Login


 
Newsletter
Werbung

Thema: Ohloh wertet Open-Source-Software aus

3 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Kurt Pfeifle am Mi, 19. Juli 2006 um 23:24 #
Ich hatte mir Ohloh bereits mal vor ein paar Tagen angeschaut. Leider war alles, was ich nachprüfte, ganz und gar unbrauchbar. Ich hatte nach ca. 1 Dutzend Projekten geschaut, mit denen ich ziemlich gut vertraut bin, und von denen ich die Entwickler z.T. persönlich kenne.

"Die Entwickler von Ohloh haben bereits sehr viel Arbeit in den Datenbestand gesteckt und können akkurate Daten und Beschreibungen zu mehr als 3600 Projekten geben."

Den ersten Teil des Satzes will ich gar nicht in Frage stellen. Aber akkurate Daten? Auf keinen Fall!! Das ist ein (schlechter) Witz!

Kein einziges der von mir nachgeschlagenen Projekte (u.a. Gimp-Print/Gutenprint, Kopete, CUPS, K3B, KlamAV, Scribus, KStars...) war auch nur annähernd korrekt dargestellt!

Es schien, dass die Ohloh-Leute lediglich einen Dump der Sourceforge-Datenbank ausgewertet haben. War ein Projekt nie bei SF, gibt es bei Ohloh (noch) keine Daten dazu. Sollte ein Projekt z.B. vor 2 Jahren von SF woandershin umgezogen sein, dann gibt es dieses für Ohloh seitdem nicht mehr, und sie schreiben: "There are no recent contributions to the source code." So steht's auch bei Scribus da. Laut Ohloh's netten Aktivitäts-Balken, hat Franz Schmid die Scribus-Entwicklung Ende 2004 eingestellt. "KStars" ist laut Ohloh 2001 eingestampft worden. Ziemlich lustiges Ergebnis dafür daß es eine "akurate Beschreibung" sein soll... 8->>

Und keinen Deut besser war es um all die anderen Projekte bestellt, die dort gelistet waren. Nach einem Dutzend Testabfragen habe ich's einstweilen drangegeben. Oben haben andere schon ihre Erfahrungen mit den Beispielen "Linux-Kernel" und "digikam" angeführt.

Kann Ohloh denn überhaupt schon ein einziges Projekt einigermaßen korrekt darstellen??

Wer mir nicht glaubt, sollte selbst nachschauen. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Nennt mir aber erst mal ein einziges Projekt, dessen Daten auch zu mindestens 90% stimmen, und ich fange an, Ohloh ernst zu nehmen. Vorher nicht.

"We're actively improving our service. If something looks wrong, please let us know."

Dieser Satz, der auf jeder Ohloh-Seite obendran steht, hat seine volle Berechtigung. Es ist noch zu früh, dieses Projekt in den Himmel zu loben. Und da ist noch so viel falsch dran, dass man gar nicht weiß, wo anfangen...

Pro-Linux
Gewinnspiel
Neue Nachrichten
Werbung