Das komplette Voting-System - seien es die Kommentare, oder die Umfragen - ist Zeit-basiert. In der Praxis bedeutet es, dass die Stimmen sofort gezählt werden, die Berechnung der Werte und der Resultate aber versetzt abgearbeitet wird. In Zahlen ausgedrückt: ein mal in der Minute.
Von Gnome-Knecht am Fr, 10. August 2012 um 14:32 #
Der Weg ist richtig, das passt schon. Ich hab früher KDE benutzt und die vierer Entwicklung mit gemacht. Was da für Gezeter gab, mein lieber Mann, ich höre es noch. Nur war ich dann mit beginn und erscheinen der 4.6 aufwärts nicht mehr zufrieden, da kam mir der Gnome 3 gerade recht. Mir gefällt was da erschien und auch im Plan steht und noch kommen soll, bin gespannt auf weiteres. Alle die hier dem Gnome 2 nachtrauern, sollen mal daran denken das es in der Entwicklung weiter gehen muss und soll. Wo sonst wäre die Linux Welt wenn alles beim alten bliebe?!
Gnome-Team: macht weiter, lasst euch nicht beirren!
Und nein warum würde ich nicht machen, unter Linux hat jeder die freie Wahl was für einen Desktop er benutzt. Unter meiner Distro wird noch Gnome2 verwendet und damit bin ich sehr zufrieden. Persönlich mag ich zwar das Aussehen von gnome3 aber das Handlich ist nichts für mich.
Allerdings finde ich es unnötig ein GnomeOS zu entwickeln. Sollten sie lieber Gnome3 weiter optimieren.
Von Gnome-Knecht am Fr, 10. August 2012 um 15:30 #
Allerdings finde ich es unnötig ein GnomeOS zu entwickeln.
machen die doch auch nicht, das was da gemeint war stellt sich anders dar als das klassische OS für den Durchschnittsanwender. Das soll eine Entwicklerplattform sein, siehe dazu: http://www.golem.de/news/allan-day-gnome-os-als-entwicklungsplattform-1208-93715.html
Naja aus Golem News mach ich mir normalerweise nichts, aber sogar die haben doch geschrieben das es eine alleinstehende Installation sei. Klingt doch schon sehr nach eigener Distro. Des weiteren wird ja nur gesagt das sie es nicht als Distro ansehen wollen, sondern als Plattform für Tester und Entwickler, dennoch bleibt es ne Distro ^^ Bei heise steht folgendes:
"Auf der diesjährigen Guadec (Gnome Users and Developers Conference) haben zwei Entwickler Überlegungen zur Diskussion gestellt, Gnome 4.0 im Frühjahr 2014 zu veröffentlichen und in dem Zug zu einem Gnome-Betriebssystem (Gnome OS) auszubauen."
Ich vermute einmal, dass Gnome2 weiter zur Verfügung stehen soll, z.B. als Gnome 2.30.x für Ubuntu 12.04.
Würde sich also jemand finden, der die RHEL6-Pakete für Ubuntu zusammenpackt und bis zum 12.04-EOL 2017 regelmäßig mit Sicherheits- und sonstigen Bugfixes von RHEL6-Seite versorgt, dann wäre das für Euch schon ein Schritt in die richtige Richtung?
Ich finde Gnome 3 und die gnome-shell verfolgt einen äußerst brauchbaren Ansatz. Er ist mit Unity vergleichbar, welches ich in seinem Ansatz ähnlich hoch schätze, aber mutter funktioniert einfach flüßiger als compiz (ymmv).
Ja, es gibt noch leichte Hakeligkeiten, aber verglichen mit KDE <4.6 ist das Kinderkram. Klar, KDE kann mehr, aber Gnome ist und bleibt seiner Linie treu: eine einfache und stabile Desktop-Umgebung mit allem technischem Pipapo.
Ich finde, GNOME geht den richtigen Weg. Mit den bisherigen Bemühung bringt man diesen Desktop ins Abseits und die User wandern ab zu KDE.
Falls die GNOME-Entwickler nicht kollektiven Selbstmord begehen, unterstützt ja vielleicht einer von denen künftig die Konkurrenz. Manpower kann man ja immer brauchen.
Nun sind es also die Ubuntu-Leute die Schuld sind? Haben sich wahracheinlich mit den XFCE, KDE, LXDE und Windows, OSX und BSD Leuten zusammengeschlossen um GNOME zu zerstören!
Von meiner einer am Fr, 10. August 2012 um 16:02 #
Es gab hier auf PL doch schon einige Umfragen, welche DE genutzt werden. "Zufällig" waren es ca. 42 %, die KDE verwendeten. Wenn man diese Nutzer (die KDE ja nicht verwenden, weil sie GNOME so toll finden) davon abzieht, würde ich sagen, dass das eine durchaus ordentliche Bilanz ist.
Also jedem KDE Nutzer zu unterstellen er votet negativ, falsche Richtung, ist schon was. Kann auch argumentieren, dass die alle positiv voten, richtige Richtung, damit mehr Leute GNOME verlassen, mehr Distributionen auf Alternativen wie KDE umschwenken.
Aber lassen wir die Kuh mal im Dorf und nehmen an, dass jene die sowieso was anderes verwenden und es besser finden sich nicht interessieren was GNOME da macht.
Gnome3 ist Bloat. Nicht so sehr wie KDE/Win Vista+7 aber immerhin noch ordentlich bloatig. Das gilt auch für den Fallbackmodus.
Ich hätte gerne einen Desktop der richtig ab geht, was die Reaktionsfähigkeit betrifft. Bei State-of-The-Art Hardware gerne mit allem Effekt-Pups dabei. Aber auch auf nicht mehr ganz so neuer Hardware muss es doch möglich sein, dass man eine schnelle Desktopumgebung haben kann.
IMHO: 90% aller Software ist bloat. Die Rechner waren vor 10 Jahren schon schnell genug, um einen schnellen, gut funktionierenden Desktop zu ermöglichen.
Ich benutze: * Debian/Trinity * Windows XP * Linux Mint(Mate)
Z. B. auf meinem alten IBM Thinkpad R40 (P4M 2.0 GHz, 1 GB RAM) bin ich absolut unzufrieden mit dem Reaktionsverhalten vom Fallback Modus. Das hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber scheint mir von den Daten einfach noch voll ok.
Welche Distribution benutzt Du? Bei vielen Distributionen läuft Tracker, Zeitgeist und viele andere Ressourcenfresser im Hintergrund, die das System langsam machen. Auf meinem 1.6GHz Core Duo läuft die Shell absolut flüssig (Intel-Grafik). Das besagte System läuft mit Arch-Linux und verbraucht etwa 200MB RAM (mit geladener Gnome-Shell). Der Fallback-Modus läuft genauso gut. Debian war ähnlich ressourcensparend. Es ist also nicht unbedingt das Gnome-System selber die ein System langsam machen, sondern meist Autoupdater, Indizierer und andere Dienste.
Also von diesem Punkt her verstehe ich das vollkommen! Ich finde, dass man hier auch für eine bessere Alternative sorgen muss, Konzept hin oder her. Aber idR. wird erst relativ spät optimiert, was an dieser Stelle schade ist.
Von Gnome-Knecht am Fr, 10. August 2012 um 16:30 #
Na dann leg los und zeig was Du kannst. Vielleicht bekommst das besser zusammen, was wo all das was Du willst drin ist?! Hau rein in die Tasten, Fork' n ist grad Inn!
Das Argumentationsschema ist genau so alt wie sinnfrei. Wenn jemand etwas publiziert und die Mitwelt zur Nutzung ermuntert, von Kritik aber gleichzeitig nichts hören will, ist zumindest eines offensichtlich: derjenige kann nicht daran interessiert, ein gutes Produkt zu machen, sondern betreibt vor allem Selbstbefriedigung. Schon an dieser Stelle wird die One-Desktop-Fits-All-Mentalität einiger Entwickler ad absurdum geführt.
Nicht, dass Selbstbefriedigung per se negativ ist. Das Getue wird dadurch aber nicht gerechtfertigt.
Meine Programmierfähigkeiten sind begrenzt. Ich bin auch kein guter Programmierer. Doch darum geht es auch nicht. Und es geht auch nicht darum, das die Programmierer von Gnome schlecht sind, was sie auch nicht sind. Die haben mit Sicherheit viel auf dem Kasten.
Es geht darum, dass ich sachliche Kritik geäußert habe(gnome zu langsam auf nicht mehr ganz neuene Rechnern), die als Unterstützung dafür dienen soll, eine echte Userwahrnehmung zu zeigen um so Feedback für das aktuelle Gnome zu geben. Da kann man dann drüber nachdenken und ggf. Änderungen vornehmen. Oder man kann's einfach ignorieren, weil das eigene Projekt ja schon perfekt ist. Aber KDE gibt's ja schon, brauchen wir noch SO EINE absolut perfekte Desktopumgebung?
Aber vielleicht geht's ja dem einen oder anderen richtig darum, ein echt geiles System zu schaffen, was einfach nur rennt wie Hund, und was als Normal-PC Betriebssystem einfach das Beste ist wo gibt von die Welt.
Zum Thema langsam:
Windows 95 war in Sachen Oberfläche(Fensterkram + Explorer) IMHO sauschnell. Abgesehen von dem ganzen anderen schrottigen Teilen dieses BS war das so, wie ich mir das vorstelle. Und das bei welchen Hardwareanforderungen? -> http://support.microsoft.com/kb/138349/DE
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit so'nem technischen Kleinkram wie GUI im Kernelmodus(von Win). Als User interessieren mich keine technischen Labereien. Ich will auch nicht sagen, das irgend etwas von dem, wie ich mir es vorstelle einfach ist oder gerade unter Linux einfacher ist(z. B. Weil der X-Server halt nicht im Kernelmode läuft).
Ich sag' nur, das wie ich mir das wünsche und wie ich's halt viel geiler fände. Ich finde Open Source Software cool und noch viel cooler, wenn diese mich auch von der Benutzung her einfach nur begeistert.
Ich will aber nicht nur Meckern. Auf neuer Hardware finde ich Gnome 3 mit Effekten durchaus angenehm zu nutzen.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 10. Aug 2012 um 22:52.
Kritik ala "gnome zu langsam auf nicht mehr ganz neuene Rechnern" ist nicht wirklich konstruktiv. Man muss schon genau sagen was zu langsam ist und wie schnell es sein müsste. Was konkret sollte der Entwickler ändern? An vielen Stellen kann man wohl optimieren, aber bestimmte Operationen dauern selbst unter Idealbedingungen ihre Zeit.
Die Geschwindigkeit eines Systems hängt immer von seinen Fähigkeiten ab. Sehr viele Programme liefen z.B. schneller und DOS als unter Windows 95. Heute müssen die Systeme wesentlich komplexer als damals und es gibt mehr Abstraktionsebenen um das in den Griff zu bekommen. Wenn man ein ganz schnelles System haben will nimmt man LXDE etc.
