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Do, 10. Januar 2019, 12:40

Software::Distributionen::Fedora

Fedora sucht vereinfachtes Logo

Eine Initiative des Projektleiters Matthew Miller hat sich zum Ziel gesetzt, das Logo der Fedora-Distribution zu überarbeiten. Das Ziel ist dabei, mit möglichst geringen Änderungen die Lesbarkeit und Anwendbarkeit des Logos zu verbessern.

Fedora-Projektleiter Matthew Miller hatte bereits im Oktober 2018 eine Designänderung des Logos angeregt. Im Anschluss wurde ein Ticket angelegt, zahlreiche Entwürfe wurden angefertigt und an vielen Stellen darüber diskutiert. Jetzt hat die Designerin Máirín Duffy zwei eigene Entwürfe vorgestellt. In ihrem Beitrag erklärt sie im Detail die Historie des Fedora-Logos und welche Überlegungen in das neue Design eingeflossen sind.

Das Fedora-Logo wurde im Lauf der Jahre bereits mehrfach überarbeitet. Aktuell besteht es aus dem kleingeschriebenen Schriftzug »fedora« und rechts und erhöht davon in einer Blase das dunkelblau unterlegte Unendlichkeitszeichen, von dem ein Teil hervorgehoben ist, so dass es ein »f« bildet. Dieses Logo, so einfach und ansprechend es erscheint, hat laut Duffy eine Reihe von technischen und Design-Problemen. Das erste Problem ist, dass eine einfarbige Version des Logos nicht möglich ist. Das macht beispielsweise bestimmte Arten von Fanartikeln unmöglich oder teurer, weil zwei Farben benötigt werden. Duffy kreierte zwar kürzlich mit Hilfe von Schraffuren auch eine einfarbige Variante, hält das aber nicht für zufriedenstellend. So seien die Schraffuren zu fein für kleine Gegenstände und die Bildschirmausgabe.

Ein zweites Problem ist, dass das Logo auf dunklem Hintergrund schlecht sichtbar ist, da der Kontrast zu gering ist. Alle Tricks zur Erhöhung des Kontrastes verstoßen laut Duffy gegen die Richtlinien zur Verwendung des Logos. Auch die Invertierung der Farben verstoße gegen die Richtlinien und sehe fürchterlich aus. Die Blase sei außerdem durch ihre unregelmäßige Form nur schwer zufriedenstellend zu platzieren. Darüber hinaus sei das Logo wegen der hochgestellten Sprechblase schwierig zu platzieren.

Fotostrecke: 3 Bilder

Das aktuelle Fedora-Logo
Designvorschlag 1 für überarbeitetes Fedora-Logo
Designvorschlag 2 für überarbeitetes Fedora-Logo
Die Schriftart Bryant, die für das Logo verwendet wird, hat weitere Probleme. Zuallererst ist sie proprietär, was es Designern schwer macht, Varianten des Logos zu entwickeln, wenn sie die Schriftart nicht kaufen. Ferner wird das »a« des öfteren als »o« gelesen. Als zusätzliches Problem ist seit etlichen Jahren die Verwechslungsgefahr des Logos mit dem Facebook-Logo bekannt.

Duffy zeigt in ihrem Blog zahlreiche Änderungen des Logos auf, die denkbar wären, und stellt schließlich zwei Entwürfe vor, für die sie Feedback sucht. Die erste Variante weist immer noch das Problem mit der Blase auf, aber in abgemilderter Form. Sie kann mit einer Farbe realisiert werden und benutzt die freie Schriftart Comfortaa mit leichten Modifikationen. Die zweite Variante ist ähnlich, verzichtet aber auf die Blase um das Unendlichkeitssymbol und macht die obere Schleife des Symbols größer als die untere.

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