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Di, 11. April 2006, 14:32

Software::Desktop::KDE

KOffice Version 1.5 freigegeben

Die freie Bürosoftware des KDE-Projektes, KOffice, ist in Version 1.5 mit neuen Komponenten und neuen Features erschienen.

Das pixelbasierte Bildbearbeitungsprogramm Krita

koffice.org

Das pixelbasierte Bildbearbeitungsprogramm Krita

Drei Wochen hatten Entwickler und Anwender Zeit, die neue Version ausgiebig zu testen. So lange lag die Software als Release-Kandidat vor. Nun wurde die endgültige Version 1.5 freigegeben, die nicht unbedingt eine volle KDE-Installation benötigt, aber die KDE-Bibliotheken voraussetzt.

Zum Lieferumfang von KOffice 1.5 gehören KWord (Frame-basierter WYSIWYG-Text-Editor), KPresenter (Präsentationsprogramm), KSpread (Tabellenkalkulation), Kivio (Flußdiagramme), Karbon14 (Vektor-Zeichenprogramm), Kexi (integrierte Datenbank), KPlato (Projektverwaltung) und Krita (pixelbasiertes Mal- und Bildbearbeitungsprogramm). Die früher als eigene Programme angesehenen Kugar (Report-Generator), KChart (integriertes Zeichnen von Graphen und Diagrammen) und KFormula (Formel-Editor) werden nun als einbettbare Objekte bezeichnet. Ferner wird auch KThesaurus (eingebaute Thesaurus-Anwendung) mitgeliefert.

Eine der wichtigsten Änderungen in KOffice 1.5 ist, dass das OpenDocument-Format von OASIS als Standard-Dateiformat eingesetzt wird. Das Lesen und Schreiben dieses Formats wurde bereits in KOffice 1.4 implementiert. Das standardisierte Format kann von einer wachsenden Zahl von Anwendungen verwendet werden und garantiert so, dass der Zugriff auf Dokumente unbegrenzt möglich ist. Der Austausch von Dokumenten mit OpenOffice.org, das ab Version 2 dieses Format ebenfalls als Standard verwendet, ist dadurch erleichtert.

Eine weitere wichtige Änderung ist die Unterstützung der Bedienung ohne Maus und Sprachausgabe. Vor allem Benutzer mit Behinderungen sollen KOffice nun besser benutzen können. Ferner hat das Team über eine applikationsunabhängige Skriptfähigkeit nachgedacht und präsentiert das Ergebnis, genannt Kross, als Technologie-Vorschau. Es ist zur Zeit nur in Krita und Kexi implementiert und wird erst in KOffice 2.0 allgemein bereitstehen. Es ermöglicht, die Anwendungen mit Skripten in Python und Ruby zu automatisieren.

Die integrierte Datenbankanwendung Kexi, die eine Datenbank-Engine mit einer komfortablen Bedienoberfläche verbindet, hat erstmals ein ausgereiftes Stadium erreicht und wird in der Version 1.0 präsentiert. Neu im Paket ist die Projektverwaltung KPlato. Auch diese ist lediglich eine Technologie-Vorschau und wird erst in KOffice 2.0 den vollen Funktionsumfang für eine erste offizielle Version erreichen.

Das pixelbasiertes Mal- und Bildbearbeitungsprogramm Krita unterstützt in der aktuellen Version Layer und beherrscht eine Vielzahl an Farbmodellen, unter anderem auch CMYK. Ferner wurden der Applikation neue Plug-Ins spendiert. Alle Änderungen gegenüber KOffice 1.4 sind im Changelog dokumentiert.

KOffice 1.5 benötigt die Qt-Bibliothek sowie die KDE-Bibliotheken ab Version 3.3 (nicht Version 4.x), jedoch nicht den Rest von KDE. Der Download ist von den Mirror-Servern von KDE möglich. Neben dem Quellcode sind bereits Binärpakete für Debian Sarge, Debian Sid, Kubuntu und SUSE 9.2, 9.3, 10.0 und 10.1 verfügbar. Eine Klik-Variante der Suite ist noch nicht verfügbar, sollte aber in Kürze erscheinen.

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Kommentare (Insgesamt: 90 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Gnome-Variante? (cm, Do, 13. April 2006)
Re[2]: Gnome-Variante? (Kay Marks, Mi, 12. April 2006)
Re[8]: Gute Sache, aber wie steht's um Stabili (Räucherstäbchen, Mi, 12. April 2006)
Re[8]: Gute Sache, aber wie steht's um Stabili (Max, Mi, 12. April 2006)
Re[5]: Gnome-Variante? (Max, Mi, 12. April 2006)
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