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Mi, 19. Juli 2006, 08:52

Gesellschaft::Politik/Recht

Free Standards Group vereinigt Druck-Projekte

Die OpenPrinting-Arbeitsgruppe der Free Standards Group und Linuxprinting.org wollen ihre Erfahrungen in die Linux Standard Base einbringen.

Wie die Free Standards Group (FSG) bekannt gab, wird der Zusammenschluss der OpenPrinting-Arbeitsgruppe und Linuxprinting.org zu einer standardisierten und damit einfacher zu verwendenden Druck-Funktionalität resultieren. Die FSG wird damit auch zur zentralen Anlaufstelle für das Drucken unter Linux, nachdem sie bereits Desktop, Server, Interoperabilität zwischen Anwendungen und Unterstützung von Entwicklern unter ihre Fittiche genommen hat.

Linuxprinting.org wird zur Zeit von den meisten großen Druckerherstellern unterstützt, die dort ihre Druckertreiber einbringen. Die Drucker-Einrichtung von Linuxprinting.org wird in den wichtigsten Linux-Distributionen, darunter Red Hat, Novell, Ubuntu, Debian und Mandriva verwendet. Mehr als 2000 Druckermodelle werden mit Hilfe von über 250 Treibern unterstützt. Die FSG hat nun Till Kamppeter, den derzeitigen Betreuer von Linuxprinting.org, angestellt und ihm die Leitung des Projektes übertragen.

Vertreter der großen Druckerhersteller begrüßten diesen Schritt einhellig. Sie erwarten, dass mit der Integration des Druck-APIs in die Linux Standard Base (LSB) alle Anwendungen unabhängig von Distribution und Desktop funktionieren.

Mehrere Jahre lang war Linuxprinting.org die beste Anlaufstelle für alle Druck-Themen in Linux- und Unix-Systemen und der de-facto-Standard für die Integration von Linux-Treibern. Parallel dazu hat die OpenPrinting-Arbeitsgruppe der FSG APIs für das Drucken entworfen. Das Resultat der Vereinigung beider Organisationen soll sich in der LSB in Form von Standard-APIs und -bibliotheken zum Drucken niederschlagen. Die Hard- und Software-Hersteller können mit Support und Beratung rechnen. Veraltete Treiber sollen integriert werden. Auch Endanwender sollen wie bisher die benötigten Informationen über Drucker finden.

Die Drucker- und Treiberdatenbank von Linuxprinting.org ist in XML implementiert und bietet einen universellen Druckfilter, der Postscript Printer Description (PPD)-Dateien verwendet. Die PPD-Dateien können aus der Datenbank gemeinsam mit dem nötigen Code für alle bekannten Drucker-Spool-Systeme (CUPS, LPRng, LPD, GNUlpr, PPR, CPS, PDQ) oder Drucken ohne Spooler generiert werden.

Die OpenPrinting-Arbeitsgruppe hat ferner zwei Spezifikationen veröffentlicht, die die Interaktion zwischen Anwendungen und Druckern verbessern sollen. Das Print Application Programming Interface (PAPI) und das Job Ticket Application Programming Interface (JTAPI) sind auf der Webseite der Gruppe verfügbar.

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