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Thema: Sind Linux-Distributionen zu aufgebläht?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Bolitho am Fr, 9. März 2012 um 15:13 #

Kann es sein, dass einige Kommentatoren hier diese beiden Dinge verwechseln? Ein umfangreiches Repo impliziert ja nicht, dass bei der Standardinstalltion ein aufgeblähtes System installiert wird! Ich habe die Umfrage dahingehend verstanden, dass eine große Auswahl an Paketen die gezielte Installation bestimmter Programmversionen erschwert. Ich kann die These zwar nicht nachvollziehen, aber mit dem Umfang einer Installation hat das doch nichts zu tun...

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    Von Feuersalamander am Fr, 9. März 2012 um 17:05 #

    Genau so sehe ich das auch.

    Ich schätze das große Angebot an Paketen die man aus den offiziellen Repos installieren kann, wenn sie supported sind, aber ich habe nur eine kleine Auswahl an Paketen wirklich auf meinem Rechner installiert.

    Die Distri ist momentan noch Ubuntu, aber demnächst werden ich wohl wegen Gnome 2 auf Linux Mint wechseln.


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    Von BerndK am Fr, 9. März 2012 um 18:00 #

    Das Problem sind nicht umfangreiche Repositories, sondern von sich aus aufgeblähte Installationen. Zum Beispiel Debian vs. Fedora. Im CentOS laufen von sich aus soviele Hintergrund-Prozesse, dass man erstmal die Hälfte deinstallieren muss, um ein halbwegs brauchbares Desktop-System einzurichten - gäbe es da nicht fedorautils, wo man das mit ein paar Klicks reparieren kann. Am Übelsten ist mir das bei der Intallation eines VServers aufgefallen. Während man Debian einfach, schnell und schlank installieren kann, braucht man bei CentOS einen doppelt so umfangreichen (vor allem Hauptspeicher) VServer.

    Natürlich haben Fedora (aktuell) und CentOS (langlebig) ihre Vorteile, insgesamt ist die in der Umfrage aufgeworfene Fragestellung aber total berechtigt!

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    Von Anonymous am Sa, 10. März 2012 um 10:11 #

    Nicht nur die Kommentatoren verwechseln das, sondern das impliziert schon die ungenaue Fragestellung.

    Prinzipiell sind die Größe des Repository und tief verwobene Abhängigkeiten zwischen den Paketen zwei verschiedene Dinge.

    Bei den meisten großen Distributionen korrellieren sie jedoch. Die liefern nicht nur viel Software, sondern wollen es dem Nutzer durch Automatiken einfach machen und möglichst keine Komfortfunktionen der Softwarepakete "wegkompilieren".

    Dadurch wird bereits das Grundsystem relativ umfangreich, und dieser Komfortgedanke führt zu zahlreichen Abhängigkeiten, die bei Installation einer Anwender- Software zahlreiche abhängige Pakete nachziehen.

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      Von mnmnmn am Sa, 10. März 2012 um 11:49 #

      Dabei kommen eben auch Bugs vor.
      openSUSE 12.1 litt zuletzt unter einem entsprechenden Bug, der zur Folge hatte, dass das LXDE-Metapaket automatisch "Tracker" mitinstallierte.

      Unter Debian liegt u.a. mit Galeon ein solcher "Recommended-Bug" vor.
      Belässt man die Voreinstellungen, wird letztlich der komplette Gnome-Desktop mitinstalliert, auch wenn man Galeon unter einem Nicht-Gnome-Desktop nutzen möchte:
      http://packages.debian.org/squeeze/galeon
      Die angegebenen Recommends sind geradezu haarsträubend umfassend. Das ist ein gutes Beispiel für "Mega-Bloat".
      Installiert man z.B. unter LXDE Galeon, so muss man temporär diese Recommendsvoreinstellung unbedingt abschalten, wenn man - um das noch einmal zu betonen - nicht den gesamten Gnome-Desktop installiert haben möchte.

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        Von Anonymous am Sa, 10. März 2012 um 13:55 #

        Ja, aber es liegt nich nur an solchen Bugs.

        Wenn ich z.B. für Slackware ein 3rd-Party-MPlayer- Paket installiere. mosert MPlayer rum, weil er keinen LIRC findet. Also müsste ich LIRC mitinstallieren, wenn ich diese MPlayer- Version nutzen will (obwohl ich gar keine LIRC- Hardware habe).

        Würde der Paket- Maintainer MPlayer ohne LIRC- Unterstützung bauen, würden sich die Leute beschweren, die LIRC nutzen wollen.


        Da ich mit meinen Rechnern wenig "exotisches" anstelle, bin ich eher Fan einer "minimalistischen" Ditribution; die relativ wenigen Pakete, die nicht ab Werk dabei sind, mache ich mir halt selbst; da ist dann an Abhängigkeiten nur das drin, was ich auch benötige.

        Erfreulicherweise sind meine alten Rechner dadurch ausreichend schnell. Nicht, dass ich mir keine neuen leisten lönnte, aber mir sind die legacy- Schnittstellen wichtig, die aus den neuen Kisten mittlerweile rausgewandert sind.

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