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Thema: Pro-Linux: »Jetzt ist Kubuntu gleichwertig« - Interview mit Mark Shuttleworth

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Von Chefbrezel am Mo, 8. Mai 2006 um 01:06 #
Wenn ich Ubuntu installiere und KDE nachinstallieren würde, hab ich dann Kubuntu oder ein Ubuntu mit KDE? Will meinen, unterscheidet sich Ubuntu von Kubuntu mehr als bspw. Gentoo mit Gnome von Gentoo mit KDE?
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    Von lutz am Mo, 8. Mai 2006 um 01:11 #
    kommt alles aus einen repo. das heißt du kannst dir kubuntu-desktop installieren und du hast kubuntu, wenn du kdm und kde wählst. du kannst dir auch dann noch xubuntu installieren und hast dann xfce, und das aus einer ursprünglichen ubuntu installation.
    meines wissens unterscheiden sich nur die installationscds und die pakete dadrauf.
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    Von soso am Mo, 8. Mai 2006 um 01:13 #
    Nein wenn du KDE nachinstallierst hast du Ubuntu mit KDE.
    wenn du "kubuntu-desktop" installierst bekommst du alle abhängigkeiten für Kubuntu mitgeliefert somit ist dein System "kubuntuisiert"...
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      Von gardo am Mo, 8. Mai 2006 um 08:15 #
      Die Buchstaben vor Ubuntu beziehen sich lediglich auf die verwendete Arbeitsoberfläche (Standart ist Gnome), das System dahinter ist gleich. Da man bemüht ist die Installation mit nur einer CD zu realisieren, werden hier jeweils nur die Quellen für eine Arbeitsoberfläche hinterlegt. Verfügt man über einen breitbandigen Internetanschluss , so ist die Nachinstallation der anderen Oberflächen kein Problem. Die unterschiedliche Bennnung fürt bei Einsteigern leider oft zu Verwirrung. Wenn ich alle drei Oberflächen installiert habe, dann nenne ich mein System ja auch nicht KUXUBUNTU oder so. Besser wäre vieleicht eine Benennung wie Ubuntu/Gnome, Ubuntu/Kde u.s.w.
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    Von Stefan am Mo, 8. Mai 2006 um 07:58 #
    Die einzelnen Varianten von Ubuntu, also Ubuntu, Kubuntu, Edubuntu, Ubuntu Server und Xubuntu unterscheiden sich nur durch die Auswahl der zu Beginn installierten Pakete. Jede dieser Varianten kann durch einfaches ändern der Paketauswahl in eine andere verwandelt werden.

    Es handelt sich in Wirklichkeit bei den ganzen Varianten nur eine Distribution. Damit Einsteiger sich nicht mit der Auswahl der Pakete beschäftigen müssen, werden die verschiedenen Varianten angeboten.

    Manchmal frage ich persönlich mich allerdings, ob das alles nicht eher verwirrend ist. Vielleicht wäre es besser, wenn es nur eine Variante zum herunterladen gäbe und bei der Installation gefragt würde, ob man lieber KDE oder Gnome oder ... haben möchte.

    Stefan

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      Von TBO am Mo, 8. Mai 2006 um 08:23 #
      > Vielleicht wäre es besser, wenn es nur eine
      > Variante zum herunterladen gäbe und bei
      > der Installation gefragt würde, ob man
      > lieber KDE oder Gnome oder ... haben möchte.
      Das ist genauso verwirrend, die Qual der Wahl wird hier nur verlagert. So wie es jetzt ist, kann ich dem Newbie die Wahl abnehmen, indem ich ihm einfach eine der CDs in die Hand drücke. Sobald er sich auskennt, kann er es dann ja entsprechend anpassen, wenn er Anwendungen des jeweils anderen Desktop benötigt.

      Würde man alles zusammenfassen, bräuchte man außerdem mehrere CDs statt einer. Schon wäre es z.B. aufwändiger, es als Gratis-CDs unters Volk zu bringen.

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        Von Erik am Mo, 8. Mai 2006 um 09:49 #
        Ich denke auch, daß es vermessen ist, dem Anfänger etwas aufdrücken zu wollen, nur, weil es dem persönlichen Geschmack besser entspricht. Die Frage KDE vs. Gnome ist gerade für Anfänger keine echte Frage mehr, beide können mehr als genug für die Aufgaben eines Linuxneulings. Deshalb ist es sinnvoll, wenn die Installation so einfach wie möglich sein soll, etwas brauchbares zum Anfang zur Verfügung zu stellen und später den Wechsel dank der Metapackages so einfach wie möglich zu gestalten.

        Ich sage das übrigens als eingefleischter KDE-Fan, obwohl die "Ubuntu-Wahl" damals für Gnome ausgefallen ist.


        lg
        Erik

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Von anon2 am Mo, 8. Mai 2006 um 02:50 #
Eine Audioaufzeichnung des Interviews kann man bereits hier runterladen:
http://netzpolitik.org/wp-upload/shuttle-ltag-2006.mp3

Ich find das sehr lohnenswert.