Für die Effekte ist halt Hardware-Beschleunigung notwendig, die auf älteren Systemen einfach meistens nicht vorhanden ist.
> Kritik ala "gnome zu langsam auf nicht mehr ganz > neuene Rechnern" ist nicht wirklich konstruktiv.
Doch genau das ist der Effekt. Der grundlegende Eindruck, bei der Benutzung des Systems und genau so plakativ möchte ich das ausdrücken als Benutzer, damit der Entwickler weiss, wie das was er geschaffen hat ankommt. Wie ein kleines Kind: hart - ehrlich - direkt - ohne Schnörkel, oder vielleicht auch wie Torvalds oder Jobs.
> Für die Effekte ist halt Hardware-Beschleunigung > notwendig, die auf älteren Systemen einfach > meistens nicht vorhanden ist.
...und genau die Abschaltung der Effekte ist ja beim Fallback mit Sicherheit auch der Fall. Nur das Ergebnis ist IMHO unzureichend.
> Wenn man ein ganz schnelles System haben will > nimmt man LXDE etc.
LXDE(icewm?) ist von der Benutzbarkeit & Comfort IMHO für mich bzw. für Lieschen Müller inakzeptabel. XFCE hab' ich manchen schon einmal vorgesetzt. Vom Comfort grenzwertig.
> ....Heute müssen die Systeme wesentlich > komplexer als damals...
Ja genau Ausreden lassen sich genug finden. Wie ich bereits geschrieben habe: Einfach wird es nicht sein, aber es geht mit Sicherheit eine ganze Menge. Als Beispieldemonstration was denn so gehen kann, möchte ich nur mal die 1-Sekunde-boot-to-QT Anwendung in den Raum stellen, was sicherlich einige kennen mögen(Demo-Video wurde leider mittlerweile gelöscht).
http://qt-project.org/forums/viewthread/1384
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2012 um 01:54.
>XFCE hab' ich manchen schon einmal vorgesetzt. Vom Comfort grenzwertig.
Aber im Vergleich mit Windows 95 geht es gerade so OK ?
> ....Heute müssen die Systeme wesentlich > komplexer als damals...
>>Ja genau Ausreden lassen sich genug finden. Wie ich bereits geschrieben habe:
Das sind keine Ausreden, das sind Tatsachen. Wenn heute 10 normale PC-Nutzer eine frische Windows 95 Installation eine Woche normal benutzen würden, wären am Sonntag vielleicht 1-2 übrig, die sich nicht lautstark über das Fehlen wichtiger Funktionen beklagen würden und zwar zurecht. Da reicht schon das Reinstecken eines 16Gig-Speichersticks und der GAU ist perfekt.
>>Einfach wird es nicht sein, aber es geht mit Sicherheit eine ganze Menge.
Sicher hast Du in einem Recht: man kann komplexen Code immer irgendwie besser und schlanker machen. Auch, wenn er noch so sorgfältig geschrieben ist. Aber so schlank wie DOS können heute nur noch Spezialsysteme für einzelnen Anwendungen sein. Ein universaler PC muss so viele Dinge drauf haben, dass ein zu diesen Aufgaben passendes Betriebsystem + komfortabler Oberfläche eben sehr viel größer sein muss als Windows 95.
Besonders für Leute, denen schon der Komfort von XFCE nicht reicht ;-)
Ok. Ich glaube meine Verwendung des Wortes Ausreden scheint hier zu stören.
Ich bin der Meinung, dass man damit beginnen sollte, tiefgreifend die technische Infrastruktur und Frameworks anschauen und zu verbessern. Das ist alles andere als leicht. Wer sich mit dem erwähnten Beispiel Boot-to-Qt-in-1-second näher vertraut gemacht hat, sieht hier ein Beispiel: Ein Programmierer hat sich den ganzen Bootprozess detailliert angeschaut, d. h. Zeiten gemessen und überall wo es nötig war Korrekturen geschrieben.
Und einer der Problembereiche die dort z. B. sichtbar wurden, dass z. B. in allen Treibern in der Initialisierung relative großzügig mit Zeit umgegangen wird. Hier mal 50ms, dort mal 200ms. Das scheint für jeden einzelnen Fall vielleicht echt wenig. Doch insgesamt macht das dann schon recht viele Sekunden aus.
Ich habe z. B. auch das Gefühl, dass die GUI-Toolkits da viel Verbesserung erfahren könnten, wenn ich beobachte wie lange es dauert, bis Anwendungen gestartet werden.
Und noch ein Wort zum Thema Ausrede. Damit meine ich, dass es leichter ist, das zu machen, was einfach und gemäß der beschlossenen Strategie der nächste konsequente Schritt ist. Doch nicht das leichte sondern das richtige bringt richtigen Fortschritt.
Das kenne ich auch deswegen so genau, weil ich auch selber so ein fauler Sack bin. Auch in der Programmierung habe ich dann erstmal gesagt: "Das geht nicht" und später feststellen müssen: Es geht doch. Da gibt es Wege, auch wenn Sie nicht offensichtlich und einfach sind.
Meine Meinung ist auch, dass Linux und die meisten linuxbasierten Desktops insgesamt so viel Ballast und Bloat mit sich herumschleppen, dass der Zeitpunkt näher rückt, an dem sich irgend einer mal hinsetzt und wieder einmal alles neu macht und zeigt wie schnell es doch geht. Wahrscheinlich genau so, wie Linux auch einmal angefangen hat. Weil: Neuschreiben ist einfacher als ein komplexes System zu optimieren.
So, soviel für mein Wort zum Sonntag.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2012 um 14:51.
>Ok. Ich glaube meine Verwendung des Wortes Ausreden scheint hier zu stören.
Ja, genau: es ist nur das Wort. "Ausrede" erscheint mir etwas zu polemisch.
Im Prinzip hast Du Recht. Viele der heute tatsächlich geforderten komplexen Funktionen werden ohne gute Planung und ohne ausreichenden Blick auf den Gesamtzusammenhang umgesetzt.
Was heute irgendwie funktioniert ist meist beliebter als das, was nächste Woche richtig gut funktionieren würde.
Hinzu kommen die Umständlichkeiten, die unvermeidlich sind, wenn man alten Code mitschleppt, statt neu zu schreiben.
Insgesamt sehe ich aber "Bloat" *nicht* als das große Problem bei der Entwicklung von GNOME. Das große Problem ist konzeptioneller Natur: Es gibt zwar sicher einen meistens "besten" Weg, die Bedienung eines Geräts umzusetzen aber es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund:
1.) sich einzubilden, man hätte diesen Weg gefunden 2.) deshalb alle anderen Wege abzuschaffen
Wie verheerend sich dieses Problem inzwischen auf GNOME auswirkt, kann jeder leicht testen:
Stecke die linke Hand in die Hosentasche und versuche, wie gut und schnell man 5-6 alltägliche Standardoperationen mit nur einer Hand in GNOME ausführen kann. Viel Spass!
Vergleichstests lassen sich zum Beispiel in XFCE und in KDE machen...
Darum geht es, und das traut sich selbst Microsoft mit Win8 nicht(und die dürfen sich viel erlauben als Desktop-Monopolist, im Gegensatz zu Gnome), auch wenn sie es gerne machen würden - nicht umsonst wird der übliche Desktop versteckt und dieses Kachelmonster steht immer zuerst im Vordergrund(weil sie durchsetzen wollen das vom Smartphone bis zum Desktop ihr UI (Kacheln) dasein soll).
IMHO: 90% aller Software ist bloat. Die Rechner waren vor 10 Jahren schon schnell genug, um einen schnellen, gut funktionierenden Desktop zu ermöglichen.
Das sehe ich auch so.
Vor 10 oder 20 Jahren habe ich mir gottergeben alle 3 oder 4 Jahre einen neuen Rechner gekauft, weil mit der neuen Hard- und Software neue spannende Sachen möglich waren - z.B. MP3s hören und encoden, Analogfernsehen gucken, DVB gucken und aufzeichnen.
Danach ist nichts mehr an für mich spannenden Sachen passiert. Meine jetzigen Rechner sind Baujahr 2004 und 2005 (Notebook) und für alle diese Sachen technisch geeignet (nur das kompilieren irgendwelcher Softwarepakete dauert relativ lange).
Ich habe keinen Bock, neue Rechner zu kaufen, weil irgendwelcher Grafik- Kitsch, den ich sowieso abschalte, die Hardwareanforderungen hochgeschraubt hat.
Aber unter Linux muß man ja gottseidank nicht die Hardware wegwerfen, es reicht, die Bloat- DEs in die Tonne zu treten und was anderes zu verwenden.
Danach ist nichts mehr an für mich spannenden Sachen passiert.
So sehe ich das auch. Mittlerweile geht es weniger um Aufbau sondern um Verteidigung des Bestehenden und Bewährtem, und zwar gegen einige Entwickler(die lieber 'irgendwas' neues machen, sobald ein Projekt stabil ist wird es für die langweilig).
Aber unter Linux muß man ja gottseidank nicht die Hardware wegwerfen, es reicht, die Bloat- DEs in die Tonne zu treten und was anderes zu verwenden.
Naja, es gibt die 2 'grossen DE', die nicht umsonst in der Vergangenheit von den meisten Distributionen als default genutzt wurden, wenn beide ausrasten ist da schon eine Lücke.
Nach elf Jahren bin ich von Gnome weg. Ich machte ein Update, und Gnome startete nicht mehr (Rechner fährt hoch und sofort wieder herunter.). Nach sechs Stunden hatte ich es einigermaßen am laufen. Alle meine Einstellungen und shortcuts waren weg. Sämtliche Programme-Links (sammt mühsam gesuchter Optionen) in den Leisten waren weg. Das Bedienkonzept war völlig anders. Ich wusste nicht mal mehr wo ich den Browser starten sollte. Dann waren viele Programme, die ich täglich benutze gelöscht worden, weil sein mit Gnome (oder den Libs) inkompatibel waren. Von einem Nutzbaren Desktop zu einem Unbrauchbaren System in einem Update. Ich hatte auch vorher schon Problem bei einem upgrade, und nicht alle Probleme sind Gnome zuzuschreiben, aber insgesamt hat das einen ganz üblem Beigeschmack hinterlassen. Das ist ein Computer den ich auch zum Arbeiten benutze. Da habe ich nicht die Zeit mich 40Stunden an ein neues Bedienkonzept zu gewöhnen und alles wider herzurichten. Nun nutze ich XFCE. Mich stören zwar ein paar Sachen (manchmal funktioniert D&D nicht richtig, Das Fenster, das man mit dem Mausrad scolled wird selektiert, die Integration von alternativen Eingabegräten ist nicht so gut, usw.) aber insgesamt kann ich fast wie gewohnt weiter arbeiten.
