Und manchmal muss man Kompromisse eingehen. Es ist bewundernswert, dass er so sehr an seinen Grundsätzen hängt, aber pragmatisch ist RMS nun wirklich nicht. Er will leider immer mit dem Kopf durch die Wand...
  • Score: 3 Von G. W. am Do, 23. März 2006 um 00:17 #
    > Er hat irgendwo recht

    Nein, wer die Wirksamkeit und Verbindlichkeit von Gesetzen nicht anerkennt oder auch nur anzweifelt, der hat definitionsgemäß nicht Recht, weil das Recht nirgendwo anders als im Gesetz steht.

    Ist es denn wirklich so schwer einzusehen, dass Gesetze nun mal so gemacht werden, wie sie gemacht werden und dass sie, wenn sie mal gültig sind, auch zu befolgen sind?

    Der Bundestag und andere Parlamente verabschieden ständig Gesetze. Als Beispiel das Steuerrecht: Ständig geht es um sich widersprechende Interessen. Alle Interessengruppen nehmen für sich in Anspruch, Recht zu haben und wollen ihr Recht im Gesetz stehen haben.

    Irgendwann ist dann aber auch mal Schluss mit dem Gezerre, irgendeine Seite schafft es, eine Mehrheit zu finden und dann ist das Gesetz, wie es ist. Würde jeder, der mit bestehenden Gesetzen unzufrieden ist, permanent einen Terz dagegen machen, dann würde genau gar nichts mehr funktionieren.

    Und die Andeutung, dass Gesetze vielleicht ganz nett, aber eigentlich gar nicht verbindlich sind, ist nicht nur beängstigend, weil sie massiv Vertrauen zerstört, sondern auch geheuchelt, weil aus genau derselben Richtung ständig Forderungen nach - man höre und staune - Gesetzen kommen.

    Ausgerechnet diese Gesetze sollen dann aber verbindlich sein, oder wie hat man das zu verstehen?

    • Score: 3 Von xx am Do, 23. März 2006 um 00:56 #
      // irgendeine Seite schafft es
      // was schätzt wer mach das Rennen

      var ueberredungsbeihilfe = 10000000000000 //€
      var Unternehmen = 1
      var normalSterbliche = 10000000000000

      if((Unternehmen + ueberredungsbeihilfe) > normalSterbliche)
      // Gesetzt zugunsten Unternehmen
      else
      // Gesetzt zugunsten "TREUM" Sterbliche "TREUM"

      soviel zu eine seite schafft es!!!!

      Score: 3 Von Catonga am Do, 23. März 2006 um 02:18 #
      > Nein, wer die Wirksamkeit und Verbindlichkeit von Gesetzen nicht anerkennt oder auch
      > nur anzweifelt, der hat definitionsgemäß nicht Recht, weil das Recht nirgendwo anders
      > als im Gesetz steht.

      HA, HA, HA!

      Wer Gesetze nicht hinterfragt, der ist ein Narr.
      Die Geschichte gibt mir hier definitiv und zweifelsfrei Recht,
      darüber sollte man also mal gründlich nachdenken.


      Gesetze mögen sinnvoll sein und einen Rahmen für eine Gesellschaft bieten,
      in dem eine Gesellschaft existieren kann, aber das bedeutet noch lange nicht,
      daß Gesetze unfehlbar oder ethisch und moralisch auch richtig sind.


      Das "Ermächtigungsgesetz" sagt dir hoffentlich etwas!

      Nun hast du deine Lektion hoffentlich gelernt, wäre nämlich schade, wenn nicht.

      • Score: 3 Von GeronWhatsUp am Do, 23. März 2006 um 17:27 #
        Geh doch mal auf die zitierte Aussage im Kontext los. Die Passage alleinstehend zu kritisieren und damit jemanden als Narr darzustellen, der Gesetze nicht hinterfragt, ist einfach. Zusammenhängend wird dir das deutlich schwerer fallen.

        "HA, HA, HA!".

        • Score: 3 Von Catonga am Do, 23. März 2006 um 23:05 #
          Ich habe mich auf das gesamte Posting bezogen, nur ist es selbstverständlich,
          daß man beim zitieren nicht den gesamten Inhalt wiedergibt, sondern nur das wesentliche kurz zitiert.

          Falls dir aber das zuerst zitierte nicht gefällt, gut, dann nimm
          halt dieses Zitat, das ist genau aus dem gleichen Posting:

          > Ist es denn wirklich so schwer einzusehen, dass Gesetze nun mal so gemacht werden, wie sie gemacht
          > werden und dass sie, wenn sie mal gültig sind, auch zu befolgen sind?

