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Do, 22. Juni 2006, 11:01

Gesellschaft::Politik/Recht

NoMachine NX 2.0 doch nicht vollständig unter der GPL

In einer E-Mail an registrierte Kunden kündigt NoMachine das in Kürze erscheinende Release der Terminalserver-Umgebung NX 2.0 für Linux und Solaris an - entgegen früherer Aussagen soll die Software nun allerdings doch nicht vollständig unter die GPL gestellt werden.

NoMachine hat mit NX eine Software im Programm, die das, vor allem unter UNIX verwendete, X11-Protokoll für grafische Oberflächen effizient komprimieren kann und so den Remote-Zugriff auch über schmalbandige Leitungen ermöglicht. Es existieren kostenpflichtige Server-Versionen für Linux und Solaris, der NX-Client ist dagegen kostenfrei erhältlich und versteht sich neben NX auch auf RDP und VNC. Daneben lizenziert NoMachine die Kernbibliotheken unter der GPL und liefert damit die Basis für FreeNX, eine GPL-Variante der kommerziellen Software.

Von der angekündigten Lizenzänderung wären lediglich die restlichen Bestandteile der Terminal-Server-Umgebung betroffen gewesen, darunter die Server-Software und der NX-Client. Eine kleine Änderung soll es nun aber doch geben: Der Desktop-Server für maximal zwei Remote-Nutzer bedarf keiner Lizenz mehr. Ob dies für die von NoMachine ursprünglich angepeilte Aufnahme von NX in aktuelle Linux-Distributionen ausreicht, ist allerdings fraglich - der Desktop-Server hat gegenüber FreeNX kaum Vorteile und kommt mit einer restriktiveren Lizenz daher. Viele Distributoren liefern höchstens den NX-Client mit, selbst FreeNX muss in den meisten Fällen manuell nachinstalliert werden.

Die Gründe für den Rückzieher will NoMachine laut E-Mail in Kürze näher erläutern. Der News-Bereich auf der Firmen-Webseite wurde seit Januar nicht mehr aktualisiert, dort finden sich weder die ursprüngliche Ankündigung noch der Widerruf.

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