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Thema: Wie lange sollte eine Distribution unterstützt werden?

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Von ed3456 am Fr, 4. Mai 2012 um 20:11 #

Ich war vor ein paar Jahren auch noch der Meinung Rolling-Release ist (am Desktop) der richtige weg. Habe dabei lange gesucht, und ausprobiert: Slackware, Gentoo, Debian SID, LFS.

Mittlerweile bin ich davon aber wieder abgekommen, und habe (am Desktop) Ubuntu und Fedora im einsatzt.

So kann man das System quasi endlos betreiben und wird nicht gezwungen, aufwendige riesige Komplettaktualisierungen durchzuführen, die fehlschlagen könnten.

Soweit die Theorie. Der Hauptgund warum ich von Rolling Releases wieder abgekommen bin, ist eben diese Update Problematik. Diese Komplettaktualisierungen sind in der Regel recht unproblematisch, Upgrade starten und in einer Stunden wieder kommen. Im schlimmsten Fall muss man noch 1-2 Stunden nachbessern. Das jedoch nur 1, 2 mal im Jahr und zu einem Zeitpunkt den ich mir vorher aussuche.

Bei den Rolling Releases ist man viel öfters auf der unsicheren Seite. Denn die kleineren updates schützen vor Problemen nicht. Nach meiner Erfahrung würde ich sogar das gegenteil behaupten, durch die regelmäßigen Upgrades kommt es auch regelmäßig zu Problemen. Nach Murphys Law passiert dass auch immer genau dann wenn es am unpassensten ist.

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    Von glasen am Fr, 4. Mai 2012 um 20:42 #

    Nach meiner Erfahrung würde ich sogar das gegenteil behaupten, durch die regelmäßigen Upgrades kommt es auch regelmäßig zu Problemen.
    Bei den Verfechtern von RR-Distributionen sind das keine Probleme, sondern Lernmöglichkeiten bzw. Fortbildungsmaßnahmen. Auch, dass man bei vielen RR-Distributionen insgesamt mehr Zeit benötigt sich die möglichen Probleme bei einer Paketaktualisierung durchzulesen, als das Update bei einer normalen Distribution überhaupt dauert, wird unter den Tisch gekehrt.

    In meinen Augen sind RR-Distributionen Spielzeuge für Menschen, deren PC hauptsächlich dazu da ist um damit herumzuspielen und daran herumzubasteln.

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      Von schmatzler am Fr, 4. Mai 2012 um 23:16 #

      In meinen Augen sind RR-Distributionen Spielzeuge für Menschen, deren PC hauptsächlich dazu da ist um damit herumzuspielen und daran herumzubasteln.

      So drastisch sehe ich das jetzt nicht. Wenn das System nach jedem Update so geschädigt wäre, dass man nachbessern muss - dann wäre es wirklich lästig.

      Diese Erfahrung musste ich bei Debian z.B. machen - aber bei Slackware hatte ich bisher keine Probleme mit den Standardpaketen, die ausgeliefert werden.

      Sicher, nach größeren Updates wie z.B. der glib oder gcc muss man seine eigenen Pakete evtl. neu bauen oder Patches suchen.

      Meistens funktionieren die selbstgebauten jedoch Pakete ewig. Falls nicht, lässt man einfach sein Buildscript nochmal durchlaufen und fertig :) Der Lernfaktor eines RR ist übrigens wirklich nicht zu unterschätzen. Ich kenne Ubuntunutzer, die nicht einmal wissen was das Terminal ist.

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        Von glasen am Fr, 4. Mai 2012 um 23:57 #

        Sicher, nach größeren Updates wie z.B. der glib oder gcc muss man seine eigenen Pakete evtl. neu bauen oder Patches suchen.
        Was mein Argument "Basteln" nur untermauert.

        Meistens funktionieren die selbstgebauten jedoch Pakete ewig. Falls nicht, lässt man einfach sein Buildscript nochmal durchlaufen und fertig.
        dito. Und bei jedem Sicherheitsupdate deines Programms musst du das jedes Mal von Neuem machen.

        Der Lernfaktor eines RR ist übrigens wirklich nicht zu unterschätzen.
        Siehe weiter oben in meinem Kommentar:
        Bei den Verfechtern von RR-Distributionen sind das keine Probleme, sondern Lernmöglichkeiten bzw. Fortbildungsmaßnahmen.

        Ich kenne Ubuntunutzer, die nicht einmal wissen was das Terminal ist.
        Müssen sie dieses etwa kennen?

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    Von mdosch am Fr, 4. Mai 2012 um 23:05 #

    Ich finde RR auch ganz praktisch und habe deswegen für endlos gestimmt.
    Ich mag es einfach immer aktuelle (oder zumindest einigermaßen aktuelle) Software zu benutzen, statt noch 2 Jahre warten zu müssen.

    Natürlich muss man dann mit dem Risiko leben, dass bei einem Update etwas kaputt gehen kann und das evtl. zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Deswegen gibt es ja verschiedene Release-Modelle. Für Anwender, die dies nicht akzeptieren können ist ein RR halt nicht geeignet und die sind evtl. bei einer Distribution mit festen Release-Zyklen besser aufgehoben.

    Ich habe lange Zeit Arch benutzt und fand es echt ein tolles Betriebssystem. Alles recht einfach. Keine langen Überlegungen wo evtl. diese Konfiguration jetzt einzustellen ist sondern einfach in die /etc/rc.conf geschaut.
    Aber Arch war mir dann einfach etwas zu bleeding edge, es musste einfach zu oft nach updates nachgebessert werden.

    Deshalb bin ich momentan bei Debian Testing, was quasi auch fast RR ist (abgesehen vom Freeze bevor das Testing zu Stable wird). Auch wenn der Name Testing etwas anderes suggeriert, läuft es bei mir sehr stabil. Aber Testing ist halt auch nicht so aktuell wie Arch, aber meiner Meinung nach ein guter Kompromiss zwischen Stabilität und Aktualität. Lediglich Icedove (Thunderbird) und Firefox (Iceweasel) installiere ich mir aus Unstable/Experimental um die derzeit aktuellste Debian-Version zu erhalten.

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 04. Mai 2012 um 23:07.
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      Von 1ras am Fr, 4. Mai 2012 um 23:24 #

      Ich finde RR auch ganz praktisch und habe deswegen für endlos gestimmt.

      Dann hast du aber falsch abgestimmt bzw. die Frage nicht verstanden. Es geht in der Umfrage ja explizit darum, wie lange eine Softwareversion in einem Stable-Release einer Distribution mit Sicherheitsupdates versorgt werden soll, ohne dass sich dabei die Version der Software ändert.

      Bei RR ändert sich jedoch ständig die Version der Software, d.h. Sicherheitsupdates ohne die Version der Software zu ändern kommen hier praktisch nicht vor. Wenn du RR einsetzt benötigst du also keine dauerhafte Unterstützung einer bestimmten Softwareversion durch die Distribution. Das ist das Gegenteil von endlos ;-)

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