          Wo steht jetzt hier in dieser Schritt für Schritt Anleitung, daß man Gesetze auch hinterfragen soll?
          Nirgends. Im Umkehrschluß bedeutet das also, daß, wenn es nach G.W. geht, man
          Gesetze ungefragt akzeptieren soll, ganz egal wie sie sind.
          Die vorgehensweise was zu tun ist, wenn ein Gesetz mal gemacht wurde, hat G.W. in dem von mir
          gerade nochmals zitierten Satz ja schön deutlich aufgeführt.

          Das Hinterfragen ist hier nicht vorhanden und so geht es in seinem ganzen Posting zu.

          Soviel dazu, war jetzt also wohl nix mit deiner Antwort. Ha Ha!



      Score: 3 Von Ray am Do, 23. März 2006 um 10:22 #
      Bedaure, aber ich denke damit liegst Du ziemlich daneben in Zeiten, wo nicht das Volk, sondern ein paar Firmen und Lobbyisten Gesetzte nach belieben "installieren". Welch ein Zufall, dass kritische Gesetzesaenderungen immer genau zu Zeiten durchgedrueckt werden sollen, von denen man weiss, dass viele "Volksvertreter", die moeglicherweise dagegen stimmen koennten, nicht im Hause sind, z.B. kurz vor Weihnachten. Wenn man sich bei solchen Gelegenheiten abspricht, dann flutschen Gesetzesaenderungen lobbyistischen Ursprungs durch die Abstimmungen. Von Schmiergeldern und aehnlichen "Entscheidungshilfen" will ich gar nicht erst reden.

      Ich persoenlich wehre mich gegen Gesetze, die geschaffen werden, um zu kriminalisieren oder dazu beitragen die Gesellschaft weiter in zwei Klassen zu teilen. Menschen/Firmen die nur durch Kriminalisierung und/oder Ausbeutung von Buergern gewinnbringend arbeiten koennen, braucht dieses Land nicht.

      Die Urheberrechtsreform ist z.B. so ein Fall. Bestreitet hier jemand, dass Frau Zypries etwas einseitig, ich meine Lobby- bzw. Firmenlastig vorgeht? Ich kann nur hoffen, dass viele hier ihren eigenen Verstand gebrauchen und nicht blind Gesetzen folgen, die offensichtlich zur Kriminalisierung von Verbrauchern geschaffen werden/wurden. Gesetze, die nicht mindestens die Haelfte der Buergerschaft traegt, gehoeren ersatzlos gestrichen. Man kann sich ja mal Gedanken darueber machen, wie z.B. im Falle von DRM, Softwarepatenten oder Urheberrechtsfragen die Verhaelnisse sind. Wieviele Menschen kaufen (sollte heutzutage vielleicht eher "konsumieren" sagen ;) ) z.B. Musik, und wieviele produzieren Musik fuer den Markt? Wievielen Leuten wuerden Softwarepatente nutzen bringen und wievielen wuerden sie schaden?

      Da die Antworten den meisten Lesern recht leicht fallen duerften, schliesse ich, dass vielleicht etwas mit dem System nicht stimmt?

      Betreffs der Haltung zu DRM hat RMS jedenfalls meine volle Zustimmung.

      • Score: 3 Von Jehu am Do, 23. März 2006 um 13:52 #
        Gesetze, die nicht mindestens die Haelfte der Buergerschaft traegt, gehoeren ersatzlos gestrichen.

        Ich gieß' mal ganz ungeniert Wasser in Deinen Wein... :D

        Beispiel: Steuergesetzgebung. Ginge es nach der Bürgerschaft, würde vermutlich keiner mehr welche zahlen wollen...

        --> Dein Grundsatz ist so nicht haltbar.

        Wobei es mir ja furchtbar auf den S*ck geht, daß die Herren und Damen Politiker diese Bevormundung der Verbraucher auch noch als "guten Kompromiß" feiern. Ja, schade, daß man nicht einfach mein Gehalt pfänden und direkt an die Content-Industrie überweisen kann, nicht...

