IMO wird man auf die Dauer nicht um einen Fork herumkommen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass in Zukunft die QT-Entwicklung vielleicht sogar fast zum Stillstand kommt. Nokia hat nun nachweislich völlig andere Prioritäten als Qt.
Eher unwahrscheinlich, dass die Personen es tun. Aber Nokia sieht es für sein Personal sicher so. Passieren wird es dann eher durch Wechsel/Entlassung/Neueinstellung von passenden Personen.
Ein Qt-Entwickler passt nicht als WMF-Toolkit Verwender.
Ich denke nicht das dafür Zeit ist. Neues Personal suchen, einarbeiten, usw. ist teurer und dauert länger als eigene Leue umschulen. Zeit ist ja genau was Nokisoft nicht hat. Vielleicht wird das auch alles von Microsoft gemacht? Würde gerne mal in die Verträge gucken.
Ich denke nicht das dafür Zeit ist. Neues Personal suchen, einarbeiten, usw. ist teurer und dauert länger als eigene Leue umschulen.Wird in Deutschland aber genauso praktiziert.
Von Frank Frank am Fr, 18. Februar 2011 um 18:55 #
Qt hat perfekt in Nokias Strategie gepasst solange Symbian, MeeGo und der PC (für Desktop-Anwendungen) im Mittelpunkt standen. Für genau diese drei Plattformen wurde ja auch stark entwickelt. Nun sind alle drei Plattformen nicht mehr relevant, nicht mal mehr der PC, denn Microsoft liefert für WP7 eigene Desktop-Anwendungen aus.
Noch sieht es ja so aus dass Nokia demonstrativ Geld und und Personal auf Qt wirft (http://labs.qt.nokia.com/2011/02/18/buckets-of-cold-water/). Aber man muss sich da schon mal fragen: Warum eigentlich? Steckt da wirklich ein Plan dahinter, oder agieren Teile des Unternehmens unabhängig von der Führung und versuchen die alte Agenda beizubehalten? Zumindest im Rest des Nokia-Lagers sieht es derzeit tatsächlich so aus dass viele Entwickler auf Android wechseln, weil dort einfach mehr Geld zu machen ist und man nicht zwei komplett unterschiedliche Plattformen (Symbian und WP7) pflegen muss. Gerade die Symbian-Entwicklerschaft bricht auf diese Weise weg - bleibt aber bei Qt: Dank Project Lighthouse gibt es mittlerweile einen Qt Creator der ganz einfach Android-Anwendungen ausspuckt. Wenn Qt bei Nokia bleibt finanzieren die also immer stärker die Android-Entwicklung mit, können Qt aber auf Windows Phone 7 selbst nicht benutzen, und Symbian will eh keiner mehr. Das wird irgendwann jemandem auffallen.
Ob Qt wieder als eigenständiges Unternehmen überleben kann ist fraglich, die Lizenzverkäufe sollen seit der LGPL-Lizensierung (verständlicherweise) deutlich zurückgegangen sein, gleichzeitig wurde die Belegschaft aber auf über 260 aufgeblasen.
Microsoft ist auch mal bereit Hardware zu subventionieren. Das war bei zuletzt Netbooks und davor Vista, davor XP der Fall.
Nokia will schlicht deshalb WP7 verkaufen, weil es dann mehr Gewinn mit diesen Telefonen macht, und weil Microsoft jemand gesucht hat, der dazu bereit ist. Für Nokia könnte WP7 deshalb ein Interims-Plan sein, bevor andere Lösungen auch akzeptabel sind.
Im Grunde kann Nokia jedenfalls Android, Qt, WP7, etc. alles egal sein. Hauptsache die Leute kaufen ihre Hardware und sie verdienen dabei Geld.
Jaein. Ovi, Maps, etc. sind nicht Hardware aber wichtige Bestandteile des Nokia-Ökosystems. Die sind schon lange nicht mehr nur Hardware-Hersteller sondern auch Service-Dienstleister.
