Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Di, 20. Juni 2006, 20:37

Software::Distributionen::Solaris

Sun feiert ein Jahr OpenSolaris

Sun feiert dieser Tage das einjährige Jubiläum seit der Öffnung von Solaris und stellt ein stabiles Release von ZFS vor.

Sun

Mehr als 600 neue Funktionen hat Sun in Version 10 von Solaris implementiert und die Freigabe des Betriebssystems zu einem Spektakel gemacht. Das Interesse war groß - innerhalb der ersten zwei Monate, seit die neue Version von Suns Unix-Betriebssystem verfügbar war, hatte Sun eine Million Lizenzen vergeben. Nach Angaben des Unternehmens verzeichnete man auf den Webservern ungefähr einen Download von Solaris 10 pro Sekunde. Von vielen eher als ein Marketinggag belächelt, stellte Sun im Juni des vergangenen Jahres den Quellcode des Betriebssystems allen Interessenten zur Verfügung. Die Resonanz schien das Unternehmen selbst zu überraschen.

Ein Jahr nach der Freigabe resümiert das Unternehmen. Nach Angaben von Sun umfasst die OpenSolaris-Community mittlerweile über 14.000 Mitglieder. Sechzehn Monate nach der Freigabe konstatiert Sun mit Solaris 10 mehr als fünf Millionen registrierte Lizenzen und preist die Verbreitung des Unix-Systems. Laut Aussagen von Rich Green, Vice-Präsident der Software-Sparte bei Sun Microsystems, nutzen über 85 Prozent der im amerikanischen Fortune 500-Index gelisteten Unternehmen Solaris 10 im produktiven Einsatz. Auch die Zahl der Nutzergruppen des Betriebssystems ist gestiegen.

Zeitgleich kündigte der Hersteller die Verfügbarkeit einer neuen Version von Solaris 10 an. Mit Solaris 10 6/06 liefert Sun vor allem ein fehlerbereinigtes Update des Systems, das allerdings auch Neuerungen enthält. Zu den wichtigsten Neuheiten von Solaris 10 6/06 gehört die stabile Version 1.0 des Zettabyte File Systems (»ZFS«), das als das »ultimative Dateisystem« vorgestellt wurde.

Zettabyte File System (ZFS) bricht in der Tat mit vielen Paradigmen der Unix-Welt und bietet ein komplett neues Konzept der Bedienung. Im Gegensatz zu konventionellen Storage-Lösungen arbeitet das Dateisystem nicht auf der Ebene des Volume-Managements, sondern auf einer neuen, abstrakten Umgebung namens »Storage Pools«, die vergleichbar mit LVM ist. Im Rahmen des diesjährigen »Summer of Code« wird ZFS auf Linux portiert. Dabei wollen die Entwickler auf das »File System in Userspace« (FUSE) setzen.

Zu den weiteren Neuerungen von Solaris 10 6/06 gehört darüber hinaus ein verbessertes »Predictive Self Healing«, das eine automatische Diagnose und Isolierung von Fehlern in Soft- und Hardware auch in x86- und x64-Servern mit Opteron-CPUs ermöglicht. Ferner haben die Entwickler die Netzwerkfunktionalität des Betriebssystems verbessert.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung