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Thema: Sind Linux-Distributionen zu aufgebläht?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Anonymous am Sa, 10. März 2012 um 10:11 #

Nicht nur die Kommentatoren verwechseln das, sondern das impliziert schon die ungenaue Fragestellung.

Prinzipiell sind die Größe des Repository und tief verwobene Abhängigkeiten zwischen den Paketen zwei verschiedene Dinge.

Bei den meisten großen Distributionen korrellieren sie jedoch. Die liefern nicht nur viel Software, sondern wollen es dem Nutzer durch Automatiken einfach machen und möglichst keine Komfortfunktionen der Softwarepakete "wegkompilieren".

Dadurch wird bereits das Grundsystem relativ umfangreich, und dieser Komfortgedanke führt zu zahlreichen Abhängigkeiten, die bei Installation einer Anwender- Software zahlreiche abhängige Pakete nachziehen.

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    Von mnmnmn am Sa, 10. März 2012 um 11:49 #

    Dabei kommen eben auch Bugs vor.
    openSUSE 12.1 litt zuletzt unter einem entsprechenden Bug, der zur Folge hatte, dass das LXDE-Metapaket automatisch "Tracker" mitinstallierte.

    Unter Debian liegt u.a. mit Galeon ein solcher "Recommended-Bug" vor.
    Belässt man die Voreinstellungen, wird letztlich der komplette Gnome-Desktop mitinstalliert, auch wenn man Galeon unter einem Nicht-Gnome-Desktop nutzen möchte:
    http://packages.debian.org/squeeze/galeon
    Die angegebenen Recommends sind geradezu haarsträubend umfassend. Das ist ein gutes Beispiel für "Mega-Bloat".
    Installiert man z.B. unter LXDE Galeon, so muss man temporär diese Recommendsvoreinstellung unbedingt abschalten, wenn man - um das noch einmal zu betonen - nicht den gesamten Gnome-Desktop installiert haben möchte.

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      Von Anonymous am Sa, 10. März 2012 um 13:55 #

      Ja, aber es liegt nich nur an solchen Bugs.

      Wenn ich z.B. für Slackware ein 3rd-Party-MPlayer- Paket installiere. mosert MPlayer rum, weil er keinen LIRC findet. Also müsste ich LIRC mitinstallieren, wenn ich diese MPlayer- Version nutzen will (obwohl ich gar keine LIRC- Hardware habe).

      Würde der Paket- Maintainer MPlayer ohne LIRC- Unterstützung bauen, würden sich die Leute beschweren, die LIRC nutzen wollen.


      Da ich mit meinen Rechnern wenig "exotisches" anstelle, bin ich eher Fan einer "minimalistischen" Ditribution; die relativ wenigen Pakete, die nicht ab Werk dabei sind, mache ich mir halt selbst; da ist dann an Abhängigkeiten nur das drin, was ich auch benötige.

      Erfreulicherweise sind meine alten Rechner dadurch ausreichend schnell. Nicht, dass ich mir keine neuen leisten lönnte, aber mir sind die legacy- Schnittstellen wichtig, die aus den neuen Kisten mittlerweile rausgewandert sind.

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