Von Frank Frank am Sa, 19. Februar 2011 um 12:25 #
Wenn Nokia ein reiner "Hardware-Schieber" wäre würden sie Mobiltelefone nach dem PC-Modell bauen: Vorinstalliert mit verschiedenen Betriebssystemen erhältlich, aber jederzeit mit etwas anderem neu installierbar. Dem ist aber nicht so, denn das Modell funktioniert so nicht: Ein großer Teil der Smartphones kommt als Zugabe zu einem Mobilfunkvertrag. Da muss dann Branding, Spezial-Software etc. her mit dem sich Hersteller und Mobilfunkkonzern von der Konkurrenz abheben. Nokia hat ja nicht umsonst kostenlose Navigation im Angebot, Ovi etc. im Angebot. Dass sie mit WP7 mehr Geld machen glaube Ich auch nicht, es wird ja für jedes Mobiltelefon eine Lizenzgebühr fällig, bei Symbian und MeeGo dagegen fallen nur die Kosten für die internen Entwicklungsabteilungen an. Je mehr WP7-Smartphones Nokia also verkauft desto schlechter wird das Kostenverhältnis gegenüber Symbian und MeeGo.
Letztlich wird es eher um das Microsoft-Ökoystem gegangen sein: Dank der starken Verbreitung von Windows auf dem Desktop gibt es mittlerweile extrem viele .NET-Entwickler die nun ganz einfach auch für Mobiltelefone entwickeln können, mit den Tools die sie schon kennen. Diese Leute interessieren sich auch nicht für Open Source da sie sowieso gewohnt sind proprietären Krams einzusetzen.
Angeblich ist es eher so, dass Microsoft Nokia den Wechsel auf WP7 mit einer gewissen Summe versüßt hat.
Microsoft geht es aktuell nur darum, WP7 auf dem Smartphonemarkt in Stellung zu bringen. Wenn sie das geschafft haben, werden die Lizenzgebühren noch früh genug fällig. Derzeit ist das von den Anschaffungskosten für Nokia wohl kein Unterschied oder sogar billiger.
Dass man sich damit eher sogar die Zukunft verbaut interessiert Manager doch nicht wirklich, da wird eher nach dem "Nach mir die Sintflut"-Modell gearbeitet.
Man wird sehen, wie sich Nokia zukünftig präsentieren kann und ob es so ein Erfolg wird. Ich sehe jedenfalls keinen Grund mehr, warum ich mir ein Nokia-Handy oder -Smartphone kaufen sollte...
Was Qt angeht muss man abwarten. Ich tippe darauf, dass es irgendwann verkauft wird, an Intel, Oracle, IBM oder wer auch immer dann gerade in Kauflaune ist. Seitens Nokia kann man nicht mehr wirklich Engagement erwarten. Vielleicht sollte man wirklich mal über einen LGPL-Fork nachdenken...
Von Frank Frank am Sa, 19. Februar 2011 um 15:19 #
> Angeblich ist es eher so, dass Microsoft Nokia den Wechsel auf WP7 mit einer gewissen Summe versüßt hat.
Das war eine Ente, wurde schon vor Tagen klargestellt. Elop hat lediglich gesagt dass der Deal Nokia "Milliarden einbringe" und wurde falsch zitiert. Um eine tatsächliche Finanztransaktion ging es nie. Warum auch, Nokia wird doch schon von Microsoft-Managern regiert, die drücken die neue Linie nun einfach so durch.
Nokia wird doch schon von Microsoft-Managern regiert, die drücken die neue Linie nun einfach so durch. Ja, wobei denen (Aufsichtsrat), die Elop installiert haben, dass auch klar war. Alles andere wäre unglaubwürdig und wenn denen der MS-Deal stören würde, wäre er (Elop) auch schon wieder weg.
Kein Zweifel besteht für mich darüber, dass Microsoft Linux nicht nur als Konkurrenz ansieht, sondern gerade im Zusammenhang mit Android, Meego und Co als ernsthafte Bedrohung. Hinter Android steht Google, hinter MeeGo Intel, dazu gesellt sich WebOs von HP und iOS von Apple. Sämtliche genannten Firmen sind mehr oder weniger Schwergewichte, die auch ganz locker den Markt ohne Microsoft unter sich aufteilen. Wer kann schon einschätzen ob Tablett-PC und Co. den klassischen PC nicht mittelfristig ablösen. Microsoft ist also gezwungen zu handeln. Unterschätzen- auch in Bezug auf finanzielle Ressourcen, sollte man Microsoft auf keinen Fall. Gleich mehrere Probleme ließen sich aus Sicht Microsoft mit dem "Einschläfern" von Qt schaffen. Die MeeGo-Entwicklung von Intel verzögert sich und auch KDE wird die Entwicklung erschwert. Microsoft hat auch kein Interesse an einem Plattform übergreifenden Entwicklungstool. Microsoft will Windows only. Und somit sehe ich die Zukunft von Qt einzig und alleine in einem Fork. Und sollte das wirklich zu Stande kommen, wäre sicherlich Intel ein Förderer. Sollte ein Fork nicht zu Stande kommen, wird sicherlich auch Intel einen anderen Weg als Qt einschlagen...Vielleicht GTK3, wer weiß das schon?
