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Fr, 21. Juli 2006, 08:11

Linux-Roboter aus Frankreich

Die junge Firma Aldebaran Robotics will im nächsten Jahr den Linux-Roboter Nao auf den Markt bringen.

Funktionsblöcke des Roboters Nao

Aldebaran Robotics

Funktionsblöcke des Roboters Nao

Ziel des Nao-Projektes ist es, einen preiswerten humanoiden Roboter zu schaffen, der Leistungen bietet, die bisher nur in Prototypen in der Forschung zu finden waren.

Der ungefähr 55 cm hohe Roboter besitzt humanoide Gestalt, Greifhände, eine Videokamera, Spracherkennung und -ausgabe. Er soll nun in der letzten Entwicklungsphase sein. Ende 2006 sollen erste Muster verfügbar sein, in der zweiten Hälfte 2007 wird er in Produktion gehen.

Das anfängliche Modell soll offenbar erst einmal Grundfunktionen enthalten, die es Enthusiasten ermöglichen, sich mit dem Roboter vertraut zu machen. Später sollen Verbesserungen hinzukommen, die den Roboter zu einem autonomen Begleiter der Familie machen. Erst später soll er in der Lage sein, reale Aufgaben wie Überwachung zu übernehmen.

Hauptsächlich soll Nao wohl zur Unterhaltung dienen. Er ist nach Angaben des Herstellers vollgepackt mit neuen Technologien, die über eine einfach zu bedienende Programmierschnittstelle von der ganzen Familie erkundet werden können. Ferner soll er über künstliche Intelligenz verfügen, mit seinen Besitzern interagieren, wozu er auch Gesichtsausdrücke einsetzen kann, und lernfähig sein. Die Hülle des Roboters wurde von Designern entwickelt und soll an individuelle Wünsche anpassbar sein.

Die Software von Nao beruht auf Linux und der einfach zu erlernenden Skriptsprache Urbi. Mit Urbi können Experten die Kommandos direkt eingeben, während Nichtprogrammierer die Aktionen über eine grafische Oberfläche programmieren können.

Die Firma Aldebaran Robotics wurde von Bruno Maisonnier im Jahr 2005 in Paris gegründet. Der Gründer arbeitet seit 25 Jahren im Bereich der Robotik und sieht nun die Zeit gekommen, sein eigenes Projekt durchzuführen. Er hält 58% Anteil an seinem Unternehmen, weitere Investoren halten 37%, die Mitarbeiter 5%.

Linux bleibt weiterhin ein sehr beliebtes, wenn nicht das beliebteste Betriebssystem für Roboter. Erst vor wenigen Tagen hatte ein japanisches Institut ebenfalls einen humanoiden, wenn auch kleineren, Roboter vorgestellt.

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