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Fr, 14. Juli 2006, 08:57

Gesellschaft::Politik/Recht

Änderungen in LGPL geplant

Die nächste Version der Lesser General Public License (LGPL) soll auf der GPL aufbauen.

Eben Moglen und Richard Stallman, die Haupt-Autoren der nächsten Version der GPL (GPLv3), wollen die LGPL zu einer Art GPL mit zusätzlichen Rechten machen. Bisher war die LGPL eine separate Lizenz, aber die Autoren sind der Ansicht, dass die LGPL viele der Klauseln der GPL wiederholt und dass man sich diese sparen könne, wenn man die LGPL auf die GPL aufbauen lässt.

Laut Stallman könnte ein Lizenznehmer entscheiden, ob er Modifikationen der Software, die unter LGPL steht, wiederum unter der LGPL verteilt, oder die zusätzlichen Rechte wegnimmt und das Resultat unter der reinen GPL weiter verbreitet.

Laut Eben Moglen soll es in einigen Wochen einen ersten Entwurf der neuen LGPL geben. Seiner Ansicht nach werde am Geist der bisherigen LGPL nichts geändert. Die LGPL werde zu einer Art Demonstration, wie man die GPLv3 und ihren Paragraph 7, der zusätzliche Rechte gestattet, anwendet. Damit werde die Lizenz-Landschaft drastisch vereinfacht. Ob man die gleiche Vereinfachung durch Integration der Free Documentation License (FDL) erreichen könne, sei noch offen. Es sei jedenfalls schwierig, die FDL als Menge von zusätzlichen Rechten zur GPL zu formulieren.

Ferner ist bald mit einer zweiten Version des Entwurfs der GPLv3 zu rechnen. Laut Moglen gab es wertvolle Anregungen zum ersten Entwurf. So soll z.B. die Tatsache berücksichtigt werden, dass bei einer Filesharing-Aktivität jeder Benutzer zum Distributor wird, auch wenn er sich dessen nicht bewusst wird. Solche »Distributoren« sollen nicht die üblichen Pflichten von Distributoren GPL-lizenzierter Software haben.

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