Von Was soll die Panikmache? am Sa, 19. Februar 2011 um 01:27 #
Es gibt zig Firmen die Qt einsetzen und dafür bezahlen Es gibt Vereinbarungen mit der KDE e.v.
Nokia wird sicher nicht so blöde sein und Qt stagnieren oder sterben lassen, da sich sonst jemand Qt schnappt und vermarktet sobald es unter einer BSD Lizenz ist.
Qt: Adobe Google Samsung Skype Deutsche Flugsicherung Autodesk Intel ILM Dreamworks uvm.
Von Frank Frank am Sa, 19. Februar 2011 um 15:25 #
Er spielt auf die KDE Free Qt Foundation an, wenn Nokia zwölf Monate lang keine neue Open-Source-Version freigibt fällt die letzte frei verfügbare Version unter eine BSD-Lizenz. Damit wäre es erstmals möglich eigene Qt-Versionen in Binärform auszuliefern ohne eine Vereinbarung mit Nokia schließen zu müssen.
Allerdings existiert mittlerweile auch ein ganzer Stapel BSD-Software in den Änderungen auch wieder zurückfließen, vielleicht wäre die Situation gar nicht so schlecht. Bei LLVM klappts ja auch, so gut dass der GCC wohl bald einpacken muss...
Bei LLVM klappts ja auch, so gut dass der GCC wohl bald einpacken muss... Wieviele GCC-Killer sind eigentlich schon gescheitert? Warte erstmal ab was die Zukunft bringt.
Was soll denn zurückfließen? Und vor allem, warum gerade bei der LGP? Da kannst du deinen nichtfreien Quellcode einfach dynamisch gegen die Qt-LGPL-Libs (die es schon als Qt-Variante gibt) linken und nichts aber auch rein gar nichts fließt zurück.
Aus dem GDK-PixBuf Reference Manual: "Creates a new animation by loading it from a file. The file format is detected automatically. If the file's format does not support multi-frame images, then an animation with a single framVielleicht täusche ich mich ja. Dann poste doch am Besten Referenzen, e will be created."
Dann ließ dir mal die Qt Dokumentation durch! Da ist das was du zeigtst gerade zu lächerlich, vorallem weil wie schon gesagt Qt einiges mehr drauf hat.
Oder denkst du canonical musste grundlos Qt nehmen?
Zitat: "Mark Shuttleworth hat in seinem Blog bekanntgegeben, dass er in Zukunft auch Qt für Ubuntu nutzen möchte. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass die 2D Variante des neuen Ubuntu Standarddesktops Unity in Qt geschrieben wird. Dadurch können einige Effekte auch ohne 3D Hardware umgesetzt werden"
Wenn das ganze auch mit .tk Gingrich wieso verkündete Mark dann im blog das man Qt braut um die Effekte zu realisieren?
>> Wenn das ganze auch mit .tk Gingrich wieso verkündete Mark dann im blog das man Qt braut um die Effekte zu realisieren?
Falsch. a) einige Effekte b) ohne 3D
zum anderen wären sie sehrwohl mit GTK+ möglich, Canonical fand Qt für 2D wohl besser. Aber nochmal für dich: Für die Hauptlösung GTK+, für den Ersatz Qt. Es gibt also keinen Grund sich so aufzuspulen.
Qt bietet u.a. Abstraktionen für Datenbanken, Netzwerkverkehr, Multimedia, uvm. Das bietet GTK+ nicht. Wenn man Qt mit GTK vergleicht, dann kann sich das nur auf die GUI-Komponenten von Qt beziehen.
Wenn man Qt mit GTK vergleicht, dann kann sich das nur auf die GUI-Komponenten von Qt beziehen.
Ja, das denke ich auch. Das Gtk3-Framework dürfte ähnlich umfangreich und schnell sein wie das Qt4-Framework.
Qt bietet u.a. Abstraktionen für Datenbanken, Netzwerkverkehr, Multimedia, uvm.
