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Thema: Savannah akzeptiert kein GPLv2

3 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von G. W. am Do, 23. März 2006 um 16:18 #
Der Leiter der F/OSS Labs bei "M$" (G. W.) empfiehlt Entwicklern Freier Software, den Dienst Savannah zukünftig nicht mehr zu verwenden. In einer Pressemitteilung gab G. W. bekannt, dass er zwar die Dienste anerkennt, die die FSF der Freien Software Gemeinschaft geleistet hat, doch durch die kürzlich durchgeführten Änderungen am Savannah-Dienst seitens der FSF sei es an der Zeit, zu anderen Diensten zu wechseln.

Features, durch die man seine Freie Software-Lizenz frei wählen kann, wurden entfernt. Zudem operierte Savannah früher ausschließlich auf der Grundlage der GNU GPL, die die Streichung der Updatemöglichkeit durch die FSF ausdrücklich zulässt, was seit März nicht mehr der Fall ist. Das führt dazu, dass längerfristig Entwickler Freier Software von Features abhängig werden, die nur durch Software bereitgestellt werden, welche nicht auf der Grundlage der GNU GPL operiert. Auch ist es nun nicht mehr möglich, die Konsequenzen der Nutzung des Savannah-Diensts abzusehen (die nächste veröffentlichte Version der GPL wird in über einem Jahr erscheinen).

Der Beginn des Einsatzes von nicht-GPL-konformer Software war der letzte in einer Folge von Schritten, durch die Entwickler an die FSF gebunden werden sollten. Es scheint auch Anzeichen dafür zu geben, dass die Mailinglisten auf GNU-genehme Inhalte beschränkt werden sollen. Da anzunehmen ist, dass es in Zukunft nicht leichter, sondern noch schwieriger wird, sich dieser Einflussnahme zu entziehen, empfielt G. W., so schnell als möglich zu wechseln.

Zuletzt bedankt sich G. W. noch bei der FSF dafür, dass der Freien Software Gemeinschaft Dank der Firma nicht nur eine moderne Entwicklungsplattform demonstriert wurde, sondern man zugleich auch darauf hingewiesen wurde, dass eine Einrichtung, die eine solche Plattform hostet, nicht von einer einzelnen Firma kontrolliert werden sollte.

Mögliche Alternativen sind beispielsweise SourceFubar.net, Tigris.org, SourceForge und BerliOS.de.

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Tja, sowas kommt dabei heraus, wenn man eine herzzerreißende Kampagne gegen die renommierteste OSS-Entwicklerplattform der Welt mit dem geheuchelten Argument führt, diese Plattform wolle die Selbstbestimmung der Entwickler beschränken, um wenig später selbst damit anzufangen, die Selbstbestimmung der Entwickler zu beschränken.

Macht mal weiter so. Irgendwann wird der eine oder andere begreifen, dass es der FSF vor allem um Machtausübung und Einflussnahme auf Projekte geht, zu denen die FSF nichts beigetragen hat. Positionspapiere, die vielleicht ganz nett sind, hin oder her: Spätestens wenn eine Organisation sich die Freiheit ganz groß auf die Fahnen schreibt und gegen Kontrollversuche Stellung bezieht, selbst aber genau dieselben Mittel zur Durchsetzung ihrer Eigeninteressen anwendet, wird es sehr, sehr eklig.

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