Ich hatte auch auf einem neuen PC ganz selbstverständlich Gnome(3) installiert, davon ausgehend das die 'übliche Nutzungsweise' damit _selbstverständlich_ gegeben ist oder zumindest einstellbar.
Hatte zwar einige Berichte über Gnome-Shell gelesen, aber irgendwie war das alles an mir abgeprallt wie die ganzen neuen 3D-Firlefanz-Desktops, sowas wird bei mir sowieso gleich als erstes deaktiviert und schon ist der Desktop nutzbar.
Tja, nur musste ich nach langem rumprobieren mit Gnome 3.0 feststellen das der Desktop den es von Anfang an gab(Gnome1/KDE1) nur noch bedingt gab.
Das die Gnome-Entwickler den 'üblichen' Desktop einfach so entfernten und durch 'irgendwas' ersetzten, also damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich war mit Gnome2 zufrieden, dementsprechend interessierte mich neues bei Gnome3 nicht sonderlich, ich hätte nicht mal im Traum daran gedacht das die den 'üblichen Desktop' entfernen ohne das man ihn wieder so einstellen konnte wie gehabt.
ich hätte nicht mal im Traum daran gedacht das die den 'üblichen Desktop' entfernen ohne das man ihn wieder so einstellen konnte wie gehabt.
Kann man doch weitgehend. Darum gab es doch den Versionssprung, weil man nicht mehr uneingeschränkt abwärtskompatibel ist. So ein Bruch ist notwendig um Veraltetes abzuwerfen, das durch neues ersetzt wird. Sei es Technisch oder Konzeptionell.
Genauso kommt es aber rüber, wenn ein Otto Normalnutzer z.B. von Ubuntu 10.04 auf Ubuntu 12.04 updatet, insofern er ein eingefleischter Gnome2-Nutzer ist.
Genau das Gleiche wird passieren, wenn ein eingefleischter WinXP- oder Win7-Benutzer nach dem Rechnerkauf Windows 8 erblickt.
Ansonsten ist das Gnome3-Problem aber eher marginal. Es git nur noch eine wichtige Distro mit der Gnome3-Shell des Gnome-Projekts als Standarddesktop, von daher wird sich diese Gnome3 Shell-GUI-Geschichte mit der Zeit von selbst erledigen.
Sicher hatte ich mich informiert. Ich habe gelesen, dass sich die alten Funktionalitäten "ohne Probleme" herstellen lassen. Das es kein "Problem" ist alles so zu haben wie es vorher war, nur mit den Verbesserten Integrationsmöglichkeiten. Von Gnome1 auf Gnome2 wurden meine Einstellungen, so weit wie möglich übernommen, die Handhabung veränderte sich etwas, aber im großen und ganzen konnte ich den Desktop wie gewohnt benutzen. Während sich Gnome2 Entwickelte kamen immer mehr Fähigkeiten hinzu, die Alles integrierte sich besser. Es gab Probleme, aber nichts verhinderte, das ich daran arbeiten konnte. Das meiste war in ein oder zwei Stunden zu lösen. Ich hatte erwartet, dass das Handling anders ein würde, dass das manches nicht übernommen werden würde. Aber das alle meine Vorher gemachten Einstellungen und Veränderungen verworfen und ich vor einen komplett neuen und leeren Desktop gesetzt würde, damit hatte ich nicht gerechnet! Mache Starter hatte ich zu Gnome1 erstellt und modifiziert wenn es nötig war. Und mit Gnome3 war alles weg. SSH Logins, automatisierte Downloads, komandozeilenkonfigurierte Programme, etc, Alles was sich in 10 Jahren so als Starter ansammelt, verschwunden. Ich habe einige Zeit gebraucht die Sachen aus meinen Backups zu fummeln, da Gnome3 gleich mal die Gconf neu schrieb. Ein Downgrade schlug auch fehl, da Gnome3 einiges veränderte und Gnome2 damit nicht mehr klar kam. Der GDM wurde gelöscht und durch etwas nicht funktionierendes ersetzt.
Ich hatte mit Schwierigkeiten gerechnet ich hatte damit gerechnet, das ich drei oder vier Stunden brauchen würde, bis ich wider etwas habe, mit dem ich Arbeiten kann, ich hatte nicht damit gerechnet dass überhaupt nichts mehr funktioniert und ich mit allem von Null anfangen muss. Das bin ich bei Linux nicht gewohnt.
Vielleicht bekommt nun XFCE ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Meldungen wie Standarddesktop bei Debian sind da sicher auch hilfreich. Wenn das mittelfristig zu mehr XFCE-Entwicklern führt, bin ich damit sehr glücklich. Ach, das war jetzt aber OT! Mein Kommentar zu Gnome3: Nicht mehr meine Tasse Tee. Es ist vielmehr das genaue Gegenteil dessen, was mir persönlich gefällt. Ich kann damit keine 30 Minuten arbeiten, ohne dass ich anfange mit den Zähnen zu knirschen
Vielleicht bekommt nun XFCE ein wenig mehr Aufmerksamkeit.
Warte mal ab bis die Xfce-Entwickler auch alles wegschmeissen und dir ein neues Xfce präsentieren(welches nach 1 Jahr warten irgendwie nutzbar sein wird)...
Warum so pessimistisch? Es gibt bestimmt auch Entwickler, die etwas ähnliches wie ich gut finden. Momentan scheinen die bei XFCE zu werkeln. Und ich bin nicht so eingefahren, wie mein Beitrag oben vielleicht vermuten lässt. Ich habe nichts dagegen verschiedene DEs zu testen und gelegentlich zu wechseln. Ich war früher mit KDE glücklich, dannach mit Gnome2 und jetzt eben mit XFCE. Vielleicht wird es ja irgendwann auch wieder was mit Gnome, was ich momentan allerdings eher unwahrscheinlich finde.
Die XFCE-Leute haben bei der Version 4.8 eher herumgestöhnt, weil sie zu wenige Mitstreiter hatten, um hinter den ständigen Änderungen im Linux- Framework hinterherzuprogrammieren (HAL, udev und so'n Kram).
Die sind auch unzufrieden, weil es immer schwerer wird, XFCE kompatibel zu den BSDs zu halten.
Daher glaube ich, dass die Änderungen an XFCE eher inkrementell sein werden.
Von Dr. Faust aufs Auge am Sa, 11. August 2012 um 13:27 #
Linux mit seinen HAL, udev, udisk, upower, polkit, consolekit Wechseldich-Spielchen trifft alle, nicht nur XFCE. Jeden Monat was anderes. Gestern usystem, heute systemd, morgen systemkit. Red Hat immer ganz vorne dabei.
... denn eigentlich frage ich mich inzwischen immer mehr, ob irgendjemand im Bereich der Desktopumgebungen den richtigen Weg verfolgt.
Weder bei KDE, noch bei Gnome, XFCE hatte ich das Gefühl. Bei allen gibt es gute Ansätze, aber irgendwie wirkt alles entweder halbgar, oder unbenutzbar, oder der Fokus liegt auf Dingen, die meiner Meinung nach einfach nicht so wichtig sind (klar, das können andere immer anders sehen und ist bei den Entwicklern offensichtlich so).
Ich habe zum Beispiel noch bei keiner Desktopumgebung eine Möglichkeit gefunden vernünftig eine Maus zukonfigurieren und zwar eine die mehr als 3 Tasten hat. Das ist schon ein Armutszeugnis, dass man da immer noch auf imwheel zurückgreifen muss (was gut funktioniert, aber auch wieder jedes Vorurteil gegenüber Linux bestätigt).
Jede der Desktopumgebungen hat in bestimmten Bereichen gute Ansätze (bei Gnome 3 finde ich zum Beispiel die Art Integration der Zugangshilfen sehr gut gelöst, auch wenn ich sie selbst nicht benötige), aber dafür gibt es in so vielen anderen Bereichen unglaublich viele Schwächen.
Letztlich sind die ganzen DE am "Normalbenutzer" ausgerichtet, also jemand, der die Kiste einfach anwerfen will, um ein bisschen im Netz zu surfen, emails zu lesen, ... Plakativ: Mainstream, Windows-/Macuser. Und dafür sind sowohl Gnome3 als auch KDE 4 mittlerweile sicher gut geeignet, beide DE's bewegen sich ja seit einiger Zeit in diese Richtung.
Es ist sicherlich nicht meine Oberfläche, aber ich arbeite auch nicht gerne unter Windows, OSX finde ich sogar noch schlimmer. Muss ich aber auch nicht. Letztlich bin ich durch diese Entwicklung wieder beim klassischen Windowmanager+Programmstarter angekommen, wie in der Zeit, bevor KDE auf den Markt kam (damals fvwm(2), jetzt openbox+tint+tilda+kupfer). So flüssig und funktional wie jetzt war meine Arbeitsoberfläche noch nie.
Ich nutze Linux seit 1998. Erst SUSE, dann Mandrake, Debian (woody), Redhat, Gentoo, Fedora, Debian (squeeze). Zuerst KDE 1/2/3, danach GNOME 2, zwischendurch mal blackbox, openbox.
GNOME 2 auf Debian Squeeze war für mich bisher das beste System. Selbst meine Mutter, die nicht besonders technisch versiert ist, konnte es auf Anhieb produktiv benutzen. Was mir bei GNOME 2 (und Python 2.x übrigens) gefallen hat: Die Politik der ständigen und kleinen Verbesserungen, die sich im Laufe der Zeit zu großen Verbesserungen akkumuliert hatten ohne aber alles "von heute auf morgen" auf den Kopf zu stellen.
Nachdem ich dann GNOME 3 getestet hatte und für einen deutlichen Rückschritt gehalten habe (KDE 4 ist für mich ein vergleichbares Desaster), versuchte ich XFCE. Ergebnis: Nett, aber doch unkomfortabler als GNOME 2.
Danach bin ich neugierig geworden und umgekehrt vorgegangen: Ich habe X mit openbox eingerichtet und nur die Dinge hinzugefügt, die ich wirklich benötige. (Zuerst lief wmii mit eigenem Python-wmiirc-skript, aber das war mir dann doch zu "anders"). Und jedesmal, wenn ich dachte, dass etwas umständlich ist, habe ich nach einer Lösung gesucht.
Wo bin ich nun gelandet? openbox, docker, gkrellm, dmenu, urxvt, firefox, sylpheed, gajim, geeqie, vlc, qemu-kvm, ... und einige eigene Keybindings und Skripte für den täglichen Bedarf (Backups, usw) auf Debian Squeeze (mit dem Alter kommt das Bedürfnis nach "stable" ) Und da ich sowieso schon immer automatisierungsfähige Dinge gleich über die Kommandozeile erledigt habe, vermisse ich mittlerweile überhaupt nichts mehr.
