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Thema: War 2016 ein gutes Jahr für Linux?

52 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Schnuffi am Fr, 6. Januar 2017 um 15:40 #

Tendenziell m.E. eher gut:

Ich hätte mir bei Ubuntu Touch eine schnellere App-Entwikcklung gewünscht und dass weiterhin neue Ubuntu Touch Smartphones verfügbar sind (und nicht erst, wenn man auf Snaps umgestellt werden wird). So ein "Bruch" im Ökosystem ist bestimmt nicht gut.

LibreOffice hat sich prima entwickelt. Wine kann nun MS Office 2013. Mint/Ubuntu läuft noch problemloser. Kaum mehr Probleme mit neuer Hardware unter Linux. Ein Programm für kontinuierliche Spracherkennung unter Linux gibt es leider immer noch nicht.

mehr ~
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Von schmidicom am Fr, 6. Januar 2017 um 15:47 #

In einigen Bereichen gab es beeindruckende Forstschritte vor allem wenn es um die Grafik geht (Vulkan mit AMD und Intel ist da nur ein Beispiel) aber in anderen Bereichen hat man echt das Gefühl es will und will einfach nicht vorwährst gehen.

Einer von diesen eher negativen Bereichen ist die Software aus der KDE-Ecke:
Die KDE Applikationen sind so ein Fall wo man sich echt langsam fragt wie lange die Portierung auf Qt5 und das neue Framework eigentlich noch dauern soll und ob die stellenweise wirklich schlimmen Bugs (z. B. stürzt dolphin bei großen SMB-Freigaben immer mal wieder so heftig ab das er nicht selten gleich den ganzen Desktop und manchmal auch noch den Rest des Systems mit sich in den Abgrund reißt) überhaupt noch jemals behoben werden. Und als Krönung des ganzen merkt man an etlichen Stellen das die drei Abteilungen Framework/Plasma/Application nicht ganz so gut zusammen arbeiten wie sie es könnten/sollten, ein ganz extremes Beispiel ist da die PIM-Suite welche nicht einmal die bereits in den Systemeinstellungen hinterlegten Verbindungen (z. B. ein Google-Konto) nutzt.

2016 hätte ein tolles Jahr für Linux sein können aber ich bin unter Strich nicht sonderlich beeindruckt, sry.

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    Von /dev/null am Sa, 7. Januar 2017 um 09:00 #

    KDE5 ist ja noch nicht fertig. Maan kann es benutzen, aber zum Arbeiten und für normale Anwender ist KDE4 die zu bevorzugende Umgebung.

    • 1
      Von Töppke am Sa, 7. Januar 2017 um 15:41 #

      Für die Freunde von KDE...


      Linux : KaOS 2017.01 bringt Plasma 5.8.5 mit Wayland

      https://www.computerbase.de/2017-01/linux-kaos-2017.01-plasma-5.8.5-wayland/

    mehr Re:
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    Von Lord am Sa, 7. Januar 2017 um 14:48 #

    Ich nutze jetzt seit ca 2-3Monaten KDE5 und bin begeistert. Der Dolphin Bug ist so ziemlich der einzige den ich auch kenne ansonsten läuft KDE5 wie eine 1. .

    Wenn ich mir da meine Win7 Installation angucke, die läuft bei weitem nicht so rund. Da hatte ich auch erst vor ner Woche ein Problem mit einer Freigabe, bei der mir Win komplett eingefroren ist.

    Also wenn man über KDE5 schimpft, dann hat man offenscihtlich noch nix anderes benutzt, was wäre deiner Meinung denn nach besser. Ich hab vor kurzem mal Ubuntu getestet, da hab ich in ein paar Stunden mehr Probleme gesehen, als in Monaten der KDE5 Benutztung.