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Von Andi am Mo, 8. Mai 2006 um 10:46 #
Endlich ein höheres Tier, das meiner Meinung ist ;) Seine Betrachtung von DRM spricht mir aus der Seele. Nicht DRM als solches ist böse, sondern der Monopol, den die FSF sogar noch zementieren will. Apple hat sich nicht selbst so weit gebracht, sondern wurde dadurch stark, dass unter anderem die OS-Community DRM verteufelt. Die Community erntet im Grunde den Unkraut, den sie liegen gelassen hat.
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    Von Waldmeister am Mo, 8. Mai 2006 um 11:20 #
    Ja, das hat alles Hand und Fuß, was er sagt. Allerdings wundert es mich, dass er hier noch nicht angefeindet wurde, weil er den Versuch der FSF, über die Popularität der GPL die eigenen Ansichten zu DRM durchzusetzen, mit dem Monopolmißbrauch von Microsoft vergleicht. ;-)
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      Von Alfred E. am Mo, 8. Mai 2006 um 11:24 #
      Das selbe ging mir auch durch den Kopf als ich das Interview gelesen habe. Scheint aber auf Zustimmung zu stossen.
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        Von Waldmeister am Mo, 8. Mai 2006 um 11:40 #
        Das selbe ging mir auch durch den Kopf als ich das Interview gelesen habe. Scheint aber auf Zustimmung zu stossen.

        Naja, ich bin hier in letzter Zeit ja eher mit Kritik an der FSF und an RMS tätig gewesen, als in das große Lobgehudel um Linux und "freie" Software einzustimmen. Und dafür hat es schon heftiges Contra gegeben. Kommt doch wohl darauf an, wer so etwas sagt. ;-)

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          Von Dolm am Mo, 8. Mai 2006 um 12:40 #
          Kommt vor allem drauf an, wie man sowas sagt, und ob man Argumente bringt. Du wirst feststellen, dass Mark wesentlich vorsichtiger formuliert, als ich das von dir in Erinnerung habe.
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    Von Dolm am Mo, 8. Mai 2006 um 12:38 #
    Äh, das ist nicht das, was er sagt. Und ehrlichgesagt verstehe ich nicht ganz, was dieses Musikbeispiel von ihm mit der Anti-DRM-Klausel der GPl zu tun hat.

    • Kann ich einen DRM-Player unter der GPLv3 veröffentlichen? Jupp, bringt nur nicht viel, weil jeder meinen Player (er hat ja den Quelltext) umbauen kann, so dass mein DRM nicht mehr greift.

    • Kann ich via DRM verhindern, dass jemand die Programmlogik auf dem Player verändert, und die Software dann trotzdem noch unter die GPLv3 stellen? Nein.

    Leider geht Mark da nicht drauf ein, sondern deutet eher an, dass der Markt das schon richten wird. Dann brauchen wir aber auch keine GPL, weil: Wenn Kunden eine Alternative haben, die keine Limitierung von Kopien mit sich bringt, wählen sie diese Alternative. Aha. Nur müssen sie dafür halt diese Alternative haben. Die GPL will mit dem viralen Aspekt verhindern, dass ein closed source Anbieter einfach offenen Quelltext nimmt, darauf aufbaut und den Markt dominiert, wobei die Kunden dann keinen Anspruch auf den Quelltext haben. Da macht eine Anti-DRM-Klausel doch absolut Sinn? (Genau wie eine Anti-Patent-Klausel).

    Die FSF ist insgesammt gegen DRM, das ist schon, war, aber sie missbrauchen nicht die GPLv3, um das durchzusetzen, und sie mit Microsoft zu vergleichen ist ein wenig trollig. Die FSF hat ja nicht das Copyright an aller GPL Software. Ich empfehle, den Draft der GPLv3 mal zu lesen und sich selbst davon zu überzeugen, was da eigentlich gesagt wird.

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      Von pinky am Mo, 8. Mai 2006 um 22:09 #
      Ich kann dir weitgehend zustimmen, zu ein paar Punkten will ich aber noch was anmerken:

      >Kann ich einen DRM-Player unter der GPLv3 veröffentlichen? Jupp, bringt nur nicht viel, weil jeder meinen Player (er hat ja den Quelltext) umbauen kann, so dass mein DRM nicht mehr greift.

