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Di, 25. Juli 2006, 08:32

Open-Source-Router OFR vorgestellt

Die junge Firma Vyatta aus Kalifornien will mit einem Router auf Open-Source-Basis die Netzwerkwelt auf den Kopf stellen.

Der Vyatta Open Flexible Router (OFR) ist nach Angaben des Produzenten der erste Unternehmens-Router auf Open-Source-Basis und ab sofort erhältlich. OFR ist eine reine Softwarelösung, doch das Unternehmen plant, später auch Hardware mit vorinstalliertem OFR anzubieten. Während OFR prinzipiell auf jeder x86-basierten Hardware laufen kann, sollte ein Router-System besonders zuverlässig laufen, was unter anderem einen Verzicht auf herkömmliche Festplatten nahelegt. OFR soll auch Unterstützung für Hochverfügbarkeit enthalten.

OFR ist ein Debian-Linux-System, das nach einer Registrierung kostenlos heruntergeladen werden kann. Es steht eine Live-CD zur Verfügung, mit der man das System testen kann, ohne einen eigenen Testrechner beschaffen zu müssen.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist ein Abonnement, das den Kunden Updates und Support garantiert. Das Abonnement ist zu jährlichen Preisen von 497 US-Dollar für die Professional-Variante und 647 US-Dollar für die Enterprise-Variante erhältlich.

Der Hersteller, dessen Name sich vom Sanskrit-Wort für »offen« herleitet, hält die meisten verfügbaren kommerziellen Router-Plattformen für zu überladen und unflexibel. Sie enthalten zahllose nicht benötigte Features, die nur unnötig Geld kosten. Weitere Gründe für OFR sieht Vyatta in der Flexibilität und der Sicherheit der eigenen Lösung.

Während sich Router mit den grundlegenden und fortgeschrittenen Features bereits mit einem Linux-Grundsystem realisieren lassen, muss man für die Unterstützung von Routing-Protokollen, die zum Datenaustausch zwischen Routern dienen, etwas mehr Aufwand treiben. Zur Implementierung dieser Protokolle stehen Programme zur Verfügung, darunter auch freie wie GNU Zebra, Quagga oder XORP. Letzteres bildet auch die Basis für den OFR, der daneben aber auch weitere Programme ausführen kann.

Zur Konfiguration von OFR steht eine Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung, die an die von proprietären Routern von Cisco, Juniper und anderen angelehnt ist. Eine grafische Oberfläche zur Konfiguration soll ebenfalls vorhanden sein.

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Kommentare (Insgesamt: 52 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: 486? (..., Di, 25. Juli 2006)
Re[2]: 486? (Jörg, Di, 25. Juli 2006)
Re[40]: Durchsatz (Joerg Mertin, Di, 25. Juli 2006)
Re[3]: 486? (..., Di, 25. Juli 2006)
Re[60]: Durchsatz (Mind, Di, 25. Juli 2006)
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