Und die Geschwindigkeit ist beeindruckend. An den Windows XP bzw. Windows 7 Notebooks meiner Eltern bekomme ich jetzt Nervenzusammenbrüche
Was mich daran stört ist, dass GNOME als Open Source Project mittlerweile so von Red Hat dominiert wird.
Dass für meine Graphikkarte kein Open Source Treiber die Gnome-Shell unterstützt und ich auf den fglrx-Treiber angewiesen bin, obwohl ich unter KDE4.x die tollsten Effekte habe. Das heißt, man hat sich überhaupt nicht darum geschert, ob es für die Masse läuft. Zielvorgaben, Zielvorgaben .... Ob dabei eine quasi Entmündigung der User standfand, war Ihnen offensichtlich egal.
Ohne das "Zurückschlagen" der Community mit den Extensions (tweak-tool), hätte ich es mir nie wieder angeschaut. So aber ist es mittlerweile eine Abwechslung und Alternative zu KDE. Und produktiv arbeiten kann ich damit jetzt auch.
Die Gnome-Shell hätte eben auch als Gnome-Shell in purem 2D laufen müssen. Exakt das haben sie nicht hinbekommen. Das ist quasi ein Designfehler. Für Quadcore-Rechner wird zwar jetzt ein bisschen Abhilfe geschaffen mitttels der überaus CPU-lastigen Llvmpipe, das ändert aber nichts am ursprünglichen Irrweg: Gnomes blindes "Gottvertrauen" in die nur ansatzweise vorhandene 3D-Qualität freier Linuxgrafiktreiber.
Dass Red Hat Gnome so dominiert, liegt IMO primär an Canonical und Ubuntu, die sich geweigert haben, einen Ihrer großen Nutzerzahl entsprechenden "Entwicklungseinfluss" durchzusetzen. Novell/Suse haben das um Suse 10.1 herum versucht, haben dann aber eingesehen, dass sie letztlich für sich daraus nichts Positives gewinnen können und sind auf massiven Communitydruck hin zumindest in openSUSE zu KDE als Quasi-Hauptdesktop zurückgekehrt. Deshalb steht Red Hat - zumindest als Firma - in punkto Gnomeentwicklungsarbeit nun doch recht einsam da. Logischerweise machen sie da, was sie wollen. Für Red Hat heißt das zur Zeit, Gnome seine gestalterische Freiheit zu belassen.
Sun fiel vor einigen Jahren einmal mit Looking Glass etwas in Ungnade, kein Unternehmenskunde wollte diese 3D-GUI wirklich benutzen. Vielleicht widerfährt Red Hat genau das Gleiche.
Unternehmenskunden sind mit Gnome2 hochzufrieden. Die ähneln in Ihrer Grundeinstellung Firmen, die noch Windows XP SP3 einsetzen. Prinzipiell lässt sich das im Gnome3-Bereich allerdings mit einem aufgebohrten Fallback-Modus auffangen. Da haben Red Hat (und auch Suse) unter Umständen bald ziemlich viel zu tun. Dann wird aus der gestalterischen Freiheit sehr rasch eine reine Auftragsarbeit.
Allerdings betrifft das zunächst nur RHEL7 und vermutlich SLES 12. Akut wird das obige Problem erst dann, wenn RHEL7 gegenüber RHEL6 (mit Gnome2-Support bis 2020) einen deutlichen Mehrwert auf technischer Ebene bieten sollte.
Von Damian Ivanov am Mi, 5. September 2012 um 17:22 #
gnome3-fallback fehlt so einiges wird aber laut Vincent Untz (hab mit ihm gesprochen) leider wahrscheinlich fallen gelassen. Unten hab ich es versucht ein paar Leuten zu erklaeren und fuer das gnome3-panel zu werben, ohne vielversprechenden Erfolg. Ich pastes es mal auf Englisch (keine Lust jetzt das ganze nochmal zu schreiben
Von Damian Ivanov am Mi, 5. September 2012 um 17:22 #
KDE: Was once really a great desktop environment but now (after 4.0) it is not really usuable, the design and themes are awful if you compare them to e.g ubuntu radiance or ambiance themes. The Activites concept is again something 95% of users don't want but some developers think it's a good idea. The whole Nepomuk/Strigi framework is light years behind zeitgeist (maybe not technikally but well try unity and the things using zeitgeist and KDE equivalents) and make the whole system unresponsive if enabled. KDE has no orientation of UI design guidelines e.g the systemsettings is a poor clone of Mac OS X systemsettings . Other parts look like poor and ugly windows clone. The dolphin developer switched back to Windows because situation with KDE and Gnome is helpless since both developed in some areas bad ways. The whole plasma-desktop feels sluggish compared to any other Desktop environment e.g if you resize the panel, in height not length or oversize any plasma applet you can feel what I mean. Or compare gnome online accounts with KDE equivalent. Also technically plasma has a core design issue, the panel, the desktop and the eye-candy widgets on the desktop are one and the same framework, program, command. You get a widget to crash, your panel and desktop will crash too. Non of these parts are productively re-usable in a different desktop environment. KDE 3 was good there one program for the panel (kicker), one for the desktop and one for the widgets (superkaramba) Qt framework is one of the most advanced and best supported, KDE has so much skilled developers and so much great applications (okular, k3b, amarok, dolphin just to name a few) and they made a crap of it.
Xfce: Quite nice desktop, I'd say most stable (maybe despite Mate?!?) and one of the best you can work with at the moment running Linux. Though xfce gives me a pre 2000 feeling, lots of things need to be polished (but please no new desktop/mobile concept overkill shell/plasma/uebermacht desktop ideas) The panel can be look modern but still vanilla xfce e.g all desktop icons seems marked (as if you clicked on them). It is based of deprecated gtk2, gtk3 is the future.
Lxde: See xfce but needs even more polishing.
Razor-qt: Well these guys and you're at the beginning of you development so no big criticize from me here at this point, just a few notes to them: Delete oxygen theme, try to support gtk themes and write something like xfapplet (so you can support KDE plasma-applets, supporting gnome-panel applets with qt would be much more work and unrealistic, but with supporting KDE plasma applets, you would have a good start)
Mate: Well it's gnome2 (I like a lot of the design concepts) so what I dislike is that it's technically deprecated and is maintained and developed by users that are maybe enough to maintain a panel)
Unity and Gnome3, Cinnamon: I have them together because they share so much in common positives and negatives. So what is good with them? Well all tools are good and are elegant e.g the control center, the file manager and all other tools coming with them. Unity has really so many great innovations for the Desktop, I love the indicators and the Dash, I somehow like the HUD (since it's optional) and unity is the 1st desktop environment I know of where you can use all the space of your display for the running application, without losing the clock, the systray etc. Gnome3 has also some sexy things, the hot corner, also dash could need a window lense since that is also somehow nice in gnome. Cinnamon is well like gnome with a few minor changes, without another default configuration and done only by LinuxMint developers and now backport and code updates from gnome to cinnamon is now their duty since they decided to fork mutter and gnome-shell rather than to enhance and write extensions and cinnamon is most likely to not get the same amount of bug fixes and enhancements in time. So but wrong with all of them is the technical concept: each of them has their one and only exclusive window manager (no, it's not event the same!) unity has compiz (definitely best choice for users), gnome has mutter (rewrite of metacity aka Metacity Clutter, which technically may be best) and cinnamon has muffin (fork of mutter, not going to profit from mutter patches, they will need to be backported and only few developers). This window managers can not be replace with a different. Ok, lets say that is not that worse, but compiz and mutter *require* 3d acceleration. Sure most PC's Today do 3d with Linux. Sure for the others is llvmpipe. Do you think any company would run that? You know windows server has no aero fancy stuff, at this is not because they could not do a llvpipe thingy. You see any sysadmin wasting CPU resources for the desktop? On the server? There are so many servers and will be there without a 3d card and seriously it is not rare that few users want to login remotely on a server machine. If you have 3-4 users running gnome3 on a server the best llvmpipe will get your CPU into trouble. Another use-case is multiseat (the most awesome, less advertised Fedora 17 feature) I have this at home and with the 2nd seat accelered by llvmpipe your system goes unusuable and I have a quad-core! So apart these things can you rearrange applets on the unity, gnome-shell, cinnamon panel easily? No. In unity it's not possible, as far as I know also not in gnome-shell, extensions may add here and there some stuff, but I still haven't seen a gnome-shell that I can modify like gnome2-panel e.g you have a gnome-extension to add a 2nd panel at the bottom with a windowlist applet, so know you need a 3rd extension to move the clock down to the 2nd panel and a 4th extension to move the menu to the 2nd panel. Now have fun moving the 2nd panel to the left or right side of you display.
THE FUTURE: So what do we need for the future? Well I will be working on gnome3-panel to get a working, customizable desktop. So why did I choose gnome3-panel? It already integrates well into gnome user space. You have all the ubuntu unity indicators running under gnome3-panel. You also have a window buttons applet for the panel. Cardapio, an alternative menu is also working on gnome3-panel, dockbarx, which support unity quick list and is an icon window list that could turn any vanilla gnome3-panel into an unity launcher or a windows 7 panel etc. is on the way. gnome3-panel recently feels quite stable, only one issue so far with the theming and transparency of it. Vertical panel's respect the size of horizontal panels.
So what would need to be done: 1) The port of dockbarx to gnome3-panel. 2) Implement suppot for Intellihide/dodge active window on gnome3-panel 3) Make a accelerated window manager if enabled make some eye candy and true transparency etc. 4) Bug fixing. 5) Make unity dash and hud startable from gnome-panel if compiz is detected as window manager
optional: Gnomenu port.
Why didn't choose awn-panel, cairo-dock etc.? Dead upstream. Too much 3d oriented. Unstable. Various other issues.
Von Bending Unit 22 am Mi, 15. August 2012 um 09:26 #
Gnomes blindes "Gottvertrauen" in die nur ansatzweise vorhandene 3D-Qualität freier Linuxgrafiktreiber.
Die Intel-Grafik ist für die Gnome-Shell mehr als ausreichend und ist direkt mit dem Prozessor integriert - eine separate Grafikkarte ist daher meist nicht nötig. Intel-Grafik bietet freie Treiber, funktioniert problemlos und ist für vieles ausreichend.
Die Votes werden nicht angezeigt!
Das komplette Voting-System - seien es die Kommentare, oder die Umfragen - ist Zeit-basiert. In der Praxis bedeutet es, dass die Stimmen sofort gezählt werden, die Berechnung der Werte und der Resultate aber versetzt abgearbeitet wird. In Zahlen ausgedrückt: ein mal in der Minute.
Cheers,
demon
Der Weg ist richtig, das passt schon. Ich hab früher KDE benutzt und die vierer Entwicklung mit gemacht. Was da für Gezeter gab, mein lieber Mann, ich höre es noch. Nur war ich dann mit beginn und erscheinen der 4.6 aufwärts nicht mehr zufrieden, da kam mir der Gnome 3 gerade recht. Mir gefällt was da erschien und auch im Plan steht und noch kommen soll, bin gespannt auf weiteres. Alle die hier dem Gnome 2 nachtrauern, sollen mal daran denken das es in der Entwicklung weiter gehen muss und soll. Wo sonst wäre die Linux Welt wenn alles beim alten bliebe?!