Es ist eine sehr schöne Eigenschaft von Qt, dass vieles aufeinander abgestimmt ist. Das kommt vor allen reinen GUI-Programmierern entgegen. Gtk verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Programmiere ein Programm. Nimm die Sprache und die Bibliothek, die Du möchtest. Soll dein Programm eine GUI haben, kannst du Gtk nehmen. Gtk gibt es für viele Sprachen und hat nicht den Anspruch alles (vieles) zu vereinen, sondern eben nur das Fenstermanagement. Für andere Aufgaben gibt es andere Bibliotheken: Gnome C++ Development
Beide Ansätze bieten für unterschiedliche Programmierer verschiedene Vorteile. Qt4 ist im Gegensatz zu Gtk3 vor allen Dingen bereits verbreitet. Ins Gewicht dürfte dies aber nur bei neuen Techniken wie Multipointer fallen, weil Gtk3 weitgehend mit Gtk2 kompatibel ist.
Wenn man Qt mit GTK vergleicht, dann kann sich das nur auf die GUI-Komponenten von Qt beziehen.
Ja, das denke ich auch. Das Gtk3-Framework dürfte ähnlich umfangreich und schnell sein wie das Qt4-Framework.
Qt bietet u.a. Abstraktionen für Datenbanken, Netzwerkverkehr, Multimedia, uvm.
Es ist eine sehr schöne Eigenschaft von Qt, dass vieles aufeinander abgestimmt ist. Das kommt vor allen reinen GUI-Programmierern entgegen. Gtk verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Programmiere ein Programm. Nimm die Sprache und die Bibliothek, die Du möchtest. Soll dein Programm eine GUI haben, kannst du Gtk nehmen. Gtk gibt es für viele Sprachen und hat nicht den Anspruch alles (vieles) zu vereinen, sondern eben nur das Fenstermanagement. Für andere Aufgaben gibt es andere Bibliotheken: Gnome C++ Development
Beide Ansätze bieten für unterschiedliche Programmierer verschiedene Vorteile. Qt4 ist im Gegensatz zu Gtk3 vor allen Dingen bereits verbreitet. Ins Gewicht dürfte dies aber nur bei neuen Techniken wie Multipointer fallen, weil Gtk3 weitgehend mit Gtk2 kompatibel ist.
> Da GTK+ und GTKmm so toll sind musste selbst Canonical Qt nehmen um Unity 2D zu realisieren.
Naja. Das Problem ist eher, dass Clutter OpenGL voraussetzt. Mit Qt geht auch ohne OpenGL ein bisschen was. Aber mithalten kann GTK mit Clutter ansonsten sehr gut.
[ ]Du weißt schon, dass GTKmm nur ein Binding für GTK ist. [ ]Du weißt, dass GTK nur als Widgetset gedacht ist, während Qt die eierlegende Wollmilchsau ist.
[ ] Du weißt schon, dass nicht ich sagte "wir haben GTK und GTKmm wir brauchen kein Qt"? [ ] Du weiß schon, dass ich GTK + GDK + usw mit Qt verglichen habe, da GTK nur ein Toolkit ist und z.B. ohne GDK nicht mal Threads unterstützt
Dieses gebashe gegen Qt find ich einfach nur lächerlich vorallem wenn dann Sprüche kommen wir "wir haben GTK", der Vergleich hinkt und anscheinend hat der Poster NULL Plan.
Mein Gott, lass doch dieses alberne GTK vs. Qt. Womöglich empfindest du Qt-/KDE-Programme auch noch als Verunreinigung deiner Festplatte.
Ich als zufriedener KDE-Nutzer (Deskop, Anwendungen, Gemeinschaft usw.) bin auch zufriedener Nutzer von GTK-Software, die im Übrigen dank der fleißigen Arbeit diverser KDE-Entwickler und Distributoren (bspw. von openSuse) nicht fremd aussehen und gut integriert sind.
Da ich auch häufiger Gnome benutze (bspw. auf Rechnern meiner Firma) würde ich mich freuen, wenn KDE-Programme ebenso hübsch von Gnome integriert wären.
IMO wird man auf die Dauer nicht um einen Fork herumkommen.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass in Zukunft die QT-Entwicklung vielleicht sogar fast zum Stillstand kommt.
Nokia hat nun nachweislich völlig andere Prioritäten als Qt.
... wurde bereits engeläutet:
http://www.msqt.org/
SCNR
This is a satire, for the real Qt website go to qt.nokia.com.
nee
http://www.msqt.org/classes.html
Ich denke, die ersten (bisherigen) Qt-Entwickler bei Nokia werden schon damit anfangen C# zu lernen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 18. Feb 2011 um 18:20.Eher unwahrscheinlich, dass die Personen es tun. Aber Nokia sieht es für sein Personal sicher so. Passieren wird es dann eher durch Wechsel/Entlassung/Neueinstellung von passenden Personen.
Ein Qt-Entwickler passt nicht als WMF-Toolkit Verwender.
