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Do, 29. Juni 2006, 20:12

Portland-Projekt veröffentlicht erste Betaversion

Mit einer Betaversion will das Portland-Projekt, das eine Vereinheitlichung der Desktop-Umgebungen unter Linux anstrebt, auf die offizielle Freigabe im Laufe des Sommers hinarbeiten.

Portland besteht aus Programmierschnittstellen, die von grafischen Programmen, gleichgültig ob frei oder proprietär genutzt werden können, um häufig benötigte Funktionen zu realisieren. Diese Funktionen werden von den verbreitetsten Desktop-Umgebungen, besonders GNOME und KDE, zwar bereitgestellt. Um sie zu nutzen, müsste ein Programm jedoch die APIs des jeweiligen Desktop-Systems nutzen. Viele Hersteller und Entwickler wollen ihre Software jedoch desktop-unabhängig realisieren. Dies soll Portland ermöglichen.

Die jetzt vorgestellte Betaversion der xdg-tools soll zur baldigen Integration der Software in Distributionen führen. In etwa sechs Wochen sollen die xdg-tools in Version 1.0 vorliegen, davor soll noch eine zweite Betaversion folgen. Mit den Betaversionen erhofft man sich Feedback von den Softwareproduzenten über die Eignung der Tools. Soweit anwendbar, bauen die Tools auf bereits etablierte Standards der Free Desktop Group auf.

Die Betaversion der xdg-tools enthält vier Programme zur Installation und vier zur Verwendung zur Laufzeit, die allesamt für den Aufruf in Skripten oder im Hintergrund gedacht sind. Die Programme zur Installation können Menü-Einträge installieren (xdg-desktop-menu), Icons auf dem Desktop ablegen (xdg-desktop-icon), Beschreibungen von Dateitypen installieren (xdg-mime) und Icon-Ressourcen installieren (xdg-icon-resource). Die anderen vier Programme dienen zum Öffnen einer Datei oder einem URL in der bevorzugten Anwendung des Benutzers (xdg-open), zum Senden von Email mit dem bevorzugten Email-Programm (xdg-email), Steuerung des Screensavers (xdg-screensaver) und zum Ausführen eines Programmes als Root nach Eingabe des Passwortes (xdg-su).

Neben den Kommandozeilen-Tools, die nicht für jede Anwendung das Optimum darstellen, will das Projekt auch eine Bibliothek mit äquivalenter Funktionalität erstellen, die zu den Anwendungen hinzugelinkt werden kann. Diese liegt zur Zeit als Technology Preview vor.

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