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Mo, 12. August 2019, 08:12

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu will ZFS ganzheitlich unterstützen

Nachdem Ubuntu bereits seit geraumer Zeit über eine Unterstützung von ZFS verfügt, will die Distribution ab der kommenden Version diese auf das komplette System ausdehnen. Damit soll es möglich sein, das Dateisystem nicht nur als Datenspeicher, sondern auch als Root-Partition einzusetzen.

Canonical

ZFS wird oft als das fortschrittlichste Dateisystem bezeichnet, obwohl es sich diesen Rang dann heutzutage mit Btrfs teilen muss, welches einige der Funktionen von ZFS ebenfalls anbietet. Das initial durch Sun entwickelte Dateisystem ist allerdings kein Bestandteil des Kernels, sondern wird in einem separaten Projekt entwickelt. Grund hierfür ist die von ZFS verwendete freie CDDL, die inkompatibel zur GPL ist, weshalb die Quellen des Dateisystems nicht in den Kernel eingefügt werden können. Seitens Canonical wird ZFS seit einem Rechtsgutachten direkt in die Distribution eingebunden und kann unter anderem als Datenspeicher eingesetzt werden.

Wie Canonical allerdings bereits vor vier Jahren verkündete, ist es dem Unternehmen wichtig, ZFS ganzheitlich zu unterstützen und das System auch als Root-Partition nutzbar zu machen. Diesem Wunsch soll nun in der kommenden Version der Distribution entsprechen werden, indem Ubuntu 19.10 »Eoan Ermine« erstmalig experimentell nicht nur das Starten von einer ZFS-Partition, sondern auch das Wiederherstellen erlauben wird.

Dazu wird die Distribution im Installer eine neue Option erhalten, die es Desktop-Nutzern erlauben wird, ZFS als Root-Verzeichnis zu nutzen. Zum Einsatz soll dabei die neueste Generation 0.8 von »ZFS On Linux« kommen, die über diverse Neuerungen verfügt und seitens Canonical mit Aktualisierungen und Korrekturen aus den kommenden Generationen versorgt werden soll. Ferner wird Ubuntu über diverse Anpassungen in Grub verfügen, die es Nutzern erlauben werden, beispielsweise direkt aus dem Bootmenü einen Snapshot auszuwählen.

Die Neuerungen sollen nur für Desktop-Systeme greifen. Server-Installationen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt mit der Option bestückt. Canonical warnt zudem explizit vor einem produktiven Einsatz ohne entsprechende Backups.

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