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Mi, 28. Februar 2018, 08:27

Software::Browser

Erste Version des KDE-Webbrowsers Falkon 3.0 freigegeben

Falkon hieß früher Qupzilla und ist ein in C++ geschriebener leichtgewichtiger Webbrowser, der auf Qt setzt. Jetzt ist die erste Version unter dem Schirm der KDE-Gemeinde erschienen.

Startseite von Qupzilla

Hans-Joachim Baader

Startseite von Qupzilla

Vor rund sieben Jahren begann David Rosca im Rahmen eines Forschungsprojekts die Arbeit an seinem leichtgewichtigen Browser Qupzilla. Zunächst in Python geschrieben, wechselte das Projekt bald zu C++. Die Ziele waren neben der Leichtgewichtigkeit die Verfügbarkeit auf vielen Plattformen sowie das nahtlose Einfügen in verschiedene Desktop-Umgebungen. Mit der Veröffentlichung von Qupzilla 2.0 im März 2016 wechselte die Web-Engine des Browsers von QtWebKit zu QtWebEngine.

Auf der KDE-Entwicklerkonferenz Akademy 2017 wurde beschlossen, dass Qupzilla der neue KDE-Browser werden soll. Er löst den nicht mehr weiter entwickelten Konqueror ab. Die Rolle des Nachfolgers von Konqueror war vor Jahren bereits einmal dem Browser Rekonq zugedacht, der aber seit 2014 nicht mehr weiterentwickelt wird. Die Suche nach einem neuen Namen für Qupzilla begann und wurde auch aus Vorschlägen der Gemeinschaft inspiriert. Neben Falkon waren unter anderem auch Eco, Ion, Cube, Kiran, Quest und Ryōshi Kitsune im Rennen.

Nun hat Rosca mit Falkon 3.0 die erste offizielle Version des neuen KDE-Browsers angekündigt. Im Anschluss an diese Veröffentlichung wird Rosca noch eine abschließende Version von Qupzilla, der derzeit bei Version 2.2.5 steht, herausgeben. Anwender von Qupzilla, die Falkon erstmals installieren können ihr Profil übernehmen indem sie die Konfiguration aus ~/.config/qupzilla/ kopieren oder das Verzeichnis umbenennen. Eine automatische Migration findet nicht statt.

Zu diesem frühen Zeitpunkt unterscheidet sich Falkon kaum von Qupzilla, sieht man vom Wechsel des Buildsystems von Qmake zu Cmake und der Verwendung von XDG-Pfaden ab. Einzige Neuerung bei Falkon 3.0 ist die neue Erweiterung »Vertical Tabs«, die allerdings auch in die letzte Ausgabe von Qupzilla übernommen wird, die im Wochenverlauf folgen soll.

Qupzilla und somit auch Falkon unterstützt Linux, BSD, OS/2, Haiku und Microsoft Windows. Der Quellcode zu Falkon 3.0 kann vom KDE-Server bezogen werden. Pakete für verschiedene Distributionen sowie alternative Paketformen werden zeitnah folgen.

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