      Es gibt auch z.B. gnupg unter einer freien Lizenz, greift desgwegen die GPG Verschlüsselung nicht?
      DRM kann auch in Freier Software implementiert funktionieren. Natürlich kommt es auf die Art von DRM an. Ein DRM welches das drucken von einem PDF unterbindet kann natürlich umgangen werden. Denn in dem Moment wo ich den Inhalt auf dem Bildschrim darstellen kann, kann ich ihn auch auf den Drucker schicken wenn ich den Quellcode ändern kann (zumindest solange DRM nicht mit der Hardware gekoppelt ist). Aber ein DRM, dass z.B. ein Musikfile erst abspielt wenn ich einen Freischaltcode eingebe funktioniert natürlich auch mit Freier Software.

      >Die GPL will mit dem viralen Aspekt verhindern

      Die GPL ist nicht viral. Viren befallen fremde Systeme in "feindlicher" Absicht, d.h. ohne dass das fremde System das will. Hier kann aber jeder selber entscheiden ob er auf GPL Software aufbauen will oder nicht, entscheidet er sich dafür muß er die Spielregeln des Autors befolgen, mit "viralem" Verhalten hat das nichts zu tun.

      >Die FSF ist insgesammt gegen DRM, das ist schon, war, aber sie missbrauchen nicht die GPLv3

      Richtig. GPLv3 macht im Jahr 2007 genau das gleiche, was GPLv2 im Jahr 1991 gemacht hat.

      >Ich empfehle, den Draft der GPLv3 mal zu lesen und sich selbst davon zu überzeugen, was da eigentlich gesagt wird.

      Ja, und was die beiden Hauptthemen (DRM und Softwarepatente) angeht gibt es hier noch zwei sehr gute Dokumente:
      - DRM and GPLv3
      - Patents and GPLv3

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        Von pinky am Mo, 8. Mai 2006 um 22:23 #
        Was ich ganz vergessen haben. Nochmal zum "viralen Aspekt":
        Selbst wenn man von einem "viralen Aspekt" sprechen will, was ich wie bereits erklärt nicht teile, kommt dieser nicht von der GPL sondern vom Urheberrecht. Die GPL definiert nicht was ein abgeleitetes Werk ist, dass macht das Urheberrecht des jeweiligen Landes. Ich (und sicher auch die FSF) hätte nichts dagegen wenn sich das Urheberrecht nicht auf abgeleitete Werke beziehen würde.
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          Von Waldmeister am Di, 9. Mai 2006 um 08:27 #
          Selbst wenn man von einem "viralen Aspekt" sprechen will, was ich wie bereits erklärt nicht teile, kommt dieser nicht von der GPL sondern vom Urheberrecht. Die GPL definiert nicht was ein abgeleitetes Werk ist, dass macht das Urheberrecht des jeweiligen Landes.

          Wo steht bitte im Urheberrecht, dass Änderungen oder verlinkter Code unter die gleiche Lizenz gestellt werden müssen? Ein Virus nutzt ja auch die befallene Zelle, um sich selber zu vervielfältigen und zu vermehren.

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            Von pinky am Di, 9. Mai 2006 um 12:50 #
            das Urheberrecht sagt aus, dass ich als Autor nicht nur Rechte an meinem Werk habe sondern auch an abgeleiteten. Deswegen kannst du z.B. auch kein Micky-Mouse Clone erstellen und deine eigene Serie erstellen.

            Wenn mir als Autor das Urheberrecht die Möglichkeit gibt zu entscheiden ob und wie jemand mein Werk nutzen und darauf aufbauen kann, dann nützt Walt-Disney dies um keine Micky Mouse Konkurrenz zu haben und Software Autoren welche die GPL verwenden um die Freiheit auch noch für den zweiten, dritten und n-ten Empfänger zu sichern.

            Wenn wir morgen das Urgeberrecht ändern, so dass es, wie früher, nicht mehr für abgeleitete Werke gilt kannst du ein verändertes GPL-Programm lizenzieren wie du willst. Die GPL geht in keinem Punkt weiter wie das Urheberrecht, kann sie auch garnicht, da sie ihre ganze Gültigkeit aus dem Urheberrecht bezieht.

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              Von Waldmeister am Di, 9. Mai 2006 um 17:25 #

              Wenn mir als Autor das Urheberrecht die Möglichkeit gibt zu entscheiden ob und wie jemand mein Werk nutzen und darauf aufbauen kann, dann nützt Walt-Disney dies um keine Micky Mouse Konkurrenz zu haben und Software Autoren welche die GPL verwenden um die Freiheit auch noch für den zweiten, dritten und n-ten Empfänger zu sichern.

              Aha, also ist diese Eigenschaft, die "Freiheit auch noch für den zweiten, dritten und n-ten Empfänger zu sichern" also doch nicht aus dem Urheberrecht, sondern eine Spezialität der GPL. Sonst würden ja auch die Lizenzen von Apache oder BSD den selben "viralen Aspekt" haben.

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                Von pinky am Di, 9. Mai 2006 um 20:23 #
                Natürlich sagt die GPL was mit abgeleiteten Werken passieren soll.
                Aber es ist das Urheberrecht was mir als Autor und damit der GPL erst diese Möglichkeit gibt und es ist auch immer das Urheberrecht des einzelnen Landes welches entscheidet wie weit dieses abgeleitete Werk geht.