    • 1
      Von NaJa am Sa, 7. Januar 2017 um 19:27 #

      Ich weiß nicht was Du mit dem KDE machst, aber ich kann die frustrierten KDE (Ex-)User ganz gut verstehen. War eigentlich selbst auch ein begeisterter KDE-User der ersten Stunde. Aber seit KDE4 war die Benutzung von KDE mit der Frust als Lust verbunden. KDE4 brauchte sehr lange bist es endlich in einem benutzbaren Zustand war. Dann als der KDE4 endlich mehr Lust als Frust machte hat man ihn über Bord geworfen und Plasma 5 gestartet. Plasma 5 habe ich eine Zeit lang mit Kubuntu 16.04 und KDE Neon probiert. Gerade bei Neon hatte ich erwartet dass der KDE ordentlich läuft. Aber Fehlanzeige. Selbst die neueste Version war voll von Bugs. Bugs die bei ein bisschen rumspielen sofort auffallen, wie Google Konto in KDE (Pim) einrichten. Das zickt schon mal ordentlich. Dann wenn man KMail (war früher mein Lieblings Mailprogramm) eine Weile benutzt macht man das Programm frustriert zu und sucht nach einer Alternative. Auch andere KDE Programme sind sehr fehlerhaft bzw. fehlen Funktionen die ich in KDE4 gerne genutzt habe.
      Und dann dieses Design... Ich muss es immer einfach immer wieder kritisieren. Hässlich wie Win>=8. Und sehr unpraktisch für die tägliche Nutzung weil es trotz Vereinfachung unübersichtlicher geworden ist. Warum? Nun z.B. einfärbige Icons muss ich mir genau anschauen was sie darstellen. Bunte Icons kann ich anhand der Farben schnell erkennen -> Rückschritt!
      Ich würde es für nicht so schlimm erachten wenn Plasma 5 als Alternative zu KDE4 angeboten werden würde, aber man wird leider zwangsbeglückt. Ich für meinen Teil habe Plasma 5 für die nächste Zeit aufgegeben und habe zu Mint Cinnamon gewechselt. Das läuft ziemlich gut und stabil.

      • 1
        Von tim_c. am Sa, 7. Januar 2017 um 20:35 #

        KDE Plasma5 wird wohl noch zwei Jahre brauchen, bis es zusammen mit den Applications wieder auf KDE3.5.x- oder KDE4.14-Niveau ist. Vielleicht schaffen die Entwickler ein solches Niveau ja auch nicht mehr und Plasma geht allmählich unter.

        Da GTK3 gerade stable geworden ist, lohnt es sich vielleicht dann tatsächlich, sich als Übergangslösung (oder auch als endgültige Lösung) Xfce oder Mate anzuschauen, die auch mit reinen Grafikbasistreibern flüssig funktionieren (z.B. mit Nouveau, dass dann urplötzlich wie in OpenSuse dann doch kein natives "3D-OpenGL" mehr zustande bringt, was Plasma5 auch mit an und für sich in der Theorie Plasma5-geeigneten Grafikchips crashen lässt).

        KDE bzw. KDE Plasma wird wohl niemals längere Zeit "stable" im Sinne von fast fehlerfrei benutzbar sein, nur für einen immer kurzen Moment von etwa eine bis zwei Jahren. Mir erscheint es so, als wäre "KDE" eine Insel, die immer für sieben Jahre im Meer versinkt und danach immer wieder nur für ein bis zwei Jahre aus dem Meer auftaucht, nur um danach wieder für sieben Jahre komplett zu versinken.

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        Von Lord am Sa, 7. Januar 2017 um 20:44 #

        Was ich mit KDE mache? Ich bin hauptberuflich Projektleiter und führe ein Team von Entwicklern.
        D.h. neben Softwareentwicklung auch Videoschnitt (für Präsentationen), Grafikbearbeitung etc.

        Ich bin absolut Google frei, was von Haus aus schon mal ne Masse an Bugs erschlägt.

        Kmail unter KDE5 läuft bei mir perfekt, hab mehrere unterschiedliche Account POP3/SMTP/IMAP in Benutzung + GPG, mit KDE4 gabs ab und an mal Probleme, aber auch das ist schon lange her.

        Design finde ich bei KDE5 genial, wenns einmal entsprechend konfiguriert wurde, die meisten Distributionen liefern Müll aus. Übrigends habe ich auf nem 2x1GHz Atom + 1GB RAM auch KDE5 laufen, läuft nach entsprechender Konfiguration ganz geschmeidig.

        Genial die Desktopsuche, die man nach seinen Präferenzen sehr flexibel konfigurieren kann.

        Mint mit Cinnamon ist nicht schlecht, aber da fehlt mir einiges.

