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Mi, 21. Juni 2006, 14:18

Hardware

Linux-Plattform für Mobiltelefone »A la Mobile«

Das neu gegründete Unternehmen aus dem Silicon Valley »A la Mobile« will eine eigene mobile Linux-Plattform auf den Markt bringen.

In einigen Ländern boomt das Geschäft mit Linux-basierten Handys und Smartphones bereits. Die Industrie wünscht sich nach Ansicht von Analysten ein offenes und nicht proprietäres Betriebssystem für Handys und hat es in Linux weitgehend gefunden. Jedoch gibt es eine ganze Reihe von Anbietern für Linux-Plattformen, zu denen sich jetzt auch noch die Firma »A la Mobile« gesellt. Deren »Convergent Linux Platform« (CLP) enthält jedoch auch proprietäre Technologien. Insbesondere gibt es eine Softwareschicht zwischen Hardware und Betriebssystem, die Hardware Mobility Engine (HME), für die »A la Mobile« nach eigenen Worten zwei Patente beantragt hat. HME stellt eine Art Abstraktionsschicht für die Hardware der Handys dar, die ein einheitliches API anbietet. Dieses API wird nicht von Anwendungen, sondern vom Betriebssystem genutzt, so dass dasselbe binäre Image auf verschiedenen Handys ohne Modifikationen laufen kann. Anfänglich werden nur Chipsätze mit ARM-Prozessor unterstützt.

Die Realisierung des HME wird voraussichtlich durch Kernel-Module erfolgen, die somit einen Ersatz für die üblichen Gerätetreiber darstellen. Die Module werden unter einer proprietären Lizenz stehen, was statisches Linken mit dem Kernel verbietet. Das API soll jedoch offen sein. Die Gründerin von »A la Mobile«, Pauline Lo Alker, zieht auch eine spätere Öffnung der HME-Module in Betracht.

Eine weitere Technologie in der Convergent Linux Platform (CLP) ist die »Network Mobility Engine« (NME), die den nahtlosen Übergang von Mobilfunk- zu WLAN-Netzen ermöglichen soll. Weitere Komponenten von CLP sind GSM/GPRS-Unterstützung von HelloSoft, FOTA (firmware over the air) von Red Bend, Qtopia von Trolltech, Browser, Messenger und Multimedia-Framework von Obigo sowie Flash und Java ME.

»A la Mobile« will die verschiedenen Linux-Standardinitiativen für Smartphones unterstützen, darunter LiPS (Linux Phone Standards Forum), Consumer Electronis Linux Forum, Mobile Linux Initiative und die noch unbenannte Entwicklungsplattform für mobiles Linux. Die erste Version von CLP soll im September verfügbar sein und eine Lizenzgebühr von ca. 5 US-Dollar pro Gerät erfordern.

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