        • Score: 3 Von Ray am Do, 23. März 2006 um 21:22 #
          Angenommen keiner zahlt Steuern:

          Strassen, ja ganze Staetde wuerden vergammeln, Kriminalitaet wuerde sofort zunehmen, einerseits, weil bestimmte Bevoelkerungsschichten keine soziale Unterstuetzung mehr bekaemen, und andererseits, weil es sowieso keine Polizei mehr gaebe. Ich bin ueberzeugt, dass sich in so einem Klima schnell eine Mehrheit fuer ein vernuenftiges Steuersystem findet, dass gewisse Staatsdienste garantiert.

    Score: 3 Von iGEL am Do, 23. März 2006 um 00:29 #
    Moin!

    Ich halte RMS für eine sehr wichtige Person der freie-Software-Szene. Ich glaube, wenn er immer windelweich auf alle Herausforderungen eingegangen wäre, wären wir heute bei weitem nicht so weit. Er ist im Gegensatz zu Linus ein Vordenker der Bewegung, und diese müssen den Leuten auch mal auf die Füße treten. Dass am Ende des Tags nicht alles 1:1 so umgesetzt wird, ist klar. Auch wenn man mal von den Programmen des GNU-Projekt absieht, ohne Vordenker wie RMS säße Linus heute vermutlich an kommerziellen Projekten.

    Um mal einen (wie immer unpassenden) Vergleich zu ziehen: Mich erinnert das ganze etwas an die Demokratiebewegung in China. RMS wäre dann einer der Kämpfer für Demokratie, der (allerdings ohne Gefährdung seiner Freiheit) für die Änderung der Zustände eintritt. Linus hingegen wäre ein westlicher Unternehmer. Dieser schafft vielleicht tolle Produkte und gibt Menschen Arbeit, was ja irgendwo auch die zur Änderung der Sache beiträgt, aber es wäre nicht sein primäres Ziel gewesen.

    Das soll natürlich nicht heißen, dass Linus Arbeit irgendwie schlechter wäre als die von RMS, aber sie haben eben unterschiedliche Positionen, die sich aus ihrer Herangehensweise ergeben. Auf keinen von beiden sollte die Free-Software-Bewegung verzichten müssen.

    Gruß, iGEL

Score: 3 Von santiago am Mi, 22. März 2006 um 23:43 #
Hallo Leute,
auch wenn deren Ansichten oft kritisiert werden sind "Radikale" wie Stallman IMHO für die Entwicklung und Realisierung neuer Denkweisen wichtig.

Ob es unethisch ist freie Software zu vertreiben ist halt Ansichtssache. Konsequent weitergedacht müsste man es aber auf alle Produkte anwenden. Unabhängig davon ob es sich um ein Spiel, eine Audio-CD oder ein Mainboard handelt werden die Entwicklungs- und Produktionskosten doch immer auf eine hohe Stückzahl verteilt.

Was macht es für einen Unterschied ob dann 2 sec eine CD oder ein Mainbord vom Band purzeln? Die industrielle Fertigung hat ja immer das Ziel möglichst identische Kopien zu produzieren.

Abgesehen davon dass es bei digitalen Daten für die Konsumenten möglich ist selbst verlustfreie Kopien anzufertigen – ist es ethischer ein Mainboard mit einem Materialwert von 10.- Euro für 120.- Euro zu vertreiben?

Gruß
santiago

  • Score: 3 Von santiago am Mi, 22. März 2006 um 23:55 #
    ...Ob es unethisch ist UNfreie Software zu vertreiben...
    Score: 3 Von pinky am Do, 23. März 2006 um 00:03 #
    >Was macht es für einen Unterschied ob dann 2 sec eine CD oder ein Mainbord vom Band purzeln? Die industrielle Fertigung hat ja immer das Ziel möglichst identische Kopien zu produzieren.

    Nichts. Du darfst auch nicht CD mit der darauf befindlichen Musik gleichsetzen. Natürlich hat die CD einen Wert: Material, Personalkosten, Maschinen, Fertigungskosten, Verkäufer,...
    Genauso wie das Mainbord

    >st es ethischer ein Mainboard mit einem Materialwert von 10.- Euro für 120.- Euro zu vertreiben?

    Es gibt ja mehr als nur Materialkosten (siehe oben).

    Aber eine andere Frage: Ist es ethisch GNU Software für $5000 zu verkaufen?
    Nein? -> https://agia.fsf.org/order/

    Angebot und Nachfrage regeln der Preis, ich kann daran nichts unethisches erkennen.

    • Score: 3 Von Nullen und Einser am Do, 23. März 2006 um 00:40 #
      Hallo,
      warum trennst Du bei der Audio-CD den Inhalt vom Medium?

