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Mi, 17. Mai 2006, 10:45

Gesellschaft::Politik/Recht

Sun will komplett offene SOA-Plattform liefern

Sun hat auf der JavaOne-Konferenz Pläne vorgestellt, eine vollständig offene Service Oriented Architecture (SOA)-Plattform zu liefern.

Grundlage dieser Plattform sind freie Versionen der Entwicklungs-Tools, der Middleware und der Plattform-Technologien, die alle in Java implementiert sind. Konkret betrifft dies die Produkte Java Studio Creator, Java System Portal Server, die Business Process Execution Language (BPEL) Engine der Java Composite Application Platform Suite (Java CAPS), das NetBeans Enterprise Pack und die Web Services Interoperability Technology (WSIT). Letzten Endes will Sun seinen kompletten Middleware-Software-Stack unter freie Lizenzen stellen.

Die genannten Komponenten werden nach und nach in Java System Portal Server 7 einfließen und im Rahmen des OpenJava Portal-Projekts Anwendern und Entwicklern zur Verfügung gestellt. Die BPEL-Engine wird man bei der OpenJava ESB Community finden. Im Laufe dieses Jahres soll Java Studio Creator unter eine freie Lizenz gestellt werden, ein Programm zur schnellen Entwicklung von Web-Anwendungen. Bereits verfügbar ist das NetBeans Enterprise Pack.

Zugleich hat Sun auch die Verfügbarkeit der Java Enterprise Edition 5 (Java EE 5) angekündigt. Dazu passt die Freigabe von OpenJava MQ und der Web Services Interoperability Technology WSIT.

Wie bereits gestern vermutet, hat Sun zudem eine Lockerung der Java-Lizenz und Partnerschaften mit Linux-Distributoren angekündigt.

Die Java Standard Edition (Java SE 5) kann nun von Linux- und OpenSolaris-Distributoren unter der »Operating System Distributor's License for Java« mitgeliefert werden. Die Lizenz, die Sun nach Verhandlungen mit den Distributoren entwickelt hat, erlaubt, Binärpakete von Java Development Kit (JDK) und Java Runtime Environment (JRE) im Distributions-eigenen Format (z.B. RPM) zu liefern. Ubuntu, Gentoo, Debian, NexentaOS, Schillix und BeleniX sollen bereits planen, das JDK mitzuliefern. Das Blackdown-Projekt, das eine unabhängige Portierung von JDK und JRE auf Linux vornahm, will den Code zur Erstellung von Debian-Paketen beisteuern. Die zentrale Anlaufstelle für die Distributoren soll das JDK Distros Project werden.

Sun hat im Laufe der Jahre zahlreiche bedeutende Beiträge zu freier Software geliefert. Wahrscheinlich ist Sun das Unternehmen mit dem größten Beitrag überhaupt, sowohl was den Umfang als auch die Bedeutung der Projekte angeht. Angefangen mit dem Network File System (NFS) folgten OpenOffice.org, NetBeans, OpenSolaris und einiges mehr und auf der Hardware-Seite die Spezifikationen für den UltraSPARC T1.

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