        • 1
          Von KDE Fan am So, 8. Januar 2017 um 02:06 #

          Was ist denn an einer Desktopsuche genial, die einerseits eine unvollständige Ergebnisliste liefert und andererseits nicht alles findet, was indiziert wurde? Die Ergebnisliste im Krunner ist beschnitten. Keine Ahnung warum.

          Und was genau kann man sehr flexibel konfigurieren?
          Im kcm-Dialog kann ich höchstens Ordner von der Suche ausschließen und Suchmodule aktivieren/deaktivieren. Aber die Hauptsache, indizierte Dateien finden, funzt nur mäßig. Da ist sogar leider Windows besser.

          Mit KMail kann ich Dir zustimmen. Funzt bei mir auch gut. Und Google-frei -> 1A, ich auch, bis auf mein Android Panzer.

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          Von Eddie8 am Mo, 9. Januar 2017 um 08:49 #

          Nur so Interesse halber: Welche Distribution nutzt du? Bei KDE hört man ja immer wieder, dass die Stabilität zum großen Teil auch von der Distribution abhängt.
          Und wieso Google frei und Bugs? Bei mir hab ich eher das Gefühl, danke Google hab ich unter Linux weniger Probleme also ohne deren Beiträge... das fängt an bei ganzen Programmpaketen (Chrome) und Services (Google Music vs. Spotify zB) und geht bis zu Code-Beiträgen, Beiträgen für OpenSource Videocodecs etc.

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        Von xXx am So, 8. Januar 2017 um 01:04 #

        Den Frust mit KDE kann ich absolut nachvollziehen. Kmail = Frust pur. Nach diversen Fehlern und ständigen Abstürzen, habe ich es aufgegeben. Mittlerweile arbeite ich mit Thunderbird und bin begeistert. Nicht ein einziger Absturz und mit diversen Plugins funzt es prima. Die Suche in Thunderbird funktioniert auch einwandfrei, bei Kmail habe ich irgendwelche Ergebnisse bekommen, aber nichts das wonach ich gesucht habe.

        KDE habe ich noch eine Chance gegeben und muss sagen, es läuft deutlich stabiler. Mit der neusten Version kann man durchaus lange absturzfrei arbeiten. Eine große Erkenntnis habe ich gewonnen, woran KDE immer wieder scheitert. Viele Fehler werden durch die Config-Files verursacht. Von Update zu Update werden viele Leichen mit geschleppt. Es kommen immer wieder neue Werte dazu, manchmal klappt die Aktualisierung der Datei nicht. So zieht sich der Rattenschwanz durch und die Fehler werden mehr.

        Mittlerweile lösche ich die alten Config-Files und siehe da, es läuft wieder. Es ist kein Zustand für die Dauer und genau hier sollten man sich überlegen, wie dieses Problem dauerhaft behoben werden kann.

        Trotz aller Kritik muss ich auch die Entwickler loben. Sie geben nicht so schnell auf und versuchen von Update zu Update KDE stabiler zu machen. Ich hoffe, dass die noch vorhandenen, vielen kleineren Bugs behoben werden. Aufgrund der positiven Entwicklung werde ich KDE weiterhin mit Spenden unterstützen.
        Neue Funktionen sind nicht alles, wichtig ist auch die Stabilität. Es sollte immer eine gesunde Mischung sein.

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      Von mosu am So, 8. Januar 2017 um 14:27 #

      Diesen Beitrag kann ich nur unterstreichen! Ganz bestimmt gibt es Leute die bei ihren Anwendungsszenarios Probleme mit Plasma5 haben. Für meinen Desktop-PC mit dem ich für meine Arbeit auch alle Büro-Arbeiten, Präsentationen, Fotobearbeitungen durchführe ist KDE genau das Richtige. Die semantische Suche, wenn sie entsprechend eingerichtet ist, hat mir schon viel Arbeit erspart. Im Vergleich zu Win7 und MacOS, auch im Vergleich zu Unity sit für mich KDE mit Plasma5 genau das Richtige.