      0en und 1er haben an sich keinen Wert aber wir bezahlen auch nicht nur für die CD sondern weil wir eine ganz bestimmte Anordnung dieser beiden Zahlen konsumieren wollen.

      >Nein? -> https://agia.fsf.org/order/
      Die Seite kannte ich nicht - ich bin sprachlos :-)

      Gruß
      santiago

      Score: 3 Von Sven am Do, 23. März 2006 um 07:53 #
      Hier haben anscheinend immernoch einige nicht begriffen, dass man mit freier Software auch Geld verdienen darf und natürlich auch kann ...

      Frei im Sinne der GPL hat nichts mit Freibier zu tun, verdammt!

      • Score: 3 Von TBO am Sa, 25. März 2006 um 07:43 #
        > Hier haben anscheinend immernoch einige
        > nicht begriffen, dass man mit freier
        > Software auch Geld verdienen darf und
        > natürlich auch kann ...

        Das übliche Mantra. Trotzdem ist die Zahl der Firmen die freie Software entwickeln und dabei Geld verdienen immer noch klein.

    Score: 3 Von Mark am Do, 23. März 2006 um 10:05 #
    > [...] - ist es ethischer ein Mainboard mit einem Materialwert von 10.- Euro für 120.- Euro zu vertreiben?

    Sorry, da scheinst Du wirklich keine Ahnung von zu habe.
    Der Materialwert hat bei vielen Produkten nur einen geringen Anteil an den Herstellungskosten.
    Dazu kommen noch unter anderem die Entwicklungskosten, Produktionskosten, Verwaltungskosten, Lagerkosten, Garantiekosten, Altgeräte-Entsorgungskosten und Vertriebskosten.

    Ich glaube Du meintest so etwas wie "Selbstkosten", also wie viele Kosten ein Produkt bis zu seinem Verkauf verursacht (Habe jetzt nicht nach der Definiton von Selbstkosten geschaut, aber ich denke es ist verständlich).

    Dazu kommt noch ein (wenn der Verkäufer glück hat) angemessener Gewinn.

    Ich wette darauf das das in Deinem Beispiel genannte Mainboard, ohne Gewinn verkauft, nur ein paar Prozent billiger ist.

    Schöne Grüße
    Mark

    • Score: 3 Von santiago am Do, 23. März 2006 um 10:45 #
      Hallo!
      >Sorry, da scheinst Du wirklich keine Ahnung von zu habe.
      Möglich aber ich bin auch schon ein etwas älterer Herr und habe jahrelang an Projekten in der Automatisierungsbranche gearbeitet :-)

      Mit den Entwicklungs-, Produktions-, Verwaltungs-, Lager-, Vertriebskosten usw. hast Du natürlich Recht aber fallen diese beim genannten Beispiel der Audio-CD nicht ebenfalls an?

      Die unterschiedliche Beurteilung vom Wert eines Produktes bei Hard- und Software von Seiten der Konsumenten, nicht unbedingt von der Entwicklerseite, hat IMHO in Wahrheit in einen Grund – Software lässt sich mit geringem Risiko leicht kopieren.

      Mir ist es völlig egal ob jemand mp3s oder gehackte Software saugt nur wenn ich am Sonntag eine Zeitung fladere komme ich auch nicht auf die Idee dies damit zu begründen das es sich ja nur um eine wertlose Anhäufung von Buchstaben handelt und ich deswegen nur 5 Cent für das Papier reingeworfen habe.

      Gruß
      santiago

      • Score: 3 Von Mark am Do, 23. März 2006 um 16:18 #
        >> Sorry, da scheinst Du wirklich keine Ahnung von zu habe.
        > Möglich aber ich bin auch schon ein etwas älterer Herr und habe jahrelang an Projekten in der Automatisierungsbranche gearbeitet:-)

        Noch mal Sorry, da hab ich mich etwas im Ton vergriffen. Sollte kein persönlicher Angriff werden.

        > Mit den Entwicklungs-, Produktions-, Verwaltungs-, Lager-, Vertriebskosten usw. hast Du natürlich Recht aber fallen diese beim genannten Beispiel der Audio-CD nicht ebenfalls an?

        Natürlich, das muss man auch mitbezahlen. Ich meine nicht das man für Inhalte nicht zahlen soll wenn man sie benutzt.
        Nur wenn die an das Produkt gebundenen Bedingungen mir nicht akzeptabel erscheinen dann kaufe ich es nicht. Allerdings klaue ich niemals, daher verzichte ich dann darauf. So wichtig ist Musik dann auch nicht.