                Mir wäre es lieber wenn sich das Urheberrecht nur auf das original Werk beziehen würde.
                Aber wenn wir schon eine so starke Regulierung in diesem Bereich haben, dann benutze ich diese wenigstens dazu um was positives zu erreichen -> Copyleft.

                Mit viral hat es trotzdem nichts zu tun, da es jedem frei steht auf Copyleft (es gibt auch andere Copyleft Lizenzen als die GPL) Software auf zu bauen oder nicht. Ob mich ein Virus befällt kann ich dagegen im allgemeinen nicht entscheiden.

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Von Sheriff Donnerknall am Mo, 8. Mai 2006 um 10:57 #
Hallo,

der Mann macht einen wirklich guten Eindruck. Ich finde seine Aussagen haben Hand und Fuss, sind plausibel und man merkt, dass er sich Gedanken über das gemacht hat, worüber er hier spricht. Endlich mal jemand in einer führenden Position, der nicht nur so ein wischi-waschi Blahblah erzählt. Mir gefällt auch, dass er die Dinge durchaus differenziert beleuchtet, MS bzw deren Macht ist nicht ausschließlich böse und die FSF ist nicht ausschließlich toll. Außerdem scheint er mir auch in der Lage zu sein, die Gnome- und KDE-Projekte etwas näher zusammenrücken zu lassen, was ich sehr wichtig finde. Die Interoperabilität (aus Nutzersicht) ist für den Erfolg von Linux auf dem Desktop enorm wichtig, genauso wie die Wahlfreiheit sich für einen Desktop als führendes System in seiner Umgebung zu entscheiden (ich sage extra "führend", weil es wohl in den wenigsten Fällen eine Exklusivnutzung sein wird sondern meist auch Programme, die zum anderen Desktop gehören mit verwendet werden).

SD

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Von ms am Mo, 8. Mai 2006 um 11:37 #
Das Ubuntu-Projekt insgesamt sollte m.E. auch Ubuntu genannt werden.

Dessen verschiedene Versionen, die mit GNOME, KDE und XFCE ausgeliefert werden, sollten jeweils durch eigenen, abgeleitete Namen zu identifizieren sein.

Also UBUNTU mit GNOME -> GUBUNTU, mit KDE -> KUBUNTU, mit XFCE -> XUBUNTU.
So hat man nicht mehr diese "hast du Ubuntu oder Kubuntu?"-Verwirrung, jeder kann dann sagen "Ich habe UBUNTU! und zwar als GUBUNTU/KUBUNTU/XUBUNTU".

Dann wäre wirkliche Gleichberechtigung hergestellt. :-)

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Von kjaerhus am Mo, 8. Mai 2006 um 12:07 #
Der Typ ist wirklich Klasse, macht alles einen vernünftigen Eindruck was er erzählt. Er steht mitten im Leben, hat was errreicht in seinem Leben und ist zudem noch mit beiden beiden auf dem Boden geblieben. Finde auch gut das er KDE und Gnome als gleichberechtigte Projekte ansieht (und Xfce kommt ja noch mit hinzu). Seine Einschätzung über DRM ist auch schlüssig.
Sorry, aber Stallman ist doch dagegen ein Spinner der irgendwo in einer Zeitschleife hängengeblieben ist... Würde mir wünschen das mehr solche Leute in der Öffentlichkeit vor Linux stehen wie Shuttleworth.

Weiter so! Ubuntu Dapper wird sicherlich sehr gut :-)

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    Von Masx am Mo, 8. Mai 2006 um 13:48 #
    > Er steht mitten im Leben, hat was errreicht in seinem Leben

    LOL
    Er hat erreicht, viel Geld zu verdienen. Wie er das gemacht hat, will ich garnicht so genau wissen.

    > udem noch mit beiden beiden auf dem Boden geblieben

    Er ist Marketingfuzzi und denkt an seine Brieftasche, jedenfalls stellt er sich so dar.

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      Von Andi am Mo, 8. Mai 2006 um 13:58 #
      Er hat erreicht, viel Geld zu verdienen. Wie er das gemacht hat, will ich garnicht so genau wissen.
      Damit hast Du ja auch zugegeben, dass Du nicht weiß, wovon du redest. Sorry :(

      Er ist Marketingfuzzi und denkt an seine Brieftasche, jedenfalls stellt er sich so dar.

      Und deshalb hat er dutzende von humanitären Projekten gegründet und unterstützt die Kinder von Afrika. Deshalb verschickt er auch Ubuntu kostenlos an Interessenten. Deshalb hat er Freedom Toaster in Südafrika gegründet. Deshalb hat es diverse Schulinitiativen gegründet. Alles im Blick auf seine Brieftasche. Genau!