Gruss,
Kay
Ich denke nicht das dafür Zeit ist. Neues Personal suchen, einarbeiten, usw. ist teurer und dauert länger als eigene Leue umschulen. Zeit ist ja genau was Nokisoft nicht hat. Vielleicht wird das auch alles von Microsoft gemacht? Würde gerne mal in die Verträge gucken.
Ich denke nicht das dafür Zeit ist. Neues Personal suchen, einarbeiten, usw. ist teurer und dauert länger als eigene Leue umschulen.Wird in Deutschland aber genauso praktiziert.
Qt hat perfekt in Nokias Strategie gepasst solange Symbian, MeeGo und der PC (für Desktop-Anwendungen) im Mittelpunkt standen. Für genau diese drei Plattformen wurde ja auch stark entwickelt. Nun sind alle drei Plattformen nicht mehr relevant, nicht mal mehr der PC, denn Microsoft liefert für WP7 eigene Desktop-Anwendungen aus.
Noch sieht es ja so aus dass Nokia demonstrativ Geld und und Personal auf Qt wirft (http://labs.qt.nokia.com/2011/02/18/buckets-of-cold-water/). Aber man muss sich da schon mal fragen: Warum eigentlich? Steckt da wirklich ein Plan dahinter, oder agieren Teile des Unternehmens unabhängig von der Führung und versuchen die alte Agenda beizubehalten? Zumindest im Rest des Nokia-Lagers sieht es derzeit tatsächlich so aus dass viele Entwickler auf Android wechseln, weil dort einfach mehr Geld zu machen ist und man nicht zwei komplett unterschiedliche Plattformen (Symbian und WP7) pflegen muss. Gerade die Symbian-Entwicklerschaft bricht auf diese Weise weg - bleibt aber bei Qt: Dank Project Lighthouse gibt es mittlerweile einen Qt Creator der ganz einfach Android-Anwendungen ausspuckt. Wenn Qt bei Nokia bleibt finanzieren die also immer stärker die Android-Entwicklung mit, können Qt aber auf Windows Phone 7 selbst nicht benutzen, und Symbian will eh keiner mehr. Das wird irgendwann jemandem auffallen.
Ob Qt wieder als eigenständiges Unternehmen überleben kann ist fraglich, die Lizenzverkäufe sollen seit der LGPL-Lizensierung (verständlicherweise) deutlich zurückgegangen sein, gleichzeitig wurde die Belegschaft aber auf über 260 aufgeblasen.
Nokia will und muss Hardware verkaufen.
Microsoft ist auch mal bereit Hardware zu subventionieren. Das war bei zuletzt Netbooks und davor Vista, davor XP der Fall.
Nokia will schlicht deshalb WP7 verkaufen, weil es dann mehr Gewinn mit diesen Telefonen macht, und weil Microsoft jemand gesucht hat, der dazu bereit ist. Für Nokia könnte WP7 deshalb ein Interims-Plan sein, bevor andere Lösungen auch akzeptabel sind.
Im Grunde kann Nokia jedenfalls Android, Qt, WP7, etc. alles egal sein. Hauptsache die Leute kaufen ihre Hardware und sie verdienen dabei Geld.
Gruss,
Kay
Jaein. Ovi, Maps, etc. sind nicht Hardware aber wichtige Bestandteile des Nokia-Ökosystems. Die sind schon lange nicht mehr nur Hardware-Hersteller sondern auch Service-Dienstleister.
Wenn Nokia ein reiner "Hardware-Schieber" wäre würden sie Mobiltelefone nach dem PC-Modell bauen: Vorinstalliert mit verschiedenen Betriebssystemen erhältlich, aber jederzeit mit etwas anderem neu installierbar. Dem ist aber nicht so, denn das Modell funktioniert so nicht: Ein großer Teil der Smartphones kommt als Zugabe zu einem Mobilfunkvertrag. Da muss dann Branding, Spezial-Software etc. her mit dem sich Hersteller und Mobilfunkkonzern von der Konkurrenz abheben. Nokia hat ja nicht umsonst kostenlose Navigation im Angebot, Ovi etc. im Angebot. Dass sie mit WP7 mehr Geld machen glaube Ich auch nicht, es wird ja für jedes Mobiltelefon eine Lizenzgebühr fällig, bei Symbian und MeeGo dagegen fallen nur die Kosten für die internen Entwicklungsabteilungen an. Je mehr WP7-Smartphones Nokia also verkauft desto schlechter wird das Kostenverhältnis gegenüber Symbian und MeeGo.