        > [...]Software lässt sich mit geringem Risiko leicht kopieren.
        Man könnte besser klauen sagen.

        > Mir ist es völlig egal ob jemand mp3s oder gehackte Software saugt [...]
        Mir ist das nicht egal.
        Ich mag keine Abzocker und keine Kriminelle!

        Gruß
        Mark

        • Score: 3 Von santiago am Do, 23. März 2006 um 18:14 #
          Hi Mark,
          jetzt muss ich mich ja ebenfalls entschuldigen weil ich Dein Kostenargument als Erklärungsversuch warum digitale Inhalte angeblich keinen Wert besitzen missverstanden habe.

          Bei der von Dir angesprochenen Nichtnutzung bin ich völlig Deiner Meinung. Wenn ich mit den Nutzungsbedingungen nicht einverstanden bin besteht immer die Möglichkeit zu verzichten oder auf oft durchaus vorhandene freie Alternativen auszuweichen.

          Ich kann die immer wieder genannten Argumente, angefangen beim Nichtwert von 0 und 1 bis zu der angeblich so überteuerten und schlechten Qualität, nicht mehr lesen. Schon vor 20 Jahren gab es bei C64 den Spruch "A Game worth to play is worth to buy" und der ist IMHO auch 2006 für alle digitalen Inhalte noch anwendbar.

          Das mit den Gesetzen ist halt auch so eine Sache. Auch ich breche manchmal Regeln wenn ich dies vor mir selbst verantworten kann. Wenn ich aber z.B. mit dem Motorrad in ein Radar fahre akzeptiere ich die Strafe und verteidige mein Verhalten nicht mit vorgeschobenen Argumenten. Wenn also jemand unbedingt Photoshop oder eine CD aus den Charts gratis nutzen will ist das seine Sache – aber bitte verschont mich vor scheinheiligen Erklärungen warum dies völlig OK ist.

          Gruß
          santiago

Score: 3 Von Fred am Do, 23. März 2006 um 02:56 #
Ob RMS und LT nich nun einigen, stört BG und TB recht wegib. Sollte aber irgendwann AM zuammen mit JK auftauchen um die Vorzüge des deutschen Fussballs in Verbindung mit DRM zu propagieren, freut das sicherlich auch FB und RK.

Also Bitte!

Score: 3 Von Tom am Do, 23. März 2006 um 09:27 #
Ihr redet hier dauernd über Gesetze und ob es rechtens ist diese anzuzweifeln / zu brechen oder nicht.

Tatsache ist dass RMS dauernd den Begriff "Freiheit" in den Mund nimmt und meint diese im Bezug auf Software auch zu vertreten. Freiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und steht deshalb *über* dem Gesetz, das sollte klar sein.

Bleibt also die Frage zu klären ob RMS berechtigt und fähig ist das absolute Grundrecht "Freiheit" für mich zu vertreten oder nicht. Wenn ja - dann muss ich seine GPL 3 anerkennen und gutheissen, wenn nicht, dann eben nicht.

Score: 3 Von kimi am Do, 23. März 2006 um 10:04 #
GPLv3 ist ein Entwurf und muss nun diskutiert werden. Stallman sieht wohl im DRM eine Gefahr für sein Ziel des freien Codes. Was ja durchaus begründet ist. Das DRM auch Vorteile als Technik hat ist aber auch nicht von der Hand zu weisen. (Stichwort malicous code)
Stallman wirft mit seiner GPLv3 einige wichtige Fragen auf. Ob die Kartoffeln auch so heiss gegessen werden wie sie gekocht werden steht noch in den Lizenzsternen. Stallman kocht halt gerne im Dampfkochtopf, aber durchaus mit Kaloriengehalt.
Also erst blasen und dann schauen wie es schmeckt! Dann vergleicht man wie einem die Süppchen schmecken, die vielleicht im Verborgenen gekocht werden.

KIMI

Score: 3 Von Pffft... am Do, 23. März 2006 um 12:05 #
Hat Stallman das wirklich gesagt?

Wenn ja, scheint er die Grundidee seiner GPL nicht verstanden zu haben.

Niemand kontrolliert in einem GPL-Projekt irgendwas, was er nicht selbst geschrieben hat. Zu Linux haben >1000 Entwickler Code beigetragen. Linus kann gar nichts allein entscheiden, was wohl der Kern der Definition von "kontrollieren" ist.

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