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        Von xxxxx am Mo, 8. Mai 2006 um 14:17 #
        Und deshalb hat er dutzende von humanitären Projekten gegründet und unterstützt die Kinder von Afrika. Deshalb verschickt er auch Ubuntu kostenlos an Interessenten. Deshalb hat er Freedom Toaster in Südafrika gegründet. Deshalb hat es diverse Schulinitiativen gegründet. Alles im Blick auf seine Brieftasche
        Unser Billy spendet auch viel für wohltätige Zwecke um sein Image aufzupolieren.
        http://www.heise.de/foren/search.shtml?f=nt&T=Gates+spendet&w=f
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          Von Name: am Mo, 8. Mai 2006 um 14:36 #
          Na und? Nur weil er Microsoft angehört, ist er per Definition böse? Wolltest Du das damit sagen?
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            Von xxxxx am Di, 9. Mai 2006 um 01:58 #
            > Na und? Nur weil er Microsoft angehört, ist er per Definition böse?
            > Wolltest Du das damit sagen?

            Nein! Lese nochmal meine Aussage und die vorhergehende.

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          Von vvvvvvv am Mo, 8. Mai 2006 um 14:54 #
          Gates hat Geld und er tut was gutes, was ist daran falsch? Hat alles immer 2 Seiten im Leben... Wenn er nicht so ein guter Geschäftsmann wäre, hätte er es nicht zum reichsten Mann der Welt geschafft. Ohne dem könnte er wiederum nicht Milliarden in gemeinnützige Zwecke stecken.
          Das er seinen Reichtum zum Teil mit nicht legalen Mitteln erreicht hat, wissen wir ja durch die Verurteilungen der letzten Zeit.
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            Von xxxxx am Di, 9. Mai 2006 um 02:02 #
            > Gates hat Geld und er tut was gutes, was ist daran falsch?

            Nichts!
            Für die Intelligenzbesien: Auch jemand, der viel spendet, kann ein Mensch sein, der dies nur mit dem Hintergedanken macht, sein Image aufzupolieren um somit noch mehr Geld zu verdienen. Nicht jeder, der viel spendet, macht das aus Nächstenliebe.

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              Von Alefanz am Mi, 10. Mai 2006 um 00:29 #
              Gerade in den USA gibt es dafür traditionell noch ganz andere Gründe, die wir hier in der Regel nicht verstehen.

              "Um Gnadengewissheit zu erlangen, sind gute Werke absolut ungeeignet, aber sie sind unentbehrlich als Zeichen der Erwählung. Anders gesagt, der Gläubige kann die Seligkeit nicht kaufen, aber er kann die Angst um die Seligkeit loswerden."
              ( http://de.wikipedia.org/wiki/Die_pro
              testantische_Ethik_und_der_'Geist'_
              des_Kapitalismus )

              Den ganzen Artikel kann ich jedem nur empfehlen ...

              Gruß Alefanz

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      Von TBO am Mo, 8. Mai 2006 um 14:56 #
      > LOL
      >Er hat erreicht, viel Geld zu verdienen. >Wie er das gemacht hat, will ich garnicht >so genau wissen.

      Warum, bekommst Du davon Depressionen? ;-)
      Er hat eine Firma (Thawte) gegründet, wohl auch erfolgreich geführt und zum richtigen Zeitpunkt an Verisign verkauft. Ob die Firma das Geld wert war, weiß ich nicht, ist aber auch allein Verisigns Sache.
      Also welches Problem hast du damit, wie er an sein Geld gekommen ist?

      > Er ist Marketingfuzzi und denkt an seine
      > Brieftasche, jedenfalls stellt er sich so
      > dar.

      Hmm? Weil Canonical gewinnbringend werden soll oder wie?

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      Von What_is_Wrong am Mo, 8. Mai 2006 um 18:01 #

      > LOL
      > Er hat erreicht, viel Geld zu verdienen. Wie er das gemacht hat, will ich garnicht so genau wissen.

      Da ist wohl jemand neidisch...

      Wäre für Dich vielleicht ganz gut, wenn Du Interesse daran zeigen würdest wie er das erreicht hat. Vielleicht ist es Dir dann auch möglich, obwohl wenn ich es mir genau betrachte bei so einer Äußerung fehlt es einfach ein bisschen (wenn nicht vollständig) an Reife.

      > Er ist Marketingfuzzi und denkt an seine Brieftasche, jedenfalls stellt er sich so dar.

      Finde ich nicht und selbst wenn ist es auch sein Recht, er hat dafür ja auch was getan.

