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Thema: Was ist Ihre bevorzugte Skriptsprache?

70 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Josef Hahn am Fr, 23. Februar 2018 um 14:57 #

Ich erlaube mir die These, dass bash (und die anderen Unix-Shells) eher ein Relikt als eine Programmiersprache sind. Bei mir geht doch die meiste Zeit für solche Fragen drauf, wie man jetzt diesen Programmoutput wieder robust parsen kann, wie man diesen Parameter jetzt wieder encodieren und in welche Anführungszeichen packen muss, ...

Dann hat man irgendwo wieder im Halbschlaf ein Leerfeld bei einer Variablenzuweisung drin, oder hat gerade wieder vergessen, dass Funktionen eigentlich nur 0-255 zurückgeben können (Strings nur über Trickserei mit echo und Backticks), oder oder oder.

Wann immer man mit diesem Apparat mal wieder meint, einen Ablauf sauber geskriptet zu haben, merkt man, dass irgendwo ein Globbing fehlschlägt, weil es manchmal einfach nichts zurückgibt, und das Skript verreckt mit "Die Datei * habe ich jetzt aber nicht gefunden".

Bedingungen kann man direkt in x86-Assembler auch schöner ausdrücken, als in bash.

Bestandspflege vielleicht; aber sonst?!

  • 1
    Von Janka am Fr, 23. Februar 2018 um 15:13 #

    Skripte, die irgendein Admin mit beschränkten Programmierfähigkeiten warten können muss.

    • 1
      Von AdminBash-er am Fr, 23. Februar 2018 um 18:50 #

      Ein Administrator, der keine Programmierkenntnisse hat?

      Ist nicht zumindest bei der Fachinformatikerausbildung, einmal die der Fachrichtung Systemintegration, das sind dann die späteren Administratoren und in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung, den späteren Programmieren, die Inhalte der Ausbildung gleich, nur mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung?

      Somit müsste zumindest jeder FISI, der als Admin arbeitet, programmieren können.

      Oder hab ich da was verpasst?

      • 1
        Von pataa am Fr, 23. Februar 2018 um 19:54 #

        Um programmieren zu können, braucht man jahrelangeErfahrung und Übung. Anfangs hat man zumindest etwas gesehen. Wenn man es aber nicht weiter vertieft, kann man eben nicht programmieren.

        1
        Von Programmierer am Sa, 24. Februar 2018 um 17:07 #

        Unter "programmieren" stellt sich halt wieder jeder was anderes vor.

        Der eine programmiert CNC Maschinen, der andere schreibt 200 Zeilen lange Perl Scripte, und dann gibt es noch welche die mit 800.000 LOC Codebasis arbeiten (und natürlich alles dazwischen).

        Alle kann man als "Programmierer" bezeichen, doch alle haben eine kompett anderen Ausbildung und Schwerpunkt. Der eine kann den anderen i.d.R nicht einfach ersetzen.

        1
        Von Gurkenfassdeckelgriff am So, 25. Februar 2018 um 22:16 #

        Programmierer ist jeder der programmiert. 5 Zeilen Bash abzutippen ist etwas anderes als die nächste Authoringsuite zu entwickeln.
        Und lass mich dir als ausgebildeter Anwendungsentwickler sagen: Wenn man Glück hat, Falschaussagen der BS-Lehrer rausfiltert, den dümmlichen Zwischentest der IHK ignoriert, den Großteil der "Kollegen" ignoriert, einen engagierten Ausbildungsbetrieb hat, sich wirklich reinhängt und 90% selber macht, kann man am Ende vielleicht sogar sinnvoll irgendwelche Software entwickeln.
        OK, das war jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich hatte damals nicht wirklich das Gefühl, dass Neulinge in der Berufsschule anständig programmieren lernen könnten. Bei FISIs schätze ich die Chancen nicht besser ein.

