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Di, 2. Mai 2006, 09:14

Gemeinschaft::Personen

Stallman protestiert gegen ATI

Richard Stallmans Protestaktion bei einer Rede eines Compiler-Architekten von ATI stieß bei den Veranstaltern auf wenig Gegenliebe, am Rand einer Verhaftung stand er jedoch entgegen den Aussagen eines Berichtes nicht.

Richard Stallman mit dem Anti-ATI-Schild

Tony Wieczorek

Richard Stallman mit dem Anti-ATI-Schild

Tony Wieczorek berichtet in seinem Blog vom Verlauf der Veranstaltung. Kurzfristig wurde der Free Software Foundation (FSF) bekannt, dass ein Compiler-Architekt des Grafikchip-Entwicklers ATI am MIT, Stallmans früherer »Heimat«, einen Vortrag halten würde.

Seit längerer Zeit schon kämpft die FSF gegen Hersteller wie ATI und nVidia, die weder freie Treiber für ihre Chips bereitstellen noch Spezifikationen veröffentlichen, was die Entwicklung freier Treiber stark erschwert. Auch OpenBSD kämpft gegen solche Praktiken. Allerdings trifft dies nicht auf alle Chips der Hersteller zu, doch leider sind es überwiegend ältere Chips, deren Spezifikationen freigegeben werden.

Stallman und einige Unterstützer fertigten ein Schild an, auf dem zu lesen war: »Kauft nicht von ATI - Feind eurer Freiheit« und verteilten Flugblätter an die Besucher des Vortrags. Eine Assistentin des Veranstalters wurde durch diese Aktionen nervös und forderte Stallman auf, den Saal zu verlassen. Stallman erklärte, dass er den Vortrag nicht stören wolle, und weigerte sich, zu gehen.

Während der Vortrag ohne Störung begann, rief die Assistentin die Polizei. Einer der Polizisten forderte Stallman auf, mit ihm hinauszugehen, was Stallman ablehnte. Als der Polizist ihn hinauszerren wollte, rief Stallman mehrmals laut: »Werde ich nun verhaftet?« Dadurch wurden alle Besucher auf die Aktion aufmerksam, es sollte aber die einzige Störung des Vortrags bleiben.

Außerhalb des Saals wurde die Sache in einem Gespräch schnell geklärt. Da Stallman sich nichts hatte zuschulden kommen lassen, durfte er bleiben, er wurde lediglich angewiesen, einen Sitzplatz zu nehmen und sich hinzusetzen.

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