Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, das es gerade im US-amerikanischen Bildungsbürgertum inkl. renommierter Zeitungen absolut gängig ist, "einzudeutschen". Gab es gerade gestern auf N24 eine entsprechende News: "Rumsfeld isn't a mensch - Amerikas Schwäche für Deutsch"
Die Welt wird eben zunehmend internationaler.
Da der Laden dort aber wohl auch international etwas Strahlkraft haben soll und Englisch im IT-Bereich einfach meist professioneller klingt, finde ich das völlig ok.
> .. und Englisch im IT-Bereich einfach meist professioneller klingt, ...
klingt nicht professioneller, sondern die Sprache verwenden die hiesigen Wissenschaftler. Und alles was ein Wissenschaftler von sich gibt ist intellektuell korrekt. Würden sie sich mühe machen und passendere, wenn nicht treffendere, deutsche Übersetzungen anbieten und auch benutzen, würde die ganze Sache schon anders aussehen.
> Würden sie sich mühe machen und > passendere, wenn nicht treffendere, > deutsche Übersetzungen anbieten und auch > benutzen, würde die ganze Sache schon > anders aussehen.
Wo benutzen? In den Übersetzungen meist englischer Lehrbücher? Wissenschaftliche Artikel sind eh auf englisch, da hilft eine Übersetzung wenig. Und wenn man ständig englische Artikel schreibt und liest, verwendet man sie eben auch sonst, das ist ganz natürlich.
Nur weil es 'meist' englische Lehrbücher gibt, soll man die deutsche Sprache nicht Pflegen dürfen? Da ärgert man sich über die ganzen Anglizismen die von den Jugendlichen als Cool empfunden werden und man diese natürlich nachahmt. Die Jugend die in der Pisa so schlecht abschneidet. Wobei die Wissenschaftler da nicht anders sind? Die Bevölkerungsschicht die die obere Schicht bei Wissen darstellt. Bequemlichkeit gegen Verständnis frontal zusammen zu stoßen halte ich für Schwachsinn.
Von Johannes Hüsing am Mo, 15. Mai 2006 um 12:48 #
Es signalisiert, sich über den Inhalt eines Begriffes Gedanken gemacht zu haben, wenn man eine Entsprechung in der Sprache, die man gerade anwendet, verwendet.
Das ist wohl eher die Verachtung für die eigene Sprache und das Bemühen um sogenannte "Internationalität", was dann nicht selten grotesk-kleinliche Blüten trägt.
Die Wahrheit ist, dass viele Wissenschaftler nicht einmal ihre Sprache beherrschen und der Meinung sind, wenn sie auf Englisch radebrechen, könne man damit erfolgreich sein auf internationaler Bühne.
Normalerweise erkennt man Marketing-Deppen und Gottschalkgeneration an den zwanghaften Anglismen. Linux Business tralalablabla gehört auch dazu.
OK, aber "Bildlaufleiste" habe ich schon mal gelesen. Noch überraschter war ich vom Handbuch zu Novell DOS 7, was ständig von "Schattenspeicher" redete (niemand außer Novell benutzt dieses Wort), eine wörtliche Übersetzung ins Englische hat dann geholfen.
machen wir doch mal Nägel mit Köpfen und schaffen eine Weltsprache, von jeder Sprache die es gibt nehmen wir eine handvoll Worte und mixen das gut durch.
Nein nein mein Lieber. Hör bloß auf mit dieser globalen Gleichmacherei, das ist ja furchtbar, Wenn ich in Frankreich bin, will ich französische Kultur, in Italien italienische und in Deutschland doch bitte deutsch. Außer in Bayern, natürlich.
"mensch" ist aber eben nicht deutsch, sondern jiddisch, wenn das Amerikaner benutzen. Und "mensch" heisst dann ungefähr das, was man bei uns unter einem "Gutmenschen" versteht.
N24 ist eh TV-schmock auf Probe, das kann man als Nachrichtenmagazin nicht ertragen, dann schon lieber comedy auf NTV, Volksmusik im NDR oder Bildungsfernsehen auf RTILII.
Ich denke mal, der Campus soll auch inernational was bewegen und auf sich aufmerksam machen. Da macht sich ein englischer Name einfach besser. So einfach ist das.