      1
      Von Josef Hahn am Fr, 23. Februar 2018 um 19:07 #

      Dann lass dieses Skript mal irgendeine Kontrollstruktur benutzen, eine Variablenzuweisung oder irgendwas, was über den ganz plumpen Start eines Executables hinausgeht (was auch ein alias erledigt hätte).

      Dein Admin wird in der bash noch mit die größten Chancen haben, da mal unverkrampft irgendein Leerfeld einzufügen oder zu löschen, und irgendwas zu zertrümmern. Und welcher Interpreter hat dann die einsteigerfreundlichsten Fehlermeldungen? Genau... Die bash nicht...

1
Von needle am Fr, 23. Februar 2018 um 16:41 #

... dann war das Ganze doch nicht umsonst.
Da gibt es gar Nichts außer den beiden Sprachen für mich. Nur Perl und Python.
Bash benutze ich nur noch als komplette Sonderlocke, wenn nichts mehr geht.

Python ist in Kommen in der letzten Zeit, wird mehr und mehr. Finde ich super. Habe zwar noch nicht so viel Erfahrung damit aber wird schon.

Man könnte fast sagen Python ist das neue Perl.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 23. Feb 2018 um 16:41.
mehr PHP
1
Von pataa am Fr, 23. Februar 2018 um 19:59 #

Besonders ab PHP 7.2 rockt PHP gewaltig. Voraus gesetzt man muss keine inkompatibilität zu PHP5 beachten.

1
Von Astorek (n.A.) am Fr, 23. Februar 2018 um 22:00 #

Bash nutze ich hauptsächlich für eher kleinere Skripte, aber sonst für nichts mehr, was über einfache Abfragen hinausgeht. Habe mehrmals die Erfahrung machen müssen, dass sich Bash bei "komplizierteren" Dingen (bspw. die Verwendung von mehrdimensionalen Arrays) je nach Version unterschiedlich verhält. Wenn das passiert, sitzt man da und grübelt, warum dieser oder jener Code urplötzlich auf einer anderen Distro nichtmehr funktioniert obwohl alle Voraussetzungen erfüllt sind...

Python hat diese Inkonsistenzen nur zwischen zwei Versionen (2er- und 3er-Zweig) und ansonsten alle möglichen Bibs, um auch etwas größere Probleme zu lösen.

2
Von Josef Hahn am Fr, 23. Februar 2018 um 22:04 #

Ich hatte mich heute morgen schon erschreckt, dass man hier Unix-Urtechnologien kritisieren kann, ohne downgevotet zu werden ;)

Aber nochmal was: Shellskripte sind ja wirklich unschlagbar praktisch, wenn man hauptsächlich ein paar Tools aufruft. Imho für alles andere nicht das beste verfügbare Werkzeug. Aber warum hat sich eigentlich immernoch nichts etablieren können, was etwa Python-Komfort hat (oder nehmt eine andere moderne Sprache), aber eben in der gleiche Sprache auch die Vorzüge von Shellskripten anbietet (etwa einfaches Aufrufen externer Tools)?

Hier noch ein Downvote-Trigger: In Redmond hat man sowas jetzt schon eine Weile (und portiert das auch aus Jux dann mal nebenbei auf Linux)...

  • 1
    Von Janka am Fr, 23. Februar 2018 um 22:33 #

    Naja, genau deshalb schrieb ich ja, ich benutze Tcl-Skripte als Ersatz für Bash+awk-Skripte.

    • 1
      Von Josef Hahn am Sa, 24. Februar 2018 um 00:15 #

      tcl ist die einzige Sprache in der Liste, die ich bisher nur vom Hörensagen kenne, und nie zumindest mal einzwei Zeilen Code von gelesen habe. ^^

      • 1
        Von Janka am Sa, 24. Februar 2018 um 01:00 #

        Tcl ist ein Untergrundbuddler, gibt's inzwischen schon seit 30 Jahren. Der Tcl-Interpreter war ursprünglich als Makrosprache gedacht, die man einfach zu C-Applikationen hinzulinken kann. Ist von Anfang an ein großes Experimentalfeld für fremdartige Programmierkonzepte gewesen. Angucken lohnt sich in jedem Fall. Wichtigste Resource: http://wiki.tcl.tk/

        Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 24. Feb 2018 um 01:02.
    1
    Von Unerkannt am Sa, 24. Februar 2018 um 00:19 #

    Es gibt http://xon.sh/.