Gnome-Team: macht weiter, lasst euch nicht beirren!
PS: So, nun macht mich "rot"!
Meinst nicht eher tot? Oo
Und nein warum würde ich nicht machen, unter Linux hat jeder die freie Wahl was für einen Desktop er benutzt. Unter meiner Distro wird noch Gnome2 verwendet und damit bin ich sehr zufrieden. Persönlich mag ich zwar das Aussehen von gnome3 aber das Handlich ist nichts für mich.
Allerdings finde ich es unnötig ein GnomeOS zu entwickeln. Sollten sie lieber Gnome3 weiter optimieren.
Naja aus Golem News mach ich mir normalerweise nichts, aber sogar die haben doch geschrieben das es eine alleinstehende Installation sei. Klingt doch schon sehr nach eigener Distro. Des weiteren wird ja nur gesagt das sie es nicht als Distro ansehen wollen, sondern als Plattform für Tester und Entwickler, dennoch bleibt es ne Distro ^^
Bei heise steht folgendes:
"Auf der diesjährigen Guadec (Gnome Users and Developers Conference) haben zwei Entwickler Überlegungen zur Diskussion gestellt, Gnome 4.0 im Frühjahr 2014 zu veröffentlichen und in dem Zug zu einem Gnome-Betriebssystem (Gnome OS) auszubauen."
Link: http://www.heise.de/open/meldung/Planungen-zu-Gnome-4-0-und-Gnome-OS-1655363.html
Das klingt für mich auch sehr nach eigener Distro.
Klar muss es in der Entwicklung weiter gehen, weil sich alles um Linux herum auch ändert.
Aber die Richtung, in die es weitergeht, ist nicht egal. Und was die bei Gnome und KDE treiben, ist kein wirklicher Fortschritt.
Um was geht es eigentlich konkret?
Ich vermute einmal, dass Gnome2 weiter zur Verfügung stehen soll, z.B. als Gnome 2.30.x für Ubuntu 12.04.
Würde sich also jemand finden, der die RHEL6-Pakete für Ubuntu zusammenpackt und bis zum 12.04-EOL 2017 regelmäßig mit Sicherheits- und sonstigen Bugfixes von RHEL6-Seite versorgt, dann wäre das für Euch schon ein Schritt in die richtige Richtung?
Ich finde Gnome 3 und die gnome-shell verfolgt einen äußerst brauchbaren Ansatz. Er ist mit Unity vergleichbar, welches ich in seinem Ansatz ähnlich hoch schätze, aber mutter funktioniert einfach flüßiger als compiz (ymmv).
Ja, es gibt noch leichte Hakeligkeiten, aber verglichen mit KDE <4.6 ist das Kinderkram. Klar, KDE kann mehr, aber Gnome ist und bleibt seiner Linie treu: eine einfache und stabile Desktop-Umgebung mit allem technischem Pipapo.
Ich finde, GNOME geht den richtigen Weg.
Mit den bisherigen Bemühung bringt man diesen Desktop ins Abseits und die User wandern ab zu KDE.
Falls die GNOME-Entwickler nicht kollektiven Selbstmord begehen, unterstützt ja vielleicht einer von denen künftig die Konkurrenz. Manpower kann man ja immer brauchen.
Gruß
MichaelK
Das Voting sagt momentan was anderes ^^
mfg darkstar999
:x
:x
Jetzt noch eine Umfrage, welche Distributionen von PL-Lesern genutzt werden u. du hast die Antwort.
Nun sind es also die Ubuntu-Leute die Schuld sind? Haben sich wahracheinlich mit den XFCE, KDE, LXDE und Windows, OSX und BSD Leuten zusammengeschlossen um GNOME zu zerstören!
Es gab hier auf PL doch schon einige Umfragen, welche DE genutzt werden. "Zufällig" waren es ca. 42 %, die KDE verwendeten. Wenn man diese Nutzer (die KDE ja nicht verwenden, weil sie GNOME so toll finden) davon abzieht, würde ich sagen, dass das eine durchaus ordentliche Bilanz ist.
Also jedem KDE Nutzer zu unterstellen er votet negativ, falsche Richtung, ist schon was. Kann auch argumentieren, dass die alle positiv voten, richtige Richtung, damit mehr Leute GNOME verlassen, mehr Distributionen auf Alternativen wie KDE umschwenken.
Aber lassen wir die Kuh mal im Dorf und nehmen an, dass jene die sowieso was anderes verwenden und es besser finden sich nicht interessieren was GNOME da macht.
Das wird auch Montag leider nix anderes sagen. Da brauch ich nichtmal die Glaskugel rausholen.
Ja!
Nein!!!
Doch!!!
Doch nicht
Sicher?
weiss nicht...
Als Antwort auf das Thema:
Gnome3 ist Bloat. Nicht so sehr wie KDE/Win Vista+7 aber immerhin noch ordentlich bloatig. Das gilt auch für den Fallbackmodus.
Ich hätte gerne einen Desktop der richtig ab geht, was die Reaktionsfähigkeit betrifft. Bei State-of-The-Art Hardware gerne mit allem Effekt-Pups dabei. Aber auch auf nicht mehr ganz so neuer Hardware muss es doch möglich sein, dass man eine schnelle Desktopumgebung haben kann.
IMHO: 90% aller Software ist bloat. Die Rechner waren vor 10 Jahren schon schnell genug, um einen schnellen, gut funktionierenden Desktop zu ermöglichen.
Ich benutze:
* Debian/Trinity
* Windows XP
* Linux Mint(Mate)
Auf welcher modernen Hardware geht denn Gnome 3 "Reaktionsmäßig" nicht ab?! Bei mir läuft das alles flüssig.
Z. B. auf meinem alten IBM Thinkpad R40 (P4M 2.0 GHz, 1 GB RAM) bin ich absolut unzufrieden mit dem Reaktionsverhalten vom Fallback Modus. Das hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber scheint mir von den Daten einfach noch voll ok.
Welche Distribution benutzt Du?
Bei vielen Distributionen läuft Tracker, Zeitgeist und viele andere Ressourcenfresser im Hintergrund, die das System langsam machen.
Auf meinem 1.6GHz Core Duo läuft die Shell absolut flüssig (Intel-Grafik). Das besagte System läuft mit Arch-Linux und verbraucht etwa 200MB RAM (mit geladener Gnome-Shell). Der Fallback-Modus läuft genauso gut. Debian war ähnlich ressourcensparend.
Es ist also nicht unbedingt das Gnome-System selber die ein System langsam machen, sondern meist Autoupdater, Indizierer und andere Dienste.
> Welche Distribution benutzt Du?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2012 um 00:39.Auf dem System Debian. Gnome3-Fallback fühlt sich zäh wie Kaugummi an. Kann mir ja nochmal anschauen was da alles so läuft.
Also von diesem Punkt her verstehe ich das vollkommen! Ich finde, dass man hier auch für eine bessere Alternative sorgen muss, Konzept hin oder her. Aber idR. wird erst relativ spät optimiert, was an dieser Stelle schade ist.
Na dann leg los und zeig was Du kannst. Vielleicht bekommst das besser zusammen, was wo all das was Du willst drin ist?! Hau rein in die Tasten, Fork' n ist grad Inn!
Das Argumentationsschema ist genau so alt wie sinnfrei. Wenn jemand etwas publiziert und die Mitwelt zur Nutzung ermuntert, von Kritik aber gleichzeitig nichts hören will, ist zumindest eines offensichtlich: derjenige kann nicht daran interessiert, ein gutes Produkt zu machen, sondern betreibt vor allem Selbstbefriedigung. Schon an dieser Stelle wird die One-Desktop-Fits-All-Mentalität einiger Entwickler ad absurdum geführt.
Nicht, dass Selbstbefriedigung per se negativ ist. Das Getue wird dadurch aber nicht gerechtfertigt.
Meine Programmierfähigkeiten sind begrenzt. Ich bin auch kein guter Programmierer. Doch darum geht es auch nicht. Und es geht auch nicht darum, das die Programmierer von Gnome schlecht sind, was sie auch nicht sind. Die haben mit Sicherheit viel auf dem Kasten.
Es geht darum, dass ich sachliche Kritik geäußert habe(gnome zu langsam auf nicht mehr ganz neuene Rechnern), die als Unterstützung dafür dienen soll, eine echte Userwahrnehmung zu zeigen um so Feedback für das aktuelle Gnome zu geben. Da kann man dann drüber nachdenken und ggf. Änderungen vornehmen. Oder man kann's einfach ignorieren, weil das eigene Projekt ja schon perfekt ist. Aber KDE gibt's ja schon, brauchen wir noch SO EINE absolut perfekte Desktopumgebung?
Aber vielleicht geht's ja dem einen oder anderen richtig darum, ein echt geiles System zu schaffen, was einfach nur rennt wie Hund, und was als Normal-PC Betriebssystem einfach das Beste ist wo gibt von die Welt.
Zum Thema langsam:
Windows 95 war in Sachen Oberfläche(Fensterkram + Explorer) IMHO sauschnell. Abgesehen von dem ganzen anderen schrottigen Teilen dieses BS war das so, wie ich mir das vorstelle. Und das bei welchen Hardwareanforderungen?
-> http://support.microsoft.com/kb/138349/DE
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit so'nem technischen Kleinkram wie GUI im Kernelmodus(von Win). Als User interessieren mich keine technischen Labereien. Ich will auch nicht sagen, das irgend etwas von dem, wie ich mir es vorstelle einfach ist oder gerade unter Linux einfacher ist(z. B. Weil der X-Server halt nicht im Kernelmode läuft).
Ich sag' nur, das wie ich mir das wünsche und wie ich's halt viel geiler fände. Ich finde Open Source Software cool und noch viel cooler, wenn diese mich auch von der Benutzung her einfach nur begeistert.
Ich will aber nicht nur Meckern. Auf neuer Hardware finde ich Gnome 3 mit Effekten durchaus angenehm zu nutzen.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 10. Aug 2012 um 22:52.Kritik ala "gnome zu langsam auf nicht mehr ganz neuene Rechnern" ist nicht wirklich konstruktiv. Man muss schon genau sagen was zu langsam ist und wie schnell es sein müsste. Was konkret sollte der Entwickler ändern? An vielen Stellen kann man wohl optimieren, aber bestimmte Operationen dauern selbst unter Idealbedingungen ihre Zeit.