Als Informatik Student fasse ich mir an den Kopf, wenn von Programmatur der Rede ist und man dabei Software meint, oder ein ACK-Packet als Quittung bezeichnet wird. Sorry, das ist bullshit, soll die deutsche Sprache doch abrippen!
wenn ich mich recht entsinne hat sich die Stadt Nürnberg bisher immer klar gegen Linux entscheiden wenn es um die Ausstattung mit Software ging und eher groß angelegt Werbung für Microsoft gemacht indem es großartige Schul-Projekte etc. Microsoft verkündigt hat
Oder hat schon mal irgend jmd., ausser dieser Aktion hier, irgendetwas OSS-freundliches von der Stadt Nürnberg gehört? Ich bitte um Gegendarstellungen
warum lernt meine Tochter in der Schule Excel statt Tabellenkalkulation? Sind die Lehrer einfach zu blöd oder sind Sie, was noch schlimmer wäre, von Microsoft geschmiert. Warum um alles in der Welt kann man hier nicht Openoffice einsetzen. Ich steht jetzt vor der Wahl Microsoftdreck für teueres Geld zukaufen oder ein Verbrecher zu werden , indem ich eine Raubkopie einsetzte.
Ja daran hab ich auch schon gedacht. Aber ist das nicht ein wessentlich globaleres Problem. Ist das nur in der Schule meiner Tochter so? Wahrscheinlich kennen die Lehrer den Ausdruck Tabellenkalkulation garnicht.
Also mir ist früher nicht an Hand von VW erklärt worden was ein Auto ist.
Ich finde diese Vermicrosoftung auch zum Kotzen. Und gerade bei der Tabellenkalkulation hatte ich bisher immer den Eindruck, dass oocalc durchaus gut mit den Excel-Tabellen klarkommt und umgekehrt.
Die Probleme sind vielfältig. 1) Schulen haben oft kein Geld und sind über entsprechende Spenden froh. Da kommt bei den PCs eben meist Windows mit. 2) Viele Lehrer haben in ihrer Ausbildung selbst keine IT-Schuling erfahren und sind Autodidakten. Nun geh mal in de Buchhandel und suche Einsteigerbücher. Womit beschäftigen die sich mehrheitlich? OpenOffice oder M$-Office, Linux oder Windows 3) Die meisten Familien haben einen PC von der Stange und der bringt Windows und meist auch eine Light-Version von Office mit. 4) Wenn überhaupt haben die meisten Eltern im Büro Erfahrungen mit Microsoftprodukten gesammelt. So sind sie in der Lage ihren Kindern vermeintlich helfen zu können. Da die Psychologie gezeigt hat, das Menschen auch am schlechteren festhalten um sich nicht einzugestehen zu müssen das sie in der Vergangenheit etwas falsch gemacht haben, oder zu träge sind umzulernen (was auch die Lehrer einschliesst) vermute ich, das es einen Sturm der Entrüstung der weniger IT-affinen Eltern gäbe wenn man ihren Kindern nicht den "Industriestandart" beibringt. 5) Wenn man ehrlich ist, ist OpenOffice bezgl. der Bedienbarkeit erst seit 2.0 für die Masse eine ernstzunehmende Alternative zu MS-Office, mit dem doch die meisten ihre Vorerfahrungen haben. Writer ist inzwischen überlegen, Calc weitgehend ebenbürtig, Ein Draw-Analog ist faktisch in MS ncht enthalten. Impress ist immer noch deutlich schwächer als PowerPoint (für mich der wichtigste Grund für die Windows-Partition), Base vs. Access kann ich nicht beurteilen, aber laut Test bei Heise ist hier noch Nachholbedarf.
Das mir für meine Kinder eine Betriebssystem unabhängige oder wenn Linux-lastigere Ausbildung lieber wäre muss ich auf Pro-Linux wohl nicht betonen.