Letztlich wird es eher um das Microsoft-Ökoystem gegangen sein: Dank der starken Verbreitung von Windows auf dem Desktop gibt es mittlerweile extrem viele .NET-Entwickler die nun ganz einfach auch für Mobiltelefone entwickeln können, mit den Tools die sie schon kennen. Diese Leute interessieren sich auch nicht für Open Source da sie sowieso gewohnt sind proprietären Krams einzusetzen.
Angeblich ist es eher so, dass Microsoft Nokia den Wechsel auf WP7 mit einer gewissen Summe versüßt hat.
Microsoft geht es aktuell nur darum, WP7 auf dem Smartphonemarkt in Stellung zu bringen. Wenn sie das geschafft haben, werden die Lizenzgebühren noch früh genug fällig. Derzeit ist das von den Anschaffungskosten für Nokia wohl kein Unterschied oder sogar billiger.
Dass man sich damit eher sogar die Zukunft verbaut interessiert Manager doch nicht wirklich, da wird eher nach dem "Nach mir die Sintflut"-Modell gearbeitet.
Man wird sehen, wie sich Nokia zukünftig präsentieren kann und ob es so ein Erfolg wird.
Ich sehe jedenfalls keinen Grund mehr, warum ich mir ein Nokia-Handy oder -Smartphone kaufen sollte...
Was Qt angeht muss man abwarten. Ich tippe darauf, dass es irgendwann verkauft wird, an Intel, Oracle, IBM oder wer auch immer dann gerade in Kauflaune ist. Seitens Nokia kann man nicht mehr wirklich Engagement erwarten.
Vielleicht sollte man wirklich mal über einen LGPL-Fork nachdenken...
> Angeblich ist es eher so, dass Microsoft Nokia den Wechsel auf WP7 mit einer gewissen Summe versüßt hat.
Das war eine Ente, wurde schon vor Tagen klargestellt. Elop hat lediglich gesagt dass der Deal Nokia "Milliarden einbringe" und wurde falsch zitiert. Um eine tatsächliche Finanztransaktion ging es nie. Warum auch, Nokia wird doch schon von Microsoft-Managern regiert, die drücken die neue Linie nun einfach so durch.
Nokia wird doch schon von Microsoft-Managern regiert, die drücken die neue Linie nun einfach so durch.
Ja, wobei denen (Aufsichtsrat), die Elop installiert haben, dass auch klar war. Alles andere wäre unglaubwürdig und wenn denen der MS-Deal stören würde, wäre er (Elop) auch schon wieder weg.
Meine Meinung, zu diesem Zeitpunkt..
Kein Zweifel besteht für mich darüber, dass Microsoft Linux nicht nur als Konkurrenz ansieht, sondern gerade im Zusammenhang mit Android, Meego und Co als ernsthafte Bedrohung.
Hinter Android steht Google, hinter MeeGo Intel, dazu gesellt sich WebOs von HP und iOS von Apple. Sämtliche genannten Firmen sind mehr oder weniger Schwergewichte, die auch ganz locker den Markt ohne Microsoft unter sich aufteilen.
Wer kann schon einschätzen ob Tablett-PC und Co. den klassischen PC nicht mittelfristig ablösen.
Microsoft ist also gezwungen zu handeln. Unterschätzen- auch in Bezug auf finanzielle Ressourcen, sollte man Microsoft auf keinen Fall. Gleich mehrere Probleme ließen sich aus Sicht Microsoft mit dem "Einschläfern" von Qt schaffen. Die MeeGo-Entwicklung von Intel verzögert sich und auch KDE wird die Entwicklung erschwert. Microsoft hat auch kein Interesse an einem Plattform übergreifenden Entwicklungstool. Microsoft will Windows only. Und somit sehe ich die Zukunft von Qt einzig und alleine in einem Fork. Und sollte das wirklich zu Stande kommen, wäre sicherlich Intel ein Förderer. Sollte ein Fork nicht zu Stande kommen, wird sicherlich auch Intel einen anderen Weg als Qt einschlagen...Vielleicht GTK3, wer weiß das schon?
Nokia - warum war mir der Laden doch gleich sooo unsympathisch? Die gehen einfach gar nicht.
Es gibt zig Firmen die Qt einsetzen und dafür bezahlen
Es gibt Vereinbarungen mit der KDE e.v.
Nokia wird sicher nicht so blöde sein und Qt stagnieren oder sterben lassen, da sich sonst jemand Qt schnappt und vermarktet sobald es unter einer BSD Lizenz ist.
