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Di, 10. Januar 2017, 11:45

Gesellschaft::Politik/Recht

FSFE legt Jahresbericht 2016 vor

Die Free Software Foundation Europe hat ihren Jahresbericht 2016 publiziert. Die Hauptaufgabe der Organisation ist es, sich sowohl an die Politik als auch an die Öffentlichkeit zu wenden, um freie Software zu fördern und Unfreiheit zu beseitigen.

FSFE

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) war auch 2016 stark damit beschäftigt, freie Software zu stärken. Dazu wurden neue Gesetzesvorlagen und Verordnungen auf ihre Auswirkungen auf freie Software hin analysiert und einige Kampagnen durchgeführt.

In die Politik mischt sich die FSFE immer dann ein, wenn sie eine Gefahr für die Bürgerrechte oder Einschränkungen für die Benutzung oder Entwicklung freier Software vermutet. Wie der Jahresbericht 2016 erörtert, machte die FSFE mehrere Vorschläge zur Lösung der Probleme der EU-Funk-Direktive zu lösen. Diese würde es verbieten, nicht genehmigte Software auf Geräten zu installieren, die drahtlos kommunizieren, was von Mobiltelefonen über Laptops ziemlich alles umfasst und dem Sinn und Zweck freier Software widersprechen würde.

Weiter kämpft die FSFE dagegen, dass die EU Standards akzeptiert, die nicht frei und offen sind und daher nicht von jedem implementiert werden können. Das EU-Projekt FOSSA wurde beobachtet und kommentiert, wobei die FSFE erhebliche Zweifel am Nutzen der dafür eingesetzten Millionen anmeldete, insbesondere was die zugehörige Dokumentation angeht, die laut FSFE von völligem Unverständnis dessen kündete, was das Projekt eigentlich untersuchen sollte. Ferner wurde nach dem Wegfall des Routerzwangs geprüft, ob sich alternative Router tatsächlich einsetzen lassen.

Zu den Kampagnen gehören auch die Aktion I Love Free Software zum Valentinstag sowie die Meet a Free Software Hero-Kampagne. Auf zahlreichen Veranstaltungen versuchte die FSFE, die Menschen auf freie Software aufmerksam zu machen und neue Unterstützer zu gewinnen. Dabei war sie in der Regel mit einem Stand vertreten, unter anderem auf der FOSDEM, verschiedenen Linuxtagen, dem Chaos Computer Congress und der Wear Fair. Zwei größere eigene Veranstaltungen waren der Workshop zu Rechtsfragen und Lizenzen und der erste FSFE Summit.

Eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Bereich freier Software gab es mit dem Software Heritage-Projekt und der Document Foundation, in deren Vorstand die FSFE einen Sitz erhielt. Die Organisation des Document Freedom Day wurde an die Document Freedom Foundation abgegeben. Damit die Aktivitäten auch 2017 fortgesetzt werden können, bittet die FSFE wie immer um Spenden.

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