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    Von KDE Fan am So, 8. Januar 2017 um 02:23 #

    z. B. stürzt dolphin bei großen SMB-Freigaben immer mal wieder so heftig ab das er nicht selten gleich den ganzen Desktop und manchmal auch noch den Rest des Systems mit sich in den Abgrund reißt

    Einer der wundesten Punkte meiner Meinung nach. Ich habs gerade heute wieder erlebt. VPN-Verbindung zu einer FrittenBox. Dann im LAN ein SMB-Share gemountet und via. Dolphin Dateien kopiert. Nach kurzer Zeit alles eingefroren. Auf Shell-Ebene ohne Plasma-Desktop funzte es einwandfrei. An der VPN-Verbindung lag es nicht.

    Manche Operationen unter Plasma frieren manchmal das gesamte System ein. Z.B. beobachte ich das öfters mal, wenn man auf externen USB Datenträgern größere Dateioperationen (Verschieben, Kopieren) ausführt. Das Basissystem stürzt zwar nicht ab bei mir (Leap), auch stürzt mein Plasma-Desktop nicht ab, aber der Plasma-Desktop reagiert nicht mehr. Irgendwann läufts dann wieder. Oder er bleibt eingefroren und ich muss via Strg+Alt+F1 zu einer Konsole wechseln und die Copy/Move Tasks manuell beenden. Dann ist der Desktop sofort wieder reaktiv. Liegt das nun an Plasma oder am Kernel? Schätze mal an Plasma.

    Und dies hier geht mir auch gehörig auf den Senkel:
    Ich öffne über Dolphin JPG-Bilder mit Gwenview. Bin gerade dabei eine 15GB Sammlung neu zu sortieren. Also öffne und schließe ich sehr oft Gwenview innerhalb einer Plasma-Sitzung. Was passiert: Der Auslagerungsspeicher erhöht sich kontinuierlich. Plasma fängt immer mehr an, auszulagern. Der Speicher geht also irgendwann zu ende, weil anscheinend Speicherbereiche nach Beenden von Gwenview nicht mehr freigegeben werden. Ob das nun an Gwenview selbst liegt oder an der Speicherverwaltung von Plasma, weiss ich nicht. Tatsache ist, nach einiger Zeit der Bildbetrachtung (nicht Bearbeitung) muss ich mich aus der Plasma-Sitzung abmelden und erneut anmelden, weil das System sonst nicht mehr wegen dem vollen Speicher reagiert. Ich habe auch das Systemlast-Anzeige Plasmoid in der Taskleiste liegen, die die Balken für den Auslagerungsspeicher geht mit der Zeit in die Höhe. Speicher im Notebook: 3GB.

    Verstehe nicht, warum die Entwickler sowas nicht selbst bemerken. Vielleicht arbeiten sie nicht mit ihrer eigenen Software....

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Von Potz Blitz am Fr, 6. Januar 2017 um 16:48 #

Ich hab gerade mal auf Wikipedia geguckt, und danach sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Linux gewinnt stetig neue Anwender, auch auf dem Desktop. Und ich glaube, dass Linux gerade für fortgeschrittene Nutzer attraktiv ist, da durch Skripte sinnvoll erweiterbar. Diese Aussichten sind doch nicht übel.

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Von TnzS am Fr, 6. Januar 2017 um 17:52 #

Was waren denn die Highlights 2016? Irgendwie wurschtelt sich Linux seit Jahren nur so durch. Viele Softwareprojekte dämmern vor sich hin. Forks hier, Bugs dort, Streit da. Fehlt der gemeinsame Gegner? Oder liegt es daran, daß es nur noch Smombies gibt? D.h. Linux läuft auf Smartphones und deren User eher gegen den Leternenpfahl, als dass sie kapieren, daß es Linux ist.

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Von Big_M am Fr, 6. Januar 2017 um 21:05 #

Eigentlich hätte es ein super Jahr werden können, aber es wurden doch viele Chancen verpasst.

Ich dachte eigentlich 2016 würde das Jahr für Wayland werden. Nach dem Nvidia/Wayland Streit wurde das aber für viele wohl nix.

Vulkan kommt leider nur langsam voran und die Steammachines waren ne Todgeburt.