Zum Thema MS Office: - Es fehlt ein vernünftiges Bildbearbeitungsprogramm - Der Texteditor ist für lange Text (> 50 seiten) völlig ungeeignet, taugt lediglich zum Briefe schreiben - Die Datenbank ist für Heimanwender viel zu komplex. Eine gute Datenbank ist z.b Filemaker. Die Schnittstellen zu Profidatenbanken (DB2, Oracle) sind schlecht - Der HTML-Editor hat zwar gute Layoutverwaltung produziert jedoch schlechten HTML-Code - Powerpoint ist vom Prinzip her schlecht. Powerpoint-präsentationen sind ein Synonym für grottenschlecht. Es fehlen funktionen zum automatischen Positionieren von Bild und Graphikelement. z.b. eingefügt Graphiken sollten automatisch zentriert werden (die meistne Anwender wursteln ewig herum die dinger in die Mitte zu ziehen was ihen dann auch noch zumeist misslingt. Schriften sind gemeinhin viel zu klein, das merkt Herr Anwender allerdings nie, weil er seine Folien immer nur aus unmittelbarer Nähe betrachtet (Falls er sie überhaupt mal vor der Präsentation auf dem Projektor ausprobiert) - Visio ist schlecht integriert in die anderen Anwednungen - Outlook bietet zuwenig Schnittstellen zu Profidatenbanken, überhaupt sehr fragwürdig warum man Email und Terminverwaltung zusammen legen muss - Es gibt kein Zeichenprogramm (Vektororientiert) und auch kein Layoutprogramm (wie z.b Pagemaker). Resultat: MS Word wird zum Layout verwendet (mit grausigen Resultaten und irssinnigem Zeitaufwand), Powerpoint wird zum Zeichnen von Vektorgraphiken verwendet. - Der Formeleditor ist völliger Schrott eine Lateximport, -export fehlt völlig. Das "Wysiwig"-Konzept ist hier für Mathematiker sicher nicht interessant.
=> Weder OpenOffice noch MS Word haben ein sonderlich durchdachtes Konzept. Bildbearbeitung und Layout gehören zu den "Lieblings"-funktionen vieler Anwender. Wer z.b gerne Flyer etc macht sollte imho die Finger von Office lassen, imho völlig ungeeignet. Grosse Firmen dürfen sich über die schlechte Anbindung an ihre Grossrechnerdatenbanken ärgern. Die schlechte Usability für Office verursacht vermutlich einen erhablichen wirtschaftlichen Schaden vor allem in klein- und mittelständischen Betrieben. Hier sollte dringend was neues her. Ich möchte nicht wissen wieviel Produktivität verloren geht weil Funktionen in MS Office fehlen oder der Anwender von der Komplexität überfordert ist.
Aber auch unter Linux ist sehr schwer sich mit scribus, gimp, etc ein vernünftiges "office" zusammenzubauen. Zwar gibt es ein gnome-office und z.b. Rabbit kann dia-dateien und xfc-dateien-darstellen leider ist die Integration so vieler verschiedener Programme wohl nichts für den anwendern. Hier mal ein "custom-office": - abiwiord oder kwriter oder oowriter - gnumeric oder kcalc oder oocalc - gnome-db - rabbit oder ooimpress - lyx und latex - passepartout (eingestellt) oder scribus - gimp - kexi (oder das gtkmathview-plugin für abiword) - sunbird oder evolution oder kde-pim - sylpheed, thunderbird (oder evolution)
Wie man leicht erkennt gibt es kaum eine distro die alle diese Programme enthält. Geschweige denn, dass diese Programme sonderlich gut integriert wären. Einfach zu bedienen sind wohl auch nur die wenigsten. Es ist nicht mal möglich die gleich Rechtschreibprüfung hier zu verwenden.
überhaupt sehr fragwürdig warum man Email und Terminverwaltung zusammen legen muss Weil beides auf einem zentralen Server gelagert wird, Termine und Aufgaben an Kollegen verschickt sowie empfangen werden, usw.
Du solltest Outlook keinesfalls aus Heimanwendersicht sehen. Outlook ist in erster Linie ein Client für Microsoft Exchange. Groupwise und Notes/Domino arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Ich kenne niemanden, der Notes privat als E-Mail-Client einsetzt.
>- Der HTML-Editor hat zwar gute Layoutverwaltung produziert jedoch schlechten HTML-Code Das ist noch untertrieben. De hat von "valid HTML" noch nie etwas gehört, ganz zu schweigen von XHTML.