Die Geschwindigkeit eines Systems hängt immer von seinen Fähigkeiten ab. Sehr viele Programme liefen z.B. schneller und DOS als unter Windows 95. Heute müssen die Systeme wesentlich komplexer als damals und es gibt mehr Abstraktionsebenen um das in den Griff zu bekommen. Wenn man ein ganz schnelles System haben will nimmt man LXDE etc.
Für die Effekte ist halt Hardware-Beschleunigung notwendig, die auf älteren Systemen einfach meistens nicht vorhanden ist.
> Kritik ala "gnome zu langsam auf nicht mehr ganz
> neuene Rechnern" ist nicht wirklich konstruktiv.
Doch genau das ist der Effekt. Der grundlegende Eindruck, bei der Benutzung des Systems und genau so plakativ möchte ich das ausdrücken als Benutzer, damit der Entwickler weiss, wie das was er geschaffen hat ankommt. Wie ein kleines Kind: hart - ehrlich - direkt - ohne Schnörkel, oder vielleicht auch wie Torvalds oder Jobs.
> Für die Effekte ist halt Hardware-Beschleunigung
> notwendig, die auf älteren Systemen einfach
> meistens nicht vorhanden ist.
...und genau die Abschaltung der Effekte ist ja beim Fallback mit Sicherheit auch der Fall. Nur das Ergebnis ist IMHO unzureichend.
> Wenn man ein ganz schnelles System haben will
> nimmt man LXDE etc.
LXDE(icewm?) ist von der Benutzbarkeit & Comfort IMHO für mich bzw. für Lieschen Müller inakzeptabel. XFCE hab' ich manchen schon einmal vorgesetzt. Vom Comfort grenzwertig.
> ....Heute müssen die Systeme wesentlich
> komplexer als damals...
Ja genau Ausreden lassen sich genug finden. Wie ich bereits geschrieben habe: Einfach wird es nicht sein, aber es geht mit Sicherheit eine ganze Menge.
Als Beispieldemonstration was denn so gehen kann, möchte ich nur mal die 1-Sekunde-boot-to-QT Anwendung in den Raum stellen, was sicherlich einige kennen mögen(Demo-Video wurde leider mittlerweile gelöscht).
http://qt-project.org/forums/viewthread/1384
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2012 um 01:54.>XFCE hab' ich manchen schon einmal vorgesetzt. Vom Comfort grenzwertig.
Aber im Vergleich mit Windows 95 geht es gerade so OK ?
> ....Heute müssen die Systeme wesentlich
> komplexer als damals...
>>Ja genau Ausreden lassen sich genug finden. Wie ich bereits geschrieben habe:
Das sind keine Ausreden, das sind Tatsachen. Wenn heute 10 normale PC-Nutzer eine frische Windows 95 Installation eine Woche normal benutzen würden, wären am Sonntag vielleicht 1-2 übrig, die sich nicht lautstark über das Fehlen wichtiger Funktionen beklagen würden und zwar zurecht.
Da reicht schon das Reinstecken eines 16Gig-Speichersticks und der GAU ist perfekt.
>>Einfach wird es nicht sein, aber es geht mit Sicherheit eine ganze Menge.
Sicher hast Du in einem Recht: man kann komplexen Code immer irgendwie besser und schlanker machen. Auch, wenn er noch so sorgfältig geschrieben ist. Aber so schlank wie DOS können heute nur noch Spezialsysteme für einzelnen Anwendungen sein. Ein universaler PC muss so viele Dinge drauf haben, dass ein zu diesen Aufgaben passendes Betriebsystem + komfortabler Oberfläche eben sehr viel größer sein muss als Windows 95.
Besonders für Leute, denen schon der Komfort von XFCE nicht reicht ;-)
Nicht wenn du die Win95 UI auf ein Windows 9 packst und erst so ist ein Vergleich mit Linux machbar.
Wollen wir wetten wieviele Leute mit Win95 besser klar kommen als mit Metro?
> Das sind keine Ausreden, das sind Tatsachen.
Ok. Ich glaube meine Verwendung des Wortes Ausreden scheint hier zu stören.
Ich bin der Meinung, dass man damit beginnen sollte, tiefgreifend die technische Infrastruktur und Frameworks anschauen und zu verbessern. Das ist alles andere als leicht. Wer sich mit dem erwähnten Beispiel Boot-to-Qt-in-1-second näher vertraut gemacht hat, sieht hier ein Beispiel: Ein Programmierer hat sich den ganzen Bootprozess detailliert angeschaut, d. h. Zeiten gemessen und überall wo es nötig war Korrekturen geschrieben.
Und einer der Problembereiche die dort z. B. sichtbar wurden, dass z. B. in allen Treibern in der Initialisierung relative großzügig mit Zeit umgegangen wird. Hier mal 50ms, dort mal 200ms. Das scheint für jeden einzelnen Fall vielleicht echt wenig. Doch insgesamt macht das dann schon recht viele Sekunden aus.
Ich habe z. B. auch das Gefühl, dass die GUI-Toolkits da viel Verbesserung erfahren könnten, wenn ich beobachte wie lange es dauert, bis Anwendungen gestartet werden.
Und noch ein Wort zum Thema Ausrede. Damit meine ich, dass es leichter ist, das zu machen, was einfach und gemäß der beschlossenen Strategie der nächste konsequente Schritt ist. Doch nicht das leichte sondern das richtige bringt richtigen Fortschritt.
Das kenne ich auch deswegen so genau, weil ich auch selber so ein fauler Sack bin.
Auch in der Programmierung habe ich dann erstmal gesagt: "Das geht nicht" und später feststellen müssen: Es geht doch. Da gibt es Wege, auch wenn Sie nicht offensichtlich und einfach sind.
Meine Meinung ist auch, dass Linux und die meisten linuxbasierten Desktops insgesamt so viel Ballast und Bloat mit sich herumschleppen, dass der Zeitpunkt näher rückt, an dem sich irgend einer mal hinsetzt und wieder einmal alles neu macht und zeigt wie schnell es doch geht. Wahrscheinlich genau so, wie Linux auch einmal angefangen hat. Weil: Neuschreiben ist einfacher als ein komplexes System zu optimieren.
So, soviel für mein Wort zum Sonntag.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2012 um 14:51.>> Das sind keine Ausreden, das sind Tatsachen.
>Ok. Ich glaube meine Verwendung des Wortes Ausreden scheint hier zu stören.
Ja, genau: es ist nur das Wort. "Ausrede" erscheint mir etwas zu polemisch.
Im Prinzip hast Du Recht. Viele der heute tatsächlich geforderten komplexen Funktionen werden ohne gute Planung und ohne ausreichenden Blick auf den Gesamtzusammenhang umgesetzt.
Was heute irgendwie funktioniert ist meist beliebter als das, was nächste Woche richtig gut funktionieren würde.
Hinzu kommen die Umständlichkeiten, die unvermeidlich sind, wenn man alten Code mitschleppt, statt neu zu schreiben.
Insgesamt sehe ich aber "Bloat" *nicht* als das große Problem bei der Entwicklung von GNOME. Das große Problem ist konzeptioneller Natur: Es gibt zwar sicher einen meistens "besten" Weg, die Bedienung eines Geräts umzusetzen aber es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund:
1.) sich einzubilden, man hätte diesen Weg gefunden
2.) deshalb alle anderen Wege abzuschaffen
Wie verheerend sich dieses Problem inzwischen auf GNOME auswirkt, kann jeder leicht testen:
Stecke die linke Hand in die Hosentasche und versuche, wie gut und schnell man 5-6 alltägliche Standardoperationen mit nur einer Hand in GNOME ausführen kann. Viel Spass!
Vergleichstests lassen sich zum Beispiel in XFCE und in KDE machen...
IMHO: 90% aller Software ist bloat. Die Rechner waren vor 10 Jahren schon schnell genug, um einen schnellen, gut funktionierenden Desktop zu ermöglichen.
Das sehe ich auch so.
Vor 10 oder 20 Jahren habe ich mir gottergeben alle 3 oder 4 Jahre einen neuen Rechner gekauft, weil mit der neuen Hard- und Software neue spannende Sachen möglich waren - z.B. MP3s hören und encoden, Analogfernsehen gucken, DVB gucken und aufzeichnen.
Danach ist nichts mehr an für mich spannenden Sachen passiert. Meine jetzigen Rechner sind Baujahr 2004 und 2005 (Notebook) und für alle diese Sachen technisch geeignet (nur das kompilieren irgendwelcher Softwarepakete dauert relativ lange).
Ich habe keinen Bock, neue Rechner zu kaufen, weil irgendwelcher Grafik- Kitsch, den ich sowieso abschalte, die Hardwareanforderungen hochgeschraubt hat.
Aber unter Linux muß man ja gottseidank nicht die Hardware wegwerfen, es reicht, die Bloat- DEs in die Tonne zu treten und was anderes zu verwenden.
Mittlerweile geht es weniger um Aufbau sondern um Verteidigung des Bestehenden und Bewährtem, und zwar gegen einige Entwickler(die lieber 'irgendwas' neues machen, sobald ein Projekt stabil ist wird es für die langweilig).Naja, es gibt die 2 'grossen DE', die nicht umsonst in der Vergangenheit von den meisten Distributionen als default genutzt wurden, wenn beide ausrasten ist da schon eine Lücke.
Aber egal, es gibt Mate und Trinity
Nach elf Jahren bin ich von Gnome weg. Ich machte ein Update, und Gnome startete nicht mehr (Rechner fährt hoch und sofort wieder herunter.). Nach sechs Stunden hatte ich es einigermaßen am laufen. Alle meine Einstellungen und shortcuts waren weg. Sämtliche Programme-Links (sammt mühsam gesuchter Optionen) in den Leisten waren weg. Das Bedienkonzept war völlig anders. Ich wusste nicht mal mehr wo ich den Browser starten sollte. Dann waren viele Programme, die ich täglich benutze gelöscht worden, weil sein mit Gnome (oder den Libs) inkompatibel waren.
Von einem Nutzbaren Desktop zu einem Unbrauchbaren System in einem Update. Ich hatte auch vorher schon Problem bei einem upgrade, und nicht alle Probleme sind Gnome zuzuschreiben, aber insgesamt hat das einen ganz üblem Beigeschmack hinterlassen. Das ist ein Computer den ich auch zum Arbeiten benutze. Da habe ich nicht die Zeit mich 40Stunden an ein neues Bedienkonzept zu gewöhnen und alles wider herzurichten.
Nun nutze ich XFCE. Mich stören zwar ein paar Sachen (manchmal funktioniert D&D nicht richtig, Das Fenster, das man mit dem Mausrad scolled wird selektiert, die Integration von alternativen Eingabegräten ist nicht so gut, usw.) aber insgesamt kann ich fast wie gewohnt weiter arbeiten.
Idr. informiert man sich ja auch erstmal über die Änderungen, bevor man updated. Da wird dann auch nix gelöscht, von wegen Abhängigkeiten.
