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Do, 23. März 2006, 16:00

Software::Desktop

Global Desktop Project angekündigt

Die United Nations University hält den Einsatz von freier Software für die Entwicklungsländer für lebenswichtig.

Entwicklungsländer erhalten mit freier Software eine Möglichkeit, aus der technologischen Abhängigkeit von den Industrieländern zu entkommen, meint die United Nations University (UNU). Das Hauptproblem dabei wird sein, genügend Experten für freie Software in diesen Ländern auszubilden. Aber die Entwicklungsländer könnten es sich nicht leisten, den globalen Trend zu freier Software zu verpassen.

Linux und andere Open-Source-Lösungen werden voraussichtlich ihre größten Märkte in Entwicklungsländern finden, darunter China, Ostasien, Indien und Südamerika. Allerdings steigt die Zahl der Programmierer aus diesen Ländern, die Beiträge für freie Software bringen, nicht im gleichen Maße wie der Einsatz der Software. Schon befürchtet die UNU, dass die betroffenen Länder deshalb Konsumenten bleiben anstatt am Open-Source-Markt teilzuhaben.

Um diesem Problem abzuhelfen, hat das United Nations University International Institute for Software Technology (UNU-IIST), eine Forschungs- und Ausbildungseinrichtung in Macao, das »Global Desktop Project« ins Leben gerufen. Dieses hat zunächst das Ziel, die Zahl der Open-Source-Programmierer in Ostasien zu erhöhen. Technischer Schwerpunkt des Projektes ist die Verbesserung des Open-Source-Desktops. Da der Desktop für jeden sichtbar ist, erhofft sich das Projekt, so mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zudem gibt es in diesem Bereich viele noch zu entwickelnde Anwendungen und auch die Übersetzung in eine Vielzahl von Landessprachen kann noch viele Personen beschäftigen.

Nach Angaben von UNU-IIST wird das Projekt bereits von vielen wichtigen Open-Source-Projekten und Distributoren unterstützt. Die drei Komponenten des Projektes sind die Forschung und Entwicklung der Software, die verstärkte Vermittlung von Open-Source-Wissen und -konzepten in der Ausbildung und das Zusammenbringen von Firmen und Organisationen zum Erfahrungsaustausch und zur Unterstützung.

Eine weitere Initiative des UNU-IIST, UNeGov.net, widmet sich den praktischen Aspekten des Einsatzes freier Software weltweit. Ziel ist hierbei der Austausch von Erfahrungen und empfehlenswerten Praktiken beim Einsatz freier Software. Es werden Workshops organisiert, damit sich die Interessenten direkt austauschen können, ferner will das Institut die Bildung von Experten-Netzwerken fördern. Weitere Workshops und Konferenzen sind geplant.

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