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Mo, 24. April 2006, 23:27

Freespire-Projekt gegründet

Eine kostenlose Version von Linspire namens Freespire wird in einigen Monaten zur Verfügung stehen.

Dies hat Linspire-Geschäftsführer und Präsident Kevin Carmony auf dem Desktop Linux Summit in San Diego bekannt gegeben.

Freespire soll von der Open-Source-Gemeinschaft gepflegt und weiterentwickelt werden. Es sollen zwei Varianten zum Download bereitgestellt werden, eine, die zu hundert Prozent freie Software enthält und eine, die auch proprietäre Software enthält. Die Webseite von Freespire ist ab sofort online. Eine erste Betaversion der Distribution soll im August fertig sein. Auch wenn Linspire früher schon einmal Version 5 seiner Distribution kostenlos verteilt hat, wird Freespire dennoch die erste freie und von der Gemeinschaft entwickelte Distribution von Linspire. Der Name Freespire war bereits im September 2005 von einem Projekt verwendet worden, das ein freies Äquivalent zu Linspire 5 schaffen wollte, sich jedoch auf Druck von Linspire hin in »Squiggle« umbenannte.

Die optional mitgelieferte proprietäre Software von Freespire wird lizenzierte Decoder für MP3, DVD, Windows Media, QuickTime, Flash und Real enthalten, ferner Treiber von ATI, nVidia und weiteren, Sun Java, Adobe Acrobat Reader, zusätzliche Schriftarten und anderes. Damit soll der von vielen Benutzern wahrgenommene Mangel an Unterstützung für diese Hardware, Datei- und Medienformate beseitigt werden. Nach Einschätzung von Carmony benötigt Linux diese Unterstützung für iPods, DVDs und so weiter, um von der Masse akzeptiert zu werden. Zumindest »solange keine brauchbaren freien Alternativen zur Verfügung stehen«, will Linspire die proprietäre Software mit anbieten.

Die sechs Hauptziele von Freespire sind die Freiheit der Wahl zwischen freien und proprietären Lösungen, für die Linspire der Marktplatz sein will, hohe Leistungsfähigkeit trotz einfacher Bedienung, professionelles Erscheinungsbild, Akzeptanz durch die Masse der Benutzer, aktive Benutzer- und Entwicklergemeinschaft sowie Unterstützung möglichst vieler Sprachen mit Hilfe des IRMA-Systems.

Als Teil von Freespire soll das CNR (Click and Run)-System freie Software werden. Das ganze Freespire-Projekt steht allen für Kommentare und Mitarbeit offen. Diese Gemeinschaft wird von einem Vorstand geführt, dessen momentan fünfzehn Mitglieder sowohl aus Unternehmen als auch aus dem Kreis der freien Softwareentwickler kommen. Die Distribution Linspire soll weiterhin als kommerzielle und erweiterte Version von Freespire angeboten werden.

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