Qt:
Adobe
Google
Samsung
Skype
Deutsche Flugsicherung
Autodesk
Intel
ILM
Dreamworks
uvm.
LGPL wäre besser weil so sichergestellt wird, daß alles aber auch alles zurückfliesst.
Es steht bereits unter LGPL.
Er spielt auf die KDE Free Qt Foundation an, wenn Nokia zwölf Monate lang keine neue Open-Source-Version freigibt fällt die letzte frei verfügbare Version unter eine BSD-Lizenz. Damit wäre es erstmals möglich eigene Qt-Versionen in Binärform auszuliefern ohne eine Vereinbarung mit Nokia schließen zu müssen.
Allerdings existiert mittlerweile auch ein ganzer Stapel BSD-Software in den Änderungen auch wieder zurückfließen, vielleicht wäre die Situation gar nicht so schlecht. Bei LLVM klappts ja auch, so gut dass der GCC wohl bald einpacken muss...
Achso, danke für den Hinweis.
Bei LLVM klappts ja auch, so gut dass der GCC wohl bald einpacken muss...
Wieviele GCC-Killer sind eigentlich schon gescheitert? Warte erstmal ab was die Zukunft bringt.
Keinen, weil den einen den es gab wurde zwangsfusioniert.
Was soll denn zurückfließen? Und vor allem, warum gerade bei der LGP? Da kannst du deinen nichtfreien Quellcode einfach dynamisch gegen die Qt-LGPL-Libs (die es schon als Qt-Variante gibt) linken und nichts aber auch rein gar nichts fließt zurück.
GTK+ 3.0 wird zusammen mit gtkmm in Führung gehen und Qt verdrängen, insofern ist Qt kein Verlust.
Genau, vorallem da GTK+ und GTKmm nicht annährend an den Funktionsumfang von Qt ranreichen!
Multitouchframework?
Animationsframework?
usw.
Pustekuchen!
Da GTK+ und GTKmm so toll sind musste selbst Canonical Qt nehmen um Unity 2D zu realisieren.
Mhhh, was meinst Du? Gtk scheint dies durchaus zu können.
Linux Magazin - Gtk 3.0 bringt Multipointer-Unterstützung
Multipointer- und Multitouch-Programmierung mit GTK+
Aus dem GDK-PixBuf Reference Manual: "Creates a new animation by loading it from a file. The file format is detected automatically. If the file's format does not support multi-frame images, then an animation with a single framVielleicht täusche ich mich ja. Dann poste doch am Besten Referenzen, e will be created."
Grüße.
Dann ließ dir mal die Qt Dokumentation durch!
Da ist das was du zeigtst gerade zu lächerlich, vorallem weil wie schon gesagt Qt einiges mehr drauf hat.
Oder denkst du canonical musste grundlos Qt nehmen?
Canonical musst nicht Qt nehmen, sie wollten. Ihnen war Clutter für 2D nicht passend.
Gegenfrage: warum nehmen sie für 2D Qt und für 3D GTK+? Genau, weil alles andere als Qt lächerlich ist.
Zitat: "Mark Shuttleworth hat in seinem Blog bekanntgegeben, dass er in Zukunft auch Qt für Ubuntu nutzen möchte. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass die 2D Variante des neuen Ubuntu Standarddesktops Unity in Qt geschrieben wird. Dadurch können einige Effekte auch ohne 3D Hardware umgesetzt werden"
Wenn das ganze auch mit .tk Gingrich wieso verkündete Mark dann im blog das man Qt braut um die Effekte zu realisieren?
Weil Shuttleworth Nokia hinterherhecheln wollte. Mal schauen, ob sie demnächst eine halbfertige Portierung von Unity auf Windows Phone 7 ankündigen.
Sie verwenden mittlerweile übrigens ein selbstzusammengefrickeltes "Toolkit" Namens Nux.
>> Wenn das ganze auch mit .tk Gingrich wieso verkündete Mark dann im blog das man Qt braut um die Effekte zu realisieren?
Falsch. a) einige Effekte b) ohne 3D
zum anderen wären sie sehrwohl mit GTK+ möglich, Canonical fand Qt für 2D wohl besser. Aber nochmal für dich: Für die Hauptlösung GTK+, für den Ersatz Qt. Es gibt also keinen Grund sich so aufzuspulen.
Weder argumentierst Du, noch verlinkst Du zu Beispielen oder Dokumentationen. Dein einziges Argument ist, dass du recht hättest. Das ist schwach.