    2
    Von Sprach-Nazi am Sa, 24. Februar 2018 um 10:09 #

    Ich hatte mich heute morgen schon erschreckt,...

    Nix für ungut, aber damit es nicht aufgenommen und nachgeplappert wird:

    Du hast dich erschrocken, weil die anderen dich erschreckt haben.

    • 1
      Von kamome umidori am Sa, 24. Februar 2018 um 12:52 #

      Für die Kleinstkrümelpicker unter uns („Ich hab den kleineren!“): Da er das Original selbst geschrieben hat, hat er sich, als er sich erschrocken hat, damit auch selbst erschreckt ;)

      1
      Von Josef Hahn am Sa, 24. Februar 2018 um 23:03 #

      Argh, ich tu mich gerade auch schon in einer Fremdsprache wieder schwer mit unregelmäßigen Formen... Jetzt reib mir noch unter die Nase, dass ich sie selbst im Deutschen nicht kann :-P

    1
    Von b.u.t.z.e.l. am Mo, 26. Februar 2018 um 15:30 #

    Moin,

    wenn Du Python als Kommandozeile nutzen magst:
    trage als Shell: /usr/bin/ipython3 ein ;-)
    oder folgendes Script, dann hast Du noch die "magic"-Commands via Bash verfügbar ;-)


    #!/bin/bash
    export SHELL=/bin/bash
    /usr/bin/ipython3 --no-banner

    zum Thema downvoting:
    dies als ein religiöses Themenfeld zu bezeichnen, dient halt mehr der Provokation als einer sachlichen Diskussion..
    Im Ernst: mächtig sind die von Dir bezeichneten Relikte schon. Natürlich benötigen sie Tools (wie SED, AWK, CUT, GREP) Aber man darf die Herkunft und Aufgabe nicht ausser Acht lassen. Ausserdem ist niemanden geholfen, wenn bei jedem x.ten Update die Adminscripte angepasst werden müssen.


    # "Welt" ausschneiden
    vHallo="Hallo Welt!"
    vWelt=${vHallo:6:4} # in Python: vWelt = vHallo[6:10]
    echo $vWelt

    ## Ersetzt jedes 'l' mit einem '6c'
    echo ${vHallo//'l'/"6c"}

    Jepp auch die Powershell ist mächtig, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Dass MS das Rad neuerfunden hat hilft auch nicht wirklcih weiter. Aber die Bash gibt es ja jetzt auch unter Windows 10 :-D


    Grüsse
    butzel

1
Von Ultrarealist am Fr, 23. Februar 2018 um 22:41 #

...den die guten sind ja nicht weit verbreitet und dementsprechend nützlich.

1
Von UChef am Sa, 24. Februar 2018 um 13:13 #

Die Frage meine ich vollkommen ernst! Es gibt in der Informatik mutmaßlich kaum einen anderen Begriff, der mit so vielen Bedeutungen belegt ist wie der der Scriptsprache.

@ProLinux: Ihr solltet mal die Frage stellen, was die Benutzer als wesentliches Merkmal einer solchen Sprache betrachten - die Zusammenstellung der diesjährigen Auswahl lässt sich imho kaum sinnvoll unter einem Begriff zusammenfassen...

Für die einen sind Scripte "klein" und dienen nur einem bestimmten Zweck, etwas zu automatisieren. Wie passt da aber z.B. PHP rein? Das gehört wohl eher zu dieser "obskuren" Kategorie weniger mächtig und typsicher wie andere Sprachen - ein wirklich nervender Mythos gepaart mit einem unsinnigen Behauptung.

