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Fr, 10. Mai 2019, 13:02

Gemeinschaft::Organisationen

OASIS startet Open Projects

Die Standardisierungsorganisation OASIS hat Open Projects ins Leben gerufen, einen Platz, um in Gemeinschaftsarbeit Schnittstellen, Code, Spezifikationen, Referenzimplementationen oder Empfehlungen zu entwickeln.

OASIS

OASIS ist ein globales Konsortium, das nicht gewinnorientiert ist. Das Konsortium, hinter dem zahlreiche Unternehmen stehen, hat offene Standards wie AMQP, DocBook, MQTT und PKCS entwickelt. Am bekanntesten dürfte es für die Spezifikation von OpenDocument dem Standard-Dokumentformat von LibreOffice, sein.

Offene Standards und Open Source waren schon immer eng miteinander verbunden. Mit dem jetzt gegründeten Open Projects will OASIS den Beteiligten die Möglichkeit geben, enger zusammenzuarbeiten. Open Projects steht allen Projekten offen, die in Gemeinschaftsarbeit Schnittstellen, Code, Spezifikationen, Referenzimplementationen oder Empfehlungen entwickeln wollen, die einmal zu Standards werden könnten oder etwas mit OASIS-Standards zu tun haben. Die einzige weitere Bedingung ist, dass die Projekte unter freien Lizenzen stehen.

OASIS unterstützt die Projekte mit ihrer Erfahrung bei der Leitung der Verwaltung. Sie kann bei der Auswahl von Lizenzen unterstützen und eventuell auch Markenrechte und andere Dinge für die Projekte verwalten. Sie will auch Sponsoren vermitteln, die den Finanzbedarf der Projekte decken. Die eigentliche Projektarbeit wird auf einem Hosting-Angebot nach Wahl des Projekts durchgeführt, beispielsweise Github. Die Aufsicht wird durch einen Beirat ausgeübt, dem etliche namhafte Personen aus dem Open-Source-Bereich angehören.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung sind erst zwei Projekte Mitglied von Open Projects: Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC) und OpenDocument Format (ODF) Advocacy. Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC) will praktische Spezifikationen zur Integration von Software erstellen. Dazu entwickelt das Projekt eine Sammlung von Standard-REST-APIs, um Daten miteinander zu verbinden. Es wird von AirBus, Austrian Institute of Technology, Bank of America, Boeing, Dassault, Fujitsu, IBM, Koneksys, KTH Royal Institute of Technology, Red Hat, Siemens, Software AG und Tasktop unterstützt. Das zweite Projekt, ODF (Open Document Format) Advocacy, will die Verwendung von ODF weltweit stärken. ODF ist das einzige wirklich offene Dokumentformat und kann die Risiken der Fesselung an spezifische Anbieter beseitigen. Dieses Vorhaben wird von CIB und der Document Foundation unterstützt.

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