>- Der Formeleditor ist völliger Schrott eine Lateximport, -export fehlt völlig. Das "Wysiwig"-Konzept ist hier für Mathematiker sicher nicht interessant. WYSIWYG ist in Formeln für niemanden interessant, und das als Konzept für ein Programm...
Stimmt, leider. Besonders kommt mir die Galle hoch, wenn ich an diese "Schulserver"-Aktion denke...
Damals hatte die Stadt Fürth die damals noch eigenständige Firma S.u.S.E. beauftragt einen Schulserver für ihre Schulen zu entwickeln. Das "Ding" lief gut an - nicht nur die beteiligten Schulen sondern sogar die Telekom waren begeistert. Was passierte? Das tolle S.u.S.E. Marketing fand den Markt zu klein und uninteressant und das Ding wurde stillschweigend eingestampft. Zum Glück hat der Entwickler nicht mit der Entwicklung aufgehört und sich damit selbstständig gemacht => Extis. Ich denke, der wäre sicher ein geeigneter Kandidat für diesen Campus - ich würde es ihm jedenfalls wünschen.
Moechtest Du hier einfach nur Schwachsinn verbreiten? Oder bist Du tatsaechlich einfach nicht in der Lage, Dich selbst zu informieren? Open-Xchange gehoert *nicht* zu SUSE und gehoerte es auch nie.
Sie gehören nicht zu SUSE, man könnte aber sagen, dass sie im weitesten Sinne eine Art "SpinOff" sind - mehr als die Hälfte der OX-Mannschaft besteht aus alten SUSE-Leuten.
man ist in, wenn man im Hype schon beim Listening relaxt und beim Cruizen chilled.
Ich danke für ihre Aufmerksamkeit
"Rumsfeld isn't a mensch - Amerikas Schwäche für Deutsch"
Die Welt wird eben zunehmend internationaler.
Da der Laden dort aber wohl auch international etwas Strahlkraft haben soll und Englisch im IT-Bereich einfach meist professioneller klingt, finde ich das völlig ok.
klingt nicht professioneller, sondern die Sprache verwenden die hiesigen Wissenschaftler. Und alles was ein Wissenschaftler von sich gibt ist intellektuell korrekt. Würden sie sich mühe machen und passendere, wenn nicht treffendere, deutsche Übersetzungen anbieten und auch benutzen, würde die ganze Sache schon anders aussehen.
> passendere, wenn nicht treffendere,
> deutsche Übersetzungen anbieten und auch
> benutzen, würde die ganze Sache schon
> anders aussehen.
Wo benutzen? In den Übersetzungen meist englischer Lehrbücher? Wissenschaftliche Artikel sind eh auf englisch, da hilft eine Übersetzung wenig. Und wenn man ständig englische Artikel schreibt und liest, verwendet man sie eben auch sonst, das ist ganz natürlich.
Die Wahrheit ist, dass viele Wissenschaftler nicht einmal ihre Sprache beherrschen und der Meinung sind, wenn sie auf Englisch radebrechen, könne man damit erfolgreich sein auf internationaler Bühne.
Normalerweise erkennt man Marketing-Deppen und Gottschalkgeneration an den zwanghaften Anglismen. Linux Business tralalablabla gehört auch dazu.
In einen Fachbuch war mal die Rede von "Bildlaufleiste".
Mann, hat das lange gedauert bis ich merkte, daß damit "Scrollbar" gemeint war...
Außer in Bayern, natürlich.
N24 ist eh TV-schmock auf Probe, das kann man als Nachrichtenmagazin nicht ertragen, dann schon lieber comedy auf NTV, Volksmusik im NDR oder Bildungsfernsehen auf RTILII.
Ein spaßiger Artikel und am lustigsten fand ich:
"...Deli" an der Ecke, abgeleitet von dem deutschen Wort Delikatessen."?
Aus dem Duden:
Pa|ket, das; -[e]s, -e [frz. paquet, zu älter: pacque= Bündel, Ballen, Packen < niederl. pac, 1Pack; 4: nach gleichbed. engl. package, zu: to pack = (ab-, ein-, ver)packen]:
Viel Spass noch ihr Rechtschreibkünstler....
wenn es um die Ausstattung mit Software ging
und eher groß angelegt Werbung für Microsoft gemacht indem es großartige Schul-Projekte etc. Microsoft verkündigt hat
Oder hat schon mal irgend jmd., ausser dieser Aktion hier, irgendetwas OSS-freundliches von der Stadt Nürnberg gehört?
