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Di, 4. Juli 2006, 08:38

Software::Systemverwaltung

AVM gibt Änderung bei der Linux-Treiberintegration bekannt

Treiber für bestimmte AVM-Hardware wird künftig zwar nicht mehr direkt in der SUSE-Distribution integriert sein, doch wird weiterhin die ganze AVM-Hardware mit Linux-Treibern unterstützt.

Nicht jeden Treiber will der Berliner Hersteller AVM jedoch selbst weiterentwickeln. Die momentan verfügbare Treibersoftware für die internen AVM DSL/ISDN-Controller ermöglicht die volle Nutzung von ADSL 1.0 (bis max. 6 Mbit/s netto Downstream). Neuere, bereits von vielen Providern netzseitig angebotene Standards wie ADSL 2/2+ und VDSL werden von der Controllerhardware nicht unterstützt. Daher wird die Weiterentwicklung der Treibersoftware auf den momentanen Stand eingefroren. Die Treiber für diese Produkte sollen nach wie vor auf dem AVM-Server verfügbar sein, werden jedoch nicht mehr von AVM weiterentwickelt.

Die ISDN-Karten der Fritz! Classic-Reihe werden durch Open-Source-Treiber unterstützt, die im Linux-Kernel integriert sind und vom mISDN-Projekt gepflegt werden. Ebenfalls frei sind die Treiber für aktive ISDN-Controller (AVM B1 PCI/C2/C4), die weiterhin von AVM unterstützt werden. Für die Bluetooth-Hardware BlueFRITZ!USB gibt es freie Treiber vom BlueZ-Projekt.

Zusätzlich entwickelt AVM eigene Treiber, die auf der AVM-Homepage zu finden sind. Für alle Geräte, für die sich kein freier Treiber finden lässt, sollte auf der AVM-Seite ein Linux-Treiber, möglicherweise proprietär, verfügbar sein, der sich in alle Linux-Kernel integrieren lässt. Die Treiber sollen auch weiterentwickelt werden.

Die früher besonders gute Integration der AVM-Treiber in SUSE Linux entfällt künftig. Dies ist eine Konsequenz der Ankündigung von SUSE, auf proprietäre Treiber komplett verzichten zu wollen. Diese Änderung trat mit SUSE 10.1 in Kraft und wurde kontrovers aufgenommen. Während einige die Entscheidung aufgrund der wegfallenden bequemen Einrichtung der Treiber kritisierten, wurde sie von allen begrüßt, die in proprietären Treibern mehr Schaden als Nutzen sehen. Alle Benutzer von SUSE Linux 10.1 finden die ganze Palette der AVM-Treiber als einfach zu installierende RPM-Pakete auf einer privaten Webseite.

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