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Di, 23. Mai 2006, 08:17

Software::Distributionen

Syllable 0.6.1 veröffentlicht

Syllable, ein alternatives freies Betriebssystem, kann in Version 0.6.1 Samba 3 und CUPS ausführen.

Der Desktop von Syllable

BurningShadow

Der Desktop von Syllable

Der Kernel von Syllable wurde mit einer besseren Verwaltung der PCI-Ressourcen ausgestattet und verfügt nun über die Grundlagen für ACPI-Unterstützung. Eine Event-Schnittstelle für Anwendungen wurde geschaffen und eine ganze Reihe von Treibern aktualisiert. Der GNU-Debugger GDB wurde unter dem System lauffähig gemacht. Durch die Korrektur der ATA-Treiber soll Syllable jetzt auf den meisten Rechnern bootfähig sein. Korrekturen und Aktualisierungen wurden auch am eigenen Dateisystem AFS, am Appserver und Libsyllable vorgenommen. ABrowse, ein Webbrowser, und Whisper, ein grafischer Mail-Client, liegen in neuen Versionen vor. Eine ausführlichere Liste der Änderungen seit Version 0.6.0 ist verfügbar.

Der Ankündigung zufolge sind Samba 3 und CUPS nun unter Syllable lauffähig. Zusammen mit Gutenprint unterstützt das System die meisten modernen Drucker. Die Arbeit am Drucksystem steckt aber in den Anfängen und wird noch viele Verbesserungen erfahren.

Die Entwickler haben sich entschieden, REBOL zur System-Skriptsprache zu erheben. Dafür kommt die freie Implementierung Orca zum Einsatz.

Im Gegensatz zu vielen anderen Unix-Derivaten stellt Syllable keinen weiteren Unix-Clone, sondern ein von Grund auf neu entwickeltes Desktop-Betriebssystem dar, das sein eigenes Multithread-GUI-System mitbringt. Durch den Verzicht auf Unix-spezifische Komponenten wie den X-Server erhofft sich das Programmiererteam eine bessere Konsistenz zwischen den Applikationen. Drag und Drop, die Zwischenablage und andere Formen der Kommunikation auf hoher Ebene werden vom Betriebssystem definiert. Der Kernel unterstützt SMP, hat einen eingebauten TCP/IP-Stack und kann mit ladbaren Gerätetreibern und Dateisystemen umgehen. Viele der vorhandenen Gerätetreiber wurden von Linux auf das Syllable-eigene API portiert.

Syllable ist zu einem großen Teil zum POSIX-Standard kompatibel. Damit ist es möglich, viele Unix-Kommandozeilen-Tools laufen zu lassen. Unter Syllable treffen Linux-Anwender viele alte Bekannte von der GNU glibc bis zu Apache. Die Portierung von X11-Anwendungen scheint jedoch nicht möglich zu sein.

Syllable ging aus AtheOS hervor, das von seinem Autor Kurt Skauen Ende 2002 eingestellt wurde. Nur wenig später übernahm Kristian Van Der Vliet die Weiterentwicklung des Systems unter dem Namen Syllable.

Syllable 0.6.1 steht auf Sourceforge zum Download bereit. Zum gefahrlosen Testen des Systems sind eine Live-CD und ein VMWare-Image verfügbar.

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