Ich bitte um Gegendarstellungen
Sind die Lehrer einfach zu blöd oder sind Sie, was noch schlimmer wäre, von Microsoft
geschmiert.
Warum um alles in der Welt kann man hier nicht Openoffice einsetzen.
Ich steht jetzt vor der Wahl Microsoftdreck für teueres Geld zukaufen oder ein
Verbrecher zu werden , indem ich eine Raubkopie einsetzte.
Aber ist das nicht ein wessentlich globaleres Problem.
Ist das nur in der Schule meiner Tochter so?
Wahrscheinlich kennen die Lehrer den Ausdruck Tabellenkalkulation garnicht.
Also mir ist früher nicht an Hand von VW erklärt worden was ein
Auto ist.
1) Schulen haben oft kein Geld und sind über entsprechende Spenden froh. Da kommt bei den PCs eben meist Windows mit.
2) Viele Lehrer haben in ihrer Ausbildung selbst keine IT-Schuling erfahren und sind Autodidakten. Nun geh mal in de Buchhandel und suche Einsteigerbücher. Womit beschäftigen die sich mehrheitlich? OpenOffice oder M$-Office, Linux oder Windows
3) Die meisten Familien haben einen PC von der Stange und der bringt Windows und meist auch eine Light-Version von Office mit.
4) Wenn überhaupt haben die meisten Eltern im Büro Erfahrungen mit Microsoftprodukten gesammelt. So sind sie in der Lage ihren Kindern vermeintlich helfen zu können. Da die Psychologie gezeigt hat, das Menschen auch am schlechteren festhalten um sich nicht einzugestehen zu müssen das sie in der Vergangenheit etwas falsch gemacht haben, oder zu träge sind umzulernen (was auch die Lehrer einschliesst) vermute ich, das es einen Sturm der Entrüstung der weniger IT-affinen Eltern gäbe wenn man ihren Kindern nicht den "Industriestandart" beibringt.
5) Wenn man ehrlich ist, ist OpenOffice bezgl. der Bedienbarkeit erst seit 2.0 für die Masse eine ernstzunehmende Alternative zu MS-Office, mit dem doch die meisten ihre Vorerfahrungen haben. Writer ist inzwischen überlegen, Calc weitgehend ebenbürtig, Ein Draw-Analog ist faktisch in MS ncht enthalten. Impress ist immer noch deutlich schwächer als PowerPoint (für mich der wichtigste Grund für die Windows-Partition), Base vs. Access kann ich nicht beurteilen, aber laut Test bei Heise ist hier noch Nachholbedarf.
Das mir für meine Kinder eine Betriebssystem unabhängige oder wenn Linux-lastigere Ausbildung lieber wäre muss ich auf Pro-Linux wohl nicht betonen.
Was machst Du denn für ausgefallene Sachen mit PowerPoint, die mit Impress nicht gehen würden?
Ansonsten schöne Zusammenfassung des Dilemmas!
- Es fehlt ein vernünftiges Bildbearbeitungsprogramm
- Der Texteditor ist für lange Text (> 50 seiten) völlig ungeeignet, taugt lediglich zum Briefe schreiben
- Die Datenbank ist für Heimanwender viel zu komplex. Eine gute Datenbank ist z.b Filemaker. Die Schnittstellen zu Profidatenbanken (DB2, Oracle) sind schlecht
- Der HTML-Editor hat zwar gute Layoutverwaltung produziert jedoch schlechten HTML-Code
- Powerpoint ist vom Prinzip her schlecht. Powerpoint-präsentationen sind ein Synonym für grottenschlecht. Es fehlen funktionen zum automatischen Positionieren von Bild und Graphikelement. z.b. eingefügt Graphiken sollten automatisch zentriert werden (die meistne Anwender wursteln ewig herum die dinger in die Mitte zu ziehen was ihen dann auch noch zumeist misslingt. Schriften sind gemeinhin viel zu klein, das merkt Herr Anwender allerdings nie, weil er seine Folien immer nur aus unmittelbarer Nähe betrachtet (Falls er sie überhaupt mal vor der Präsentation auf dem Projektor ausprobiert)
- Visio ist schlecht integriert in die anderen Anwednungen
- Outlook bietet zuwenig Schnittstellen zu Profidatenbanken, überhaupt sehr fragwürdig warum man Email und Terminverwaltung zusammen legen muss
- Es gibt kein Zeichenprogramm (Vektororientiert) und auch kein Layoutprogramm (wie z.b Pagemaker). Resultat: MS Word wird zum Layout verwendet (mit grausigen Resultaten und irssinnigem Zeitaufwand), Powerpoint wird zum Zeichnen von Vektorgraphiken verwendet.
