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Thema: Wie lange sollte eine Distribution unterstützt werden?

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Von 1ras am Mo, 7. Mai 2012 um 19:39 #

Glücklicherweise setzen sich im FOSS-Umfeld dank der dort herrschenden Bedingungen, hauptsächlich innovative und technisch sinnvolle Lösungen durch welche langfristig wartbar sind. Jetzt ist es an dir zu überlegen, warum sich von den zahlreichen (oben genannten) Projekten welche zusammen mit deiner Idee allesamt das selbe Ziel und ähnliche Konzepte verfolgen oder verfolgten, keines durchsetzen konnte.

Ein paralleles Paketsystem kann kein Problem lösen, welches das distributionseigene nicht bereits lösen könnte. Ein paralleles Paketsystem müsste beispielsweise zu jeder Version jeder Distribution den genauen Namen des Paketes jeder einzelnen Anwendung und Bibliothek kennen und zusätzlich müsste es jedes einzelne Paketsystem in jeder eingesetzen Version kennen, um überhaupt in der Lage zu sein die Versionsstände ermitteln und ggf. zusätzliche Systempakete nachinstallieren zu können. Wenn es sich aber so tiel ins System jeder Distribution integrieren muss, dann ist es nur noch ein sehr kleiner Schritt, die zusätzlichen Pakete direkt ins System zu integrieren. Das Zweitsystem ist damit bereits wieder Geschichte, bevor es geboren wurde.
Ein zusätzliches Paketsystem löst deshalb keine Probleme, sondern schafft neue indem es die Komplexität erhöht und die Wartbarkeit verringert.

Ansätze wie http://backports.debian.org/ oder http://mozilla.debian.net/ (um nur zwei Beispiele zu nennen) welche sich sauber in die Distribution integrieren, halte ich für weitaus sinnvoller.
Ja kenne ich, aber ist ein gigantischer Aufwand da distributionsspezifisch. Darüber hinaus harkt es oft an der Geschwindigkeit mit der Programme eingebunden werden und so manches wird gar nicht erst in aktuelleren Versionen eingebunden.

Die Pakete sind bereits in Debian SID enthalten, bei zahlreichen Paketen beschränkt sich der Aufwand lediglich auf das Neukompilieren und Paketieren für Stable. Beides zusammen ist mit einem einzelnen Befehl (debuild) erledigt. Der komplette Vorgang besteht aus dem Herunterladen des Quellpaketes aus SID, das Anpassen der Versionsnummer (local-part) und das Neukompilieren+Paketieren, jeder Schritt ist mit einem Befehl erledigt. Der imense Aufwand der mit einem Zweitpaketsystem einhergehen würde, ist nicht ansatzweise vergleichbar.

Bei einem Teil der Pakete sind geringe Anpassungen notwendig oder es müssen weitere Pakete (zumeinst Libraries) ebenfalls für stable gebaut werden. Der Aufwand ist nach wie vor geringer als bei einem Zweitpaketsystem, bei dem jede Abhängigkeit zusätzlich zur Verfügung gestellt werden muss.

Bei einem weiteren Teil der Pakete wären die Abhängigkeiten oder Änderungen so umfangreich, dass eine Portierung unter vernünftigen Gesichtspunkten nicht sinvoll erscheint. Ebenso wie es nicht sinnvoll wäre, über ein Zweitpaketsystem ein Großteil des Systems auszutausschen bzw. parallel zu instalieren.

Linux ist ein System zum Mitmachen und keines um sich ausschließlich berieseln zu lassen. Jeder, auch du bist herzlich dazu eingeladen, von dieser Möglichkeit gebrauch zu machen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 07. Mai 2012 um 19:42.
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