Ich denke ohne eine klare Definition, was ein "Script" ist, kommt man hier auf keinen grünen Zweig!

  • 1
    Von Unerkannt am Sa, 24. Februar 2018 um 14:45 #

    Genügt dir denn die Definition/Aufzählung auf Wikipedia nicht? Skriptsprachen muss man doch nicht scharf abgrenzen können und eine Skriptsprache kann gleichzeitig auch noch eine 'normale' Programmiersprache sein.

    • 0
      Von UChef am Di, 27. Februar 2018 um 20:40 #

      Genügt dir denn die Definition/Aufzählung auf Wikipedia nicht?
      Nein! Der Artikel ist an sich ziemlich fragwürdig und speziell die Abgrenzungen sind eher beispielhaft und beziehen sich auf technische Aspekte - nicht funktionale Aspekte wie "kurz" passen dazu nicht sonderlich gut. Die Anwendungsdomäne ist imho auch eher orthogonal zu den technischen Aspekten, wird aber gerne bemüht "Automatisierung" usw., bringt aber dann ein Konglomerat an Sprachen, die im Grunde kaum Schnittemngen hinsichtlich ihrer Anwendungsdomänen haben. Was bringt einem dann diese unscharfe Bezeichnung?

      Skriptsprachen muss man doch nicht scharf abgrenzen können
      Äh... wieso nicht? Allgemein ist es vorteilhaft, wenn man Namen für Konzepte scharf abgrenzen kann! Ansonsten führt das zu oben geschilderten Chaos!

    1
    Von Scipio am Sa, 24. Februar 2018 um 17:07 #

    Billige aber meistens gültige Definition:
    * Skriptsprache ist alles was nicht kompiliert werden muss.
    * Sprich Änderung ist jederzeit möglich da Quelltest direkt ausgeführt wird.

    • 1
      Von Bert am So, 25. Februar 2018 um 18:19 #

      > Skriptsprache ist alles was nicht kompiliert werden muss

      Richtiger wäre: Skriptsprache, ist das, was einen 'zusätzlichen' Interpreter braucht.

      Da es mittlerweile auch Compiler gibt, die eine "einfache" Sprache zulassen,
      bzw. ein Zwischencode interpretiert wird, ist hier schon lange nicht mehr alles wie in Stein gemeißelt.

      Beispiel Crystal:

      So einfach wie Ruby, leicht änderbar/anpassbar und schnell kompiliert,

      Von allen "kompilierbaren Skriptsprachen" gefällt mir Crystal noch am Besten.

      Man kann seine Ruby-Skripte recht einfach nach Crystal portieren.

      Oder noch besser: man braucht garnicht mehr Algorithmen in Ruby coden und über seinen Interpreter probieren, man kann gleich in Crystal schreiben, weil das sehr einfach über das build-Tool zu testen ist, ohne dass man kompilieren und als lauffähige Datei starten muss. Meiner Meinung nach hebt Crystal die Grenzen nahtlos auf. Das versucht Go nun schon seit längerem.

      Bei Crystal reicht eine Zeile, um das zu zeigen:

      $ crystal eval puts \"Hallo\"

      oder eben in zwei Zeilen

      'puts "Hallo" ' in eine Datei (hello.cr) und dann
      $ crystal run hello.cr
      oder ganz einfach
      $ crystal hello.cr

      Ein Binary baut er erst, wenn man
      $ crystal build hello.cr
      eingibt.

      Wenn man beispielsweise ein Tool schreibt, einen Datensatz in eine sqlite-Datenbank einzufügen, kann man das mit der Leichtigkeit von Ruby als "Skript" testen und anschließend ein Binary erzeugen, das 1,5 MB groß ist. Allein der Python-Interpreter (3.6) ist 4,5 MB groß. Und dann war da noch die Laufgeschwindigkeit....