Du hast vor elf Jahren bereits Linux mit Gnome-Desktop genutzt? Okay. Dann hast Du Ahnung von Linux, denn vor 11 Jahren musste man das noch haben.
Nach elf Jahren machst Du ein Upgrade von Gnome 2 auf Gnome 3 ohne zu wissen, was mit Gnome 3 auf Dich zukommt?
Nee. Das glaube ich Dir nicht.
Ich hatte auch auf einem neuen PC ganz selbstverständlich Gnome(3) installiert, davon ausgehend das die 'übliche Nutzungsweise' damit _selbstverständlich_ gegeben ist oder zumindest einstellbar.
Hatte zwar einige Berichte über Gnome-Shell gelesen, aber irgendwie war das alles an mir abgeprallt wie die ganzen neuen 3D-Firlefanz-Desktops, sowas wird bei mir sowieso gleich als erstes deaktiviert und schon ist der Desktop nutzbar.
Tja, nur musste ich nach langem rumprobieren mit Gnome 3.0 feststellen das der Desktop den es von Anfang an gab(Gnome1/KDE1) nur noch bedingt gab.
Das die Gnome-Entwickler den 'üblichen' Desktop einfach so entfernten und durch 'irgendwas' ersetzten, also damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich war mit Gnome2 zufrieden, dementsprechend interessierte mich neues bei Gnome3 nicht sonderlich, ich hätte nicht mal im Traum daran gedacht das die den 'üblichen Desktop' entfernen ohne das man ihn wieder so einstellen konnte wie gehabt.
Darum gab es doch den Versionssprung, weil man nicht mehr uneingeschränkt abwärtskompatibel ist. So ein Bruch ist notwendig um Veraltetes abzuwerfen, das durch neues ersetzt wird. Sei es Technisch oder Konzeptionell.
Genauso kommt es aber rüber, wenn ein Otto Normalnutzer z.B. von Ubuntu 10.04 auf Ubuntu 12.04 updatet, insofern er ein eingefleischter Gnome2-Nutzer ist.
Genau das Gleiche wird passieren, wenn ein eingefleischter WinXP- oder Win7-Benutzer nach dem Rechnerkauf Windows 8 erblickt.
Ansonsten ist das Gnome3-Problem aber eher marginal. Es git nur noch eine wichtige Distro mit der Gnome3-Shell des Gnome-Projekts als Standarddesktop, von daher wird sich diese Gnome3 Shell-GUI-Geschichte mit der Zeit von selbst erledigen.
Sicher hatte ich mich informiert. Ich habe gelesen, dass sich die alten Funktionalitäten "ohne Probleme" herstellen lassen. Das es kein "Problem" ist alles so zu haben wie es vorher war, nur mit den Verbesserten Integrationsmöglichkeiten. Von Gnome1 auf Gnome2 wurden meine Einstellungen, so weit wie möglich übernommen, die Handhabung veränderte sich etwas, aber im großen und ganzen konnte ich den Desktop wie gewohnt benutzen. Während sich Gnome2 Entwickelte kamen immer mehr Fähigkeiten hinzu, die Alles integrierte sich besser. Es gab Probleme, aber nichts verhinderte, das ich daran arbeiten konnte. Das meiste war in ein oder zwei Stunden zu lösen. Ich hatte erwartet, dass das Handling anders ein würde, dass das manches nicht übernommen werden würde. Aber das alle meine Vorher gemachten Einstellungen und Veränderungen verworfen und ich vor einen komplett neuen und leeren Desktop gesetzt würde, damit hatte ich nicht gerechnet! Mache Starter hatte ich zu Gnome1 erstellt und modifiziert wenn es nötig war. Und mit Gnome3 war alles weg. SSH Logins, automatisierte Downloads, komandozeilenkonfigurierte Programme, etc, Alles was sich in 10 Jahren so als Starter ansammelt, verschwunden. Ich habe einige Zeit gebraucht die Sachen aus meinen Backups zu fummeln, da Gnome3 gleich mal die Gconf neu schrieb. Ein Downgrade schlug auch fehl, da Gnome3 einiges veränderte und Gnome2 damit nicht mehr klar kam. Der GDM wurde gelöscht und durch etwas nicht funktionierendes ersetzt.
Ich hatte mit Schwierigkeiten gerechnet ich hatte damit gerechnet, das ich drei oder vier Stunden brauchen würde, bis ich wider etwas habe, mit dem ich Arbeiten kann, ich hatte nicht damit gerechnet dass überhaupt nichts mehr funktioniert und ich mit allem von Null anfangen muss. Das bin ich bei Linux nicht gewohnt.
Bis KDE 3.5 ließ ich nichts auf diesen Desktop kommen.
Danach zu GNOME 2.x. Ab GNOME 3 war 'Ende Gelände'.
Jetzt bin ich bei Unity, und sehr zufrieden. Hänge nun halt an Ubuntu...
Vielleicht bekommt nun XFCE ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Meldungen wie Standarddesktop bei Debian sind da sicher auch hilfreich. Wenn das mittelfristig zu mehr XFCE-Entwicklern führt, bin ich damit sehr glücklich.
Ach, das war jetzt aber OT! Mein Kommentar zu Gnome3: Nicht mehr meine Tasse Tee. Es ist vielmehr das genaue Gegenteil dessen, was mir persönlich gefällt. Ich kann damit keine 30 Minuten arbeiten, ohne dass ich anfange mit den Zähnen zu knirschen
Warte mal ab bis die Xfce-Entwickler auch alles wegschmeissen und dir ein neues Xfce präsentieren(welches nach 1 Jahr warten irgendwie nutzbar sein wird)...
Warum so pessimistisch? Es gibt bestimmt auch Entwickler, die etwas ähnliches wie ich gut finden. Momentan scheinen die bei XFCE zu werkeln. Und ich bin nicht so eingefahren, wie mein Beitrag oben vielleicht vermuten lässt.
Ich habe nichts dagegen verschiedene DEs zu testen und gelegentlich zu wechseln. Ich war früher mit KDE glücklich, dannach mit Gnome2 und jetzt eben mit XFCE. Vielleicht wird es ja irgendwann auch wieder was mit Gnome, was ich momentan allerdings eher unwahrscheinlich finde.
Mit Mate(Gnome2) ist mir jetzt eh alles egal
wenn irgendjemand jahrelange gute Arbeit wegschmeissen will, bitte.
Aufgrund der Erfahrungen mit den Auswirkungen der 'DE-Entscheider' nur realistischGlaube ich nicht.
Die XFCE-Leute haben bei der Version 4.8 eher herumgestöhnt, weil sie zu wenige Mitstreiter hatten, um hinter den ständigen Änderungen im Linux- Framework hinterherzuprogrammieren (HAL, udev und so'n Kram).
Die sind auch unzufrieden, weil es immer schwerer wird, XFCE kompatibel zu den BSDs zu halten.
Daher glaube ich, dass die Änderungen an XFCE eher inkrementell sein werden.
Linux mit seinen HAL, udev, udisk, upower, polkit, consolekit Wechseldich-Spielchen trifft alle, nicht nur XFCE. Jeden Monat was anderes. Gestern usystem, heute systemd, morgen systemkit. Red Hat immer ganz vorne dabei.
http://forums.freebsd.org/showthread.php?t=21043
http://www.osnews.com/story/24283/The_Problems_of_Xfce_4_8_on_BSD_Flavours/
Ich kann damit auf meinem EeePC gut arbeiten. Das Gemeckere verstehe ich nicht.
... denn eigentlich frage ich mich inzwischen immer mehr, ob irgendjemand im Bereich der Desktopumgebungen den richtigen Weg verfolgt.
Weder bei KDE, noch bei Gnome, XFCE hatte ich das Gefühl. Bei allen gibt es gute Ansätze, aber irgendwie wirkt alles entweder halbgar, oder unbenutzbar, oder der Fokus liegt auf Dingen, die meiner Meinung nach einfach nicht so wichtig sind (klar, das können andere immer anders sehen und ist bei den Entwicklern offensichtlich so).
Ich habe zum Beispiel noch bei keiner Desktopumgebung eine Möglichkeit gefunden vernünftig eine Maus zukonfigurieren und zwar eine die mehr als 3 Tasten hat. Das ist schon ein Armutszeugnis, dass man da immer noch auf imwheel zurückgreifen muss (was gut funktioniert, aber auch wieder jedes Vorurteil gegenüber Linux bestätigt).
Jede der Desktopumgebungen hat in bestimmten Bereichen gute Ansätze (bei Gnome 3 finde ich zum Beispiel die Art Integration der Zugangshilfen sehr gut gelöst, auch wenn ich sie selbst nicht benötige), aber dafür gibt es in so vielen anderen Bereichen unglaublich viele Schwächen.
Letztlich sind die ganzen DE am "Normalbenutzer" ausgerichtet, also jemand, der die Kiste einfach anwerfen will, um ein bisschen im Netz zu surfen, emails zu lesen, ... Plakativ: Mainstream, Windows-/Macuser. Und dafür sind sowohl Gnome3 als auch KDE 4 mittlerweile sicher gut geeignet, beide DE's bewegen sich ja seit einiger Zeit in diese Richtung.
Es ist sicherlich nicht meine Oberfläche, aber ich arbeite auch nicht gerne unter Windows, OSX finde ich sogar noch schlimmer. Muss ich aber auch nicht. Letztlich bin ich durch diese Entwicklung wieder beim klassischen Windowmanager+Programmstarter angekommen, wie in der Zeit, bevor KDE auf den Markt kam (damals fvwm(2), jetzt openbox+tint+tilda+kupfer). So flüssig und funktional wie jetzt war meine Arbeitsoberfläche noch nie.
ano
Ich nutze Linux seit 1998. Erst SUSE, dann Mandrake, Debian (woody), Redhat, Gentoo, Fedora, Debian (squeeze). Zuerst KDE 1/2/3, danach GNOME 2, zwischendurch mal blackbox, openbox.
GNOME 2 auf Debian Squeeze war für mich bisher das beste System. Selbst meine Mutter, die nicht besonders technisch versiert ist, konnte es auf Anhieb produktiv benutzen. Was mir bei GNOME 2 (und Python 2.x übrigens) gefallen hat: Die Politik der ständigen und kleinen Verbesserungen, die sich im Laufe der Zeit zu großen Verbesserungen akkumuliert hatten ohne aber alles "von heute auf morgen" auf den Kopf zu stellen.
Nachdem ich dann GNOME 3 getestet hatte und für einen deutlichen Rückschritt gehalten habe (KDE 4 ist für mich ein vergleichbares Desaster), versuchte ich XFCE. Ergebnis: Nett, aber doch unkomfortabler als GNOME 2.
Danach bin ich neugierig geworden und umgekehrt vorgegangen: Ich habe X mit openbox eingerichtet und nur die Dinge hinzugefügt, die ich wirklich benötige. (Zuerst lief wmii mit eigenem Python-wmiirc-skript, aber das war mir dann doch zu "anders"). Und jedesmal, wenn ich dachte, dass etwas umständlich ist, habe ich nach einer Lösung gesucht.