Dann bin ich jetzt auch mal endlich auf Plasma 5 umgestiegen mit Leap 42.2. Es ist mittlerweile brauchbar, aber trotzdem immer noch buggy... Ich hab nie verstanden warum KDE/Plasma 4 und 5 sich grundsätzlich nicht separat installieren lassen, wodurch doch viele Distributionen verfrüht gewechselt haben und man leider kaum die Möglichkeit hat zwischen einem grundsoliden KDE4 und einem bleeding edge KDE5 zu wählen. Ich finde es sogar doppelt tragisch da Plasma 5 Feature-technisch noch nicht mal wirklich viel neues gegenüber Plasma 4 bringt. Es ist im momentanen Stand zwei Jahre nach Release leider sogar ein Rückschritt gegenüber der Vorversion, ohne dass man die Möglichkeit hat zwischen den Versionen zu wählen, zumindest nicht ohne gleich die ganze Distribution zu wechseln. Hier wurde definitiv eine Chance verpasst! Also wieder von vorne, auf die nächste hoffentlich bugfreiere Version warten, komplett grundlos, die stabile Version verstaubt derweilenen im Datenarchiv... so wirds nie was! Und versteht mich nicht falsch, klar braucht sowas Zeit zur Entwicklung, aber solche Entscheidungen machen mich gradezu wahnsinnig!

Naja, trotzdem, es geht vorwärts, und ich sehe für 2017 eigentlich viel Potential :)

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    Von kamome umidori am Sa, 7. Januar 2017 um 17:34 #

    Ja, KDE braucht Zeit – allerdings warte ich nun schon seit 9 Jahren auf meine Rückmigration zu KDE … vielleicht klappt es ja jetzt mit Stretch (oder Leap 42.2) …

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    Von krake am Mo, 9. Januar 2017 um 10:55 #

    Ich dachte eigentlich 2016 würde das Jahr für Wayland werden.

    Ich denke, das war es durchaus, eher sogar schon 2015.
    Im Embedded Bereich wird bei Mehr-Fenster Bedarf praktisch kein X11 mehr benutzt, Custom Wayland Compositors z.B. mittels QtWaylandCompositor dafür um so mehr.

    Am Desktop hat es auf Grund des viel breiteren Anfordungsprofil einfach bei den dafür nötigen Erweiterungen länger gedauert, aber auch da gabs 2016 guten Fortschritt.
    Fedora ist Ende 2016 auf Wayland als Standard gewechselt.

    Nach dem Nvidia/Wayland Streit wurde das aber für viele wohl nix.

    Auch da gabs meiner Meinung nach einen wesentlichen Durchbruch.
    Natürlich hat Nvidia wieder mal alles unnötig zurückgehalten, aber es scheint dann im Herbst doch zu einer Übereinkunft begzüglich eines neuen Speichermanagments gekommen zu sein, dass sowohl von Nvidia als auch den anderen Herstellern einsetzbar ist.

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Von Harlekin am Fr, 6. Januar 2017 um 21:10 #

Gut im Sinne von, dass ich mit meinem System und den genutzten Anwendungen bequem und stabil (und ohne Auftauchen irgendwelcher Fehlermeldungen) arbeiten kann (wenn ich da zehn Jahre zurückdenke, war dies gefühlt anders).

Gut die Entwicklung meiner wohl "Nischen-" aber von mir oft genutzten Anwendung MuseScore, bei deren aktiven Unterschtützung sich immer mehr Freiwillige beteiligen (Entwicklung, Forum, "google Summer of code"...)

Und ein kleiner Ausblick auf 2017:

Da freu ich mich vor allem auf mein "Shift 12":

https://www.startnext.com/shift12

(Linux soll auch unterstützt werden und man kann seine Wünsche bei der Entwicklung mit einbringen)

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Von /dev/null am Sa, 7. Januar 2017 um 09:32 #

Linux ist seit Jahren das meistberbreitete Betriebssystem, nicht mehr nur im Serverbereich, sondern auch auf den Smartphone genannten Taschenrechnern. Symbian gibt es praktisch nicht mehr, seit es von MS gekauft wurde, aber deren Ersatz dafür hat schon eine Kompatibilitätsschicht für Linux, wenn auch keine so umfangreiche wie FreeBSD, das das bisher beste Jahr seit langem hatte.

VR ist technisch erstmals so weit, herkömmliche Bildschirme weitgehend ersetzen zu können, und obwohl die HoloLens da wegweisend ist, wird das Feld im Endkundenbereich trotzdem von Linux dominiert. Obwohl sich VR noch lange nicht durchsetzen wird, solange die nächste Generation von Flachbildschirmtechnologie nicht ausgefochten ist.

