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Mi, 17. Mai 2006, 20:12

Hardware

Jon »Maddog« Hall kritisiert »Hundert-Dollar-Laptop«

Jon »Maddog« Hall, der Direktor von Linux International, hat in Südafrika den »Hundert-Dollar-Laptop« kritisiert.

Der 100-Dollar-Laptop des MIT

media.mit.edu

Der 100-Dollar-Laptop des MIT

Hall, der die Eröffnungs-Keynote der LinuxWorld Johannesburg hielt, glaubt, das das Projekt »Hundert-Dollar-Laptop« für Länder wie Südafrika nicht besonders gut geeignet sei. Es sei gut gemeint und generell auch nicht schlecht, aber für einige Länder sei eine bessere Option, ausrangierte Computer wieder herzurichten und sie mit freier Software auszustatten. Aufgrund dieser Annahme entwirft er eine Alternative zum »Hundert-Dollar-Laptop«.

Der Hundert-Dollar-Laptop, auch unter dem Codenamen »One Laptop Per Child« (OLPC) bekannt, wurde vom US-amerikanischen MIT konzipiert. Unternehmen wie AMD, Google und Red Hat unterstützen das Projekt, das durch einfache Hardware, große Stückzahlen und freie Software die Kosten gering halten will.

Ein Problem, das Jon Hall mit diesem Ansatz sieht, ist, dass damit Devisen in die USA fließen. Seiner Ansicht nach wäre es besser, wenn das Geld im jeweiligen Land bleiben würde. Der Weg, dies zu erreichen, führt über große Unternehmen und Organisationen. Wenn diese ihre Rechner ersetzen, sollten sie die alten nicht verschrotten, sondern Leute in Südafrika einstellen, die die Rechner instandsetzen und für 100 US-Dollar verkaufen. Dies würde »eine riesige Zahl« von Arbeitsplätzen schaffen und die Devisen nicht angreifen.

Im letzten Jahr wurden in Südafrika nach Halls Angaben 3 Mrd. Rand für Software ausgegeben, die aus dem Ausland kam. Diese wären besser in Südafrika geblieben, um Arbeitsplätze zu schaffen, meint Hall. Das Geld generiere außerdem zusätzliche Jobs, wodurch die Nachfrage nach Software steige und weitere Jobs entstehen würden, spinnt Hall den Gedanken weiter.

Für ihn ist außerdem Open-Source-Software die richtige Lösung. Um dies zu verdeutlichen, stellte er den Zuhörern die Frage, wer bereits wegen der eingesetzten Software seine Geschäftsprozesse ändern mußte. Als fast alle Anwesenden ihre Hand hoben, stellte er fest, dass offenbar die Software festlege, wie man sein Unternehmen führen müsse. Theoretisch könnten die Hersteller proprietärer Software zwar auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren, doch tun sie das nur, wenn es sich für sie lohnt. Mit freier Software dagegen können Programmierer aus der Umgebung der Unternehmen Anpassungen an der Software vornehmen.

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