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Von hal9000 am Mo, 8. Mai 2006 um 12:44 #
Also auf mich wirkt der Marketinghype von Shuttleworth sehr abstoßend. Ich denke mir, wer sein Marketing so in Vordergrund stellt, dessen Produkt kann wohl nicht mit Leistung überzeugen. Ein gutes Produkt braucht so ein Gepusche nicht. Jemand, der so handelt, denkt meistens nicht ein gutes Produkt für die Allgemeinheit zu erstellen, sondern denkt an die eigene Tasche. Letzteres ist legitim, ersteres ist nicht befürwortbar. Vielleicht täusche ich mich ja und ich habe ja auch nicht gesagt, dass die Sachverhalte wirklich so sind, wie ich dargestellt habe. Ich habe nur geschrieben, wie das Auftreten von Shuttleworth auf micht wirkt. Ich habe hiermit auch nicht die Qualität von Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu beurteilt.
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    Von KC84 am Mo, 8. Mai 2006 um 13:34 #
    Shuttleworth passt auch nicht in das Raster für einen "normalen" Linuxer. Er ist weder Student, noch ist er arm noch sieht er irgendwie komisch oder "geekig" aus (also der Stallman-Typ).
    Er ist sehr reich, sieht gut aus und ist zudem noch Unternehmenslustig. Ausserdem ist er sehr erfolgreich mit seiner Firma und war/ist wohl schon sehr lange Debian-Entwickler.

    Es ist genau der Typ der es versteht zu leben und trotzdem noch etwas wie Ubuntu auf die Beine stellt. Solche Leute sind doch eher ein Vorbild als ein verarmter und ungepflegt aussehender Stallman, der sich mit Pappschild auf eine ATI-Präsentation hinstellt mit "kauft kein ATI".
    Linux und Business sind ein wichtiger Punkt um das System aus der Nische "Geeksystem" herauszuholen. Solche Leute wie Shuttleworth sind dazu ziemlich gut geeignet, zumal sie auch neben der reinen programmierei ausgezeichnete Geschäftsleute sind. Selbst der Robertson von Lindows, er mag zwar ein ziemlicher Schaumschläger sein aber letztlich ist sein Linux mit eines der anwenderfreundlichsten was es gibt. Der Typ ist auch ein sehr guter Geschäftsmann und weiss was er will.

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      Von hal9000 am Mo, 8. Mai 2006 um 13:45 #
      Vielleicht kann Shuttleworth irgendwelche ahnungslose Manager beeindrucken. Ob das allerdings gut ist, wird man sehen. Ich finde es jedenfalls nicht gut, das Marketing von Microsoft und anderen technisch minderwertigen Produkten als Inspiration heranzuziehen. Die extreme Kommerzialisierung und die Gewichtung auf Marketing schadet einem guten Produkt mehr als die witzige Darstellung Stallmans mit eimem Pappschild. Die Treiberunterstützung könnte nun wirklich besser sein und darauf darf Stallman auch hinweisen.
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        Von KC84 am Mo, 8. Mai 2006 um 14:42 #
        Das hat Shuttleworth garnicht nötig, irgendjemand zu beeindrucken. Der hat sein Schäfchen schon lange im trockenen und was er macht, kann er wirklich aus Überzeugung machen ohne dabei unbedingt Geld verdienen zu müssen.
        Extreme Kommerzialisierung kann man doch auch nicht sehen? Die meisten wissen nichtmal das Canonical Service für Ubuntu anbietet/anbieten will. Selbst auf der Ubuntu-Seite kann man dazu nix auf Anhieb finden. Mark war ja nur (sicherlich eingeladen) auf dem Linuxtag, weil er halt Founder der momentan angesagtesten Distro (lt. Distrowatch) ist.

        Das wichtigste im Leben ist allerdings immer, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Keiner bekommt eine Freundin wenn er sich nicht entsprechend verkauft und keiner wird einen Job bekommen ohne sich und sein Wissen zu verkaufen. Verkauf und Marketing ist alles im Leben und bei einer Software sieht das nicht anders aus.
        Stallman verkauft "Linux nutzen nur Spinner und Penner". Das ist seine Botschaft durch sein auftreten und alles was er tut. Sein Marketing zielt auf die Zielgruppe der Revoluzzer ab, meistends Studenten mit etwas verwirrten Ideen die sich dann allerdings schnell wieder in Luft auflösen wenn sie nachdem Studium vielleicht einen anständigen Job haben wo sie gutes Geld verdienen, eine Familie gründen etc.

        So schlecht ist die Treiberunterstützung ausserdem nicht. Stallman will auch was ganz anderes, er ist auf dem totalen "alles muss frei" sein Trip. Und das verteidigt er wie eine kleines Kind ohne dabei nur einen cm zurückzugehen. Damit macht er sich natürlich in unser westlichen Gesellschaft keine Freunde. Er ist kein Mensch der Zugeständnisse macht und seine Welt als die alleinige richtige verkauft. Solche Menschen sind kontraproduktiv. Stallman redet und andere wie Shuttleworth machen einfach. Wieviel freie Treiber und freie Distribtutionen hat Stallman schon auf die Beine gestellt? Er ist einfach nur eine Labertasche der sich auf den Lorbeeren, die er mal mit dem Emacs und als Initialisator der GNU-Tools gewonnen hat, ausruht.

