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Fr, 12. Mai 2006, 08:41

Gemeinschaft::Personen

Bruce Perens: GPLv3 für Linux-Kernel

Bruce Perens hält die Umstellung der Lizenz des Linux-Kernels auf GPLv3 für wahrscheinlich.

In einem Interview gibt er sich überzeugt, dass die Free Software Foundation als Autor der GPLv3, Linus Torvalds als Initiator des Kernels und die Hersteller von eingebetteten Geräten sich in Verhandlungen auf eine Fassung der GPLv3 einigen können, die alle zufriedenstellt.

Richard Stallman, Gründer und Präsident der Free Software Foundation (FSF), bezweckt mit der GPLv3 unter anderem auch, dass eingebettete Geräte, in denen Linux läuft, durch die Anwender modifizierbar sind. Derzeitige Geräte, die mit Linux laufen, können unter Umständen so gebaut werden, dass Benutzer die Linux-basierte Firmware nicht ändern können, obwohl der Quellcode verfügbar ist. Die GPL, unter der der Kernel zur Zeit steht, kann dies nicht erzwingen.

Die GPLv3 hingegen schreibt vor, dass alle Schlüssel und Codes, die zur Compilierung und Installation benötigt werden, offengelegt werden müssen. Die entsprechende Passage ist umstritten und wird wahrscheinlich noch geändert. Besonders Linus Torvalds hatte sich vehement gegen sie ausgesprochen. Dies könnte laut Perens an einem Missverständnis liegen. Auf keinen Fall werde die GPLv3 die Herausgabe von privaten Schlüsseln der Entwickler verlangen.

Das Recht, Geräte zu modifizieren, ist für Perens wichtig und er sieht keine Vorschrift, die das einschränken könnte. Oft zitierte gesetzliche Rahmenbedingungen beispielsweise zur Einhaltung von Radio-Standards schließen für Perens nicht aus, dass die Firmware änderbar ist. Auf der anderen Seite wird nicht jeder Hersteller gewillt sein, den Kunden die Rechte zur Modifikation der Firmware einzuräumen. Es wird eine Sache der Verhandlung zwischen FSF, Linus Torvalds und Herstellern sein, wie die GPLv3 letztlich aussehen wird. Geräte, deren Firmware frei ist, lassen sich über längere Zeiträume aktualisieren und einsetzen, so dass informierte Kunden diese Geräte bevorzugen werden. Somit haben solche Geräte einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

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