Wo bin ich nun gelandet? openbox, docker, gkrellm, dmenu, urxvt, firefox, sylpheed, gajim, geeqie, vlc, qemu-kvm, ... und einige eigene Keybindings und Skripte für den täglichen Bedarf (Backups, usw) auf Debian Squeeze (mit dem Alter kommt das Bedürfnis nach "stable"
) Und da ich sowieso schon immer automatisierungsfähige Dinge gleich über die Kommandozeile erledigt habe, vermisse ich mittlerweile überhaupt nichts mehr.
Und die Geschwindigkeit ist beeindruckend. An den Windows XP bzw. Windows 7 Notebooks meiner Eltern bekomme ich jetzt Nervenzusammenbrüche
Razor Qt finde ich prima. Wozu noch, Gnome? Ausserdem habe ich am liebsten einen Desktop mit Oxygen icons und blau.
Was mich daran stört ist, dass GNOME als Open Source Project mittlerweile so von Red Hat dominiert wird.
Dass für meine Graphikkarte kein Open Source Treiber die Gnome-Shell unterstützt und ich auf den fglrx-Treiber angewiesen bin, obwohl ich unter KDE4.x die tollsten Effekte habe. Das heißt, man hat sich überhaupt nicht darum geschert, ob es für die Masse läuft. Zielvorgaben, Zielvorgaben .... Ob dabei eine quasi Entmündigung der User standfand, war Ihnen offensichtlich egal.
Ohne das "Zurückschlagen" der Community mit den Extensions (tweak-tool), hätte ich es mir nie wieder angeschaut. So aber ist es mittlerweile eine Abwechslung und Alternative zu KDE. Und produktiv arbeiten kann ich damit jetzt auch.
Die Gnome-Shell hätte eben auch als Gnome-Shell in purem 2D laufen müssen. Exakt das haben sie nicht hinbekommen. Das ist quasi ein Designfehler. Für Quadcore-Rechner wird zwar jetzt ein bisschen Abhilfe geschaffen mitttels der überaus CPU-lastigen Llvmpipe, das ändert aber nichts am ursprünglichen Irrweg: Gnomes blindes "Gottvertrauen" in die nur ansatzweise vorhandene 3D-Qualität freier Linuxgrafiktreiber.
Dass Red Hat Gnome so dominiert, liegt IMO primär an Canonical und Ubuntu, die sich geweigert haben, einen Ihrer großen Nutzerzahl entsprechenden "Entwicklungseinfluss" durchzusetzen. Novell/Suse haben das um Suse 10.1 herum versucht, haben dann aber eingesehen, dass sie letztlich für sich daraus nichts Positives gewinnen können und sind auf massiven Communitydruck hin zumindest in openSUSE zu KDE als Quasi-Hauptdesktop zurückgekehrt. Deshalb steht Red Hat - zumindest als Firma - in punkto Gnomeentwicklungsarbeit nun doch recht einsam da. Logischerweise machen sie da, was sie wollen. Für Red Hat heißt das zur Zeit, Gnome seine gestalterische Freiheit zu belassen.
Na, da kann man gespannt sein was die zahlenden (Desktop-)Kunden von RH über diese "gestalterische Freiheit" denken.
Da bin auch schon sehr gespannt.
Sun fiel vor einigen Jahren einmal mit Looking Glass etwas in Ungnade, kein Unternehmenskunde wollte diese 3D-GUI wirklich benutzen. Vielleicht widerfährt Red Hat genau das Gleiche.
Unternehmenskunden sind mit Gnome2 hochzufrieden. Die ähneln in Ihrer Grundeinstellung Firmen, die noch Windows XP SP3 einsetzen. Prinzipiell lässt sich das im Gnome3-Bereich allerdings mit einem aufgebohrten Fallback-Modus auffangen. Da haben Red Hat (und auch Suse) unter Umständen bald ziemlich viel zu tun. Dann wird aus der gestalterischen Freiheit sehr rasch eine reine Auftragsarbeit.
Allerdings betrifft das zunächst nur RHEL7 und vermutlich SLES 12. Akut wird das obige Problem erst dann, wenn RHEL7 gegenüber RHEL6 (mit Gnome2-Support bis 2020) einen deutlichen Mehrwert auf technischer Ebene bieten sollte.
gnome3-fallback fehlt so einiges wird aber laut Vincent Untz (hab mit ihm gesprochen) leider wahrscheinlich fallen gelassen. Unten hab ich es versucht ein paar Leuten zu erklaeren und fuer das gnome3-panel zu werben, ohne vielversprechenden Erfolg. Ich pastes es mal auf Englisch (keine Lust jetzt das ganze nochmal zu schreiben
KDE:
Was once really a great desktop environment but now (after 4.0) it is
not really usuable, the design and themes are awful if you compare
them to e.g ubuntu radiance or ambiance themes. The Activites concept
is again something 95% of users don't want but some developers think
it's a good idea. The whole Nepomuk/Strigi framework is light years
behind zeitgeist (maybe not technikally but well try unity and the
things using zeitgeist and KDE equivalents) and make the whole system
unresponsive if enabled. KDE has no orientation of UI design
guidelines e.g the systemsettings is a poor clone of Mac OS X
systemsettings . Other parts look like poor and ugly windows clone.
The dolphin developer switched
back to Windows because situation with KDE and Gnome is helpless since
both developed in some areas bad ways.
The whole plasma-desktop feels sluggish compared to any other Desktop
environment e.g if you resize the panel, in height not length or
oversize any plasma applet you can feel what I mean. Or compare
gnome online accounts with KDE equivalent. Also technically plasma has
a core design issue, the panel, the desktop and the eye-candy widgets
on the desktop are one and the same framework, program, command. You
get a widget to crash, your panel and desktop will crash too. Non of
these parts are productively re-usable in a different desktop
environment. KDE 3 was good there one program for the panel (kicker),
one for the desktop and one for the widgets (superkaramba)
Qt framework is one of the most advanced and best supported, KDE has
so much skilled developers and so much great applications (okular,
k3b, amarok, dolphin just to name a few) and they made a crap of it.
Xfce:
Quite nice desktop, I'd say most stable (maybe despite Mate?!?) and
one of the best you can work with at the moment running Linux.
Though xfce gives me a pre 2000 feeling, lots of things need to be
polished (but please no new desktop/mobile concept overkill
shell/plasma/uebermacht desktop ideas)
The panel can be look modern but still vanilla xfce e.g all desktop
icons seems marked (as if you clicked on them). It is based of
deprecated gtk2, gtk3 is the future.
Lxde:
See xfce but needs even more polishing.
Razor-qt:
Well these guys and you're at the beginning of you development so no
big criticize from me here at this point, just a few notes to them:
Delete oxygen theme, try to support gtk themes and write something
like xfapplet (so you can support KDE plasma-applets, supporting
gnome-panel applets with qt would be
much more work and unrealistic, but with supporting KDE plasma
applets, you would have a good start)
Mate:
Well it's gnome2 (I like a lot of the design concepts) so what I
dislike is that it's technically deprecated and is maintained and
developed by users that are maybe enough to maintain a panel)
Unity and Gnome3, Cinnamon:
I have them together because they share so much in common positives
and negatives. So what is good with them? Well all tools are good and
are elegant e.g the control center, the file manager and all other
tools coming with them. Unity has really so many great innovations for
the Desktop, I love the indicators and the Dash, I somehow like the
HUD (since it's optional) and unity is the 1st desktop environment I
know of where you can use all the space of your display for the
running application, without losing the clock, the systray etc.
Gnome3 has also some sexy things, the hot corner, also dash could need
a window lense since that is also somehow nice in gnome. Cinnamon is
well like gnome with a few minor changes, without another default
configuration and done only by LinuxMint developers and now backport
and code updates from gnome to cinnamon is now their duty since they
decided to fork mutter and gnome-shell rather than to enhance and
write extensions and cinnamon is most likely to not get the same
amount of bug fixes and enhancements in time. So but wrong with all of
them is the technical concept: each of them has their one and only
exclusive window manager (no, it's not event the same!) unity has
compiz (definitely best choice for users), gnome has mutter (rewrite
of metacity aka Metacity Clutter, which technically may be best) and
cinnamon has muffin (fork of mutter, not going to profit from mutter
patches, they will need to be backported and only few developers).
This window managers can not be replace with a different. Ok, lets say
that is not that worse, but compiz and mutter *require* 3d
acceleration. Sure most PC's Today do 3d with Linux. Sure for the
others is llvmpipe. Do you think any company would run that? You know
windows server has no aero fancy stuff, at this is not because they
could not do a llvpipe thingy. You see any sysadmin wasting CPU
resources for the desktop? On the server? There are so many servers
and will be there without a 3d card and seriously it is not rare that
few users want to login remotely on a server machine. If you have 3-4
users running gnome3 on a server
the best llvmpipe will get your CPU into trouble. Another use-case is
multiseat (the most awesome, less advertised Fedora 17 feature) I have
this at home and with the 2nd seat accelered by llvmpipe your system
goes unusuable and I have a quad-core!
So apart these things can you rearrange applets on the unity,
gnome-shell, cinnamon panel easily? No. In unity it's not possible, as
far as I know also not in gnome-shell,
extensions may add here and there some stuff, but I still haven't seen
a gnome-shell that I can modify like gnome2-panel e.g you have a
gnome-extension to add a 2nd panel at the bottom with a windowlist
applet, so know you need a 3rd extension to move the clock down to
the 2nd panel and a 4th extension to move the menu to the 2nd panel.
Now have fun moving the 2nd panel to the left or right side of you display.
THE FUTURE:
So what do we need for the future?
Well I will be working on gnome3-panel to get a working, customizable
desktop. So why did I choose gnome3-panel? It already integrates well
into gnome user space.
You have all the ubuntu unity indicators running under gnome3-panel.
You also have a window buttons applet for the panel. Cardapio, an
alternative menu is also working
on gnome3-panel, dockbarx, which support unity quick list and is an
icon window list that could turn any vanilla gnome3-panel into an
unity launcher or a windows 7 panel etc. is on the way. gnome3-panel
recently feels quite stable, only one issue so far with the theming
and transparency of it. Vertical panel's respect the size of
horizontal panels.
So what would need to be done:
1) The port of dockbarx to gnome3-panel.
2) Implement suppot for Intellihide/dodge active window on gnome3-panel
3) Make a accelerated window manager if enabled make some eye candy
and true transparency etc.
4) Bug fixing.
5) Make unity dash and hud startable from gnome-panel if compiz is
detected as window manager
optional: Gnomenu port.
Why didn't choose awn-panel, cairo-dock etc.?
Dead upstream. Too much 3d oriented. Unstable. Various other issues.