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Sa, 1. April 2006, 17:17

Fernsterln: Windows Vista kommt doch früher

Nachdem Microsoft erst vor kurzem bekannt gegeben hat, dass Windows Vista erst im Jahr 2007 erscheinen werde, verkündet das Unternehmen nun überraschend einen Verkaufsstart im August 2006.

Die Bekanntgabe der Verzögerung löste bei Mitarbeitern, Wiederverkäufern und Kunden Verwunderung und Irritationen aus.

Schnell wurde gefordert, dass Köpfe rollen sollten. So musste die gute alte Guillotine wieder einmal zum Einsatz kommen. Diese Praxis ist auch in anderen Unternehmen üblich.

Gleich nach diesem reinigenden Gewitter wurden Überlegungen angestellt, wie man das Tempo der Entwicklung beschleunigen und den Termin der Veröffentlichung noch vor die umsatzträchtige Weihnachtssaison verlegen könnte. Die Einstellung von neuen Entwicklern stellte sich für Microsoft als Problem heraus. Denn der Markt ist bereits leergefegt, da es im Bereich der Softwareentwicklung keine Arbeitslosigkeit gibt, und ein Outsourcing von Aufgaben hat sich bereits bei vielen anderen Unternehmen als Flop erwiesen.

Es wurde sogar versucht, Open-Source-Entwickler zu gewinnen, ähnlich wie man es früher bereits mit Eric Raymond und Daniel Robbins probiert hatte. Doch da man ungefähr zehn Entwickler freier Software braucht, um einen Microsoft-Profi zu ersetzen, war auch dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt.

Dann versuchte man durch massiven Abzug von Entwicklern aus anderen Abteilungen das Tempo zu beschleunigen. Die Auswirkungen davon waren schnell zu erkennen, als sich die anderen Abteilungen gezwungen sagen, ihre geplanten Produkte zu verschieben. Inzwischen wurde diese Umverteilung ausgesetzt.

Die Lösung des Gordischen Knotens war für Microsoft letztlich sehr einfach: Windows Vista wird einfach mit dem Stand veröffentlicht, der bis Mitte des Jahres erreicht wird. »Patches wird es sowieso geben«, war im Blog eines Entwicklers kurzzeitig zu lesen, bevor die Passage wieder entfernt wurde. Auf einer vertraulichen Sitzung bei Microsoft sollen die Worte gefallen sein: »Die Benutzer sind so viele Bugs gewöhnt, dass sie sich auch dieses Mal nicht beschweren werden«. Die Marketing-Abteilung steuerte folgendes Bonmot bei: »Außerdem sorgen viele Patches dafür, dass man in aller Munde bleibt«.

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