Hallo, ich habe eine Idee, was haltet ihr von einer Centos Desktop Edition (Home Premium). Dadurch hätten wir eine stabile und langsupportete Basis (dank RHEL) Eine stabile API/ABI für Backports, unterstützung für neue Hardware, dank der halbjährlichen Updates. Es müssten nurnoch aktuelle Anwendungsprogramme (VLC, Libreoffice, Firefox) portiert werden. Gibt es so etwas inzwischen? Was haltet ihr von der Idee? Habe ich etwas übersehen? Für mich klingt das nach einem super Linux: langer Support, neue Hardware wird unterstützt, neue Anwendungsprogramme laufen
Von hordipflomp am Fr, 24. Februar 2012 um 20:47 #
Naja, aktuelle Anwendungsprogramme benötigen eben meist auch aktuelle Basispakete/Libraries. Insofern schließt sich dein Wunsch nach aktuellen Anwendungsprogrammen, aber "stabiler Basis" irgendwo aus...
Von cyberpatrol am Mo, 27. Februar 2012 um 11:13 #
Insofern schließt sich dein Wunsch nach aktuellen Anwendungsprogrammen, aber "stabiler Basis" irgendwo aus...
Debian-Fanboy? Sieh dir mal Gentoo und Arch Linux an. Die haben dank rolling release und bleeding edge immer die aktuellste Software, sind aber "dennoch" äußerst stabil. Denn stabil ist nicht nur, was hoffnungslos veraltet ist, so wie die Debian-Fans sich das einbilden. Im Gegenteil ist neue Software zuweilen wesentlich stabiler als uralte.
Fazit: Aktuelle Anwendungsprogramme und stabile Basis schließen sich so überhaupt nicht aus, ganz im Gegenteil.
Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit, dass ein solches Linux im Rahmen von Service Packs mitwächst, so wie SLES und so wie Windows XP. Also mit massiven Updates innerhalb einer Distributionsversion alle zwei bis drei Jahre.
Nachtrag: Ich habe hier gerade Scientific Linux 5.7 am Laufen. Folgende manuell nachinstallierte Software funktioniert problemlos: LibreOffice 3.4.5 Firefox 10.0.2 Thunderbird 10.0.2 Seamonkey 2.7.2 Der jeweilige Upstream achtet halt auf die Kompatibilität seiner Binaries.
Von ich bins nicht am Fr, 24. Februar 2012 um 21:31 #
RH soll die in Unternehmen meistgenutzte Distri sein?
bei uns sieht das eher so aus: von über 400 Linux-Servern sind gerade mal 24 RedHat(EL)-Systeme alle anderen laufen mit SLES andere Distris gibts bei uns nicht.
Ich glaub das größte Problem ist, dass eben viele einfach die kostenlosen ableger nehmen. Red Hat hat nun mal die Entwicklungskosten am hals und andere wie Oracle oder eben die kostenlosen ableger werden, weil kostengünstiger oder kostenlos in den Unternehmen eingesetzt.
Ich habe nur RHEL im einsatz, alein schon aus Prinzip, man muss einfach mal dem Chef die Situation erklären, den eine RHEL Lizenz kostet nicht die Welt. Sollte irgendwan mal Red Hat aus Kostengründen RHEL einstellt, so werden alle anderen "schmarozer" ziemlich alt aussehen. Auch die Linux Community, weil Red Hat dort ziemlich aktiv ist, was Unternehmen angeht.
SLES ist wiederrum im Deutschland am meisten verbreitet. Ich selber bevorzuge aber RHEL, da Red Hat am meisten der Community etwas liefert. Auch ist Red Hat sehr am Kernel aktiv.
Privat kann man die kostenlosen ableger nutzen, doch als Firma würde ich mich sehr schämen. Man will ja auch nicht das die eigenen produzierten Produkte einfach von jemanden kopiert und kostengünstiger verkauft werden.
Von DriverDevel am Sa, 25. Februar 2012 um 11:26 #
So in etwa sehe ich das auch. Trotz mehrerer Ärgerlichkeiten im etwas Desktop-näheren Einsatz von RHEL5 (Probleme mit Druckereinrichtung, SVN, ...) bin ich dennoch stark für den Kauf von RHEL-Subscriptions anstelle von kostenlosen Clones im Unternehmenseinsatz (wenn man nicht gerade Debian o.ä. einsetzt), da man dadurch die Linux-Weiterentwicklung am ehesten fördert.
was heißt hier schmarotzen? Am ehesten könnte man es Oracle vorwerfen, weil die die einzigen sind, die Kapital daraus schlagen. Dann wäre auch Ubuntu ein Schmarotzer, weil sie die Quellen von Debian mitnutzen. Jede Firma die Debian/Ubuntu nutzt, könnte man außerdem als Schmarotzer deklarieren, da Debian/Ubuntu so gut wie nichts zum Linux-Kernel beiträgt. (Greg Kroah Hartman hat ja mal in diese Kerbe reingeschlagen).