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          Von Holger am Mo, 8. Mai 2006 um 19:48 #
          [quote]Das wichtigste im Leben ist allerdings immer, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Keiner bekommt eine Freundin wenn er sich nicht entsprechend verkauft und keiner wird einen Job bekommen ohne sich und sein Wissen zu verkaufen. Verkauf und Marketing ist alles im Leben[/quote]

          Auch wenn ich Deinen sonstigen Äußerungen zu Shuttleworth eher zustimme, habe ich bei dieser Passage den Eindruck, Du bist ein wenig das Opfer einer neoliberalen Ideologie geworden, frei nach dem Motto "Der Markt ist alles" ;)

          Beste Grüße,
          Holger

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          Von clausi am Mo, 8. Mai 2006 um 23:43 #
          Verkauf und Marketing ist alles im Leben und bei einer Software sieht das nicht anders aus.

          Nur so nebenbei bemerkt: Leben spielt sich in einer Gruppe, einem sozialen Gefüge ab -- sieht man mal von besonderen Situationen ab. Soziales Gefüge heißt: Jeder wird mit seinen Mitmenschen etwas tauschen müssen; insofern ist Leben tatsächlich eine Menge von Austauschbeziehungen, sprich Handel.

          Das heißt aber nicht, daß Marketing alles im Leben ist, sondern nur, daß es ein Teil davon ist.

          Man sollte die Notwendigkeit, andere zu informieren und zu überzeugen, weder gering schätzen, noch bewundern.

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          Von FreeDon am Di, 9. Mai 2006 um 16:41 #
          Stallman will auch was ganz anderes, er ist auf dem totalen "alles muss frei" sein Trip. Und das verteidigt er wie eine kleines Kind ohne dabei nur einen cm zurückzugehen. Damit macht er sich natürlich in unser westlichen Gesellschaft keine Freunde. Er ist kein Mensch der Zugeständnisse macht und seine Welt als die alleinige richtige verkauft. Solche Menschen sind kontraproduktiv. Stallman redet und andere wie Shuttleworth machen einfach. Wieviel freie Treiber und freie Distribtutionen hat Stallman schon auf die Beine gestellt? Er ist einfach nur eine Labertasche der sich auf den Lorbeeren, die er mal mit dem Emacs und als Initialisator der GNU-Tools gewonnen hat, ausruht.

          Das A und O ist nunmal die Synergie von Theorie (hier insb. die GPL von Stallman) und Praxis (hier insb. Ubuntu von Shuttleworth). Auch wenn ich Stallman aufgrund seines leichten Hangs zum Fanatismus nicht ganz unkritisch gegenüberstehe - sein Gewicht innerhalb der FOS-Community sollte man auf jeden Fall respektieren.


          FreeDon.

        0
        Von TBO am Mo, 8. Mai 2006 um 15:27 #
        > Ich finde es jedenfalls nicht gut, das
        > Marketing von Microsoft und anderen
        > technisch minderwertigen Produkten als
        > Inspiration heranzuziehen.

        Wo passiert das konkret?

        > Die extreme Kommerzialisierung und die
        > Gewichtung auf Marketing schadet einem
        > guten Produkt mehr als die witzige
        > Darstellung Stallmans mit eimem
        > Pappschild

        Wo ist Canonical kommerzieller als z.B. Novell und Redhat?

        Das Probleme die ich mit Stallman marketingtechnisch sehe:

        Die positive Message fehlt. Wenn man heutzutage was von ihm hört, ist es so gut wie immer Mahnen, erhobener Zeigefinger, das Verdammen irgendwelcher Hersteller, und das penetrante Wiederholen der ewiggleichen Mantras wie "es muss aber GNU/Linux heißen!", "proprietäre Software ist unethisch!" etc. Die Leute mit denselben Meinungen nicken zustimmend, und der Rest wendet sich entweder gelangweilt oder ablehnend ab.

        Shuttleworth kommt da einfach positiver, pragmatischer, anpackender rüber. Statt zu lamentieren, wird was getan. Und das auch noch gut frisiert und mit Space-Shuttle-Pics. Was will man mehr?

        Das alles aus "Marketing-Perspektive", Stallmans Verdienste um freie Software möchte ich hier nicht schmälern. Genausowenig bin ich davon überzeugt, dass Ubuntu die Welt retten wird.
        Aber würde ich mich heutzutage Open Source zum ersten Mal nähern, könnte mich Shuttleworth eher von der Sache begeistern als Stallman wage ich mal zu behaupten.