Das Internet of Things, das wieder neu entdeckt wurde, besteht anscheinend auch nur aus Linux-Geräten.

Auto-Autopiloten und Autonome Autos fahren ohnedies nur mit Linux.

Auf dem Desktop hat sich nicht zuletzt dank der Windows 10-Offensive Linux stärker verbreitet als noch im Vorjahr, in dem ja selbst die High-End-Anwender immer weniger Gründe hatten, ein Zweitbetriebssystem zu behalten.

Sauer aufgestoßen ist 2016 nur die aggressive Politik des Militärzulieferers RedHat. In vieler Hinsicht ist vielleicht OpenBSD das neue Linux.

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    Von mnbvcxy am Sa, 7. Januar 2017 um 17:33 #

    "Sauer aufgestoßen ist 2016 nur die aggressive Politik des Militärzulieferers RedHat. "

    Red Hat agiert ohnehin immer merkwürdiger.

    Mitten in der 6er-RHEL-Serie nimmt Red Hat nun mit dem Update von RHEL 6.8 auf RHEL 6.9 die beiden wichtigen SCSI-Treiber aic7xxx und sym53c8xx aus RHEL 6 heraus. Damit entfernt Red Hat erstmals aus einer laufenden RHEL-Serie Funktionalität aus RHEL ohne eine Alternative mitzuliefern.

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      Von mnbvcxy am Sa, 7. Januar 2017 um 17:49 #

      Meine Red Hat-Skepsis ist da mir durchgegangen, was zu einem schweren Fehler meinerseits führte.

      Laut einem Kollegen hat Red Hat die betreffenden Betreiber "nur" zur Herausnahme als überholt markiert, da diese in RHEL7 nicht mehr enthalten sind, was bedeutet, dass diese SCSI-Treiber in RHEL6 bis zum Ende unterstützt werden.

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Von Linux-User seit 1997 am Sa, 7. Januar 2017 um 23:49 #

2017 wird das Jahr des Durchbruchs von Linux auf dem Desktop. Ich hab das im Urin.

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    Von Hans-Ulrich Wyssmann am So, 8. Januar 2017 um 10:03 #

    Da muss sich aber vieles ändern. Linux ist bis heute nur auf den Servern ordentlich aber auf dem Desktop eine Bastellösung als Hobby. Das erlebe ich mit Opensuse Tumbleweed tagtäglich. Solange Gebetsmühlen artig kommt bei Problemen sei es nur einen Drucker oder Scanner zu installieren, wenn dann oder so oder dann halt so usw...Konsole .... Zypper... usw... wird es nichts für Anwender. Anwender sind normale User die nicht drei Handbücher zum System lesen wollen und dann nochmals drei Handbücher zum jeweiligen Desktop Nummer 1 bis 18. Warum braucht es unter dem Linux System so viele Desktoplösungen die nichts anderes sein wollen als der Standard. Bedienungsfreundlichkeit sieht einfach anders aus.. Darum wird es nichts mit dem Durchbruch auf dem Desktop mit moderner Hardware. Linux muss sich mal entscheiden was sein möchte und wo es hin will so aber...Nur meine Meinung. :D

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    Von Hans-Ulrich Wyssmann am So, 8. Januar 2017 um 10:06 #

    Da muss sich aber vieles ändern. Linux ist bis heute nur auf den Servern ordentlich aber auf dem Desktop eine Bastellösung als Hobby. Das erlebe ich mit Opensuse Tumbleweed tagtäglich. Solange Gebetsmühlen artig kommt bei Problemen sei es nur einen Drucker oder Scanner zu installieren, wenn dann oder so oder dann halt so usw...Konsole .... Zypper... usw... wird es nichts für Anwender. Anwender sind normale User die nicht drei Handbücher zum System lesen wollen und dann nochmals drei Handbücher zum jeweiligen Desktop Nummer 1 bis 18. Warum braucht es unter dem Linux System so viele Desktoplösungen die nichts anderes sein wollen als der Standard. Bedienungsfreundlichkeit sieht einfach anders aus.. Darum wird es nichts mit dem Durchbruch auf dem Desktop mit moderner Hardware. Linux muss sich mal entscheiden was sein möchte und wo es hin will so aber...Nur meine Meinung. :D

    • 1
      Von Anon Y. Mouse am So, 8. Januar 2017 um 18:30 #

      Alle "normalen user" die ich so kenne kommen mit windows (egal welche Version) genauso schlecht zugange. Sobald etwas nicht zu 100% dem schema doppelclick auf xyz folgt, muss hilfe her.