Ich finde du solltest deine Position nochmal überdenken. Red Hat lebt meiner Meinung nach vor allem von den Firmen, für die sich die Frage nach einem RHEL-Klon gar nicht stellt, da diese die nötigen Zertifizierungen für gewisse Applikationen gar nicht mitbringen (Datenbankanwendung in Banken, Versicherungen, ...).
Ableger und eine kostenlose Nutzung ist eindeutig von der Lizenz (die GPL) erlaubt. Das war eindeutig klar für Redhat, als sie damit angefangen haben Linux kommerziell zu nutzen. Man kann also weder andere als "schmarozer" bezeichnen oder kann sich irgendjemand wegen irgendetwas schämen.
Wie soll man bitte ein "Schmarotzer" sein, wenn es ausdrücklich von dem Hersteller oder den Entwicklern erlaubt wurde? Wenn du jemanden einlädst und du ihm sein Bier anbietest, ist er dann auch ein "Schmarotzer", wenn er das Bier annimmt?
SLES ist halt doch sehr auf Deutschland beschränkt, und in größeren Unternehmen, vorallem amerikanischen, findest du fast du nur RHEL-Server. Einen SLES-Server habe ich in den letzten 10 Jahren noch nirgends angetroffen.
Im aktuellen Unternehmen haben sie für die Desktops sogar eine eigene Distribution, die auf einem kostenlosen RHEL-Ableger aufbaut.
Von Berliner Optimist am Di, 28. Februar 2012 um 04:02 #
Leider habe ich mit Fedora sowohl auf meinem ollen Rechner mit ATI GraKa als auch auf dem neueren Rechner mit NVIDIA GTX 560 Ti allenfalls VESA-Framebuffer hinbekommen. Schade, denn Fedora war ansonsten gefühlt recht fix. Scientific Linux hatte mir zu wenig von der für Wissenschaftler so typischen Neugier auf Neues im Konzept
Hallo,
ich habe eine Idee,
was haltet ihr von einer Centos Desktop Edition (Home Premium).
Dadurch hätten wir eine stabile und langsupportete Basis (dank RHEL)
Eine stabile API/ABI für Backports,
unterstützung für neue Hardware, dank der halbjährlichen Updates.
Es müssten nurnoch aktuelle Anwendungsprogramme (VLC, Libreoffice, Firefox) portiert werden.
Gibt es so etwas inzwischen?
Was haltet ihr von der Idee?
Habe ich etwas übersehen?
Für mich klingt das nach einem super Linux: langer Support, neue Hardware wird unterstützt, neue Anwendungsprogramme laufen
Mfg
Naja, aktuelle Anwendungsprogramme benötigen eben meist auch aktuelle Basispakete/Libraries.
Insofern schließt sich dein Wunsch nach aktuellen Anwendungsprogrammen, aber "stabiler Basis" irgendwo aus...
Fazit: Aktuelle Anwendungsprogramme und stabile Basis schließen sich so überhaupt nicht aus, ganz im Gegenteil.
... und wenn sie nicht gestorben sind, emergen sie heute noch ....
Bei Arch Linux wird nichts emerged.
Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit, dass ein solches Linux im Rahmen von Service Packs mitwächst, so wie SLES und so wie Windows XP.
Also mit massiven Updates innerhalb einer Distributionsversion alle zwei bis drei Jahre.
"Es müssten nurnoch aktuelle Anwendungsprogramme (VLC, Libreoffice, Firefox) portiert werden. "
Nachtrag:
Ich habe hier gerade Scientific Linux 5.7 am Laufen.
Folgende manuell nachinstallierte Software funktioniert problemlos:
LibreOffice 3.4.5
Firefox 10.0.2
Thunderbird 10.0.2
Seamonkey 2.7.2
Der jeweilige Upstream achtet halt auf die Kompatibilität seiner Binaries.
RH soll die in Unternehmen meistgenutzte Distri sein?
bei uns sieht das eher so aus: von über 400 Linux-Servern sind gerade mal 24 RedHat(EL)-Systeme alle anderen laufen mit SLES
andere Distris gibts bei uns nicht.
Ich glaub das größte Problem ist, dass eben viele einfach die kostenlosen ableger nehmen.
