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Di, 4. April 2006, 12:56

Software::Virtualisierung

Virtualisierung an allen Fronten

Während XenSource mit der kommerziellen Virtualisierungslösung XenEnterprise nun auch Windows unterstützen will, kündigte Microsoft an, vereinzelte Linux-Distributionen in die Liste der unterstützten Gastsysteme in Virtual Server aufnehmen zu wollen.

Der Kampf um die Vorherrschaft im Virtualisierungsbereich wird spürbar härter. Freuen kann es vor allem die Konsumenten und Nutzer der Technik. So kündigte der Redmonder Soft- und Hardwareriese Microsoft an, den Virtual Server 2005 R2 künftig kostenlos anbieten zu wollen. Microsoft wird damit die vollständige Enterprise-Edition, die bisher für ca. 199 US-Dollar im Angebot war, abgeben. Wie Medienberichten weiter zu entnehmen ist, wird der Hersteller in den künftigen Varianten der Software das freie Linux-Betriebssystem offiziell unterstützen. Damit folgt Microsoft weitgehend dem Branchenprimus VMware, der bereits vor geraumer Zeit einen kostenlosen Player vorstellte und ebenfalls heute die Öffnung des Formates seiner virtuellen Festplatten ankündigte.

Auch die aus dem Open-Source-Lager stammende XenSource Inc. hat Neuerungen für ihr Produkt zu vermelden. Im Rahmen der Vorstellung der kommerziellen Virtualisierungslösung XenEnterprise kündigte der Hersteller ebenfalls die Unterstützung von Windows an. Xen Enterprise soll laut Aussagen von XenSource den Einsatz von Virtualisierungslösungen in Unternehmen vereinfachen und vor allem durch hohe Geschwindigkeit überzeugen. Dabei wird die Lösung AMDs und Intels Hardware-Virtualisierung nutzen. Eine weitere Stärke des Produktes sollen garantierte CPU-Zyklen und IO-Zugriffe von jedem Gast-System sein. Die Lösung ist im Moment nur als Beta-Version verfügbar und kann sowohl unter Linux wie auch Windows eingesetzt werden. Für die Teilnahme an der geschlossenen Beta muss eine Bewerbung vorliegen. Die kommerzielle Auslieferung von XenEnterprise ist für die zweite Jahreshälfte 2006 vorgesehen.

Die Entwicklung auf dem Markt der Virtualisierungslösungen darf weiterhin gespannt beobachtet werden. Nachdem VMware einen kostenlosen Player vorstellte und ankündigte, die kommende Version des GSX Servers als Freeware freigeben zu wollen, entfachte unter den Anbietern ein harter Machtkampf. Während XenSource auf die Schützenhilfe aus dem Open-Source-Lager hofft und ihre Produkte mit Distributionen von SUSE und Red Hat ausliefert, ködern die kommerziellen Anbieter die Nutzer mit kostenlosen Versionen. Es kann darüber hinaus auch erwartet werden, dass Microsoft die kommende Version von Windows (Longhorn) mit eigener Virtualisierungstechnik ausstatten wird, die ähnlich der von Xen funktioniert und einen Hypervisor als Virtualisierer mit sich bringt.

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