Qt bietet u.a. Abstraktionen für Datenbanken, Netzwerkverkehr, Multimedia, uvm. Das bietet GTK+ nicht. Wenn man Qt mit GTK vergleicht, dann kann sich das nur auf die GUI-Komponenten von Qt beziehen.
Hi,
Ja, das denke ich auch. Das Gtk3-Framework dürfte ähnlich umfangreich und schnell sein wie das Qt4-Framework.Es ist eine sehr schöne Eigenschaft von Qt, dass vieles aufeinander abgestimmt ist. Das kommt vor allen reinen GUI-Programmierern entgegen.Gtk verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Programmiere ein Programm. Nimm die Sprache und die Bibliothek, die Du möchtest. Soll dein Programm eine GUI haben, kannst du Gtk nehmen. Gtk gibt es für viele Sprachen und hat nicht den Anspruch alles (vieles) zu vereinen, sondern eben nur das Fenstermanagement. Für andere Aufgaben gibt es andere Bibliotheken: Gnome C++ Development
Beide Ansätze bieten für unterschiedliche Programmierer verschiedene Vorteile. Qt4 ist im Gegensatz zu Gtk3 vor allen Dingen bereits verbreitet. Ins Gewicht dürfte dies aber nur bei neuen Techniken wie Multipointer fallen, weil Gtk3 weitgehend mit Gtk2 kompatibel ist.
Grüße.
Hi,
Ja, das denke ich auch. Das Gtk3-Framework dürfte ähnlich umfangreich und schnell sein wie das Qt4-Framework.Es ist eine sehr schöne Eigenschaft von Qt, dass vieles aufeinander abgestimmt ist. Das kommt vor allen reinen GUI-Programmierern entgegen.Gtk verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Programmiere ein Programm. Nimm die Sprache und die Bibliothek, die Du möchtest. Soll dein Programm eine GUI haben, kannst du Gtk nehmen. Gtk gibt es für viele Sprachen und hat nicht den Anspruch alles (vieles) zu vereinen, sondern eben nur das Fenstermanagement. Für andere Aufgaben gibt es andere Bibliotheken: Gnome C++ Development
Beide Ansätze bieten für unterschiedliche Programmierer verschiedene Vorteile. Qt4 ist im Gegensatz zu Gtk3 vor allen Dingen bereits verbreitet. Ins Gewicht dürfte dies aber nur bei neuen Techniken wie Multipointer fallen, weil Gtk3 weitgehend mit Gtk2 kompatibel ist.
Grüße.
> Da GTK+ und GTKmm so toll sind musste selbst Canonical Qt nehmen um Unity 2D zu realisieren.
Naja. Das Problem ist eher, dass Clutter OpenGL voraussetzt. Mit Qt geht auch ohne OpenGL ein bisschen was. Aber mithalten kann GTK mit Clutter ansonsten sehr gut.
Eben, GTK + GDK + GTKmm + Clutter + Pango und dann kann diese Kombo ggf. 80 - 90% was Qt kann.
[ ]Du weißt schon, dass GTKmm nur ein Binding für GTK ist.
[ ]Du weißt, dass GTK nur als Widgetset gedacht ist, während Qt die eierlegende Wollmilchsau ist.
[ ] Du weißt schon, dass nicht ich sagte "wir haben GTK und GTKmm wir brauchen kein Qt"?
[ ] Du weiß schon, dass ich GTK + GDK + usw mit Qt verglichen habe, da GTK nur ein Toolkit ist und z.B. ohne GDK nicht mal Threads unterstützt
Dieses gebashe gegen Qt find ich einfach nur lächerlich vorallem wenn dann Sprüche kommen wir "wir haben GTK", der Vergleich hinkt und anscheinend hat der Poster NULL Plan.
PS. GTKmm passt in die Auflistung. Sonst sehe es noch schlimmer aus für GTK mit seinem C vs Qt mit C++
Du verwechselst GDK mit GLib.
Mein Gott, lass doch dieses alberne GTK vs. Qt. Womöglich empfindest du Qt-/KDE-Programme auch noch als Verunreinigung deiner Festplatte.
Ich als zufriedener KDE-Nutzer (Deskop, Anwendungen, Gemeinschaft usw.) bin auch zufriedener Nutzer von GTK-Software, die im Übrigen dank der fleißigen Arbeit diverser KDE-Entwickler und Distributoren (bspw. von openSuse) nicht fremd aussehen und gut integriert sind.
Da ich auch häufiger Gnome benutze (bspw. auf Rechnern meiner Firma) würde ich mich freuen, wenn KDE-Programme ebenso hübsch von Gnome integriert wären.