      Wer neugierig geworden ist schaut hierhin:
      https://crystal-lang.org

      • 1
        Von Ultrarealist am So, 25. Februar 2018 um 20:45 #

        Als Crystal-Nutzer kann ich leider selber nur sagen, dass die mal fertig werden sollen. Zumindest was den Sprachkern angeht, mit Nebenläufigkeit und den entsprechenden Implikationen für die Typenherleitung.
        Ich erwarte ja schon gar nicht mehr, dass der Windowsport oder der bessere Garbage Collector mittelfristig fertig werden.
        Und rasend schnell kompiliert das auch nicht gerade, geht halt nicht besser, wenn man LLVM verwendet; optimieren braucht halt seine Zeit.

        Und wie du schon sagtest, Skriptsprachen nach der Implementationsweise zu benennen ist auch nicht sonderlich klar.
        Besser mal nach berechtigtem Einsatzzweck:
        glorifizierter Taschenrechner mit Nebeneffekten, ca. 10 Zeilen max. -> Kommandosprache
        Makroabläufe, Kleber, Dinge die keine nennenswerten eigenen Algos oder Datenstrukturen enthalten, ein paar hunder Zeilen max., woran sich auch Python und co. besser gehalten hätten -> Skriptsprache
        Alles größere -> RAD oder Systemprogrammiersprache
        Das ist natürlich nur ein Modell und so das eine oder andere hat sich so manches in mehreren Kategorien verbaut.

        1
        Von wertig am So, 25. Februar 2018 um 20:48 #

        So einfach ist das nicht, du bekommst heutzutage auch klassische Compilersprachen mit Interpreter entweder über LLVM-JIT oder weil es andere Implementationen gibt.
        Der Begriff Skriptsprache soll nur ausdrücken wie kurz die Entwicklungszyklen sind bspw. fehlt oft eine statische Analyse.
        So sieht keiner Java als Skriptsprache obwohl es einen Compiler und Interpreter hat.

        • 1
          Von Bert am Mo, 26. Februar 2018 um 00:56 #

          Java-Besitzer Oracle schreibt: "Scripting languages are programming languages that support the ability to write scripts. Unlike source files for other programming languages that must be compiled into bytecode before you run them, scripts are evaluated by a runtime environment (in this case, by a script engine) directly."
          Nach deren Definition ist Java ist also keine Skript-Sprache, weil es nicht DIREKT vom Interpreter ausgeführt wird.

          • 0
            Von UChef am Di, 27. Februar 2018 um 20:45 #

            So gesehen ist Python auch keine Scriptsprache, da es auch nicht direkt vom Interpreter ausgeführt wird, sondern zunächst in Byte-Code kompiliert wird; genau wie Java.

            A pros pros Java: Genau da tut sich etwas. Wenn das so kommt, zählt es dann demnächst doch zu den Scriptsprachen? :x

            Ich mag diesen Begriff einfach nicht 8)

          1
          Von Moinsen am Mo, 26. Februar 2018 um 08:26 #

          Richtig Java hat beides. Ist aber trotzdem keine Skriptsprache.

          Der Java-Interpreter versteht deinen Java-Code nicht. Der Code muß erst durch den Compiler in einen für den Interpreter verständlichen Byte-Code übersetzt werden. Ergo keine Skriptsprache.

1
Von beccon am Sa, 24. Februar 2018 um 13:17 #

... ohne Grazie und ganz bestimmt kein feuriges Araber oder Lipizzaner Roß ....

Aber er zieht etwas weg und das gut und zuverlässig bei Wind und Wetter.

Perl-Programme in Verbindung mit regulären Ausdrücken, dem DBI Modul und den map, grep, sort - Funktionen (bzw. überhaupt den ganzen CPAN Modulen) sind ideal für Schnittstellenprogrammierung und Migrationen von großen Datenbeständen.

