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Do, 11. Mai 2006, 13:52

Portland-Projekt bewegt sich vorwärts

Vor kurzem trafen sich Aktive der Desktop-Initiative Portland in Mainz, um sich über den bisherigen Verlauf und das weitere Vorgehen zu beraten.
Von ThomasS

In seinem Statusbericht an die von den Open Source Developement Labs (OSDL) geförderte Gruppe skizzierte Waldo Bastian vier verschiedene Ziele, auf die sich die Portland-Initiative bislang konzentriert hat bzw. konzenrieren muss. Diese Aspekte betreffen die gewünschte zunehmende Binärkompatibilität zwischen Distributionen, eine verbesserte Kompatibilität der beiden Desktop-Umgebungen GNOME und KDE, erleichtertes Paketmanagement über Distributionsgrenzen hinweg und die Verbesserung der existierenden Dokumentation.

In seinem Bericht wies Bastian darauf hin, dass die Hauptarbeit des Portland-Projekts sich auf 5% aller unter Linux verfügbaren Anwendungen konzentriert, da 95% der Desktop-Funktionalitäten unabhängig von Fenstermanager und der jeweiligen Desktop-Umgebung realisiert sind. In seinem Vortrag schlug Bastian unter anderem die Ersetzung des gebräuchlichen IPC-Protokolls durch DBUS vor, das bereits Standard in der Debian-Distribution ist. Dieser Wechsel würde sich seiner Ansicht nach zugunsten einer vereinfachten Portland-Deskotp-API und Funktionalität auswirken.

Ein weiterer wesentlicher Punkt betrifft die konsequente Entkoppelung der grafischen Toolkits (Qt, GTK+) von der Laufzeitumgebung. Hier verweist Bastian auf die bereits begonnene Arbeit an den XDG-Werkzeugen, die in der Form von Skripten ein Minimum an Kompatibilität für jeden Linux-Desktop bereit stellen sollen. Die genannten XDG-Skripte stehen sowohl für die Installation als auch für die Laufzeitumgebung in Form von Kommandozeilen-Programmen zur Verfügung. Im Hinblick auf die nähere Zukunft sagte Bastian, dass noch einige Desktop-Tools zum Löschen von Icon-Dateien oder zum Abmelden oder Registrieren von Applikationen im Start-Verzeichnis fehlen, die ebenfalls unabhängig von einer spezifischen Desktop-Umgebung sind. Eine eigene Diskussion gab es auch um die Frage. ob ein eigenes XDG-su wirklich der richtige Ansatz ist, da su generell zu wenig Optionen für eine verfeinerte Administration von Zugriffsrechten anbietet und daher bald verschwinden soll.

Grundsätzlich besteht innerhalb des Projekts Einigkeit darüber, dass die kompletten XDG-Tools den Sprung in den kommenden LSB (Linux Standard Base) Desktop-Standard machen sollten. In seinem Vortrag kündigte Bastian an, dass die Nutzer der Distributionen Fedora, SUSE Linux und Ubuntu die bisher entwickelten Portland-API-Funktionalitäten spätestens im kommenden Herbst zu Gesicht bekommen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 9 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Fedora Core 5 RPM (pslizer, Do, 11. Mai 2006)
Re[6]: OpenSuse (Knut, Do, 11. Mai 2006)
Re[5]: OpenSuse (kapeka, Do, 11. Mai 2006)
Re[4]: OpenSuse (Knut, Do, 11. Mai 2006)
Re[3]: OpenSuse (kapeka, Do, 11. Mai 2006)
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