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Mo, 9. September 2019, 11:08

Software::Desktop::KDE

KDE definiert neue Ziele für die nächsten Jahre

Das KDE-Projekt hat auf der Konferenz Akademy 2019 neue Ziele für die nächsten zwei Jahre definiert.

KDE

Lydia Pintscher, seit 2006 beim KDE-Projekt und derzeit Vorstand des KDE e.V., stellte 2017 eine neue Initiative vor, um KDE Ziele für die nächsten Jahre vorzugeben. Die Idee war, Vorschläge aus der Gemeinschaft zu sammeln, wie die Software und das Umfeld von KDE verbessert werden können. Aus den eingegangenen Vorschlägen wurden drei Hauptziele ausgewählt, die in den letzten Jahren verfolgt wurden. Daraus entstand unter anderem die wöchentliche Kolumne KDE Usability & Productivity über Fortschritte bei der Software von Nate Graham. Ebenfalls erfolgreich war die Onboarding-Kampagne.

Auf der gerade in Mailand abgehaltenen Konferenz Akademy 2019 geht es in die zweite Runde, es galt es erneut, drei neue Ziele aus Beiträgen der Gemeinschaft auszuwählen. Aus 12 vorausgewählten Vorschlägen wählte die Gemeinschaft am ersten Konferenztag drei neue Ziele aus, die in den nächsten beiden Jahren vorangetrieben werden sollen. Gewählt wurden die weitere Integration von Wayland in Plasma, bessere Organisation und Konsistenz innerhalb des App-Ökosystems sowie als Drittes die Apps selbst und ihr Umfeld.

Wenn es um die Integration von Wayland geht, so hängt KDE hinter GNOME zurück. Der erste Vorschlag soll zum Ziel haben, »den Kern des Plasma-Desktops zu migrieren und den X-Server zu einer optionalen Compiler- und Laufzeitabhängigkeit zu machen«, so Fanis Bampaloukas, der Initiator des Vorschlags. Dazu müssten einige Baustellen beseitigt und fehlende Funktionalität implementiert werden.

Der zweite gewählte Vorschlag stammt von Niccolò Venerandi und betrifft von ihm beobachtete fehlende Konsistenz im Projekt, resultierend aus der Tatsache, dass KDE-Software von Freiwilligen erstellt wird, die oftmals zunächst Dinge entwickeln, die für sie selbst von Nutzen sind. Diese Stärke freier Software soll laut Venerandi künftig besser organisiert werden. Er weist darauf hin, dass Inkonsistenzen nicht nur im Design von Anwendungen, sondern auch in deren Eigenschaften zu finden sind. Tabs zum Beispiel seien beispielsweise bei Falkon, Konsole, Dolphin und Kate jeweils unterschiedlich implementiert, was sie für Benutzer verwirrend macht und Entwicklern das Beheben von Fehlern erschwert.

Der dritte Vorschlag stammt von Jonathan Riddell und dreht sich um Apps im Allgemeinen. KDE bietet über 200 Apps und unzählige Plugins und Erweiterungen an, deren Zusammenspiel laut Riddell besser organisiert werden müsse. Bis vor Kurzem habe es nicht einmal eine Webseite gegeben, die alle diese Komponenten auflistet. In seinem Vorschlag empfiehlt Riddell die Modernisierung der Plattformen, über die KDE-Entwickler mit den Benutzern kommunizieren, die Verbesserung der Art und Weise, wie Apps gepackt werden und die weitere Überarbeitung der mit den Apps gelieferten Dokumentation und der Metadaten.

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