In kurzer Zeit hat man ein korrektes Programm erstellt, was der Interpreter auch sauber ausführen kann - egal ob es den Speicher vollschreibt. Ein Perl Programm läßt sich schnell verändern und an die immer wieder beweglichen Spezifikationen anpassen. (wir sind "Agil" :-) )

Hashrefs sind da eine tolle Konstruktion für komplexe Datenstrukturen, welche sich mit lock_key auch sicher gegen Schreibfehler programmieren läßt (analog use strict)

Mit dem allen kommen auch modernere Sprachen und Systeme nicht so ohne weiteres mit. Java schon gar nicht. Das ist das Cobol des 21 Jahrhunders

Gerade bin ich an einem Bank-Projekt mit einer gräßlichen Logik mit tausenderlei geschachtelten Verzweigungen, die am Ende mit einem Konzert aus
}
}
}
enden. Generationen von Programmierern haben einen Wust von Code verzapft.

In Python wäre das eine Pein, herauszufinden, wie die Verzweigungen geschachtelt sind. Nebenbei sind wir mehrerer Programmierer - jeder mit eigenen Editor-Präferenzen (vi, Eclipse und Atom) und git-Client-Konfigurationen- Hin und Her ersetzt Tabs durch Leerzeichen und umgekehrt. Perl übersteht das - nicht schön aber jedenfalls nicht falsch.

Ich könnte mich mit Ruby anfreunden - aber das eiert immer noch im Keller herum. Die Bank versucht sich an einer Migration auf Java - viel Spaß.

So werden wir wohl auch in 10 Jahren noch mit Perl 5 programmieren :-) Perl Programmierer sind am Markt gefragt und offenbar gar nicht so leicht zu finden. Es ist schwer davon wegzukommen, wenn man das einmal im Profil stehen hat ;-) Mein Projekt läuft bald aus und ich habe schon wieder zwei Perl Anfragen...

  • 1
    Von Jürgen Sauer am Sa, 24. Februar 2018 um 18:33 #

    Dito.

    Perl ist für mich das "Schweizer Kettensägen Daten Universial" Werkzeug, es gibt nix was nicht geht...

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    Von LH_ am Sa, 24. Februar 2018 um 19:02 #

    Den Absatz zu Python kann ich nicht nachvollziehen. Jeder halbwegs kluge Python Entwickler hält sich an die Pep8, und dort wird klar von Tabs abgeraten. In Python3 ist das Mixen sogar ganz verboten.
    Ich bin im Python Umfeld aktiv, und mir sind dabei in den letzten Jahren keine Libs und Programme begegnet, deren Quellcode mit Tabs eingerückt wären.
    Das ist also ein rein theoretisches Problem, das im Alltag keine Bedeutung hat.

    Und einen (zwingend) sauber eingerückten Quellcode kann ja nun wirklich am Ende jeder lesen ;) Also wer da mit dem interpretieren Probleme hat, dem kann auch Perl nicht helfen.

    • 1
      Von Now for something completely d am Mo, 26. Februar 2018 um 14:12 #

      ... da hast Du vollkommen Recht. Allerdings sieht die Welt ein wenig anders aus. Sie ist voller schlechtem Code, der eigentlich nicht wartbar ist, aber gewartet werden muß. (dafür kann man dann auch die Stundensätze aufrufen, die das alles erträglich machen :-) )

      Ich hatte mit beidem zu tun. Perl steckt schlechte Behandlung besser weg. Das ist meine Aussage.

      Ich sitze gerade an der Refakturierung einer Perl, Schnittstelle bei einer Bank welche von überzeugten Cobol-Programmierern geschrieben wurde, deren einziger Einstieg in Perl das Kamel-Buch war... geht auch.

      1
      Von Now for something completely d am Mo, 26. Februar 2018 um 14:12 #

      ... da hast Du vollkommen Recht. Allerdings sieht die Welt ein wenig anders aus. Sie ist voller schlechtem Code, der eigentlich nicht wartbar ist, aber gewartet werden muß. (dafür kann man dann auch die Stundensätze aufrufen, die das alles erträglich machen :-) )

      Ich hatte mit beidem zu tun. Perl steckt schlechte Behandlung besser weg. Das ist meine Aussage.