        0
        Von Iss_es_wahr am Mo, 8. Mai 2006 um 18:20 #
        Welch armselige Ansicht.

        Ich wage zu behaupten das man auch Linux und OSS-Produkte als technisch minderwertig betrachten kann, eben je nach Sichtweise. Ich würde daher etwas vorsichtiger sein mit Behauptung was technisch minderwertig ist und was nicht. Gerade solche Ansichten schaden meiner Meinug nach der Verbreitung von Linux eher als das sie helfen.

        Gerade das Auftreten von Shuttleworth halte ich derzeit dem Zweck der Verbreitung von Linux dienlicher als das Auftreten von Stallmann. Nach seiner Aktion bei der ATI-Veranstaltung frage ich mich wo sein gesunder Menschenverstand abgeblieben ist. Hat wohl zu wenig Aufmerksamkeit in der letzten Zeit bekommen.

      0
      Von Tobi am Mo, 8. Mai 2006 um 14:24 #
      ...Shuttleworth passt auch nicht in das Raster für einen "normalen" Linuxer. Er ist weder Student, noch ist er arm noch sieht er irgendwie komisch oder "geekig" aus (also der Stallman-Typ)...


      Du hast wirklich eine komische Weltanschaung:
      Linuxianer sind
      1. Arm
      2. Student
      oder sehen komisch aus? Woher hast Du diese Erkentnisse?

      0
      Von hgr am Mo, 8. Mai 2006 um 15:59 #
      > Linux und Business sind ein wichtiger Punkt um das System aus der
      > Nische "Geeksystem" herauszuholen.

      Um es massentauglich zu machen schon. Ob das aber erstrebenswert ist,
      steht auf einem anderen Blatt, denn die User, die Linux mit dieser
      Strategie gewinnt, wollen nicht Linux, sondern ein "kostenloses
      Windows", was Linux mehr schaden als nützen dürfte.

      0
      Von Ralf am Mo, 8. Mai 2006 um 20:14 #
      Da Du wohl zur "Generation Golf" gehörst und nichts anderes mehr kennst, laß Dir von einem alten Sack erklären:

      Stallman sieht nicht ungepflegt aus, sondern wie einer, der auch im Outfit bewußt in den 70iger Jahren stehengeblieben ist - damals war es noch nicht Standard, als selbstverliebter Narzist stundenlang vor dem Spiegel mit Gel herumzumachen; und was für Klamotten man trug, war auch egal, solange es ein Parka war ;-) - da kam es mehr auf Bildung, Überzeugungen und Bewußtsein als auf das "richtige" Outfit an.

      Aber da jede Generation unbedingt anders als die Elterngereration sein muß (das hängt wohl mit dem Abnabelungungsprozeß zusammen), hat sich die nachfolgende Generation für das Spießertum entschieden und setzt konsequent auf Äußerlichkeiten und "Erfolg" (vulgo: Kohle) statt innere Werte.

      Für den (individuellen) Erfolg sind Überzeugungen nur hinderlich; wichtiger ist es, das Fähnchen der gerade herrschenden Windrichtung anzupassen.

      Aber damit wollte ich nix gegen Shuttleworth sagen, der ist sicherlich kein Spießer. Aber er steht auf den Schultern von Stallman - beide sind wichtig.

      0
      Von Keno am Mo, 8. Mai 2006 um 21:40 #
      > Er ist sehr reich, sieht gut aus und ist zudem noch Unternehmenslustig.
      > Es ist genau der Typ der es versteht zu leben und trotzdem noch etwas wie Ubuntu
      > auf die Beine stellt. Solche Leute sind doch eher ein Vorbild als ein verarmter
      > und ungepflegt aussehender Stallman,...

      Arm ist es eher, wenn man Menschen nach ihrem Vermögen, Aussehen oder beruflichen Erfolg beurteilt. Was Shuttleworth so sympathisch macht, ist, dass er eben nicht in solch materialistischen Bahnen denkt wie Leute wie Du, sondern trotz seines Erfolges noch weiß, dass es mehr im Leben gibt als Geldverdienen.

    0
    Von Kai F. Lahmann am Mo, 8. Mai 2006 um 14:05 #
    mir persönlich (kenne ihn nur aus den IRC) ist er sehr sympatisch, eben WEIL er wie ein "normaler Mensch" (nein, nicht wie ein geldgeiler Manager!) und nicht wie ein weltfremder Nerd auftritt. Leute wie Stallman werden nunmal einfach Aufgrund ihres Auftretens nicht wirklich ernst genommen, der Typ kommt optisch rüber wie ein Straßenpenner. Das alte Problem von Ingenieuren und Informatikern: sie gewinnen erst, wenn sie den Mund aufmachen - manche von ihnen haben aber vorher schon verloren...
    Wer sieht, wie sich Mark bei Ubuntu verhält, merkt übrigens, dass ihm wirklich daran gelegen ist, dass Ubuntu für die Nutzer wirklich von Nutzen ist.
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