- Der Formeleditor ist völliger Schrott eine Lateximport, -export fehlt völlig. Das "Wysiwig"-Konzept ist hier für Mathematiker sicher nicht interessant.
=> Weder OpenOffice noch MS Word haben ein sonderlich durchdachtes Konzept. Bildbearbeitung und Layout gehören zu den "Lieblings"-funktionen vieler Anwender. Wer z.b gerne Flyer etc macht sollte imho die Finger von Office lassen, imho völlig ungeeignet. Grosse Firmen dürfen sich über die schlechte Anbindung an ihre Grossrechnerdatenbanken ärgern. Die schlechte Usability für Office verursacht vermutlich einen erhablichen wirtschaftlichen Schaden vor allem in klein- und mittelständischen Betrieben. Hier sollte dringend was neues her. Ich möchte nicht wissen wieviel Produktivität verloren geht weil Funktionen in MS Office fehlen oder der Anwender von der Komplexität überfordert ist.
Aber auch unter Linux ist sehr schwer sich mit scribus, gimp, etc ein vernünftiges "office" zusammenzubauen. Zwar gibt es ein gnome-office und z.b. Rabbit kann dia-dateien und xfc-dateien-darstellen leider ist die Integration so vieler verschiedener Programme wohl nichts für den anwendern. Hier mal ein "custom-office":
- abiwiord oder kwriter oder oowriter
- gnumeric oder kcalc oder oocalc
- gnome-db
- rabbit oder ooimpress
- lyx und latex
- passepartout (eingestellt) oder scribus
- gimp
- kexi (oder das gtkmathview-plugin für abiword)
- sunbird oder evolution oder kde-pim
- sylpheed, thunderbird (oder evolution)
Wie man leicht erkennt gibt es kaum eine distro die alle diese Programme enthält. Geschweige denn, dass diese Programme sonderlich gut integriert wären. Einfach zu bedienen sind wohl auch nur die wenigsten. Es ist nicht mal möglich die gleich Rechtschreibprüfung hier zu verwenden.
Weil beides auf einem zentralen Server gelagert wird, Termine und Aufgaben an Kollegen verschickt sowie empfangen werden, usw.
Du solltest Outlook keinesfalls aus Heimanwendersicht sehen. Outlook ist in erster Linie ein Client für Microsoft Exchange. Groupwise und Notes/Domino arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Ich kenne niemanden, der Notes privat als E-Mail-Client einsetzt.
Das ist noch untertrieben.
De hat von "valid HTML" noch nie etwas gehört, ganz zu schweigen von XHTML.
>- Der Formeleditor ist völliger Schrott eine Lateximport, -export fehlt völlig. Das "Wysiwig"-Konzept ist hier für Mathematiker sicher nicht interessant.
WYSIWYG ist in Formeln für niemanden interessant, und das als Konzept für ein Programm...
Beispiel gefällig ?
Damals hatte die Stadt Fürth die damals noch eigenständige Firma S.u.S.E. beauftragt einen Schulserver für ihre Schulen zu entwickeln. Das "Ding" lief gut an - nicht nur die beteiligten Schulen sondern sogar die Telekom waren begeistert. Was passierte? Das tolle S.u.S.E. Marketing fand den Markt zu klein und uninteressant und das Ding wurde stillschweigend eingestampft. Zum Glück hat der Entwickler nicht mit der Entwicklung aufgehört und sich damit selbstständig gemacht => Extis. Ich denke, der wäre sicher ein geeigneter Kandidat für diesen Campus - ich würde es ihm jedenfalls wünschen.
http://www2.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_05272.html