      Ich sitze gerade an der Refakturierung einer Perl, Schnittstelle bei einer Bank welche von überzeugten Cobol-Programmierern geschrieben wurde, deren einziger Einstieg in Perl das Kamel-Buch war... geht auch.

mehr R
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Von Schmidi am So, 25. Februar 2018 um 15:26 #

Da bin ich wohl der einzige der R verwendet :-)

Ist klasse, etwa für die automatisierte Auswertung von Excel Dateien, und mit RStudio steht noch eine klasse interaktive IDE, kostenfrei, zur Verfügung.

  • 1
    Von glasen am So, 25. Februar 2018 um 17:36 #

    Nein, ich benutze es auch, wenn ich muss. R wird aber von vielen überstrapaziert und für Dinge eingesetzt, für die es nicht gedacht ist.

    • 1
      Von Ultrarealist am So, 25. Februar 2018 um 22:24 #

      Dies. Das trifft allerdings auf die gesamte Auswahlliste zu. Dieser Missbrauch wiederrum führt dazu, dass diese Technologien in die falsche Richtung entwickelt werden.
      Da hilft nur noch eine Zeitmaschine und ein Kleiderbügel. :evil:

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    Von Condor am So, 25. Februar 2018 um 18:13 #

    Wir setzen es auch ein, nicht schlecht.

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    Von haha am Mo, 26. Februar 2018 um 09:25 #

    Wenn ich schon den Namen Excel höre..."würg".
    Die meisten sog. IT-Firmen benutzen aus Faulheit oder Unvermögen Excel statt Datenbanken und nach ein paar Jahren ist das Chaos groß. Zumal die Datenbanken dann auch ohne 'fremde Hilfe' alles mögliche automatisieren Können.

    • 1
      Von Schmidi am Mo, 26. Februar 2018 um 09:56 #

      Das stimmt schon, aber oft hat man als Nutzer keinen Zugang zur Datenbank (ginge mit R natürlich auch).
      Einige Tools exportieren tatsächlich in Tabellenform nur in ein Excel Format anstatt CSV.

      • 0
        Von schmidicom am Mo, 26. Februar 2018 um 10:03 #

        ..oft hat man als Nutzer keinen Zugang zur Datenbank...
        Microsoft Access oder auch LibreOffice Base sind wohl für jeden erreichbar und auch ohne SQL-Anbindung langfristig die bessere Datenbank als ein Microsoft Excel oder LibreOffice Calc

        • 1
          Von pataa am Mo, 26. Februar 2018 um 11:08 #

          Kommt auf den Anwendungsfall an. Wenn jeder im Unternehmen seine eigene lokale SQL-Datenbank pflegen muss, ist Excel/Calc eine viel bessere Wahl, da technische Hürden weit niedrigen sind.

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          Von Schmidi am Mo, 26. Februar 2018 um 11:58 #

          Ich habe mich unklar ausgedrückt, ich meinte Zugang zur Datenbank von Anwendung X.

          Etwa einem Issue Tracker, wenn man dann Auswertungen machen will, die vom Tool nicht unterstützt werden oder daraus einen Berichit im PDF erstellen will, kommt man manchmal um einen Excel Export nicht herum.

          Klar sollte Excel nicht als DB Ersatz missbraucht werden und ja, dass passiert viel zu oft.

          • 0
            Von schmidicom am Mo, 26. Februar 2018 um 12:12 #

            OK hab ich wohl etwas missverstanden, sry.
            Ich reagiere diesbezüglich inzwischen leider etwas empfindlich weil ich tagtäglich mit Leuten zu tun habe die ihr Excel/Calc als Datenbank missbrauchen weil sie angeblich ja nichts besseres haben.

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Von Vollprofi am So, 25. Februar 2018 um 20:14 #

Ist doch ganz einfach.

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Von Vollprofi am So, 25. Februar 2018 um 20:14 #

Ist doch ganz einfach.

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