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    Von Rubicon am Di, 10. Januar 2017 um 08:59 #

    Sehr unwahrscheinlich, wenn man bedenkt wie kaputt die Desktop-Environments unter Linux inzwischen sind.

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Von Sie haben vergessen, Ihren Nam am So, 8. Januar 2017 um 18:01 #

> [...] mit Wayland, Containern unter Docker, [...], Containern unter Systemd und App-Containern mit den neuen Paketformaten Flatpak und Snap [...]

Also ein schlechtes Jahr.

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Von mw am So, 8. Januar 2017 um 18:51 #

Es kam, wie es kommen musste. GNU/Linux ist weiterhin mit full speed in der Sackgasse unterwegs. Linux als Desktop wird keine nenneswerte Verbreitung finden, bindet aber die meiste Entwicklungskapazität. Der monolithische Kernel wird weiterhin aufgeblasen und mit unnötigen Ballast vollgepumpt. Schlanker Kernel, der dann auch validiert und fehlerfrei ist, sollte das Ziel stattdessen sein. Durch systemd und Konsorten verliert GNU/Linux immer mehr seine unixoide Eigenschaften und für eingebette System oder gar funktionale Sicherheit ist das Kernelmonstrum sowieso denkbar schlecht geeignet.

Dringend nötig wäre es GNU/Linux auf Microkernel umzustellen. Doch wie ich das einschätze , kommt das nie und nimmer.

Gute Arbeit haben die Jungs von Devuan geleistet, sie versuchen wenigstens die guten Eigenschaften noch ein wenig zu konservieren, anstatt durch den allfälligen Murks zu ersetzen.

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    Von Deskwhat am So, 8. Januar 2017 um 23:48 #

    Linux als Desktop wird keine nenneswerte Verbreitung finden

    Das ist richtig, allerdings hat der Desktop nur noch im wirtschaftlich absteigenden Europa eine nennenswerte Verbreitung. Wen interessiert's also?

    Online usage of Linux kernel derivatives (Google systems + GNU/Linux) is now higher than Windows online usage. Previously all Unix-like system, e.g. including Apple's was needed to reach that conclusion. That change occurred between January and April 2016, according to W3Counter,[43] and StatCounter.[44]
    Usage share of operating systems, webclients

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Von Janko Weber am So, 8. Januar 2017 um 21:02 #

Linux ist ein MACHWERK der Herrenmenschen dieser Welt um den Beweis zu erbringen dasz es fuer den Desktop-User keine Alternative zu MS-Windows gibt.


MfG Janko Weber

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Von Mueller am Mo, 9. Januar 2017 um 10:07 #

Laut statista,com hat sich der Anteil in Deutschland von Jan. 2016 mit 2,93% bis Sept. 2016 mit 3,17% erhöht. Was dazu auffällt, das sich seit Jahren eine kontinuierliche Steigerung feststellen lässt.
Möglicherweise wird es ab einen bestimmten Prozentsatz von einer evolutionären zu einer revolutionären Entwicklung sich verändern.
Auffällig, das schon vereinzelt der Kundenwunsch nach Linux auf dem Desktop besteht, ohne vorherige Propaganda.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Jan 2017 um 10:08.
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Von Josef Hahn am Di, 10. Januar 2017 um 12:35 #

... für jeden, an dem der Lauf der Dinge vorbeigeht.

Sagen wir mal so: Auf dem Server mag es weitergehen.

Auf den persönlichen Workstations (seien es jetzt PCs, oder Tablets, Phones, ...) verschwinden wir gerade in der Bedeutungslosigkeit. Es gibt wenig aufregendes neues. Wayland vielleicht. Im GUI-Gebiet bspw. wieder kaum. Konvergenz hinsichtlich Geräteklassen? Fehlanzeige? Was gibt es sonst an spannenden Themen? Vielleicht alles rund um KI, Machine Learning, ... oder VR. Oder vielleicht neue, feinere Sicherheitsarchitekturen - wo stehen wir da? Naja, nirgendwo, strenggenommen...