Red Hat hat nun mal die Entwicklungskosten am hals und andere wie Oracle oder eben die kostenlosen ableger werden, weil kostengünstiger oder kostenlos in den Unternehmen eingesetzt.
Ich habe nur RHEL im einsatz, alein schon aus Prinzip, man muss einfach mal dem Chef die Situation erklären, den eine RHEL Lizenz kostet nicht die Welt. Sollte irgendwan mal Red Hat aus Kostengründen RHEL einstellt, so werden alle anderen "schmarozer" ziemlich alt aussehen. Auch die Linux Community, weil Red Hat dort ziemlich aktiv ist, was Unternehmen angeht.
SLES ist wiederrum im Deutschland am meisten verbreitet. Ich selber bevorzuge aber RHEL, da Red Hat am meisten der Community etwas liefert. Auch ist Red Hat sehr am Kernel aktiv.
Privat kann man die kostenlosen ableger nutzen, doch als Firma würde ich mich sehr schämen. Man will ja auch nicht das die eigenen produzierten Produkte einfach von jemanden kopiert und kostengünstiger verkauft werden.
So in etwa sehe ich das auch. Trotz mehrerer Ärgerlichkeiten im etwas Desktop-näheren Einsatz von RHEL5 (Probleme mit Druckereinrichtung, SVN, ...) bin ich dennoch stark für den Kauf von RHEL-Subscriptions anstelle von kostenlosen Clones im Unternehmenseinsatz (wenn man nicht gerade Debian o.ä. einsetzt), da man dadurch die Linux-Weiterentwicklung am ehesten fördert.
was heißt hier schmarotzen? Am ehesten könnte man es Oracle vorwerfen, weil die die einzigen sind, die Kapital daraus schlagen. Dann wäre auch Ubuntu ein Schmarotzer, weil sie die Quellen von Debian mitnutzen. Jede Firma die Debian/Ubuntu nutzt, könnte man außerdem als Schmarotzer deklarieren, da Debian/Ubuntu so gut wie nichts zum Linux-Kernel beiträgt. (Greg Kroah Hartman hat ja mal in diese Kerbe reingeschlagen).
Ich finde du solltest deine Position nochmal überdenken. Red Hat lebt meiner Meinung nach vor allem von den Firmen, für die sich die Frage nach einem RHEL-Klon gar nicht stellt, da diese die nötigen Zertifizierungen für gewisse Applikationen gar nicht mitbringen (Datenbankanwendung in Banken, Versicherungen, ...).
http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Red-Hat-oder-CentOS-876073.html
Das macht nix. Z.B. Oracle läuft unter Virtualisierung meistens unter VMware, obwohl nur OracleVM damit supported ist
Ableger und eine kostenlose Nutzung ist eindeutig von der Lizenz (die GPL) erlaubt. Das war eindeutig klar für Redhat, als sie damit angefangen haben Linux kommerziell zu nutzen. Man kann also weder andere als "schmarozer" bezeichnen oder kann sich irgendjemand wegen irgendetwas schämen.
Wie soll man bitte ein "Schmarotzer" sein, wenn es ausdrücklich von dem Hersteller oder den Entwicklern erlaubt wurde? Wenn du jemanden einlädst und du ihm sein Bier anbietest, ist er dann auch ein "Schmarotzer", wenn er das Bier annimmt?
Offensichtlich ist das gar nicht so "klar".
Siehe
http://www.pro-linux.de/news/1/18081/comm/507329/re7-meinsenf.html
SLES ist halt doch sehr auf Deutschland beschränkt, und in größeren Unternehmen, vorallem amerikanischen, findest du fast du nur RHEL-Server. Einen SLES-Server habe ich in den letzten 10 Jahren noch nirgends angetroffen.
Im aktuellen Unternehmen haben sie für die Desktops sogar eine eigene Distribution, die auf einem kostenlosen RHEL-Ableger aufbaut.
Große deutsche farbmarkante Kommunikationsfirma, ca 600 Linux-Server und davon ca. 20 % RHEL, Rest SLES....
Suse hat im Profi-Bereich einen riesigen Vorteil: Sehr zeitnaher, qualifizierter Support und dieser noch in deutsch
nach wie vor die zuverlässigste und leistungsfähigste Musikproduktions-Distro.
Leider habe ich mit Fedora sowohl auf meinem ollen Rechner mit ATI GraKa als auch auf dem neueren Rechner mit NVIDIA GTX 560 Ti allenfalls VESA-Framebuffer hinbekommen. Schade, denn Fedora war ansonsten gefühlt recht fix. Scientific Linux hatte mir zu wenig von der für Wissenschaftler so typischen Neugier auf Neues im Konzept