Die Leute werden irgendwann nur noch mit ihren Siris, Cortanas und Alexas quatschen. Dabei haben sie vielleicht eine VR-Brille an, um irgendeine wahnsinnig komplizierte Visualisierung zu betrachten.

Die gesamte Intelligenz dafür läuft auf den Servern von Apple&Co. Das Tablet (oder dann vielleicht direkt die Brille) ist nur noch das dumme Terminal. Aber es wird vordergründig so gut funktionieren, dass sich dann auch keiner mehr für emacs, gimp und sylpheed interessiert.

Das ist heute noch nicht so. Der Weg ist aber schon unmißverständlich vorgezeichnet, oder?

  • 0
    Von Rubicon am Di, 10. Januar 2017 um 16:59 #

    Auf den persönlichen Workstations (seien es jetzt PCs, oder Tablets, Phones, ...) verschwinden wir gerade in der Bedeutungslosigkeit.

    Würde ich jetzt so nicht behaupten. Lt. diversen Statistiken(Web, etc.) hat der Anteil an Linux-Desktops letztes Jahr etwas zugelegt.

    Auf jeden Fall, aber müssen wir die kaputten Desktop-Environments angehen und wirklich etwas stabiles und funktionierendes entwickeln. Im Moment sieht es dort ja nicht gerade gut aus :(

    Vielleicht alles rund um KI, Machine Learning, ... oder VR. Oder vielleicht neue, feinere Sicherheitsarchitekturen - wo stehen wir da?

    Also bei KI, Machine Learning läuft viel auf Linux, wenn auch leider meistens nur im Backend. VR kommt darauf an. Darf hier gerade einen "sehr interessanten" VR-Desktop für Linux testen. Kann aber wegen NDA nicht mehr dazu schreiben :(

    Aber es wird vordergründig so gut funktionieren, dass sich dann auch keiner mehr für emacs, gimp und sylpheed interessiert.

    Keiner ist vielleicht übertrieben, aber der Trend zu weniger ist eindeutig da. Wer interessiert sich dich den heute noch dafür, wie das funktioniert was da auf meiem Smartphone etc. benutzt wird?

    Wo Linux sich 2016 sehr gut weiterentwickelt hat und auch dieses Jahr nochmal etwas zulegen dürfte ist im Bereich Spiele.

    • 0
      Von Josef Hahn am Mi, 11. Januar 2017 um 15:25 #

      > Auf jeden Fall, aber müssen wir die kaputten Desktop-Environments angehen [...] Im Moment sieht es dort ja nicht gerade gut aus

      ACK; und das ist richtig für praktisch jedes Consumer-Tool. Von Office bis Mailclient. Von Fotoeditor bis Terminplaner. Eigentlich überall, wo man hinguckt. Vieles geht dabei über Wirkung. Das Problem steckt oft garnicht tief. Aber das entscheidet am Ende halt viel mit.

      > Darf hier gerade einen "sehr interessanten" VR-Desktop für Linux testen. Kann aber wegen NDA nicht mehr dazu schreiben

      Nagut, den Spaß gönn' ich dir von Herzen. Aber ein Desktop, für den du ein NDA unterzeichnet hast, wird in meinem IT-Umfeld sicher keine Relevanz haben. Bestenfalls wenn es einen OpenSource Ableger gibt... Und auch dann bin ich mir nicht sicher, ob das mehr als ein Gag ist. Ich erinnere mich da an MS-Screenshots, von 3D-Welten, in denen so ganz affig irgendwelche Skype- oder Paint-Fenster rumfliegen. Das mutet nicht produktiv an. Für den Vertrieb aber sicher ein feuchter Traum.

      > Wo Linux sich 2016 sehr gut weiterentwickelt hat und auch dieses Jahr nochmal etwas zulegen dürfte ist im Bereich Spiele.

      Das ist schön. Für alle, die unter Linux spielen. Wieviel 'wir' davon haben, dass die Irren mit ihren externen Grafikkarten-Tower jetzt ihre Vorstellungen in die Linux-Welt reintragen, wird sich zeigen. Vielleicht haben wir dann auch bald endlich Virenscanner mit animierten Systray-Icons...

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